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DenisF86

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Also ich kann auch den TH3 von Onedesign empfehlen. Ja ein Enge-Gefühl hat man am Hals kurz, weil es einfach ungewohnt und unnatürlich ist, aber nach wenigen Minuten verfliegt das Gefühl und ich habe es gar nicht mehr wahrgenommen.
 

Cybister

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Das war für mich am Anfang die Hölle. Das sitzt schon eng und nach dem zuziehen vom Reißverschluss erst mal das Neopren aufmachen und die Luft rauslassen. Das hatte ich die ersten Male nicht gemacht. Wenn du dich dann setzt um loszufahren siehst du oben aus wie ein Bodybuilder auf Steroiden :tearsofjoy: Aber das weitet sich noch ein bisschen und wie gesagt, man gewöhnt sich dran. Ziehe ansonsten auch nix enges an am Hals...
Wenns ja nur der Bodybuilder-Look wäre…ich seh dann endgültig aus wie ein Michelinmännchen. Aber kurz den Kragen etwas geweitet, in die Hocke, Kragen wieder loslassen und es sieht ein gutes Stück besser an.
An die Enge am Hals gewöhnt man sich ganz schnell, nach ein paar Minuten spürt man es nicht mehr wirklich. Hier dürfte auch der Vorteil eines Trockis „nach Maß“ liegen, die Manschetten sind genau so eng, wie sein müssen und nicht mehr.
An die Krawattenphobiker: so eng wie der Kragen eines Trockis sollte eine gut gebundene Krawatte nie sitzen. Es sei denn, ihr setzt Krawatten nicht im Businesskontext ein. Hatte vor ein paar Jahren nach „Krawattenknoten“ gesucht, weil mich interessiert hat, was es ausser Windsor und Co so gibt. Ich drücke es vorsichtig aus: mir wurden da Sachen in den Suchergebnissen gezeigt, die ich nie sehen wollte :)
 

dietel

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@Cybister: Mir hätte es andersrum besser gefallen: "An alle Trockenanzugsphobiker: So eng wie eine Krawatte sitzt der Trockenanzug nicht am Hals." (Wobei ich auch Krawatten aufziehe, wenn ich mal eine trage und den obersten Knopf im Hemd auf habe. So auf lässig :-D )

Ich habe einen Globetrotter und einen Decathlon in der Nähe. Werde heute mal losziehen und Trockenanzüge testen. Im Kopf braut sich auch schon ein Mix aus Wathose, Schwimmweste und normaler Outdoorjacke zusammen. Bin allerdings bald 5 Tage auf diesem Perchzilla unterwegs und will es am liebsten überleben. Das Argument "Auskühlungsschutz" ist da auf jeden Fall ein starkes Argument für den Trocki.
 
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Cybister

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Mimimimi…
Der Druck ist ja auf eine große Anlagefläche verteilt, da wird nichts abgeklemmt oder die Atmung erschwert. Ist halt nur im ersten Moment ungewohnt. Und nach ein paar Minuten vergessen.
Aber zu Deiner Beruhigung: die Manschette ist elastisch, anders als eine Krawatte. Nicht so viel überlegen, einfach machen. Ist ein gutes Investment in Deine Sicherheit.
 

SlidyJerk

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Moin Johannes,
ich habe mir das hier nicht alles im Detail durchgelesen. Vielleicht wurde es ja bereits erwähnt. Ich habe seit einigen Jahren einen Trockenanzug zum Tauchen. Die Latex-Halsmanschette ist noch immer unschön, aber definitiv Gewöhnungssache.
Es gibt aber auch anschmiegsame und relativ weiche Glattneopren Manschetten. Ich würde die an Deiner Stelle mal ausprobieren. Meine Tauchsportsfreunde sind zumindest begeistert davon.
 

DirkS

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Beim T6 genau so und die Sache mit dem auskühlen ist ernsthaft dramatisch. Wenn der erste Kälteschock mit Schnappatmung und Herzrasen überwunden ist, kann man bei 4 Grad Wassertemperatur in ein paar Minuten quasi nicht mehr selbstständig handeln. Aus meiner Sicht ist ein Trockenanzug zum überleben, zumindest wenn man ohne Hilfe alleine unterwegs ist, neben Schwimmweste unumgänglich...
 
