1. Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!
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forellengewässer

Dieses Thema im Forum "Berlin & Brandenburg" wurde erstellt von perchhunter84, 16. Januar 2011.

  1. perchhunter84

    perchhunter84 Keschergehilfe

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    hi,

    ich suche ein gewässer in brandenburg( außer salmonidengewässer, fopu´s)an dem man hin und wieder forellen fängt.
     
  2. Barschkiller2007

    Barschkiller2007 Master-Caster

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    Und wie hast du dir das vorgestellt. ?

    greetz Clemens
     
  3. perchhunter84

    perchhunter84 Keschergehilfe

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    wo man z.b. beim spinnfischen auch mal als beifang ne forelle hat
     
  4. nano

    nano Gast

    Die Schwarze Elster bei Bad Liebenwerda :wink:
     
  5. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Alle Fließgewässerstrecken unterhalb der ausgewiesenen Salmonidenstrecken. Aber versprich Dir nicht zu viel. DAV-Angler knüppeln, was sie kriegen können.
     
  6. schlotterschätt

    schlotterschätt Barsch Vader

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    Toller Rundumschlag. :roll: Woher nimmst Du diese "Weisheit" ???
    Der "gute" Angler ist also nur im VDSF oder am besten in gar keinem Verein ???
     
  7. alexace

    alexace Bigfish-Magnet

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    :...:...:...:...:....:...:...:...:...:...:
    Wolf kennt sie genau ! :wink:

    Aber so pauschal ist er selten und dann nicht ernsthaft.

    Werde mir in den nächsten Tagen meine DAV-Jahresmarke besorgen. :mrgreen:
     
  8. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Weil mich immer der tiefste Frust überkommt, wenn ich sehe, dass der DAV als Verband Gewässer schlimmer ruiniert als jeder Berufsfischer - insbesondere die Salmonidengewässer.

    Geh mal zum Saisonstart an die Plane, Nuthe, Nieplitz oder zum Hammerfließ. Was da passiert, ist der moralische Offenbarungseid des DAV - und ein Verband ist nur so schlecht wie seine Mitglieder. Massenweise werden fangfähige Bachforellen besetzt, dann ist zwei Wochen lang das große Schlachten angesagt bis der Bach leer ist, um dann noch mal auf den Herbstbesatz zu warten. Waldteiche werden mit fangfähigen Regenbognern besetzt, Naturseen in Naturschutzgebieten mit Karpfen, bis es dem Naturschutz zu blöd wird und er den Pachtvertrag kündigt - alles einfach nur bedauerlich. Warum macht der DAV das? Weil die Masse der Mitglieder das von ihm verlangt. Traurig aber wahr.

    Wie Du den Bogen zum VDSF schlägst, den ich in keiner Weise erwähnt habe, weiß ich nicht. Ich persönlich engagiere mich im Übrigen im DAV für die Salmonidengewässer, einen natürlichen Besatz und z.B. bei der Wiederansiedling von Lachs und Meerforelle, so es meine Zeit zulässt. Daher nehme ich mir auch das Recht auf Kritik.
     
  9. Tom69

    Tom69 Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    @wolf

    Dort wo das Abknüppeln von maßigen Salmoniden bzw. maßigen Fischen allgemein außerhalb der Schonzeiten in der Vereinssatzung und den dazugehörigen Landesfischereigesetzen vorgeschrieben ist und die Wasserqualität der Salmonidenstrecken durch Verbauung, Abwassereinleitungen etc. bereits extrem gelitten hat, hast du das Problem immer - auch an Nicht-DAV-Gewässern.

    Auch hier am Lech und an vielen natürlichen Fließstrecken, wird jedes Jahr reichlich besetzt und kaum sind die fangfähigen Forellen drin, sind sie aus oben genanntem Grund auch schon wieder draußen. Allerdings wäre das Problem allein durch Releasen nicht zu beheben, denn es fehlt in vielen Fällen gewässerbedingt schon an Laichplätzen zur natürlichen Reproduktion.

