Caspe Bass, Bassmaster Classic, WPC & Co.

Caspe Bass, Bassmaster Classic, WPC & Co.

Ohne Frage ist die Wettkampfangelei der Motor, der unsere Angelei antreibt. Es sind die Bass Cracks, die sich immer wieder neue Methoden einfallen lassen und die mit ihren Sponsoren neue Köder entwickeln. Um die Marken zu pushen, werden z.B. inzwischen für jedes Bassmaster Classic speziell auf das Gewässer zugeschnittene Köder entwickelt, die bis zum Startschuss geheim gehalten werden, um sich dann von feinster Bassanglerhand geführt vor einem Millionen-Publikum beweisen zu können.

2016-rapala-classic

Es sind Wettkampfangler, die Systeme verfeinern, die wir dann nachangeln können. Ich selber habe massiv vom Knowhow eines Bassanglers namens Jimmy Warren profitiert, der mir im Anschluss ans Caspe Bass 2005 das Dropshotten gezeigt hat.

 

Ich glaube, behaupten zu können, dass der diese Finesse-Demonstration dokumentierende Clip für die Fisch&Fang-CD hierzulande zum endgültigen Durchbruch der Dropshotterei beigetragen hat und damit auch anderen Finesse-Methoden den Weg geebnet hat.


Ich selber habe nie an Wettkämpfen teilgenommen und sehe auch unsere Kings hier nicht als Wettkampf, sondern als Möglichkeit, sich mit den Kollegen an Bord über tolle Fische zu freuen. Zwei von drei Mal habe ich das Angebot abgelehnt, mich mit anderen Angelautoren und Teamanglern bei der Fisch&Fang Profi-Liga zu messen, weil ich keinen Bock hatte, mich beim Fischen zu stressen. Aber ich habenatürlich Kontakt zu ein paar wettkampfbegeisterten Kumpels. Den engsten zu Jan und Dustin, die schon einmal ein Rapala Master gewonnen haben und mehrfach ganz knapp an Turniergewinnen und damit krassen Sachpreisen wie einem voll ausgestattetem Lund-Boot vorbeigeschrammt sind. Dustins größter Erfolg war der zweite Platz bei der WPC im letzten Jahr, die er zusammen mit Jürgen Haese gefischt hat. Wenn ich mit denen über das Wettkampfangeln spreche, fangen die Augen an zu glänzen. „Da potenziert sich alles. Ärger über Fehlbisse und verlorene Fische. Frust über vertane Zeit. Aber eben auch die Freude über einen guten Fisch.“

wpc-schoene-haese

Nun denn. Dieses Jahr wird alles anders. Shimano meldet mich mit Dustin bei WPC an und auch bei der nächsten Profi-Liga-Staffel befinde ich mich im Teilnehmerfeld. Man muss ja alles am eigenen Leib bzw. im eigenen Kopf erfahren haben, um sich ein Urteil zu bilden. Wie das mit der Profi-Liga läuft, erfahrt ihr in der Fisch&Fang. Über die Vorbereitung auf die WPC, den Verlauf und im Optimalfall auch wie es sich anfühlt, ein Bassboat zu fahren, das man beim größten europäischen Wettfischen gewonnen hat, werde ich hier und wahrscheinlich auch auf BATV dokumentieren.

 

In Kürze steigt dass Bassmaster Classic (4. – 6.3.). Ab demnächst laufen im Flashlight-Player bis zum Event Videos, die von großen Momenten aus der Bassmaster-Historie erzählen. Mir ist schon klar, dass das etwas eindimensional ist. Aber es kommen auch mal wieder andere Phasen. Und ein paar Clips sind sogar richtig witzig. Zumindest teilweise. Manche dokumentieren aber auch tragische Momente, wie diese hier.

 

Wie steht ihr denn zur Wettkampfangelei? Seht ihr es auch so, dass wir viel von den Jungs profitieren, die sich was einfallen lassen, um die Competitions zu gewinnen? Nervt das alles nur? Oder liegt die Wahrheit dazwischen?

Kategorien: News

Kommentare

  1. darkbearded
    darkbearded 17 Februar, 2016, 09:19

    Auch wenn ich kein echter Anhänger von Angelwettkämpfen bin und von den meisten Pros und Champs auch keine Namen kenne, wünsch ich euch viel Erfolg und vor allem Spaß! Wenn du anschließend berichtest, werden auch wir wieder profitieren, genauso wie von deinen bisherigen Erlebnisberichten von Bodden, Langeland und Co.

