Der "Hey, ich geh auch mal auf...Angeln" Thread

  • Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

Ben_12_34_56

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
20. Juli 2022
Beiträge
450
Punkte Reaktionen
1.616
Alter
25
Ort
Baden-Würtwemberg
Heute morgen war ich mal wieder am Rhein feedern, diesmal aber eher mit dem Ziel einen Karpfen zu fangen. Dabei setzte ich am kleine Pop ups bzw. Wafter und versuche so dicht wie es geht am Kraut zu angeln. Gefüttert habe ich lediglich per Futterkorb oder je nach Distanz mit 1-2 Futterballen. Das hört sich zwar nach wenig an aber dabei ist es nicht das Ziel den Fisch zu sich zu locken sondern einen Fisch der eh schon vor Ort ist auf seinen Hakenköder aufmerksam zu machen. Diese Taktik hat mir schon echt einige große Karpfen gebracht. Heute war dem nicht so den es sind bei uns unmengen an kleinen Karpfen untwerwegs in einem Ausmaß wie ich es noch nie gesehen habe. Wirklich hunderte Finger bis Handlange Karpfen vor und im Kraut. So blieb es erstmal bei 4 kleinen Karpfen da größere garnicht die Chance hatten meinen Köder zu finden.20260919_080817.jpg
Die Realisation das das die einzige Fischgröße ist die hier zu erwarten war kam schnell und so wechselte ich auf meine typische Barbentaktik. Typisch für einen "Schönwetterfisch" wie die Barbe kamen die ersten Bisse um 9. Meiner Erfahrung nach ist der Stand der Sonne ein sehr wichtiger Faktor beim Barbenangeln. Gefangen habe ich insgesamt 4, 2 ganz kleine und zwei in dieser Größe.
20260919_094504.jpg
Da mir ein großer Rheinkarpfen dieses Jahr noch fehlt geht es nächstes Wochenende wieder los, am Abend auf Karpfen mit einer anderen Futtertaktik und am frühen morgen dann auf Wels. Ich hoffe es sieht dann auch so traumhaft aus wie heute morgen
20260919_070302.jpg
 

dgspec

Barsch Vader
Registriert
15. Mai 2005
Beiträge
2.279
Punkte Reaktionen
10.197
Alter
70
Ort
d-bach-hessen south
@Ben_12_34_56 : in welchem Rheinabschnitt fischst du den das bei dir Karpfenbrut durchkam :eek:?
glaube eher, dass aufgrund des wenigen Wassers Zuchteiche trocken gefallen sind und die Fische daher stammen.....

Hochkommende natürliche Karpfenbrut ist im Rhein eher selten und wenn kaum in Mengen in oa gezeigten und von mir geschätzten K2 -K3? Größe.
 

Ben_12_34_56

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
20. Juli 2022
Beiträge
450
Punkte Reaktionen
1.616
Alter
25
Ort
Baden-Würtwemberg
glaube eher, dass aufgrund des wenigen Wassers Zuchteiche trocken gefallen sind und die Fische daher stammen.....

Hochkommende natürliche Karpfenbrut ist im Rhein eher selten und wenn kaum in Mengen in oa gezeigten und von mir geschätzten K2 -K3? Größe.
Die gezeigte größe ist K2/K3, die Brut war allerdings größtenteils K1. Durch den massiven unterschied im Drill zwischen Karpfen aus Seen bzw Teichen und Karpfen die ihr ganzen Leben lang im Rhein verbracht haben kann ich dir garantieren das diese Karpfen von Rheinkarpfen abstammen. Spiegelkarpfen sind äußerst selten mal mit dabei was auch für eine natürliche Brut spricht
 

Ronnie

Barsch Vader
Registriert
30. Juni 2008
Beiträge
2.367
Punkte Reaktionen
11.488
Ich möchte meine genauen Abschnitte nicht nennen. Ich bin am Hochrhein unterwegs, dort sind Karpfen nicht selten
Hochrhein (also zwischen Bodensee und Basel) reicht mir vollkommen :emoji_thumbsup:.
Ich fisch ja am Oberrhein, wir haben zwar angehängte (flache) Altarme aber trotzdem kaum Karpfen im Rhein. Der strömt hier auch kräftig und ist sehr klar.
Hab aber mitbekommen, dass zwei Kids mit denen ich gelegentlich angeln gehe am Neckar n Haufen kleine Carps hatten, die wurden dort aber, soweit ich weiss, besetzt. Das in deinem (noch kälteren) Abschnitt tatsächlich natürliche Brut hochkommt halte ich für ziemlich unwahrscheinlich....:emoji_shrug:.
 

