Übersicht: Das Berkley- und Abu-Ruten-Programm 2010

Übersicht: Das Berkley- und Abu-Ruten-Programm 2010

Ich bekomme immer wieder Mails und PNs, in denen ich aufgefordert werde, Stellung zu einzelnen Pure Fishing-Produkten zu beziehen und damit einen Beitrag zur Kaufentscheidung zu leisten. Besonderes Interesse gilt dabei den Ruten von Berkley und Abu. Einige Gerten aus dem aktuellem Programm habe ich hier ja schon vorgestellt. Ein paar Modelle fehlen jedoch. Da ich inzwischen wirklich eine Menge Ruten intensiv „getestet“ habe und sie auf den Messen immer wieder demonstriere, kann ich zu ziemlich vielen Modellen eine recht fundierte Einschätzung abgeben. Und das werde ich jetzt einfach mal machen. Einer allgemeinen Beurteilung der Rutenserie folgen dann Beschreibungen der Modelle, über die ich etwas mehr sagen kann, weil ich sie selber gefischt habe bzw. meine Kumpels damit angeln.

Konkret geht es im Folgenden um die Abu Fantasista Red, Abu Fantasista Suisho, Abu Fantasista Yabai / Oren’Ji, Abu Fantasista Aozora, Abu Rocksweeper, Berkley Skeletor II, Berkley Pulse, Berkley Vertic und Vertic Lure, Berkley Ripple Pro, Berkley Urban Spirit, Berkley Signa Pike, die Berkley Selection Pike und die Berkley Jigolo.

Abu Fantasista Red (3-teilig)

„Einfach nur geil.“, sagen die Besitzer. „Wenn die Fantasista Red zweiteilig wäre, würde ich sie mir sofort kaufen.“, sagen andere. Ich kann dazu nur soviel sagen: Wenn das feine Ding zusammengesteckt ist, bemerke ich die Dreiteilung nicht. Und wenn man die Fanta Red wegpacken will, kann man sie fast schon zu den Gabeln ins Besteckkästchen räumen. Die Ruten sind außerdem extrem leicht und dabei sehr straff. Damit handelt es sich um optimale Rütchen zum Barsch-Twitchen und -Jiggen. Erhältlich in 1,80 (WG 5 bis 15 Gramm), 2,10 m (WG 5 bis 25 Gramm), 2,40 m (WG 10 bis 35 Gramm) und 2,70 m (WG 15 bis 40 Gramm). Die Rutengewichte sind im Bereich zwischen 109 und 171 Gramm angesiedelt.

Fantasista Red 1,80 m (WG 5 bis 15 Gramm): Für mich und meine Kollegen vom Berkley-Team ist die kürzeste Fanta Red fast unverzichtbar geworden. Wir verwenden die sensible und superstraffe Rute vor allem zum Angeln mit kleinen Wobblern, die sie an einer 6er Fireline wunderbar auf Weite bringt. Aber auch zum Gummifischangeln mit kleinen Gummis eignet sie sich super. Und wenn mal was Größeres einsteigt hat sie ordentliche Reserven. Der kurze Griff macht sie zu einer Top-Rute am Bach, wo man viel mit der Rute hantieren können muss. Das relativ niedrig angegebene Wurfgewicht kann man voll ausreizen und vor allem aber befördert „die kleine Red“ auch ultraleichte Köder (unter 5 Gramm) weiter und präziser raus, als die meisten anderen hier aufgeführten Ruten.

Fantasista Red 2,10 m (WG 5 bis 25 Gramm): Die 2,10 m lange Version wiegt mit 129 Gramm nur 20 Gramm mehr als die 1,80er. Im Vergleich ist das Wurfspektrum leicht nach oben verschoben. Mit der 2,10er Red lassen sich auch etwas größere Wobbler aggressiv präsentieren. (Mein Kumpel Steve fischt sie am liebsten mit 8 cm-Tiefläufern und drischt sie damit hart durchs Wasser.) Aber auch 20 Gramm-Jigs wirft sie bis zum Mond. Und steif genug, diese zackig zu führen, ist sie dann auch.