    Tight Lines!

  2. aspiusfan
    aspiusfan 17 Februar, 2016, 10:55

    Schließ mich dem in Teilen an. In erster linie ganz viel Erfolg und Spaß (damit geht der Erfolg, abhängig wie man ihn misst, sowieso einher!)euch zwei beim Tournament! Und auf die abgefilmte Version freut sich vermutlich fast jeder hier….
    Meine ganz persönliche Meinung ist, dass man das „Wettkampfgefühl“ durchaus positiv für sich nutzen kann. Und zwar genau aus dem Grund, den du nanntest, das Potenzieren der Emotionen, Konzentration und Einsatzbereitschaft etc…
    Mein Bellyboatpartner und langjähriger Angelpartner und ich machen das auf freundschaftlichem Level ständig. Da wir in etwa gleich gut fangen, können wir damit auch locker umgehen und vor allem pushen wir uns dadurch gegenseitig und holen einfach noch mehr raus, ahlten die Motiravion an kalten Tagen udn regnerischen Nächten oben! Gleichzeitig schaffen wir es immer noch uns für den anderen immer wieder richtig zu freuen, wenn mal wieder was außergewöhnliches gefangen wurde und darum geht es ja letztendlich. Der Spaß! Alles andere ist nebensächlich und Geschmackssache. Btw, wann gibts ne neue BATV-Folge? 🙂

  3. mueslee
    mueslee 17 Februar, 2016, 11:04

    Für mich persönlich ist der Wettkampfzirkus eine Perversion des Angelns, das nichts aber auch gar nichts mit Sport oder dem eigentlichen Sinn und Zweck des Angelns zu tun hat. Muss es aber auch nicht, solange die Cashcow ordentlich gemolken werden kann…
    Vielleicht bin ich da zu voreingenommen aber beim Thema Wettkampfangeln habe ich immer das Bild des dickbäuchigen, offensichtlich leicht minderbemittelten US-Bürgers vor Augen, der sich karnevalsmäßig in sein lustig grell-buntes Outfit wirft und seinen Astralkörper in einer ebenso bunten, hochgezüchteten HighTech-Schleuder von einem Spot zum nächsten katapultiert. Für mich auf einer Ebene mit Billard oder Dartspielern.
    Trotzdem ist es zu begrüßen, wenn auch sym­pa­thische Menschen wie Johannes und Dustin unter den Teilnehmern sind. Natürlich können wir als Normaloangler von irgendwelchen neuen Köderkreationen und modernem Tackle profitieren, am allermeisten tut das aber die Tackle-Industrie selbst.

  4. dietel
    dietel Autor 17 Februar, 2016, 11:45

    @mueselee: Eigentlich leben die Top-Männer den Leuten eher Askese vor. Aaron Martens (der Angler of the Year aus 2015) nervt mich schon fast mit seinen Statements, in denen er betont, dass seine herausragende Kondition und die megagesunde Ernährung der Grundstein für seinen Erfolg sind. In der letzten Ausgabe vom Bassmaster Magazin, in der er zu den 10 wichtigsten Dingen befragt wurde, die zu seinem Erfolg beigetragen haben, ist an Nummer 2 (hinter 1 – Love of Nature) aufgeführt: Conditioning. Er rennt pro Woche 15 bis 20 Meilen. Dazu kommen 120 Pushups und/oder Situps am Tag. „On tournament days, he will log 3 to 4 miles after a weigh-in, do stretching and knock out 30 pushups and situps between bites while eating dinner.“ Zitat: „I’m in the best condition I’ve ever been and I am absolutely convinced that was why I had the year I had.“ Und: „It’s more important to eat right than to get sleep.“ Usw.

    Und ich glaube auch wirklich, dass man da besser mithalten kann, wenn man einigermaßen austrainiert bist. Drei Tage durchangeln auf höchstem Niveau mit Megadruck und unter teilweise harten klimatischen Bedingungen – das ist anstrengend. Den fetten Ami im Elastoshirt gibt’s sicherlich auch. Aber nicht weil die Cracks das vorleben. Mich wird das dennoch einigermaßen unbeeindruckt lassen. Ich werde meine Konsumgewohnheiten nicht verändern wegen der Profi-Liga und der WPC. Wenn es aber mein Ziel wäre, der beste Angler der USA zu werden, wäre mir klar, dass ich u.a. mal ein bisschen was für die Fitness tun müsste.