    Naja und ganz nebenbei besteht natürlich auch noch das Problem, dass sich Angeln größter Beliebtheit erfreut, um nicht zu sagen, sich zu einer Art "Trendsport" entwickelt hat - Tendenz steigend. Retortenbegriffe der Angelindustrie wie "Street Fishing", die das Angeln zudem auch noch etwas hipper und salonfähiger machen tun ihr übriges zum steigenden Angeldruck dazu. :wink:

    Normaler Weise sollte es den Vereinen in erster Linie um aktiven Naturschutz im Sinne einer Erhaltung natürlicher Fließgewässer bzw. deren Renaturierung nebst Wiederansiedlung verschwundener Arten gehen. Nur wird das Bedürfnis der zahlenden Mitglieder, Fische zu fangen, in aller Regel voran gestellt, denn ein Verein ohne Mitglieder ist schlichtweg pleite.

    Versteh mich nicht falsch, mich kotzt diese Politik auch an, aber es ist wie gesagt keine reine DAV-Problematik.

    Ich bin schon heilfroh, dass ich an einem Stückchen Privatfluss exklusiv fischen kann, wo die Forellensetzlinge über Jahre hinweg natürlich abwachsen dürfen und mich keiner anscheißen kann, nur weil ich die Fische zu 99% release. :D

    Gruß
    Tom
     
  10. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Ganz bestimmt nicht, nein. Das ist überall Standard und nicht nur hierzulande. Wenn ich ins Elsass rüberhüpf ists mindestens genausoschlimm, wenn nicht noch übler.
     
  11. monkeyman

    monkeyman Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Angeln als Trendsport (wenn dem denn so ist, ich behaupte mal, dass die Anzahl der Angler gesunken ist) ist schlecht? Heißt, weniger Angler wären besser?
    Eigenartige Einstellung. Ich wiederhole es ja immer wieder: je mehr Angler wir in Deutschland haben, desto besser. Mehr Angler=mehr Einfluss.
    Auch wenn bestimmte Einstellungen (z.B. Besatz fangfähiger Fische, wie hier erwähnt) sicher nicht ok sind. Aber gerade die, vom "coolen Streetfishing" beeinflussten, Neuangler sind doch eher geneigt, andere Prinzipien als zum Beispiel das Totschlagen zu akzeptieren.
    Und klar sind Angler Naturschützer, wir sind doch die ersten, die merken, wenn etwas nicht stimmt. Aber der Naturschutz darf nicht über allem stehen. Der freiwillige Verzicht auf das Nachtangeln in BaWü ist in meinen Augen ein Beispiel für falsches Naturschutzdenken.
    Und klar, beim Angeln geht es ums Fische fangen. Wenn ich nur die Natur genießen will, geh ich wandern.
     
  12. perchhunter84

    perchhunter84 Keschergehilfe

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    ok erstmal danke für die antworten, das alles abgeknüppelt wird kenn ich auch nicht anders in dav-gewässern. also werde ich mir evt. doch ne salmonidenkarte holen.
     
  13. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Niemand ist gezwungen, alle Forellen zu töten, die er fängt. Aber die Diskussion ist schon häufig geführt worden.

    Die oben genannten Bäche haben das Potential für selbsterhaltende Bestände. Es wird aber nicht zugelassen. Das Grund ist ganz einfach: die meisten Angler finden es normal, dass man nur dann Fische fängt, wenn man sie vorher rein gesetzt hat. Und sie empfinden es als ihr Recht, dass sie für 50 € im Jahr jede Forelle mitnehmen dürfen, derer sie habhaft werden können. Problematisch wird es aber erst dann, wenn der Verband das vollumfänglich unterstützt, in dem er einen Tag vor Saisonbeginn fangfähige Forellen (Fische bis 60 cm) in unfassbaren Mengen (relativ zur Gewässergröße) besetzt. Da bleibt nicht mal eine kleine Nische für einen natürlichen Bestand.