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Michael_05er

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@Cybister: Mir hätte es andersrum besser gefallen: "An alle Trockenanzugsphobiker: So eng wie eine Krawatte sitzt der Trockenanzug nicht am Hals." (Wobei ich auch Krawatten aufziehe, wenn ich mal eine trage und den obersten Knopf im Hemd auf habe. So auf lässig :-D )

Ich habe einen Globetrotter und einen Decathlon in der Nähe. Werde heute mal losziehen und Trockenanzüge testen. Im Kopf braut sich auch schon ein Mix aus Wathose, Schwimmweste und normaler Outdoorjacke zusammen. Bin allerdings bald 5 Tage auf diesem Perchzilla unterwegs und will es am liebsten überleben. Das Argument "Auskühlungsschutz" ist da auf jeden Fall ein starkes Argument für den Trocki.
Nachdem du ergänzt hast, hab ich das "Haha"-Emoji mal entfernt. Im Endeffekt reden wir hier über Sicherheitsausrüstung, die die meisten hier (zum Glück!) nie brauchen. Und die nicht günstig ist, weswegen eine solche nicht unerhebliche Investition schon eine Hürde ist, vor allem weil es eben nicht Super-Kuschelig-Bequem ist. Als jemand, der es sich leisten konnte und der mit dem Tragekomfort gut leben kann, hab ich auch leicht reden. Sorry für die harte Ausdrucksweise, aber wenn es richtig mies läuft, macht der Trocki im Vergleich zu Wathose/Schwimmweste und Co. den Unterschied zwischen "Du kannst einen Bericht auf die Startseite stellen" und "Deine Familie findet wenigstens was, was sie beerdigen kann". In Spanien ist es vielleicht noch nicht so schlimm, weil die Wassertemperatur höher ist. Aber hier in Deutschland bist Du halt ganz schnell unter 5 Grad im Winter, und dann ist das halt echt lebensgefährlich wenn Du reinfällst. Selbst wenn Du jemanden dabei hast, der Dich ans Ufer schleift etc. Nur weil Du wieder aus dem Wasser draußen bist, hast Du es noch lange nicht überlebt. Probier es aus, wenn Decathlon und Globetrotter da was vernünftiges haben.
 

dietel

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Ich bin mal im April von einem Anfütterschlauchi gefallen, nachdem ich nach 2 h nicht mehr in dieser verkrampften Position sitzen konnte und aufgestanden bin, was bei dem 1,2 m langen Teil mit wackligem Holzboden einfach eine dumme Idee war. Jedenfalls bin ich nach weiteren 2 h beim Bücken nach einer Rute reingefallen. Einfach umgekippt und chancenlos, die Balance so schnell wieder zu finden. War zum Glück nur 20 m vom Ufer entfernt. Das Wasser hatte irgendwas mit 7 Grad, soweit ich mich erinnere. Ich habe beim Wiederauftauchen (immerhin die eine Rute noch in der Hand) Geräusche von mir gegeben, die ich noch nie gehört habe. So ne Mischung aus panischem Schwein, bejagtem Walross und brünftigem Steinzeitmensch. Es war krass. Ich konnte dann mit Veits Hilfe ans Ufer paddeln mit einem Arm am Futterboot. War dann superlustig. Es kam Adrenalin ohne Ende. Auf einem offenen Gewässer voll draußen ohne Ufer in Sicht wäre es halb so lustig gewesen. Und ich habe eine harte Geschichte von Perchzilla gehört von einem Schweden, der einen Finger verloren hat, weil er sich mehrere Stunden an sein gekipptes Kayak geklammert hat, bis die Finger abgestorben sind. Da kam die Rettung wohl in letzer Minute. So einen Scheiß will ich mir halt ersparen. Deshalb: Ja. Es wird wohl der Trockenanzug. Trotz Halskrausenphobie. PRO STARTSEITENBERICHT 2027, @Michael_05er. (Steht das "05" eigentlich für Mainz?)

Ich bin 1,87 m groß und relativ klapprig bis auf den kleinen Genießerbauch. Was würden die Experten denn raten als Größe für den TH3 bzw. T6. Geht nächsten Montag los. Da muss die erste Bestellung sitzen.
 

DirkS

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Gute Entscheidung! Die Leute bei OneDesign sind supernett und hilfsbereit. Einfach anrufen und nachfragen da wird dir sicher geholfen...
 

DenisF86

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Genau, du kannst denen deine Daten durchgeben und die gehen das mit dir durch. War bei mir auch so. Und am Ende saß er perfekt. Es gab dann noch 1-2 Tipps und ein paar Fotos wie man die Hose unten richtig trägt, bzw. die Füßlinge ein krempelt. Also der Service und Kontakt da ist super.
 