    Klar: Die Industrie dreht mit am Rad. Logo: Die Szene wird gepusht, damit die Angler ständig neue Köder, Ruten, Rollen und Schnüre kaufen. Aber: Ist das nicht auch ein bisschen toll? Für mich macht das Methoden- und Ködertesten einen großen Teil der Faszination aus. Und obwohl ich einen ganz guten Einkaufspreis bei Camo-Tackle habe und um mich rum genug Gummi für ein ganzes Anglerleben schlummert, habe ich z.B. letztes Jahr 2400 Euro in Gummi, Spezial-Jigs, Rasseln, Aromastifte etc. investiert. Allein bei Camo.

    Ich bin dankbar für den Input. Jeden Tag Zanderjiggen mit Bleikopf und dem einen Erfolgsgummi würde mich langweilen. Auch wenn’s immer knallen würde.

    Aber ich sehe manche Sachen auch kritisch. Die habe ich in den ganzen Clips, die ich für die Tage vor dem Classic in den Player geladen habe, auch benannt.

    Ich bin gespannt, wie ihr das alles seht. Danke auf jeden Fall fürs erste Feedback!

  5. mueslee
    mueslee 17 Februar, 2016, 12:06

    Danke für diesen Post Johannes! Ich verfolge das Wettkampfangeln eigentlich überhaupt nicht, meine zum Teil auch etwas überspitzten Vorurteile rühren lediglich von ein paar wenigen Videos und Berichten her. Ich glaube dir aber gerne, dass es in der Szene durchaus ein paar richtige Vollblut-Profis gibt, die zusätzlichen Aufwand betreiben. Gibt es ja sogar im Dart-Sport… 😀
    Abgewinnen kann ich dem ganzen Zirkus aber trotzdem nichts, Angeln und Wettkampf passen für mich einfach nicht zusammen.

  6. dietel
    dietel Autor 17 Februar, 2016, 12:48

    @mueslee: Kann ich durchaus nachvollziehen. Hab mich ja auch lange geziert, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Und was jetzt kommt, läuft unter der Rubrik „Selbstversuch“. In der Fisch&Fang 5/2016 geht’s dann übrigens los mit meiner ersten Partie.

    Die Dart-Sportler tun echt viel für ihren Körper. Das sieht man. Sicher sehr harte Arbeit, diese Einheitsform hinzubekommen.

  7. mueslee
    mueslee 17 Februar, 2016, 13:26

    Selbstversuch macht klug, mit Vorurteilen daherkommen – wie ich – kann ja jeder 🙂
    Aber ich bin da auch ganz ehrlich: Auf so etwas gezielt hinarbeiten würde ich niemals. Wenn es mir – wie es bei dir vermutlich der Fall ist – berufsbedingt quasi in den Schoß fallen würde, hätte ich gegen so einen Selbstversuch auch nichts einzuwenden.

  8. Luiz
    Luiz 17 Februar, 2016, 13:48

    Finde die Bassmaster Elite Series eher langweilig und verfolge viel mehr die FLW
    http://www.flwfishing.com/

    Das war auch der Grund warum zwei und halb Wochen lang in Florida am Lake Okeechobee und St. Johns River mit einem Guide auf Bass geangelt habe. In Europa werden die Tuniere immer interessanter und gerade in NL & Italien.

  9. Luiz
    Luiz 17 Februar, 2016, 13:53

    Unterschied zu hier ist auch, dass es sich bei Bass und anderen Fischen um sogenannte Tournament Fische handelt und dementsprechend ein C&R stattfindet. Ich halte weniger davon Hecht und Zander als Tournament fische zu sehen und allgmein werden sie gefühlt immer weniger. Ich mag Tuniere und würde ich in den USA wohnen, dann wäre ein Bass Pro Angler zu sein wohl mein Traumberuf. Hier hällt sich mein Interesse aufgrund der Gegebenheiten eher begrenzt.

