FUDO Hooks aus Kobe/Japan

FUDO Hooks aus Kobe/Japan

Heute wollen wir euch unsere neuen Japan-Made Angelhaken des Qualitätsherstellers FUDO vorstellen. Doch zunächst blicken wir noch einmal ein bisschen zurück. Also: Zeitsprung. Mai 2017: Wir befinden uns in Kobe, Japan. Rund einen Monat nachdem uns NOIKE Chef Mitsushiro Takeuchi mitgeteilt hat, dass er sich zukünftig voll auf die eigenen Gummiköder konzentrieren und die hauseigenen Haken vorrausichtlich nicht mehr herstellen wird.

Keine so schöne Nachricht zunächst, weil nicht nur uns persönlich, sondern auch euch Kunden, die NOIKE Trap, Baby, Quick Hooks usw. gut gefallen. Und auch deshalb, weil dies bedeutet, dass wir uns um eine Alternative bemühen müssen.

Ein gar nicht so einfaches Unterfangen. Legen wir doch insbesondere bei Schnüren und Haken als wichtigste und direkte Verbindung zwischen uns und dem Fisch, der da am anderen Ende kämpft, höchstmögliche Qualitätsansprüche an uns selbst und die Produkte, die wir anbieten.

Was sich zunächst wie es kleineres Problem anhörte, war dann am Ende doch überhaupt keins. Takeuchi-san sei Dank. Ich hatte FUDO als japanischen Premiumhersteller, der sich rein auf die Produktion von Angelhaken spezialisiert hat, schon länger auf der Liste und rein zufällig ist Takeuchi-san ein guter Freund des in Kobe ansässigen Unternehmens.

Kobe steht sinnbildlich für höchste Qualität, wie wohl kaum eine andere Stadt der Welt. Ein paar Schlagworte hier zu lauten u.a. japanischer Stahl, Damast Küchenmesser und selbstverständlich Kobe Beef. Kobe besitzt die weltweit höchste Dichte an 3-Michelin-Sterne Restaurants, noch weit vor kulinarischen Horchburgen wie Tokyo oder Paris.

Kurz gesagt: Bei Produkten aus und Dienstleistungen in Kobe stimmt im Regelfall die Qualität einfach. Geprägt wurde und ist die Stadt außerdem seit jeher durch japanisches Traditionshandwerk. Und als genau solches sieht auch FUDO die Herstellung seiner Jigs und Haken.

Dabei verfolgt der Hersteller ein bestimmtes Konzept: Durch konstant hochwertige, japanische Qualität absolut erstklassige Angelhaken herstellen, auf die sich der Angler zu jeder Zeit am Wasser verlassen kann.

Realisiert wird dies einerseits durch eben jenen hochwertigen, japanischen Stahl und andererseits durch eine eigene Produktion. Fudo setzt dabei auf High Carbon 80 Steel, der zu 100% in Japan produziert und auch ausschließlich dort bezogen wird. Mit diesem Vormaterial stellt FUDO ausnahmslos alle angeboten Hakenmodelle selbst her. Der Hersteller setzt darüber hinaus auf eigene Entwicklung, sowie Qualitätssicherung, und kauft keine Haken oder Technologie woanders zu.

Spezielle Haken, zum Beispiel Down Shot Hooks mit Weedguard, wie man sie aus dem Black Bass Bereich kennt, oder gar ausgefallene Spielereien findet man bei FUDO in der Regel nicht. Der Hersteller konzentriert sich bei seinen Haken auf die Basics und das Wesentliche. Nämlich simple, einfach gehaltene Haken in sehr hoher Qualität, die jeder Angler benutzen, bzw. gebrauchen kann und alle die gleichen Merkmale aufweisen: Extrem scharf, stabil, rostfrei und langlebig.

Nicht jeder von uns braucht Offset Hooks mit Skirt, aber jeder Angler braucht gute Drop Shot Haken. Keep it simple, produziere gleichzeitig bestmögliche Qualität und ermögliche dem Anwender so einen schönen Angeltag. So lautet das Motto des Herstellers.

Damit ein schöner Angeltag dann im Idealfall auch zu einem Fangtag und nicht durch minderwertige Haken und versaut wird, stehen Qualität und verlässliche Haken über allem. FUDO Hooks sollen Fisch bringen und nicht verlieren.

Nicht ohne Grund nutzt u.a. auch NOIKE Chef Mitsushiro Takeuchi diese Haken. Das mag so vielleicht erst einmal nichts heißen. Wir kennen ihn inzwischen aber so gut, dass wir mit Fug und Recht behaupten können, dass er niemals Produkte einsetzen würde, die nicht auf Top-Level angesiedelt sind. Nicht für Geld und auch nicht aus freundschaftlicher Verbundenheit. Dafür steckt einfach viel zu viel Qualitätsbewusstsein und anglerischer Ehrgeiz in ihm – nicht zuletzt auch aufgrund seiner Vergangenheit als Tournament Bass-Profiangler.

