Fangberichte Der Wolf im Schafspelz


Endlich, der Mai ist gekommen. Die Zeit des Wartens ist vorbei! Ich bin
eingefleischter Barsch- und Zanderzocker und die Monate Februar bis
April sind für mich jedes mal wie für einen Topstürmer auf der
Auswechselbank. Aber jetzt ist es soweit, der Trainer schickt mich
auf’s  Feld!

Nachdem ich einen schönen Tag mit meiner Familie verbracht hatte,
packte ich gegen  19.00 Uhr meine Sachen und fuhr an die Weser bei 
Hameln. Ein tolles Gewässer mit gutem Raubfischbestand. Aufgrund der
anhaltenden Trockenheit, hatte der Fluss einen Pegel von ca. 1,30
Meter, eigentlich etwas wenig, nicht die besten Voraussetzungen. Egal,
Hauptsache wieder raus und das Tuckern in der Rutenspitze spüren, wenn
der Jig über den Grund hoppelt. Herrlich, Entspannung pur! Ihr wisst,
was ich meine.

Nachdem ich ein paar meiner Topköder erfolglos getestet hatte, viel mir ein „gesalzenes“ Paket Berkley Power Grubs in die Finger, das ich beim letzten Gewinnspiel bei Barsch Alarm gewonnen hatte und das mir Hannes netter Weise zum testen mitgeschickt hatte. Hannes, vielen Dank noch mal, klasse Dinger!


 
Die kleinen Stinker guckten mich an und mir war klar, die oder keine!! So fischte ich noch eine halbe Stunde weiter, war völlig in Gedanken und in der tollen Landschaft versunken, als plötzlich  ein kurzes „tock“ zu spüren war. Anschlag und Widerstand war eins. Das laute Kreischen der Rollenbremse meldete mir: „Chef, das ist kein Barsch!“

Mein kleines Barschrütchen machte einen netten Diener und hielt tapfer gegen. Geil, erster Versuch und gleich wieder voll im Leben, was ging mir das gut!!

Aber der Kollege am anderen Ende verhielt sich seltsam. Lange, gleichmäßige Fluchten in die Strömung, ranpumpen wie `nen nassen Sack und wieder Vollgas ohne Chance auf Halten. Dann sah ich den Wolf im Schafspelz zum ersten Mal. Ein großer Brassen hatte sich meinen Twister gegönnt!! Ich hatte zwar schon mal davon gehört, aber bis dato nicht recht daran glauben wollen. Sehr geehrte Geschworene, hier ist der Beweis:


Egal, war ein toller Drill. Nach einem kurzen Beweisfoto durfte Ferdinant dann wieder zurück ins Wasser.  Die Jigs und Twister haben mich wieder voll gepackt. Das Gefühl einen starken Fisch an der Leine zu haben ist die beste Frischzellenkur. Jungs, ich denke ihr kennt das Gefühl. Ich zumindest lebe wieder !!

Tight Lines

Gruß Frank (Schlickrutscher)

D
hallo frank, das ging ja flott mit dem verfassen. schöner bericht. freut mich, dass du mit den quizzködern erfolg hattest! da klopft bestimmt auch bald mal ein wolf im wolfspelz an :)
R
Cool! Hauptsache es hat Spaß gemacht und die Rute konnte sich mal wieder verbeugen!
P
Sauber, dickes Petri heil.

da haben die freidlichen räuber mal wieder für spaß gesorgt :wink: :wink:
S
Jaja die alten Klodeckel :lol:
ist mir auch schon 2 mal passiert
D
hauptsache drill!!!
D
netter bericht :D
Z
Schöner Bericht und eindeutiger Beweis. :eek:
D
bin mir bei dir nicht immer sicher, ob du das so meinst, wie du es schreibst. bin ja mal auf deinen ersten bericht gespannt :)
S
geiler Drill mit wilden Fluchten? Also mit nem Picker oder beim Feedern legen die Dinger sich tot aufs Wasser und von "flüchtchen" kann leider keine Rede sein. Vielleicht sind es ja die Kannibalen, die mehr Power haben...

trotzdem Petriiiiiiiiii :oops:
F
Mir ist am Samstag haargenau das Selbe passiert! :eek:
Hatte es mit einem kleinen Kopyto auf Barsche abgesehen und war sehr überrascht, als ich auf einmal einen solchen Brocken an der feinen Rute hatte! Der Drill hat mächtig Spass gemacht! Kann es ein, dass sie sich speziell während der Laichzeit, oder kurz danach an kleinen Fischchen vergreifen :?:
E
Geschätzte Barschalarm-Spezis,
Das ist mir auch schon passiert und zwar ging mir ein Klodeckel letztes Mal am Sonntag 29. April auf einen Illex Squirrel DD und letzte Saison hatte ich gar 3 Killerbrachsen die den Lucky-Craft Pointer 65 DD voll in Ihrem Schmollmündchen hängen hatten. Offensichtlich leben Brachsen viel räuberischer als andere Weissfische (Schade eigentlich ein Karpfen wäre wegen seiner Kampfkraft viel interessanter). Was die Kampfkraft der 4 Klodeckel an einer leichten Skeletor 2.10 Rute betrifft, die ist als eher sehr bescheiden zu taxieren.
Tight-Lines!
Euer Eidgenosse
E