Mahlzeit,
das Pfingstwochenende ist das letzte WE für mich an dem ich mehrere Tage am Stück Zeit hab und mir keinen Kopf machen muss, ob tagsüber nicht Spinnangeln sinnvoller wäre.... nächstes WE will ich Samstags auf'n Konzi und am 01.06. geht hier der Raubfisch auf. Deswegen war mir schon länger klar das lange Pfingstwochenende nochmal nutzen will am großen Baggersee.
Ich bin zugegebenermaßen auch ein etwas komischer Angler... ich zieh eigentlich gerne in Gesellschaft los, aber am großen See sitz ich gerne meine Tage alleine ab.... zum einen hat man da mal viel Zeit seinen Gedanken hinterherzuhängen, zum anderen ist das, was ich hier tue mit viel Aufwand verbunden den die Meisten gar nicht mehr betreiben wollen.... Übersetzen, ablegen auf 200m, Essen und alles mitschleppen für 3 Tage, auch nach der (hoffentlich nicht) 5 Brasse die Rute Nachts erneut im Dunkeln rausfahren....
Eigentlich wollte ich die Woche 2 mal vorfüttern, Montag war ich noch völlig platt von meinem Finnlandtrip und es regnete, Mittwoch reichte es mir zeitlich nur noch, mein halbvolles Miniruderboot auszuschöpfen. Also Freitag Abend ungefüttert raus... Am 6 stand ich am See, um halb 10 lagen die Ruten und die Hütte stand.
24 Stunden später hatte ich 5 Einzelpiepser auf der Habenliste. Sonst nichts. Aber Vertrauen in meine Futter und vor allem Stellen war trotzdem da. Gut Ding will halt manchmal Weile haben.
Halb 11 gestern Abend lief dann die rechte Rute erstmals ab. Durch die Nähe zu den Rheinauen und dortigen Pappeln sieht der See, je nach Windrichtung, immer wieder aus wie ne Schneelandschaft.
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Die Drills sind deshalb extrem mühsam, meist sammelt sich der Dreck am ersten Rutenring, immer wieder rutschen größere Brocken durch, der größte dann mitm Schlagschnurknoten.
Das macht das Drillen (und auch das anschließende erneute ablegen) extrem nervenaufreibend, trotzdem bekam ich den Fisch, nachdem ich ihn erst vom Ufer hergedrillt und ihn dann mit. Boot "eingesammelt" hatte, ins Netz.
War n Schöner, gut gebauter (noch Laich?) aber kurzer Spiegler.
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Den Pollendreck so gut es ging von der Spule bzw. Schnur gezupft und Rute neu gelegt.
Halb 2 piepste dann die linke Rute los, diesmal waren die Pollen unglaublich massiv auf der Schnur, ich war mir zwischenzeitlich schon unsicher ob der Fisch noch hing.... der wehrte sich auch wenig, war aber unglaublich "massiv" beim hochpumpen als ich über ihm stand. In der Kopflampe sah ich schon, ok, einer unserer besseren....
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Halb 4 bekam ich dann erneut rechts nen Fallbiss, vermute Brasse, die hatte sich aber beim herkurbeln schon vorm Ufer verabschiedet.
Während ich also die rechte Rute einkurbelte rannte dann völlig ohne Vorwarnung die linke zum zweiten Mal ab.
Das gab nen sehr geilen Drill, Patient 3 war zwar leichter als Patient 2, riss mir aber mehrmals n gutes Dutzend Meter Schlagschnur von der Spule....
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Um 4 heute morgen hatte ich also keinen Köder mehr im Wasser, mit Schnur reinigen, zwei Mal neu ablegen etc. wurde es bereits hell als ich ziemlich fertig auf meine Liege fiel....
Hatte die Hoffnung, dass heut morgen n "Freizeitkapitän" rumkommt, klappte auch, hab nen Papa mit 7-jähriger Tochter aufm SUP für n paar Fotos angehalten

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Aktuell hadere ich jetzt mit mir selbst, ob ich bis morgen früh durchziehen oder heut Nachmittag abbrechen, viel besser wird's wohl schwerlich und ich könnt heut Abend auf die Piste.....morgen würd ich vor dem Konzi in Luxembourg gern n paar Stunden die Spinnrute am Neckar schwingen, der ist seit 16.05. offen....