  10. zero5ive
    zero5ive 17 Februar, 2016, 16:38

    Bass Tournaments – der ganze Trubel um das Event, die Ausstattung und die Aufziehung finde ich schon der Wahnsinn. Gehört dazu und ohne diese Szene würde sich mit Sicherheit nicht so viel im alljährlichen Tackle-Wahnsinn tun 🙂

  11. Paul55oo
    Paul55oo 17 Februar, 2016, 17:33

    @mueslee:
    Dein Kommentar und Dein Vergleich zum Billard scheint recht vorurteilsbeladen. Der Typ mit den Gravitationswellen hat sich da ein paar Gedanken mehr gemacht: „Billard ist die hohe Kunst des Vorausdenkens. Es ist nicht nur ein Spiel, sondern in erster Linie eine anspruchsvolle Sportart, die neben physischer Kondition das logische Denken eines Schachspielers und die ruhige Hand eines Konzertpianisten erfordert.“

  12. Tillamook
    Tillamook 17 Februar, 2016, 19:20

    Wettkampfangeln ist eine ganz andere Welt. Wie Jürgen und Dustin sagen, da potenziert sich alles, erst da merkst du ob ein Team funktioniert. Extremer Leistungsdruck, viel Planung, hohe anglerische Intelligenz und schnelles Reagieren auf jedwede Einflüssse. Meiner Meinung nach ist das definitiv Sport, für Körper und Geist. Bei den richtigen Turnieren sind die Gegner immer eine wahre Herausforderung. Bewerten kann man das erst, wenn man es live erlebt hat. Auf der WPC wirst du echtes Tournamentfeeling erleben, Johannes. Die Profiliga ist da wohl eher Kindergarten.

  13. Tibo!
    Tibo! 17 Februar, 2016, 19:45

    Mich unterhalten die Turniere auch, obwohl die Ammi Dinger mir echt zu übertrieben sind. Perch-Pro z.b. finde ich hingegen Hammer, mit den Leuten kann ich mich irgendwie besser identifizieren.

    Schwieriger tue ich mich mit dem Begriff „Angel-Profi“. Ist der jeweilige Angler jetzt ein Profi weil er es besonders gut kann, oder weil er keinen anderen (Haupt-Job) hat? Kann ich mich in meinem Job auch als Profi bezeichnen, weil ich es ganz gut kann und damit mein Geld verdiene?

    Aus meiner Sicht ist der Hauptunterschied zwischen Profi und „Breitensport“ beim Angeln nicht die Kondition, das Talent, oder Love of nature, etc., sondern die Zeit die zum Angeln zur Verfügung steht.

    Wenn ich die nächsten 3 Wochen nichts anderes mache als Angeln, kann man mit dem output vermutlich auch 3 Youtube channels und 2 Magazine befriedigen. Hab ich aber keine Zeit zu.

    Jeder halbwegs erfahrene Angler kann die Ergebnisse der „Profis“ reproduzieren, wenn er die nötige Zeit und teilweise auch das Geld investiert. Das wichtigste am Angeln ist der Spot…in keinem Video wird mir erzählt wie lange hin und her gefahren wurde Auto/Boot, bis man die Stellen aufgetan hat. Die Videos gehen am Spot los…und dann wird das ganze „Können“ gezeigt.

    Nicht falsch verstehen, ich schaue mir gerne Videos an und mir sind viele Teamangler/Profis sympathisch. Ich tue mich aber schwer damit, es als „Können“ darzustellen und das „Können“ dann in Turnieren auszutragen.

    Wenn Dustin das Lund-Boot klar macht, wird es hoffentlich hier verlost. 😀 Zwei Boote bracht er vermutlich 😉

  14. Tibo!
    Tibo! 17 Februar, 2016, 19:48

    nicht 😉

  15. Luiz
    Luiz 17 Februar, 2016, 22:43

    Hier in DE sind Angelprofis auch Leute die mit der Jigge 24h lang „faulenzen“ und Fische fangen. Ich denke Tournaments und die Nutzung von Booten und überhaupt die Koordination all dieser Dinge verlangen schon einiges ab. Was man wohl sehen kann ist, dass es doch wie in andern Sportarten eine gewisse Konstanz von Leuten gibt, die einfach immer vorne dabei sind, daher kann man nicht nur von Glück beim Angeln sprechen – Luc Coppens beispielsweise der jedes Jahr drei Lund Boote gewinnt. Die anderen Angler sind einfach schlechter und nicht konstant. Ähnlich ist es auch bei Bass Tournaments – gibt dort mehr Leute die für die Spitzenplätze in frage komme, allerdings sind es meistens auch immer die selben Leute.

