Die Fänge gehen sicher auch aufgrund von Angeldruck zurück. Das ist natürlich regional unterschiedlich und kommt auch immer aufs Gewässer an.
Habe ich ja schon geschrieben, vor Corona (nur um das zeitlich einschätzen zu können), war es recht regelmäßig möglich zweistellig große Barsche (45+) vom Ufer aus zu fangen. Wir hatten mehrere kleine Spots wo das immer wieder super geklappt hat. Es waren auch Tage mit 20 oder mehr dicken Barschen drin. Ein paar Jahre später (bis heute) ist es schon ein Herausforderung 2-3 Stück von den Lümmels zu erwischen.
Sind die weg? Vielleicht, aber vielleicht auch nur woanders und nicht mehr da, wo immer mehr Köder ins Wasser fliegen.
Ähnlich verhält es sich mit einem (Ufer) Zandergewässer in NL. Wir haben früher (ähnliche Zeit wie mit den Barschen) oftmals 20-30 Zander gefangen und als Beifänge 40+ Barsche und immer mal nen Meterhecht. Damals waren da noch kaum plattgetretene Wege, mittlerweile haste tiefe Schneisen am Ufer. Seit 3-4 Jahren sind diese Stückzahlen einfach nur noch utopisch…
Was ich aber gelernt habe, geht eine Tür zu, geht irgendwo eine andere Tür auf.
Jeder gute und noch so „geheime“ Spot wird irgendwann zerpflückt, da einfach jeder etwas vom Kuchen haben möchte.
Was ich aus Erfahrung raten kann, wenn möglich geht unter der Woche bei nicht ganz so perfekten Bedingungen los. Zumindest an bekannten Spots ist es so, dass sich die Fische 1-2 Tage nach nem WE wieder einstellen. Ich versuche meist Di.-Fr. (vormittags) ans Wasser zu kommen und das beschert mir mit Sicherheit den ein oder anderen „Standfisch“.