Der Shore Jigging/Spinning Plausch

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Seriola

Echo-Orakel
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Vorweggenommen, ich kenne die Rute nicht. Aufgrund des angegebenen WG würde ich die Rute vom Sofa aus auf ca 40g im Fullpull einordnen. Da stellt sich mir die Frage mit was du fischen möchtest, Jigs oder Minnows. Obwohl ich beim SJ gerne leicht unterwegs bin, wären mir persönlich 40-45g zu wenig. Und als Spinning wären mir 290 zu lang... Auch die 4000 BG sehe ich in der Kombi als zu überdimensioniert an. Eine 3000er sollte ausreichend sein.
 

Barracuda Michi

Echo-Orakel
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Hallo zusammen,
ich wünsche erstmal allen hier ein frohes neues Jahr und würde gern mal ein Thema anschneiden das ich hier schon einmal gelesen habe, aber nicht mehr wieder finde. Und zwar geht es um folgendes: Ich fische am liebsten mit sehr langen Fluoro Vorfächern (3,30m an 3,00m Rute). Bei einigen Ruten habe ich immer das Problem dass sich beim Werfen so gefühlt bei jedem 20ten Wurf das Geflecht um einen der Ringe in Spitzennähe wickelt und der Flug des Köders nach 10 - 20m schlagartig endet. Ich hatte damals hier im Forum gelesen das dieses Problem bei einigen Anglern bekannt ist und laut deren Meinung an dem Spulendurchmesser liegt. Ich habe alle möglichen Rollen an den besagten Ruten getestet. Immer mit dem gleichen Ergebnis. Mit einem kurzen Vorfach von etwa 1,30m passiert das ganze nicht ein einziges mal. Nun ist mir etwas aufgefallen. Alle Ruten mit denen ich dieses Problem nicht habe, haben Seaguide Ringe. Und die Ruten die mir da Probleme machen, haben Fuji Ringe. Vertragen die Fujis vielleicht meinen Wurfstil nicht? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ach ja: Das Problem habe ich mit Shorejigging und Spinnruten mit unterschiedlichster Anzahl von Ringen.
 

Seriola

Echo-Orakel
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Die Theorie, die für mich am schlüssigsten ist (ich meine, sie stand in dem besagten Thread schon einmal so oder ähnlich), lautet wie folgt :
Das lange Mono-/FC-Vorfach dehnt sich unter Belastung während der Aufladung zum Wurf, zieht sich während der Freigabe wieder zusammen und bremst dadurch die Schnur, die von hinten von der Spule nachläuft. Die kleineren Ringe im Spitzenbereich tragen ihr Übriges dazu bei, ebenso das „Wedeln“ der Rutenspitze.
Die Mono selbst ist zu steif, um sich direkt um die Ringe zu legen; deshalb passiert das Ganze erst ein paar Meter weiter draußen – dann nämlich, wenn von hinten mehr Schnur freigegeben wird, als das Gewicht (der Köder) aufgrund seiner Geschwindigkeit überhaupt mitnehmen kann.
Bitte keine Detailfragen zu den einzelnen Punkten – ich bin kein Physiker, mir erscheint das Ganze lediglich in sich logisch. Warum dieses Phänomen nun ausgerechnet bei dir mit Fuji-Ringen auftritt, kann ich nicht sagen. Ich hatte allerdings einmal eine MeFo-Rute mit SG-Titanringen aufgebaut, bei der ich überraschend viele Ringschlaufen hatte – selbst mit kurzen (1 m) Leadern.
Aktuell baue ich eine neue SJ und habe genau aus diesem Grund, frei nach Zenag, einen „Assist Guide“ ergänzt. Ich werde berichten, ob das tatsächlich die endgültige Lösung ist.
 