  16. dietel
    dietel Autor 18 Februar, 2016, 09:09

    @Tibo!: Ich hab neulich mal in einem Thread geschrieben: „Sind wir niocht alle ein bisschen Profi?“, weil ich denke, dass hier sehr viele sehr gute Angler unterwegs sind. Am Ende sind bei der Profi-Liga nur Leute dabei, die hauptberuflich angeln, also sehr viel Zeit am Wasser verbringen. Und deshalb nennt sich das Profi-Liga. Nicht weil sich die einzelnen Teilnehmer – ich spreche mal für alle – als Mega-Crack sehen und sich von euch „Nicht-Profis“ distanzieren wollen.

    @Tillamook: Ich habe inzwischen schon Profi-Liga geangelt und kann Dir sagen, dass das alles andere ist als Kindergarten. Da kannst Du dich nicht in einem riesigen Teilnehmerfeld verstecken. Da angelst Du Mann „gegen“ Mann und die ganze Zeit ist eine Kamera auf Dich gerichtet. 10 Stunden am Stück. Vom Ufer. Und dich schwöre Dir: Auch wenn Du es nicht so ernst nimmst, willst Du nicht der Horst sein, der in der ersten Runde rausfliegt. Aber Du hast eine 50:50 Chance. Bedeutet, dass einer von beiden zwangsläufig rausfliegt. Es ist ein sehr schöner Selbstversuch, der einem viel über sich und den Kollegen nebendran erzählt.

  17. darkbearded
    darkbearded 18 Februar, 2016, 10:18

    Ich weiß nicht, wie frei ihr in der Gestaltung der Video Berichterstattung seid, aber vlt kann man das auch mal eher als Insight Docu aufziehen. Das unterscheidet sich im Ergebnis dann sicher von den üblicherweise im Wechsel gezeigten Luftaufnahmen schneller Boote und gefangenen Fischen und gibt uns Nicht-Profis auch mal die Möglichkeit einen realistischen Einblick in das (harte und anspruchsvolle) Wettkampfgeschehen und den Zirkus drumherum zu nehmen.

  18. A von Hönningen
    A von Hönningen 18 Februar, 2016, 10:29

    Das ist halt auch eine von viele Facetten des Angelns. Mich spricht das überhaupt nicht an, weil es einfach nicht meine Vorstellung vom Angeln widerspiegelt. Derart volksfestliche Events sind nicht die meinen. Aber wem es gefällt, der soll auch und ich wünsche allen viel Spaß dabei und den entsprechenden Erfolg. – Jeder so, wie es ihm gefällt!

  19. Hecht911
    Hecht911 18 Februar, 2016, 10:36

    Ich würde das Thema mal aufsplitten wollen in erstens – den sachlichen materiellen Rahmen und zweitens den persönlichen emotionalen Teil.
    Zu 1 – Wenn man Sinn, Zweck und Ziel dieser Tournaments (dieses Spektakels?) tiefer hinterfragt, dann kommt man zwangsläufig zu dem Schluss, dass es lediglich banale Werbeveranstaltungen sind. Nicht mehr und nicht weniger. Dass man sich als bezahlter, hauptberuflicher Teil der Angel-, Boots- und Motorenindustrie diesem Thema nicht entziehen kann ist völlig logisch, denn das wird letztendlich von einem Werbeträger erwartet. Ist auch völlig in Ordnung. Die Welt des Kapitals funktioniert nur so!
    Zu 2 – Es gibt sicher nur wenige Dinge auf der Welt, die einen Menschen glücklicher machen, als sein Geld mit der großen Leidenschaft seines Lebens zu verdienen! Leider geht es aber trotz allen Glücksgefühls nicht so ganz ohne Kompromisse. Auch hier gilt – wer das Eine will, muss das Andere mögen! Ich würde Euch ja gern die Daumen drücken, dass Ihr als siegreiches Team aus dem Tournament hervorgeht. Nur leider ist es im Leben so, dass dieser Erfolg eine Spirale in Gang setzen dürfte, die dann weitere Kompromisse nach sich ziehen würde … am Ende ist es dann wie in einer partnerschaftlichen Beziehung – zu viele Kompromisse zerstören oft Glück und Leidenschaft. Insofern wünsche ich Euch einfach ganz viel Spaß und möglichst viele neue spannende Erfahrungen.