Für den Start haben wir vier verschiedene Hakenmodelle und die brandneuen FUDO Jigköpfe ins Sortiment genommen:

 

FUDO FW-01 EWG Offsethaken:

Der FUDO FW-01 ist ein klassischer Offsethaken für die Angelei mit Gummiködern an verschiedenen Finesse Rigs. Dank des bei diesem Modell etwas größeren Bogens, passt der FW-01 nicht nur zu Krebsen, Worms und Creatures, sondern auch optimal zu Gummifischen und Softjerks. Wer beispielweise Shads weightless als Swimbait über Krautfelder kurbeln möchte, ist mit diesem Haken ebenfalls bestens beraten.

 

FUDO PG Single Hooks

 

FUDO Maru Sode (W/Ring)

Die FUDO Maru Sode sind dünndrahtige Haken, die sich perfekt für die Angelei mit dem Drop Shot Rig eignen. Die Haken sind geschmiedet und dann gebogen. So sind sie trotz der dünnen Drahtstärke äußerst stabil und bieten auch bei großen Beifängen die nötige Sicherheit. Auch für das Neko oder Wacky Rig sind diese Angelhaken hervorragend geeignet.

 

FUDO Treble Hooks

 

FUDO SSJ Round Jigs

Besonders freuen wir uns über die Jigs. Vollkommen objektiv und ohne jegliche „Lurenatic Brille“ ist der Fudo SSJ Round Jig der beste Standard Jig, den wir bisher in der Hand hatten. Er besitzt einen nur sehr dünnen Schaft, so dass auch JDM Gummis nicht aufreißen, dank der speziellen Rillen halten die Köder aber trotzdem bombenfest.

Wer hier genau hinschaut, wird die besondere Schaftform mit den feinen Riffeln vielleicht bereits kennen. Diese finden sich in ähnlicher Form auch an den NOIKE Shingata Heads. NOIKE Chef Takeuchi-san und FUDO haben diese Jigs gemeinsam entwickelt. Ziel war nicht weniger, als den perfekten Jigkopf für unterschiedliche Gummiköder zu entwickeln. In unseren Augen ist dies den Japanern absolut gelungen!

Für die SSJ Round Jigs wurde ein Schaft kreiert, der auch weiche, gesalzene Gummifische sicher auf dem Haken hält, sie gleichzeitig aber nicht zerstört. Beim Wechsel von Gewicht oder verwendetem Köder, können die Gummis trotzdem wieder unbeschädigt vom Jig gezogen werden.

Der verwendete Haken ist stabil, nadelscharf und besitzt einen großen Hakenbogen, so dass er im Fischmaul perfekt greifen kann. Er ist absolut fest und ohne Spiel zwischen Haken und Blei eingegossen, so dass er nicht hin und her wackeln kann, wie es oft bei Jigs von geringerer Qualität der Fall ist.

Bislang war es allerdings nicht möglich, so feine Rillen derart sauber aus Blei herzustellen. Ermöglicht wird dies bei diesen Jigs durch den Einsatz einer speziellen Gussform und einem modernen Herstellungsverfahren. So werden nicht nur die sehr feinen Riffeln auf dem Schaft sehr sauber realisiert, auch der komplette Kopf des Jigs ist absolut sauber gegossen, sehr glatt und komplett frei von Graten. Die Jigs wirken somit fast wie poliert oder geschliffen.

Wir hoffen, dass euch unsere neuen Haken genauso gut gefallen, wie uns. Mit der Zeit werden wir das Angebot natürlich noch weiter ausbauen – zum Beispiel was Offsethaken, oder auch die Jigs angeht.

 

Team Lurenatic

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. Luiz
    Luiz 20 April, 2018, 06:48

    Und trotzdem sind Owner einfach besser und ebenfalls von der Auswahl :-).

  2. Percator
    Percator 20 April, 2018, 15:33

    Owner sind super, aber die hören sich auch gut an …muß man ‚mal sehen! Und in Mequinenza dann ja doch wieder die billigen in der Hoffnung, dass sie -nur in der richtigen- Situation dann doch aufbiegen…

  3. Kanalbarschjäger
    Kanalbarschjäger 20 April, 2018, 17:33

    Naja, pauschalisieren würde ich das mit Owner nicht. Vielleicht in Relation zur Halbtbarkeit bzw. Stabilität. Ansonsten gibt es mittlerweile mehrere Hersteller die mindestens so scharf/spitz sind wie Owner.