Ausstattung:

– Blank aus IM 9 Carbon
– HG EVA-Griffe
– Fuji SIC-Ringe
– Skeletor-Rollenhalter

Special:

– Transportrohr


Abu Fantasista Yabai / Oren-Ji

Bei den Yabais bzw. den Nachfolgermodellen aus der Oren-Ji-Reihe handelt es sich um sehr straffe und sehr, sehr leichte Ruten mit einem dünnen Blank. Im Gegensatz zu den Yabais weisen die Oren-Jis einen Skeletor-Rollenhalter auf und sind ein bisschen flippiger designed. Erhältlich als Spinnversion in 1,86 (einteilig, WG 5 bis 25 Gramm), in 2,10 (WG 15 bis 40 Gramm), in 2,50 m (WG 15 bis50 Gramm) und in 2,80 m (WG 20 bis 70 Gramm) sowie zwei Cast-Varianten in 1,83 m (WG 10 bis 40 Gramm) und in 2,07 m (WG 15 bis 60 Gramm). Diese Ruten-Serie ist extrem leicht. Die Gewichte liegen zwischen 114 und 204 Gramm.


Fantasista Yabai / Orenji 1,83 m Cast (WG 10 bis 40 Gramm / Gewicht: 114 Gramm): Eine harte und straffe Rute für die Baitcaster, mit der sich größere Stickbaits wie z.B. der Sammy sehr gut werfen lassen. Aber auch zum Angeln mit mittleren Crank-, Twitch- oder Spinnerbaits super geeignet. Fürs reine Barschangeln ist sie vielleicht etwas straff. Aber für alles, was die 40 cm-Marke knackt, ist sie ein genialer Stecken.

Fantasista Orenji 2,10 m (WG 15 bis 40 Gramm / Gewicht: 147 Gramm): Das ist die aktuelle Lieblingsrute von meinem Kollegen Veit. Er fischt damit sowohl auf Barsche und Rapfen als auch auf Zander. Hauptsächlich mit dem Gummifisch. Der harte Blank verwandelt sachte Anfasser in vehemente Zupfer, die dank des Skeletorrutenhalters ohne Verkampfungen direkt in die Hand übertragen werden. Damit ist nahezu ausgeschlossen, dass man einen Biss verpasst.

Fantasista Yabai /Orenji 2,50 m (WG 15 bis 50 Gramm / Gewicht: 161 Gramm): Die ideale Rute zum nächtlichen Zanderzupfen. Wie auch bei der 2,10er Version ist die Bissübertragung genial. Außerdem bemerkt man dank des sensiblen Blanks nicht nur, wenn der Bleikopf am Boden angekommen ist. Sogar wenn man mit leichten Ködern auf schlammigem Grund angelt, bemerkt man das Auftreffen am Erschlaffen der Schnur. Und zwar ohne Hinzusehen. Nur über den Blank. Damit ist sie unsere „Spreerute“ No. 1, wenn es im Herbst und Winter nachts auf Zander geht.

Ausstattung:

– Blank aus IM9 ExHD Carbon
– Fuji SIC Titanium-Ringe
– High-Grade und High Density EVA-Griffe
– Skeletor Rollenhalter mit Cracking-Lackierung

Special:

– Transportrohr

Abu Fantasista Suisho

Die Suisho-Serie ist etwas kräftiger angelegt als beispielsweise die Fantasita Reds. Damit eigenen sich die Ruten z.B. hervorragend zum leichetn Zanderangeln, zum Barschangeln auf den Bodden oder auch zum Rapfenangeln vom Boot. Erhältlich als einteilige 1,86er Version (WG 5 bis 25 Gramm), als 2,10 m Modell (15 bis 40 Gramm), in 2,50 m (WG 15 bis 40 Gramm) und als 2,80er Version (20 bis 50 Gramm). Außerdem gibt’s noch zwei Cast-Versionen. Eine 1,80er mit einem WG von 10 bis 40 Gramm und eine 2,10er mit einem WG von 15 bis 60 Gramm. Die Rutengewichte reichen von 165 bis 240 Gramm.