Michael_05er

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Ich bin mal im April von einem Anfütterschlauchi gefallen, nachdem ich nach 2 h nicht mehr in dieser verkrampften Position sitzen konnte und aufgestanden bin, was bei dem 1,2 m langen Teil mit wackligem Holzboden einfach eine dumme Idee war. Jedenfalls bin ich nach weiteren 2 h beim Bücken nach einer Rute reingefallen. Einfach umgekippt und chancenlos, die Balance so schnell wieder zu finden. War zum Glück nur 20 m vom Ufer entfernt. Das Wasser hatte irgendwas mit 7 Grad, soweit ich mich erinnere. Ich habe beim Wiederauftauchen (immerhin die eine Rute noch in der Hand) Geräusche von mir gegeben, die ich noch nie gehört habe. So ne Mischung aus panischem Schwein, bejagtem Walross und brünftigem Steinzeitmensch. Es war krass. Ich konnte dann mit Veits Hilfe ans Ufer paddeln mit einem Arm am Futterboot. War dann superlustig. Es kam Adrenalin ohne Ende. Auf einem offenen Gewässer voll draußen ohne Ufer in Sicht wäre es halb so lustig gewesen. Und ich habe eine harte Geschichte von Perchzilla gehört von einem Schweden, der einen Finger verloren hat, weil er sich mehrere Stunden an sein gekipptes Kayak geklammert hat, bis die Finger abgestorben sind. Da kam die Rettung wohl in letzer Minute. So einen Scheiß will ich mir halt ersparen. Deshalb: Ja. Es wird wohl der Trockenanzug. Trotz Halskrausenphobie. PRO STARTSEITENBERICHT 2027, @Michael_05er. (Steht das "05" eigentlich für Mainz?)

Ich bin 1,87 m groß und relativ klapprig bis auf den kleinen Genießerbauch. Was würden die Experten denn raten als Größe für den TH3 bzw. T6. Geht nächsten Montag los. Da muss die erste Bestellung sitzen.
Ja, bin gebürtiger Mainzer und im Herzen 05er ;) Heftige Geschichte mit dem Perchzilla!
Ich hab bei 1,80m und 85-90kg damals eine L-Hose mit einem XL-Oberteil kombiniert. Das war für mich die Top-Kombi aus "Beinlänge L reicht" und "Beweglichkeit und Ein- und Ausstieg sind beim XL-Oberteil besser". Für so eine Kombi ist es zeitlich zu knapp, fürchte ich. Daher rate ich auch zu einem Beratungstelefonat bei Sport Mohr. Idealer Weise hast Du dabei Deine Maße parat. @Cybister ist z.B. sehr zufrieden mit seiner Maßanfertigung, die im ersten Versuch top gepasst hat. Wenn Du Deine Maße kennst können die Dir auch eher sagen, welche Größe an welchen Gliedmaßen knapp oder luftig sitzt. L dürfte aber etwas kurz sein, ich tippe auf XL.
 

dietel

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Nach telefonischer Beratung wird es nun der TH5 aufgrund des elastischen Materials für den Oberkörper. Ich hasse es, wenn ich mich nicht gut bewegen kann und werde euch gern mal einen kleinen Review schreiben, wenn ich wieder zurück bin. Und wenn alles gut läuft, gibt's auch eine BA-Folge mit einem Statement zum Anzug und zum Thema Sicherheit beim Kayakangeln.

In der Tat: Ein richtiges Investment. Aber im Zweifelsfall geht's ja darum, das Leben oder zumindest den Finger zu retten. Und wenn ich ehrlich bin, fahre ich bis jetzt nur ungern mit dem Tusker bei Kälte stundenlang über tiefes Wasser, weil mir kein Fisch der Welt ein verfrühtes Ableben inklusive dramatischem Todeskampf wert ist. U.a. fahre ich deshalb manchmal nicht raus, wenn sich andere unbedingt beweisen müssen, wie männlich sie sind. Das betrifft auch das Angeln vom motorisierten Boot.

Übrigens: Der Service bei Mohr ist echt top. Da hieß es heute immer "vorrübergehend nicht zu erreichen" beim Anruf. Also ne Mail geschrieben. 10 Minuten später der Anruf vom Handy mit der Entschuldigung, dass die Telekom heute das ganze Gewerbegebiet "verloren" hat. Dann eine sehr freundliche und kompetente Beratung. Und jetzt schaffen wir es hoffentlich, das Teil bis Samstag nach Berlin zu bekommen.

Wenn das alles klappt, war es eine super Kooperation von Forum und Mohr. Und wenn ich dann umkippen sollte, hat mir der BA das Leben gerettet. Krasses Forum, echt :-D

Nachtrag: Damit das ales klappt bis Samstag wird mir heute abend ein Anzug in meiner Größe genäht. In Norddeutschland. Wo gibt's denn das noch? Sensationell.
 