  4. Luiz
    Luiz 20 April, 2018, 18:57

    Die Auswahl bei Owner ist halt extrem gut (bspw. Beast Hooks)

  5. glanis
    glanis 22 April, 2018, 15:01

    netter reisebericht aber die vergleiche zu damaststahl ,und ein fettes stück rindfleisch, hinkt irgendwie. carbon stahl ist so viel ich weiß nicht rostfrei und carbon 80 stahl so nichtssagend, das man entsprechende ergebnisse erst in diversen foren über messerstahl findet.wo er unter normalem werkzeugstahl geratet ist. also nix besonderes.

  6. Kanalbarschjäger
    Kanalbarschjäger 22 April, 2018, 18:11

    Gab es beim letzten Lurenatic Startseitenbericht nicht über 100 Beiträge? Ach ja, da konnte man ja was für lau abstauben… Wenn es etwas für lau zu gewinnen gibt, gibt es meist auch keine negativen Stimmen. „Wir“ sind schon ein eigenartiger Haufen. 😉

  7. AFE
    AFE 23 April, 2018, 10:02

    Klasse Fotos in dem Bericht!

  8. Claudio-Lurenatic
    Claudio-Lurenatic 23 April, 2018, 10:50

    Hallo Glanis,

    ja du hast Recht damit, dass die Aussage „high Carbon 80 Steel“ nicht unbedingt 100% Fachgerecht war. Wir wollten in dem Artikel aber auch nicht so tief in die Werkstoffkunde abdriften.
    „High Carbon 80 Steel“ kann man mit dem Material mit dem DIN 1.1248 Stahl vergleichen. Dabei handelt es sich um einen härtbaren Federstahl, welcher alle geforderten Ansprüche erfüllt.

    Wie du ja weißt, kann man mit der Zusammensetzung viele Eigenschaften beeinflussen. Für die anderen Barsch-Alarm Nutzer, welche nicht so tief in der Werkstoffkunde stecken. möchte ich dies ein wenig ausführen.
    Mit Kohlenstoff kann man die Härte (wie gut ein Werkstoff in einen anderen Eindringen kann) und Härtbarkeit beeinflussen. Ab einen Kohlenstoffanteil von >0,2% kann man Stahl härten. Dabei wird der Stahl erwärmt und dann in Wasser oder Öl, schlagartig abgekühlt. Dabei ändert sich das Metallgefüge und der Stahl wird härter.
    Das bedeutet aber nicht, das harter Stahl automatisch besser ist. Denn jeder Vorteil bringt meistens auch Nachteile mit sich. Denn um so härter der Stahl ist, desto weniger elastisch und spröder wird dieser. Sprich: der Haken wäre zwar sehr lange Scharf, würde aber schon bei geringster Belastung wie Glas brechen.

    Mit dem Chromanteil kann man u.a. die Korrosionsbeständigkeit regeln. Ab einen Chromanteil von >10.5% spricht man im Volksmund von einem Nicht-Rostenden Stahl. Aber auch hier ist es ähnlich wie bei Kohlenstoff. Bei einem so hohem Anteil, wäre Stahl kaum noch härtbar und wird zu plastisch. Also der Stahl würde sich verbiegen, ohne in die Ursprungsform zurück zukommen. Also auch ungeeignet für Haken. Man kann im übrigen sehr einfach mit einem Magnet prüfen, ob ein Stahl ein klassischer Nicht-Rostender Stahl ist. Nicht-Rostender Stahl ist nämlich nicht Magnetisch. Ich kann euch jetzt schon sagen, dass jeder Haken an euren Ködern und in euren Boxen magnetisch sein wird.
    Trotzdem reicht schon ein geringer Chromanteil aus um Stahl ausreichend vor Korrosion zu schützen. Zumindest soweit, wie es Angler benötigen. Wir legen die Haken ja nicht in Säure 😛

    Man darf eben nicht vergessen, dass es ganz viele Ansprüche an dem Material gibt. Der Haken soll lange scharf bleiben. Brechen soll der Haken aber auch nicht, sprich möglichst Elastisch sein. Das wäre das Gleiche, als ob man ein Auto sucht, welches möglichst viel Leistung mit einem möglichst geringen Spritverbrauch sucht. Also etwas, was sich gegenseitigt ausschließt.

    Wie man sieht, muss man bei der Materialwahl so einiges beachten und es reicht bei weitem nicht nur einen Aspekt zu betrachten. Das Gesamtpaket muss stimmen und ich kann sagen, dass das von Fudo ausgewählte Material schon ziemlich genau das ist, was wir Angler uns wünschen.

    Wir bekommen einen Haken der lange scharf bleibt, trotzdem stabil ist, dabei nicht in der Box vor sich hin rostet und das alles wie ich finde, zu einem sehr fairen Preis.

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