Fangen Angler mehr als Berufsfischer?

Fangen Angler mehr als Berufsfischer?

Wenn man einer Studie von Robert Arlinghaus von der Berliner Humboldt-Universität Glauben schenken kann, dann ist diese Frage ganz eindeutig mit „JA“ zu beantworten. Die Fisch & Fang meldet auf ihrer Homepage, dass Arlinghaus im Rahmen seiner Untersuchung des Verhältnisses der Entnahmemengen von kommerziellen Fischern und Anglern herausgefunden hat, dass die Angler mindestens 38.000, wenn nicht 41.000 Tonnen mehr Fische fangen als die kommerziellen Fischer! So heißt es wörtlich:


„Mehr als 3,3 Millionen Hobby-Angler holen jährlich 45.000 Tonnen Fisch aus deutschen Gewässern… Die kommerzielle Seen- und Flussfischerei erzielt nur eine Fangmenge von 4.000 bis 7.000 Tonnen.“

Arlinghaus stellt auch die ökonomische Bedeutung unseres Hobbys dar. So wurde bisher geschätzt, dass 20.000 Arbeitsplätze von den Anglern abhängen. Doch sind es in Wahrheit 52.000! Einen besseren Anstoß als die Erkenntnis kann es für die Politik nicht geben. Die Fischereipolitik kümmert sich bislang viel zu sehr um die Berufsfischerei, wohingegen man die Angelfischerei als unbedeutend einstuft. Dabei müsste es genau umgekehrt sein…


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Kategorien: News

Kommentare

  1. pechi24
    pechi24 25 März, 2004, 17:11

    Lese solche Zahlen immer mit Vorsicht.
    Bei den Zahlen der Berufsfischer sind garantiert nur die mitgenommenen „Edelfische“ einbezogen und bei den Anglern jeder kleine Plötz.

    Ökonomisch sind die Angler aber in jedem Fall viel!!!!!!!! bedeutender. Wenn jeder mal zusammenrechnet was er für sein Hobby ausgibt sind die Fischverkäufe der Fischer lachhaft.

    Theoretisch müssten die Berufsfischer ihre Arbeit einstellen und die Bestände in Ruhe lassen damit die Angler noch mehr Spaß an ihrem Hobby haben.

  2. CatchAndReleaseIt
    CatchAndReleaseIt 25 März, 2004, 18:06

    Macht doch mal eine Unfrage, was uns ein „bestandsmäßiges“ Topgewässer pro Jahreskarte wert wäre …

    Wenn die Havel z.B. über den sensationellen Zanderbestand verfügen würde der möglich wäre … den man letzten Herbst durch die Unmengen an aufgekommenen 40ern erahnen konnte … dann wär mir ne Jahreskarte auch 250 – 300 Euro wert …

    … nur so, wie´s jetzt ist, fahr ich da gar nicht erst hin …

    Bin gespannt ..

  3. dietel
    dietel 25 März, 2004, 18:09

    umfrage ist am start

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