  20. luho1986
    luho1986 18 Februar, 2016, 11:11

    Also ich find das ganze Wettkampfangeln schon spannend. Mach das einmal im Jahr zwei Tage lang und da sind schon Emotionen im Spiel. Man nimmt irgendwie alles viel intensiver auf. Man ist extrem konzentriert, schimpft herum bei Nachläufern oder Fehlbissen. Ich möchte die zwei Tage im Jahr nicht missen. Wenn ich bei so etwas mitmache dann will ich mich auf keinen Fall blamieren und so geh ich das ganze auch an. Mir machts Spaß einmal im Jahr. Vorallem auch der Austausch mit anderen Anglern ist interessant wie die gefangen haben und was die probiert haben. Ein kleiner Nervenkitzel ist das ganze sowieso immer. Brauch ich nicht oft aber einmal im Jahr gerne.

  21. dietel
    dietel Autor 18 Februar, 2016, 11:13

    Wenn wir die WPC-Nummer filmisch dokumentieren – was eh schwer wird, weil man keinen Kameramann an Bord nehmen kann und wenn Dustin nen Barsch am Haken hat, will ich auch einen aus dem Schwarm fangen bzw. den dicken Zander oder Hecht landen und nicht die Kamera schwingen. Ginge nur mit Action-Cams. Wir überlegen uns was. Aber wenn wir das machen, dann tatsächlich als Insight-Doku, die den Rahmen zeigt und Gedankengänge und Entscheidungen festhält.

    Dass das dann großartige Konsequenzen auf das weitere Leben hat, schließe ich aus. Profi-Liga werde ich z.B. nur dieses eine Mal angeln. Das steht für mich jetzt schon fest. Sollte die WPC Spaß machen, würde man sich sicher überlegen, wo man sonst noch mitmischen kann. Aber Shimano mischt sich da eigentlich nicht ein. Und bei uns erwartet man ganz andere Dinge von einem Team Angler als in den USA.

    Und wie luho richtig angemerkt hat: Die „Szene“ ist eigentlich voll nett im Umgang untereinander. Das war schon damals beim Caspe Bass 2005 so. David und ich durften da ja mal reinschnuppern und haben mit guten Leuten am Camping-Platz zusammengewohnt. Das war mehr wie eine Familie. Der Jimmy Warren brutzelt abends die Steaks, Hiroshi Takahashi und Kato kümmern sich um die Bratkartoffeln. Der John Ceronio und der Claude machen den David auf Kuba heiß. Vater und Sohn Nau laden einen für den nächsten Tag auf eine Blackbass-Tour ein. Usw. Man trinkt ein Bier miteinander und fühlt sich wohl unter Leuten, bei denen sich viel ums Angeln dreht – wenn nicht mehr…

  22. Luiz
    Luiz 18 Februar, 2016, 12:27

    Wenn ihr noch einen Kameramann benötigt, komme ich gerne mit meinem Boot mit. Ich angel auch regelmäßig an den WPC Gewässern und überlege seitdem René damals dem zweiten Platz gemacht hat ebenfalls mal daran teilzunehmen ;-). Dustin habe ich ebenfalls schon in DDorf getroffen. Nur als Angebot an euch beide ;-). Gruß Luiz

  23. aspiusfan
    aspiusfan 18 Februar, 2016, 13:05

    Falls es möglich ist, denkt mal drüber nach. Wäre für die Insight Doku sicher zuträglich 😉

  24. Tillamook
    Tillamook 19 Februar, 2016, 06:08

    @ Dietel: Die Kamera stört uns glaube ich nicht mehr, oder? Warte mal die WPC ab und dann wirst du es bestimmt ähnlich sehen. Die Profiliga hat aber bestimmt auch ihren Anspruch, allein durch die Gewässerauswahl und die doch meist kompetenten Gegner.

  25. dietel
    dietel Autor 19 Februar, 2016, 08:03

    @Tillamook: Die Kamera stört immer dann, wenn’s nicht so läuft. Man weiß ja, dass das ca. 200.000 Menschen anschauen, von denen mache wer weiß was in den Zusammenschnitt interpretieren. Da sieht man am liebsten gut aus. Manche Sachen muss man evtl. echt erstmal erlebt haben, um sie beurteilen zu können.

  26. Tillamook
    Tillamook 19 Februar, 2016, 12:09

    @Dietel: Stimmt, sprich ich muss erstmal die Profiliga erleben um sie beurteilen zu können.
    Dein großes Turnier kriegst du ja dann. Mein erstes Turnier war eine Grenzerfahrung, mit 150 Booten, 450 Anglern und einem Kameramann an Bord. Macht aber süchtig und schon ein paar Tage später willst du wieder an den Start. Zumindest bei mir war das so.

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