Fantasista Suisho 2,10 m (WG 15 bis 40 Gramm / Gewicht: 181 Gramm): Eine tolle Rute, die sich durch eine ziemlich schnelle Aktion auszeichnet, die aber ein bisschen weicher in der Spitze ist als beispielsweise die Rocksweepers oder die in der selben Gewichtsklasse operierenden Fantasista Oren’jis. Deshalb eignet sie sich meines Erachtens z.B. ideal zum Dropshotten auf Zander vom Boot. Mein Kollege Veit setzt sie am liebsten zum Rapfenangeln mit Blinkern ein. Oder zum Gummifischangeln auf dicke Barsche. Auf jeden Fall wirft sie bei weitem leichtere Köder als das recht hohe Wurfgewicht nahelegt. Und weil sie sich schön auflädt, tut sie das ziemlich weit.

Ausstattung:

– Blank aus IM 9 Carbon
– HG EVA-Griffe
– Fuji SIC-Ringe
– Skeletor Rollenhalter
– Auswechselbare Kontergewichte am Griffende

Special:

– Transportrohr

Abu Fantasista Aozora

Die Aozoras kamen 2009 zur Fantasita-Familie dazu. Auch bei diesen Ruten handelt es sich um feine Stöckchen, die ungefähr halb so viel kosten wie die Reds und Oren’Jis. Die Aktion aber trotzdem ganz schön ist schnell. Und leicht sind die Aozoras auch. Neben den 2,13 m langen Versionen (in 5 bis 25 Gramm und 10 bis 40 Gramm) gibt’s noch eine ultrafeine 1,90 m lange Version zum Dropshotten, ein 2,44 m langes Modell (WG 10 bis 40 Gramm) und eine 2,74 m lange Version (WG 15 bis 50 Gramm). Die Ruten wiegen zwischen 116 und 221 Gramm.

Abu Auozora 2,10 m (WG 5 bis 25 Gramm / Gewicht: 129 Gramm): Im obersten Drittel ist diese Aozora ein ganz klein wenig weicher als die superstraffen Schwester-Modelle. Ich mag die Rute deshalb besonders gern zum Dropshotten und zum angeln mit dem Texas-Rig. Aber auch als leichte Barsch-Jigge macht sich die Aozora gut. Und wobbeln kann man mit ihr natürlich auch ganz hervorragend.

Ausstattung:

– Blank aus IM7 Carbon
– HG EVA-Griffe
– SG SIC Titanium-Ringe
– Skeletor-Rollenhalter

Special:

– Transportrohr

Abu Rocksweeper

Das Sahnestückchen im Programm, wenn ihr mich fragt. Vor 3 Jahren hatte ich als einer der ersten die Gelegenheit, diese “Zauberstöcke” zu testen. Schon nach dem ersten Wurf war klar: Jetzt wird’s die gute alte Skeletor schwer bei mir haben. Denn viel präziser kann eine Rute einen Köder nicht werfen. Und viel weiter sicher auch nicht. Viel leichter kann eine Spinnrute eigentlich auch nicht sein. Und dabei so robust. Mit einer Wahnsinnsbissübertragung. Diese Einschätzung hat sich bestätigt. Inzwischen besitze ich je eine „Rocke“ in 2,10 m, eine in 2,40 m und eine in 2,70 m – und halte jede von ihnen in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet für nahezu unschlagbar. Die Serie beinhaltet außerdem noch eine einteilige Rocke in 1,80 m (WG 5 bis 25 Gramm) und zwei schwere Modelle in 2,85 m und 3,15 m (WG jeweils 60 bis 120 Gramm). Rutengewichte: 128 bis 240 Gramm.