    Auch sage ich nicht, dass es nur beim DAV so ist. Mir ist bewusst, dass das insgesamt sehr verbreitet ist. Der Unterschied ist nur der, dass der DAV in Brandenburg sehr nahe an einem Monopol ist. Das FischG. protektoriert zuerst die Berufsfischer, in der Folge dann den DAV.

    So etwas wie die von Dir genannte Privatstrecke ist in Brandenburg also praktisch ausgeschlossen und am DAV führt so gut wie kein Weg vorbei. Das macht den entscheidenden Unterschied – man ist zur Alternativlosigkeit verurteilt.

    Und es stimmt mich noch ärgerlicher, wenn durch irgendwelche Bonkenangler dann aus den wenigen Bächen, die durch einige engagierte Angler (und DAV-Mitarbeiter) dieser Fisch- und Gewässerverwurstungsmaschinerie entzogen werden, natürlich aufgewachsene 50er und 60er Fische gezerrt, geschädelt und auf der braunmarmoriert gefliesten Terrasse ihrer Datsche in die Handycam gestreckt werden, ohne dass einer dieser Heinis sich jemals für den Bestand oder geschweige denn den Bach engagiert hat.

    Und nein, die ebenso kleinzellige wie kurzsichtige Bewirtschaftung einer Großzahl der westdeutschen Gewässer durch VDSF-Vereine ist keineswegs besser. Aber es gibt dort wenigstens die Minderheit an Gewässern und Vereinen, an/in denen es besser gemacht wird und für die man sich dann entscheiden kann.

    Grüße,

    Wolf
     
  14. perchhunter84

    perchhunter84 Keschergehilfe

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    dachte die salmogewässer besitzen einen teils selbsterhaltenden bestand.
     
  15. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Ich würde das eher andersherum ausdrücken: teilweise besitzen die Salmonidengewässer einen selbsterhaltenden Bestand. Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand kommen nur zwei Gewässer ohne Besatz aus.

    Nuthe, Nieplitz, Hammerfließ werden wie gesagt zwei mal jährlich nachgeladen. Einige andere Bäche erhalten einen Besatz aus den Aufzuchtbächen des Flämings mit i.d.R. zweisömmrigen Fischen, also deutlich untermaßig (zum Glück!).
     
  16. perchhunter84

    perchhunter84 Keschergehilfe

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    wie ich sehe werde ich auch nicht herum kommen mir eine salmonidenkarte zu holen, fopus finde ich so künstlich. nuthe und co liegen zum glück nicht in meiner gegend, nördl. von berlin soll es ja auch salmogewässer geben. hoffentlich sind die nicht so wie du es beschrieben hast.
     
  17. Tom69

    Tom69 Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Es gibt nach Untersuchungen der Hoeppner Sport- und Markenkommunikation GmbH für den Internetauftritt der Boot 2010 derzeit 3,8 Millionen registrierte Angler - Tendenz steigend. Regional haben die Vereine bis zu 15% Zuwachs jährlich. Wofür auch die Salonfähigkeit und die Entdeckung als "Trendsport" maßgeblich beitragen.

    Laut Sitemaperhebungen bei den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder stehen der Anglerschaft dabei 8482 km² Wasserflächen in Deutschland zur Verfügung.

    Das Ganze vergleichen wir jetzt mal z.B. mit Norwegen, dem Land der anglerischen Freiheit, wo Angeln ein nicht überreguliertes Jedermannsrecht ist.

    Wasserfläche Norwegen: 16.360 km²
    Einwohner: 4,67 Millionen

    Selbst wenn in Norwegen tatsächlich jeder Einwohner organisierter und/ oder leidenschaftlicher Sportfischer wäre (was er aber nicht ist), kannst du Erkennen, dass der Angeldruck um ein vielfaches kleiner ist, als in Deutschland, wo du von den Gewässerflächen auch noch einen nicht unerheblichen Teil streichen kannst, der nicht bzw. nicht für jeden befischbar ist oder umweltbedingt einen schlechten Fischbestand aufzuweisen hat.