Ben_12_34_56

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
20. Juli 2022
Beiträge
450
Punkte Reaktionen
1.616
Alter
25
Ort
Baden-Würtwemberg
Hochrhein (also zwischen Bodensee und Basel) reicht mir vollkommen :emoji_thumbsup:.
Ich fisch ja am Oberrhein, wir haben zwar angehängte (flache) Altarme aber trotzdem kaum Karpfen im Rhein. Der strömt hier auch kräftig und ist sehr klar.
Hab aber mitbekommen, dass zwei Kids mit denen ich gelegentlich angeln gehe am Neckar n Haufen kleine Carps hatten, die wurden dort aber, soweit ich weiss, besetzt. Das in deinem (noch kälteren) Abschnitt tatsächlich natürliche Brut hochkommt halte ich für ziemlich unwahrscheinlich....:emoji_shrug:.
Bei uns wurde seit Jahrzenten nicht mehr besetzt. Wir haben viele langsam Strömende Abschnitte mit viel Kraut, Schilf und Nahrung was ideal für Karpfen ist. Kälter ist auch relativ, wir hatten jetzt monatelang über 20 grad Wassertemperatur. In einem besonders Flachen Abschnitt kann man die Karpfen sehr gut beim laichen beobachten
 

dgspec

Barsch Vader
Registriert
15. Mai 2005
Beiträge
2.279
Punkte Reaktionen
10.197
Alter
70
Ort
d-bach-hessen south
hier im Rhein-Main Gebiet kann man fast jedes Jahr Karpfen mit Laichaktivitäten in Stillwasser und Flüssen beobachten.

Ablaichen bedeutet aber noch lange nicht, dass die Brut auch hochkommt.
Meist tut sie das eben nicht, aufgrund nicht lang genügend andauernde entsprechende Temperaturen und gleichzeitigem Vorhandensein adäquater Kleinorganismen als präferierte Nahrung.

Als das AKW Biblis noch am Netz war und gekühlt werden musste, gab ist im Warmwasserablauf gelegentlich! passende Bedingungen zum Aufwuchs von Karpfenbrut. Allerdings auch nicht regelmäßig.
Ich glaube daher absolut nicht, dass es sich bei dem im Beitrag gezeigten Karpfen um Wild Brut aus dem Rhein handelt.
In Baggerseen mit direkter Rheinverbindung, Altrheinen, etc mag es ja vielleicht gelegentlich zum Schlupf kommen, die Brütlinge überleben aber im Strom schon durch Strömung,Steinschüttungen und Schiffsverkehr zu 99,9.% nicht.

In einem ! kleinerem, flachen Baggersee in meinem Umfeld gab in den letzten 25 Jahren vielleicht 2,3 mal erfolgreichen Schlupf, der aber wegen nicht passenden,anhaltenden Temperaturen und dem zeitgleichen Vorhandensein entsprechender Nahrung nicht durchkam.
 

Ben_12_34_56

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
20. Juli 2022
Beiträge
450
Punkte Reaktionen
1.616
Alter
25
Ort
Baden-Würtwemberg
hier im Rhein-Main Gebiet kann man fast jedes Jahr Karpfen mit Laichaktivitäten in Stillwasser und Flüssen beobachten.

Ablaichen bedeutet aber noch lange nicht, dass die Brut auch hochkommt.
Meist tut sie das eben nicht, aufgrund nicht lang genügend andauernde entsprechende Temperaturen und gleichzeitigem Vorhandensein adäquater Kleinorganismen als präferierte Nahrung.

Als das AKW Biblis noch am Netz war und gekühlt werden musste, gab ist im Warmwasserablauf gelegentlich! passende Bedingungen zum Aufwuchs von Karpfenbrut. Allerdings auch nicht regelmäßig.
Ich glaube daher absolut nicht, dass es sich bei dem im Beitrag gezeigten Karpfen um Wild Brut aus dem Rhein handelt.
In Baggerseen mit direkter Rheinverbindung, Altrheinen, etc mag es ja vielleicht gelegentlich zum Schlupf kommen, die Brütlinge überleben aber im Strom schon durch Strömung,Steinschüttungen und Schiffsverkehr zu 99,9.% nicht.

In einem ! kleinerem, flachen Baggersee in meinem Umfeld gab in den letzten 25 Jahren vielleicht 2,3 mal erfolgreichen Schlupf, der aber wegen nicht passenden,anhaltenden Temperaturen und dem zeitgleichen Vorhandensein entsprechender Nahrung nicht durchkam.
Du kannst den Hochrhein aber nicht mit anderen Rheinabschnitten vergleichen. Wir haben die höchste Kraftwerkdichte, es gibt also keinen Schiffsverkehr, an den Ufern gibts es auch kaum Steinpackungen zu 90% ist der Gewässergrund Schlamm oder Sand. Besagter Sand ist voll mit Zuckmückenlarven und anderen kleinst Insekten. Wir haben riesige Umgehungsgewässer mit geeigneten Laichplätzen. Und nochmal es hat seit den Jahrzehnten keinen Besatz mehr gegeben. Das liegt daran das wir bis im Jahr 2017 Fischzählungen durchgeführt haben bevor das Projekt von den Schweizer übernommen wurde. Eines war bei den DNA Proben die wir von Hechten (ich weiß andere Fischart das lässt sich nicht ganz 1 zu 1 auf Karpfen übertragen) genommen haben : kein einziger Hecht den wir je dabei hatten war ein besetzter Hecht sondern alle hatten die Gene unserer Rheinhechte. Bei allem Respekt der Hochrhein funktioniert völlig anders wie Rheinabschnitte mit Buhnen, unser Karpfenbestand ist riesig, die einzigen Gewässer mit Verbindung zum Rhein bei uns sind Forellenbäche und es findet kein Besatz statt. Du kannst mir doch nicht erzählen das der gesamte Karpfenbestand davo kommt das ein paar Leute illegalerweise ihre Karpfen im Rhein los werden
 

Oben