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JonasM

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Bin gespannt auf deine Erfahrung! Für mich ist der Trockenanzug unverzichtbare Risikoabsicherung - an die Halskrause gewöhnt man sich. Nutze seit 5 Jahren einen TH3 und habe damit >200 Tage in Schweden, Holland, Spanien und co gefischt (arbeite inzwischen mit Onedesign / Sportmohr zusammen, meinen TH3 habe ich damals aber ganz normal selber gezahlt).

Mein Learning über die Zeit war: Sobald das Wasser unter 10-12 Grad fällt, immer mit Trockenanzug und Schwimmweste / PFD.
  • In kaltem Wasser und bei Panik ist die Zeit in der man handlungsfähig bist, extrem kurz. Grob soll bei kalten Temperaturen die Daumen-Regel von Schenk (1995) gelten: Nutzzeit/Handlungsfähigkeit im Wasser (in Minuten) = Wassertemperatur (in Grad Celsius) - klingt für mich sehr wenig, aber wenn dem so sei, hätte man bei 8 Grad Wassertemperatur (aktuell Perchzilla) etwa ~8 Minuten, bevor ein Normalo in der Praxis auf Grund der Auskühlung handlungsunfähig im Wasser wird. Angenommen ich bin durchschnittlich Fit. Unter Schwimmbadbedingungen schwimme ich vielleicht 2-3 Km/h (vgl. 5 Km/h sind Gehgeschwindigkeit). Aber in vollgesogenen Winterklamotten und bei Wind und Welle deutlich langsamer, wahrscheinlich max. halb so schnell 1-1,5 Km/h. Das sind in unserem Beispiel vielleicht maximal 100-200 Meter Schwimmrange. Die halte ich oft nicht ein, selbst am "kleinen" Perchzilla gibt es geile Spots weiter draußen.
  • Egal wie erfahren du bist, es kann immer passieren, dass man flippt, sei es aus Unkonzentriertheit oder weil man zu ehrgeizig bei schlechten Conditions ist oder weil das Wetter schnell umschlägt. Selbst die ganz großen Jungs der Szene haben schonmal ihr Kajak geflipped (e.g., WPC Kajak Champion Salah). Es reicht ein dummer Tag - vor allem wenn uns die Synapsen im Angelwahn mal durchdrehen. Kajak wieder umdrehen bei voller Ausstattung (Ruten, Kiste mit Tackle, Kameramounts, Geber etc.) ist auch nicht so easy, in Wind und Welle bei Panik alleine schwierig.
  • Trockenanzug: kann die Handlungs- und Überlebenszeit im Wasser deutlich verlängern, laut Deutschem Kanu-Verband bis zu 6-7 mal so lange vs. normale Kleidung (und wenn es in der Realität nur 2-3 mal so lange ist). Bzgl. Größe/Passform: Anrufen und beraten lassen oder am Besten in Person anprobieren. Mir passt der TH3 in L bei 185 cm und 78 kg.
  • Schimmweste / PFD: wenn vorhanden tragen. Die Weste hält den Kopf über Wasser und macht im Zweifel den Unterschied zwischen gerettet werden und untergehen. Die Überlebensrate damit soll laut Deutschem Kanu-Verband doppelt so hoch sein wie ohne Weste. Ich bin Fan der nicht-aufblasbaren PFDs (z.B., NRS Chinook = Goldstandard der Kajakwesten), einfacher als Aufblasbare um wieder ins Kajak zu kommen. Am Perchzilla hatten sie damals leider keine für uns.

Mein Fazit: Eure Liebsten werden es euch danken, im Großen und Ganzen eine notwendige Lebensversicherung, wenn es drauf ankommt - egal welcher Hersteller draufsteht. Und das Investment ist es alle mal wert, was nutzen die Tausenden € an Tackle, wenn man abends irgendwann nicht mehr heimkommt. Unten ein Bild im Trocki vom Perchzilla, viel Erfolg Johannes!

PS: Hier die Quelle zum Thema Überlebenszeiten im Wasser vom Deutschen Kanu-Verband (DKV).
 

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dietel

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Danke, @JonasM ! Schöne Zusammenfassung. Ne Weste nehme ich noch mit. Ist klar. Aber ich glaube, gesehen zu haben, dass sie da unten rote Westen austeilen. Safety first. Ist ja weder schwer noch voluminös. Die passt auch noch ins Gepäck.