    Insofern meine ich tatsächlich, dass weniger Angler besser wären. :wink:

    Wenn man sich mal nur die Zahlen und den rasant ansteigenden Angeldruck in Germany anschaut eigentlich nicht!

    Welche Macht sollte das denn sein? Die größte Macht, die die Anglerschaft in Deutschland besitzt, ist die Kaufkraft für die krisenresistente Angelindustrie.

    Du kannst ja mal beispielsweise die EON, die hier unten am Lech sämtliche Wasserkraftwerke betreibt, fragen, wieviel sie von Renaturierung oder den Protesten und Initiativen der Angelvereine hält. Investitionen in Kiesbetten, Abtragung von Sediment etc., bleibt den pachtenden Vereinen überlassen und der Stromversorger öffnet aus lauter Dankbarkeit regelmäßig die Überläufe der Staustufen (was er ja leider auch muss) und die gesamte Arbeit nebst investiertem Geld der Vereine ist dahin.

    Oder schau dir mal die Fischereipolitik der EU-Kommission auf die Ostsee bezogen an und wie lange es allein dort trotz Protesten vieler Meeresangler dauert, auf die schwindenden Dorschbestände zu reagieren.

    Auch dort regiert das wirtschaftliche und fischereipolitische Interesse der einzelnen Anrainerstaaten, aber mal mit Sicherheit nicht der Angler.

    Soviel zum Thema Macht. :wink:


    Der Besatz fangfähiger Fische ist ein Zugeständnis zahlloser Vereine an ihre Mitglieder, die eben genau solche Fische Verlangen. Ansonsten sind die Mitglieder nämlich ganz schnell weg und der Verein im Zweifelsfall pleite.

    Von welchen Prinzipien sprechen wir denn genau? C&R? Alles klar, gute Sache, wenn man es richtig macht. Wenn ich allerdings sehe, dass Fische aus 3 Metern Höhe Hafen- bzw. Spunwände runtergeworfen werden, denen im Zweifelsfall bei Aufschlag auf`s Wasser die ein oder andere Innerei platzt, wird mir schlecht. Selbiges gilt für C&R als Dogma, denn nicht jeder releaste Fisch ist a) überlebensfähig und b) ist releasen auch nicht immer zweckmäßig.

    Ich kenne und sehe viele Angler, die sehen und merken gar nichts (mehr). Nicht mal, dass sie ihren Müll am Wasser liegen lassen, ihre Kippen ins Wasser schnippen oder sich mit Bier und Radio bewaffnet ins Schilf packen.

    Nee, wir sind leider nicht immer die Guten.

    Was ist denn daran so verkehrt, den Fischen freiwillig wenigstens in der Nacht `ne Pause zu gönnen? Zumindest ist es mal ein Zeichen pro Fisch, auch wenn es vielleicht den ein oder anderen Muffmolchangler davon abhalten mag am Wasser zu übernachten. :D

    Da gebe ich dir Recht.