Rocksweeper 1,80 m (WG 5 bis 25 Gramm / Gewicht: 128 Gramm): Das ist die liebste Wolfsbarsch-Rute meiner französischen Berkley-Team-Kollegen. Sie angeln vom Boot mit diesem feinen Rütchen und kleinen Jigs (10 bis 15 Gramm) und haben eine Menge Spaß mit den großen Kämpferherzen. Hierzulande würde ich sie zum feinen Wobbeln und Jiggen verwenden. Oder als kurze Dropshot-Rute vom Boot.

Rocksweeper 2,13 m (WG 5 bis 25 Gramm / Gewicht: 140 Gramm): Die 2,10er ist meine Standard-Barschrute, dient mir aber auch zum leichten Zander- oder Rapfenangeln und ist überhaupt so ziemlich für jeden Köder gut, der nicht mehr als 25 Gramm wiegt.

Rocksweeper 2,44 m (WG 10 bis 40 Gramm / Gewicht: 160 Gramm): Das WG ist meines Erachtens etwas hoch angegeben. Ich würde sagen, dass es eher bei 5 bis 35 Gramm liegt – aber das ist ja Haarspalterei. Jedenfalls handelt es sich bei der 2,40er um eine Spitzenrute zum Rapfenangeln. Und auch wenn es gegen kleinere und mittlere Zander geht, ist diese Rute genau die richtige. Am allerbesten gefällt sie mir aber beim Barsch-Angeln an größeren und tieferen Gewässern, wo man ein paar Gramm mehr braucht und ggf. auch mal etwas weiter werfe muss.

Rocksweeper 2,74 m (WG 15 bis 50 Gramm / Gewicht: 185 Gramm): Ideal zum Zanderangeln mit kleinen und mittleren Gummis. Noch idealer aber zum Long-Range-Angeln auf Rapfen und Meerforelle. Diese Rute ist ein Wurfwunder. Wer seine Köder bislang rausprügeln muss, sollte mal die Rocke 2,70 austesten. Die katapultiert die Blinker und Wobbler fast von allein auf Maximalweite. Auffällig ist der relativ kurze Griff, der gerade beim Meerforellenangeln gut macht, wo man ja in der Endphase des Drills froh ist, wenn man die Rute gut um den Köder herumnavigieren kann, um den wild zappelnden Forellen zu folgen.

Ausstattung:

– Blank aus IM9 Carbon
– Fuji SIC Titanium-Ringe
– Fuji IPS Rollenhalter

Special:

– Transportrohr

Berkley Skeletor II

Mit einem Wallerdrill in Spanien habe ist die Skeletor I für mich 2005 zur Legende geworden. Damals hatte ich die 2,40er bis 24 Gramm ungefischt im Gepäck. Weil tags zuvor nur kleinere Zander gebissen hatten, hatte ich am nächsten Tag das feinste Gerät gewählt, das in meiner Bazooka steckte. Und dann kam der Wels. Mein erster richtig guter. Ein Drill überm Limit. Aber es ging gut. Ab da sind die Skeletor und ich ein paar Jahre miteinander verschmolzen. Ich habe nichts anderes gefischt. Und auch eine Menge anderer Angler sind ihrer Grazie, Feinfühligkeit und ihrer Power erlegen, so dass Pure Fishing das Programm ausgebaut hat. Groß war der Aufschrei als sie als Skeletor II im neuen Design und mit neuen Längen und Wurfgewichten daher kam – zumindest bei den Kork- und SSGS-Ring-Fans. Für einen weit größeren Teil der Anglerschaft aber kam der neue Style genau zur rechten Zeit. Und inzwischen habe auch ich mich damit abgefunden, dass der klassische Look gegen einen modernen ausgetauscht wurde und jetzt SIC-Einlagen in den Ringen sind. Schließlich handelt es sich bei der neuen Generation um die selben Blanks. Und die Bandbreite ist erheblich größer geworden. Inzwischen gibt’s die 2,10 m (WG 2 bis 12 Gramm), die 2,40 m (WG 4 bis 24 Gramm oder 15 bis 40 Gramm), 2,70 m (WG 7 bis 28 Gramm oder 15 bis 40 Gramm), 3 m (WG 2 bis 12 Gramm und 8 bis 32 Gramm). Dazu noch drei Cast-Versionen in 1,68 m (WG 15 bis 35 Gramm), in 2,40 m (WG 4 bis 20 Gramm) und 2,70 m (WG 15 bis 40 Gramm). Und obendrauf noch drei Modelle zum Vertikal- bzw. Dropshot-Angeln in 1,80 (WG 6 bis 18 Gramm bzw. 8 bis 36 Gramm) und in 1,68 m (WG 15 bis 35 Gramm). Nicht zu vergessen die neuen Skeletor II River-Serie. Das sind zwei lange Dropshotruten fürs Uferangeln am Fluss. Eine ist 3,0 m lang (WG 5 bis 15 Gramm) und eine 3,30 m (WG 10 bis 30 Gramm). Rutengewichte: 101 bis 216 Gramm.