Gerade kam das Paket an. Montag bestellt. Mittwoch war er da. Der Mohr-Service ist Premium. Ich habe bei 1.87 eine XL bestellt. Die Länge passt gut. Jetzt bin ich halt ein Hering im Laich. An den Beinen und am Hintern ist da schon sehr viel Platz. Oben passt es aber genau. Dass ich beim Watscheln an Land nun mit einem Entenarsch unterwegs bin, stört mich jetzt nicht so sehr. Das mit der Halskrause ist noch ein bisschen psycho. Aber wenn es das Leben rettet...

Außerdem: 30.000er Wassersäule. Das kann auch im Regen nicht schaden.
 

Luemmy

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An die Halskrause gewöhnt man sich wirklich fix. Jedes Mal wenn ich das Ding anziehe, bekomme ich Beklemmungen. Aber sobald man die Rute in der Hand hat, merkt man davon nix mehr. Ich trage ihn sogar aufm Boot. Für die Bodden manchmal nicht schlecht...
 

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Toller Thread hier. Mein Take Away ist, sollte ich je bei kaltem Wasser mit dem Kajak unterwegs sein, muss ich so einen Trockenanzug tragen. Ansonsten droht Lebensgefahr. Das war mir bisher mit lediglich der Automatikweste am Körper gar nicht so eindeutig bewusst gewesen. Auch diese Faustformel für die Handlungszeit im Wasser ist echt nützlich! Weiß zufällig jemand, ab welcher Mindesttemperatur keinerlei Gefahr der Unterkühlung besteht und man voll handlungsfähig bleibt?
 

Luemmy

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Aus Erfahrung...9 Grad Wasser mit Trocki. Drunter nur ganz dünnes , da über 20 Grad draussen. 15 Minuten im Wasser und dann wurden die Arme und Beine langsam schwergängig. Die heiße Dusche aufm Rettingsdampfer der DGzRS tat gut
 

dietel

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Also nach 10 Minuten des Probetragens kann ich sagen, dass ich nicht glaube, dass ich mich an den Kragen gewöhnen werde. Der geht bis unters Kinn und fühlt sich richtig bescheiden an. Eingesperrt. Druck auf dem Kehlkopf. Für mich als Light-Klaustrophobiker wird das eine riesige Challenge, die ich jetzt mal eingehe. Kann aber sein, dass hier in 2 Wochen ein Trockenanzug in XL preiswert abzugeben ist. Mit 82 kg auf 1.87 m ist XL auf der ganzen Länge zu groß. Ideal wäre für mich L unten und XL oben gewesen. Für solche Specials war jetzt aber keine Zeit mehr. Sieht aber wirklich nicht so aus, als wäre mir mein neuer Trocki auf den Leib geschneidert worden.

All das sind aber Probleme im Dietel-Kopf bzw. körperliche Besonderheiten. Und am Ende ist das Ganze ja auch unter Zeitdruck entstanden.

Ich bin noch nicht lange drin im Thema, kann aber jetzt schon sagen: Setzt euch mit der Materie auseinander, lasst euch gut beraten (das machen die bei Mohr hervorragend) und checkt vorm Onlinekauf, ob ihr mit einem so engen Kragen klarkommt.
 

DenisF86

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Ich sage dir aber auch, der Trockenanzug ist für den Winter und da sollte man schon ein paar Lagen drunter anziehen können. Bei mir war es immer ein Merinooberteil direkt auf der Haut und dann noch ein Einteiler - zB Kinetic Heavy Warm (die günstige Alternative zu Geoff Anderson). Das sollte dann auch nicht alles zu eng sein, sonst wird ganz schnell ein Michelin-Männchen drauß und du bewegst dich auf deinem Tusker auch nicht mehr frei, daher ist etwas Luft oben sicher nicht verkehrt. Wobei zu viel natürlich auch nervt.
L unten, glaube ich kaum. Hast du die Füßlinge umgeschlagen? So wie man den normal auch tragen sollte? Ich hatte das gleiche Thema auch, habe dann ein Foto bekommen oder Video, wie man den an den Beinen bzw. Füßen einschlagen sollte.

Zum Thema Halskrause: du konzentrierst dich darauf und daher ist es für dich ein Dauerthema. Zieh den Anzug vor dem Aufblasen und Riggen vom Tusker an und ich sage dir, du vergisst es dann und merkst es auch nicht mehr. So war es bei mir zumindest. Und du schwitzt ordentlich, das kommt noch dazu.

Noch ein Tipp, falls du auch jemand bist, der Heizsohlen trägt, eine Zwischenlage Socken nutzen. Nicht direkt die Neoprenfüßlinge in Verbindung mit der Heizsohle. Soll wohl nicht immer gut gehen die Kombi.
 

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