Barracuda Michi

Echo-Orakel
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@Seriola
So hatte ich das ganze auch in Erinnerung. Mich wundert halt die Sache mit den Ringen. Ich nutze zum Beispiel die SGS2 und SGS6 Shorejigging. Beide 3,00m und 30-100g. Die eine mit Seaguide und die andere mit Fuji Ringen. Mit der einen klappt’s völlig Problemlos und mit der anderen nicht. Bei Daiwa Ruten die ich nutze sieht es auch so aus. Die mit Seaguide Ringen lassen sich ohne Probleme mit langem Vorfach werfen und die mit Fuji nicht.
 

Lorenz

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Hallo,
Die mit Seaguide Ringen lassen sich ohne Probleme mit langem Vorfach werfen und die mit Fuji nicht.
Unterscheidet sich die Beringung sonst noch irgendwie? Ringe, Ringgrößen und Beringungsschema kann ja sehr unterschiedlich sein. Ich hab mal nen 40iger Startring beim Wurf mit einem langen Vorfach umgelegt :p
 

yUkOn

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Hab hier mal irgendwann als Tipp mitgenommen, den Fluoknoten beim Wurf im Bereich zwischen Startring und dem Folgering auskommen zu lassen.
Habe ich umgesetzt und seither wirklich nur noch seltenst Windknoten, egal bei welcher Rute. Dazu kommen die Vorteile eines langes Vorfachs. Selbst, wenn man dann 1-2 mal kürzen und den Jig neu anknoten musste klappt meist noch sehr gut.
 

Seriola

Echo-Orakel
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Habe das Problem nur bei meiner Barsch-Spinning ab und zu, wenn ich mit leichten Ködern gegen Wind werfe.
Ja kenne ich auch zu gut. Aber auch hier denke ich, kommt derselbe Effekt zum Tragen. Der leichte Köder wird durch den Wind gestoppt, während die Schnur hinterher will. Eine zu grosse Rolle/Soulendurchmesser bzw einen zu kleiner Starter habe ich für mich persönlich, bei derartigen Schlaufen, für ausgeschlossen. Genauso wie andere Theorien, wie zb bestimmte Schnüre etc. Ich kann mir aber vorstellen das eine bestimmte Ringform, ganz besonders Einbeinringe, Schlaufen begünstigen bzw die Bildung dieser nicht unterdrücken.
Ganz schlimm hat es mal meinen Buddy mit seiner Lesath mit einsteg-einbein Ringen getroffen. Wölfe im Frenzy, ich 3 Fische, er 2 Würfe, 2 Windschlaufen....
 

AssAssasin

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Hab hier mal irgendwann als Tipp mitgenommen, den Fluoknoten beim Wurf im Bereich zwischen Startring und dem Folgering auskommen zu lassen.
Habe ich umgesetzt und seither wirklich nur noch seltenst Windknoten, egal bei welcher Rute. Dazu kommen die Vorteile eines langes Vorfachs. Selbst, wenn man dann 1-2 mal kürzen und den Jig neu anknoten musste klappt meist noch sehr gut.
Genau das war auch bei mir die Lösung.
Verstärkt wird es noch wenn sich die Durchmesser von PE und FC stark unterscheiden. Ich hatte z.B. mehr Probleme mit der Kombi von PE1.5 und 0,55 als mit PE2 und 0,50mm.
Viele Ringe auf dem Blank machen das Problem nochmal geringer.
 

Barracuda Michi

Echo-Orakel
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@Lorenz
Die Beringung ist bei den verglichenen Ruten schon sehr identisch. Auch der Ringtyp unterscheidet sich kaum. Darum bin ich auch sehr verwundert dass die Fujis Problrme machen und die Seaguide nicht ein einziges mal. Ist jetzt für mich kein großes Drama. Ich nehme jetzt halt an felsigen und schroffen Spots die Ruten mit Seaguide Ringen.
 

AssAssasin

BA Guru
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Möglicherweise ist das auch schnurabhängig, ich nutze am Meer nur noch YGK Ultra Jigman.
 

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