08.12.2016 / 05:04 | Aktuelle Mondphase: zunehmender Mond

Der verbesserte Dropshot-Knoten

Eigentlich dachte ich, der „neue“ DS-Knoten sei ein alter Hut. Scheinbar hat es sich aber immer noch nicht bis in den letzten Winkel der dropshottenden Anglerschaft herumgesprochen, dass der Palomar-Knoten seit ein paar Jahren rausgekegelt wurde aus der Rigbinderei. Ich habe erst kürzlich wieder einen Artikel gelesen, in dem der Palomarknoten als das perfekte Mittel zur Fixierung des DS-Haken angepriesen wurde. Was dagegen spricht? Da gibt’s gleich mehrere Gründe: Erstens kann man beim Palomarknoten nie sicher sein, in welche Richtung der Haken zeigt, wenn man den Knoten zusammenzieht. Zweitens nervt es deshalb, dass man immer zuerst das Vorfach binden muss, um dann zu entscheiden wie rum ich es an die Hautschnur binde. Warum das nervt? Weil man den Abstand zur Schnur oft gern länger wählt, als den Abstand zum Blei und deshalb in 50 Prozent der Fälle überschüssige Schnur cutten und wegwerfen muss. Drittens möchte man ja evtl. auch mal einen Dropshot-Haken an ein bereits mit der geflochtenen Hauptschnur verbundenes Vorfach knüpfen (Stichwort „Systemwechsel“). Und viertens ist das Haken-Lotto selbst dann nervig, wenn man durchgehend mit Mono oder FC fischt.

Viel besser ist die reduzierte Version des Springerknotens.

Erst eine Schlaufe um den Haken legen...
Erst eine Schlaufe um den Haken legen…
Dann 3 bis 5 mal durchgehen und dabei mit dem haken die Schnur übereinanderwinden. Dann zuziehen.
Dann 3 bis 5 mal durchgehen und dabei mit dem Haken die Schnur übereinanderwinden. Dann zuziehen.

 

Der Knoten stützt von unten und hält von oben. Viel besser als der Palomarknoten.
Der Knoten stützt von unten und hält von oben. Viel besser als der Palomarknoten.

So stehen Haken und Köder dann 100 prozentig im 90-Grad-Winkel zur Schnur.

Einfacher und besser geht’s nicht. Und was die Tragkraft angeht: Ich hatte mit dieser Version noch nie Probleme.

Wie gesagt: Für viele ist das jetzt nix Neues. Der Knoten wurde hier schon vor vielen Jahren vorgestellt. (Ich glaube, es war der Bassmaster Gonz, der ihn aus einer Sufix-Knoten-Fibel hatte). Wer den aber noch nicht draufhat im Repertoire ist jetzt um einen Spitzen-Knoten reicher.

10 Kommentare zu Der verbesserte Dropshot-Knoten

  1. Mit nur 2 – 3 Überschlägen (so wie auf dem Foto), komme ich viel besser zurest, statt so viele Drehung zu wicklen. Die bekomme ich nämlich kaum zu gezogen.

  2. Ich mache die Überschläge ohne den Haken – dieser sitzt quasi unten im Bogen auf der Schnur und ich ziehe ihn dann einmal durch die gehaltene Schlaufe und ziehe dann zu. So sitzt der Knoten schön vor dem Öhr auf dem Hakenschenkel und ich habe so auch reichlich Platz im Öhr für nen Stinger, falls ich mal mit langen oder größeren Ködern fische.

  3. @greece68: Finde ich auch viel besser. Man muss nicht so auf die Finger aufpassen und den Haken lediglich um 180° gedreht aufziehen (er steht hinterher in der Richtung zur Schnur wie er an der Schlaufe hängt), damit er hinterher nach oben zeigt.

  4. @pikemike: genau, habe ich versäumt zu erwähnen 😉 bzw. merkt man eigentlich, wenn man ihn das erste mal bindet!

  5. Könnt ihr ja halten wir ihr wollt 🙂 Ich finde die Vierfachstützung unten, oben, rechts und links perfekt und den Konten sehr einfach zu binden und auf den Finger muss ich auch nicht aufpassen.

    So oder so: Beide Varianten sind besser als der Palomarknoten.

  6. Ob du den Haken unten bammeln lässt und dann zwischen die Zwirbel steckst oder andersrum, der Knoten der am Ende rauskommt sollte identisch sein.

  7. [SIZE=3][/SIZE][FONT=Arial][/FONT]Für mich entscheidend ist bei4 Windungen die optimale Abstützung. Wenn die Schnur ordentlich befeuchtet ist hatte ich noch nie Probleme mit dem Festziehen.

  8. Palomar ist nur geil für die Befestigung von Wirbeln, Einhängern, etc…., da aber auch richtig geil, wenn man keinen Knick einbaut….

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