    Gruß
    Tom
     
  18. monkeyman

    monkeyman Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Mit Macht meine ich politischen Einfluss, den man geltend machen könnte. Problem ist dabei die von mir ja bereits angesprochene Haltung gegenüber anderen Anglern (Karpfenangler sind da sicherlich ein klassisches Feindbild).
    Bei 3,8 Millionen registrierten Anglern zuzügl. der Angehörigen lässt sich ganz sicher Druck gegenüber der Politik aufbauen (man nennt es auch Wahlen...). Man stelle sich nur mal vor, alle diese Leute gingen wählen und würden dann eine Partei unterstützen. Bei ca. 80 Millionen Menschen in Deutschland kommen wir schon auf knapp 5 % (Angehörige wieder nicht mitgerechnet).
    Und wahlberechtigt sind nur 62,2 Millionen. Zur Wahl gegangen sind nur 70,8 Prozent dieser Wahlberechtigten, also ungefähr 43 Millionen(Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung - Wahlberechtigte und Bundeszentrale für politische Bildung - Wahlbeteiligung, Stand 18.01.2011). Nimmt man jetzt an, dass es 4 Millionen wahlberechtigte Angler inkl. der Angehörigen gibt, dann kommt man auf fast 10 Prozent Wählerstimmen. Und solch eine Gruppe würde ignoriert werden? Da könnte man fast schon eine Partei gründen, im Moment läge man vor den Linken und vor der FDP.... :D
    Aber solange keine Einigkeit herrscht wird es auch keinen Einfluss geben.
    Daher plädiere ich eben genau für einen wirklichen Zusammenhalt der Angler, denn ein gemeinsames Interesse haben wir alle: Fische fangen.

    Das Problem mit dem Nachtangelverbot sehe ich nicht im Fakt an sich. Mir geht es um die Symbolwirkung. Irgendwann dürfen wir dann gar nicht mehr angeln und das kann keiner wollen.
    Klar kann und muss man Kompromisse mit Naturschutzverbänden eingehen, so sieht für mich ein Kompromiss aber nicht aus. Außerdem, man muss sich doch nicht von alleine solche Einschränkungen auferlegen. Zudem eine Beschränkung der Angelmöglichkeiten durch Naturschutzauflagen zu einem höheren Druck an den noch freien Plätzen führt. Oft genug sind es auch schwachsinnige Regelungen ala Angeln verboten, aber Rudern erlaubt...

    Ich bin auch kein radikaler C&R Anhänger, sondern halte eine selektive Entnahme für wesentlich sinnvoller. Aber der grunsätzliche Ansatz ist ja der richtige.
     
  19. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Politischen Einfluss über Wahlen? Welche Priorität hat denn Angeln, wenn Du wählen gehst? Ich würde mal schätzen, das findet sich auf einer in Arial 4 gedruckten Tabelle auf Blatt 34 ziemlich weit unten - doppelseitigen Druck voraussgesetzt. Vorher spielen bei der Wahlentscheidung dann doch eher ca. 20001 sozial-, arbeits-, finanz- und familienpolitische Fragen eine Rolle. Hoffe ich jedenfalls.

    Mit einer solch eingeengten Klientelpolitik haben sich schon andere auf wesentlich erfolgversprechenden Feldern versucht und sind kläglich gescheitert. Autofahrer-Partei, Graue Panther...

    Die Defizite bei der Gewässerbewirtschaftung sind auch keine Frage der großen Politik, sondern die Folge einer entsprechenden Interessenslage bei der Mehrheit der Vereins- und Verbandsmitglieder.
     
  20. monkeyman

    monkeyman Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Sicherlich ist es nur eine theoretische Größe. Aber sie zeigt, dass Angler nicht so unbedeutend sind, wie oft dargestellt wird. Eine Vereinigung von DAV und VdSF wäre schonmal ein richtiger erster Schritt.
    Mir geht es um die grundsätzliche Haltung unter den Anglern. Da herrschen Intoleranz, Neid und Unwissenheit.
    Von den Defiziten bei der Gewässerbewirtschaftung habe ich bewußt nicht gesprochen.... Da gefällt mir grundsätzlich die Praxis der Landesverbände im Osten (besonders MV ist mir relativ gut bekannt), wo eben nicht jeder Verein entscheiden darf sondern die Ebenen darüber Besatzmaßnahmen planen. Dass die extrem kleinteiligen Strukturen in anderen Bundesländern Mist sind, ist absolut klar.

    Zum Glück decken sich meine Interessen nicht mit denen der schlimmsten "Anglerfeinde" bzw. ihrer Partner, also kann ich Grüne und SPD schonmal ausschließen. Links geht auch überhaupt nicht, also fällt mir die Wahl recht leicht.... 8)
     

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