19.02.2017 / 18:10 | Aktuelle Mondphase: abnehmender Mond

Krebs-Shaking – gut geschüttelt ist halb gefangen

Während meines Spanienaufenthalts habe ich viel Zeit zu experimentieren. Zwar fangen Shads am Jigkopf immer ihre Fische. Aber ich bin so lange hier, dass es mir zu langweilig wird, wenn ich 21 Tage lang nur Gummis über den Grund springen lasse. Außerdem nehme ich auch gern das Tempo raus und fange die Fische, die auf den täglich mehrfach durchgerockten Plätzen nicht mehr auf gejiggte Gummis beißen wollen. Meine jiggende Kontrollgruppe an Bord liefert die Vergleichsdaten und zeigt mir außerdem, ob Fisch am Platz ist oder nicht.

Während ich im letzten Jahr extrem viel mit dem T-Rig gefischt habe, sind jetzt andere Slow-Motion-Methoden dran. Z.B. das ShakyHead-Schütteln.

Als ich damals das Feature über den ShakyHead gebracht habe, wurde ich dafür gerügt, dass diese Methode exklusiv auf den auftreibenden Gummiwurm zugeschnitten ist und die von mir angeführten Ködertypen gar nicht für den ShakyHead geeignet sind. Das sehen die Caspe-Zander und –Barsche anders.

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Schon allein wegen der harten Bisse auf einen langsam geführten Köder müsst ihr das mal probieren an einem Krebsegewässer. Ist die etwas günstigere Variante zum Rubber-Jigs. Die funzen hier auch sehr gut. Allerdings ist es echt bitter, wenn man da ein paar pro Angeltag ans Holz bzw. an die Steine verliert.

Noch kurz zu meinen Krebsen. Ich fische den reins Ring Craw, den Tiemco PDL Finesse Craw und den Keitech Crazy Flapper.

 

Keitech Crazy Flapper

Er ist 3,6 Inch lang und damit eine ernst zu nehmende Portion für einen ordentlichen Barsch oder Zander.

CrazyFlapperPerspektive

Camo schreibt über den Crazy Flapper: Der 3.6″ Crazy Flapper von KEITECH ist ein aromatisierter mit reichlich Aktion. Der Körper ist aus festerem Material gefertigt, um dem Haken bestmöglichen Halt im Gummi zu geben. Die Arme und Scheren spielen schon bei langsamer Führung und sorgen für reichlich Druck unter Wasser. Am besten wird der 3.6″ Crazy Flapper am Texas Rig gefischt, aber auch am Jig oder als Drop Shot Köder ist er sehr gut geeignet!

Ich füge an: Versucht ihn mal am ShakyHead. Ich trenne die den Fühlern fixierten Scheren vom Restkörper, damit sie noch ein bisschen schöner spielen.

 

reins Ring Craw

Hier fische ich die 3 Inch-Version. Mit seinen massiven Scheren stellt auch dieser Gummi-Krustler einen guten Happen dar.

ring-craw2

Camo schreibt über die Ring Craw: Der 3″ Ring Craw imitiert recht detailliert einen Krebs und lässt sich sehr gut am Texas- oder Carolina Rig fischen. Er eignet sich natürlich auch bestens als Jig-Trailer. Die schweren, gerippten Scheren des Ring Craw stehen in Einholpausen nach oben, um die Abwehrhaltung eines Krebses nachzuahmen. Auf der Unterseite ist der Ring Craw quer gerippt. Ein gefundenes Fressen für Barsch und Zander!

Ergänzung: Die auftreibenden Scheren machen sich natürlich auch am ShakyHead sehr gut.

 

Tiemco PDL Finesse Craw

Das 3 Inch lange Krebsimitat von PDL trägt das Prädikat „Finesse“ nicht umsonst im Namen. Sehr fein gearbeitet. Sieht einfach nur gut aus.

pdl-finesse-craw1Camo schriebt über den Tiemco-Krebs: Die 3″ PDL Bait Finesse Craw von TIEMCO ist ein kleiner Gummikrebs,der sehr vielseitig eingesetzt werden kann. Die Scheren, Fühler und Ärmchen sind sehr detailliert gestaltet und im Wasser immer in Bewegung. Zudem ist die Gummimischung gesalzen, so dass die Räuber den Gummiköder länger im Maul behalten. Die 3″ PDL Bait Finesse Craw eignet sich besonders zum gezielten Finesse-Angeln auf Barsche!

Shaky-Reputation: Ich fange hier mehr Zander auf den Tiemco-Krabbler als Barsche. Obwohl er so klein und unscheinbar ist. Oder vielleicht gerade deshalb? In jedem Fall spielen die langen und dünnen Scheren sehr lebendig, wenn man den ShakyHead anschüttelt.

 

Egal, welchen Krebs ihr nehmt: So ein paar ShakyHeads sollte man sich leisten.

ShakyHeads

Macht echt Spaß und fängt auch echt gut fisch. Nicht unbedingt mehr als ein Gummi am Jig. Aber vielleicht Fische, die man auf die herkömmliche Jig-Faulenz-Nummer nicht fangen würde. Man kann’s ja nie beweisen. Wobei es hier immer wieder Situationen gab, in denen das eine System das andere ausgefischt hat. Womöglich Spekulation. Tatsache aber ist, dass man Krebse sehr wohl sehr erfolgreich schütteln kann.

4 Kommentare zu Krebs-Shaking – gut geschüttelt ist halb gefangen

  1. Super Johannes, schöne Fische!!
    Und sogar mal ein Fisch auf den Crazy Flapper, kaum zu glauben 😉
    Viel Spaß weiterhin in Spanien, macht bestimmt echt laune.

  2. Der Crazy Flapper hat richtig gut funktioniert. Da kam nicht nur ein Fisch drauf. Der Crazy-Flapper-Test war der Einstieg in einer recht erfogreiche Krebsschüttelei.

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