Skeletor II Dropshot 1,80 m (WG 6 bis 18 Gramm / Gewicht: 128 Gramm): Wie der Name schon sagt, wurde diese Rute zum Dropshotten (vertikal vom Boot) konzipiert. Dazu eignet sie sich auch ganz hervorragend. Noch viel besser macht sie sich aber als kurze Jig-Rute und als Power-Twitche. Ich verwende sie als Pendant zur Fanta Red 1,80. Zwar wiegt die Skelli ein bisschen mehr. Aber dafür hat sie auch noch etwas mehr Wumms. Ideal ist sie, wenn mit kleinen Ködern auf kurze Distanz auf verhältnismäßig große Fische (dicke Barsche, Forellen Döbel, Alande oder Rapfen) geangelt werden soll. Einteilig!

Skeletor II 2,10 m (WG 2 bis 12 Gramm / Gewicht: 167 Gramm): Ein ganz feines Rütchen, das im Vergleich mit den meisten hier vorgestellten Ruten gleicher Länge deutlich weicher daherkommt. Für mich stellte die Skeletor I in 2,10 m mal meine Idealvorstellung von einer leichten Barsch-Rute dar. Inzwischen hat sich der Rutenmarkt ein bisschen verändert. Aber die Qualitäten der Skeletor 2,10 sind geblieben: Sie wirft Mikroköder extrem weit und übermittelt die feinsten aller feinen Bisse. Dank der Biegekurve und Elastizität des Blanks hat man mit dieser Rute kaum Aussteiger. Wer also konstant klein und fein fischen will und nicht zuviel Geld investieren will, sollte sich diese Rute einmal anschauen.

Skeletor II 2,40 m (WG 4 bis 24 Gramm / Gewicht: 180 Gramm): Nach wie vor eine Superrute zum Barsch-Jiggen. Viel steifer als die 2,10er, aber weicher als eine Rocke oder Fanta Red. Durch den Skeletor-Rollenhalter kommen die Zupfer sauber im Unterarm an. Dazu kommen hervorragende Drill- und Wurfeigenschaften. Aufgrund der verhältnismäßig weichen Spitze nehme ich sie gern zum Dropshotten. Da mag ich übrigens gerne 2,4 m lange Ruten – vom Ufer wie vom Boot aus. Ich finde, dass sich damit die Schnur gut umlegen lässt bzw. dass man sie besser aus der Strömung nehmen kann als mit einer kürzeren Rute.

Skeletor II 2,40 m (WG 15 bis 40 Gramm / Gewicht: 174 Gramm): Die 2,40er Version bis 40 Gramm dürfte eine der meistgefischten Raubfischruten in und um Berlin sein. Sie passt genau ins Konzept der hiesigen Stadtangler, weil man mit ihr noch auf Barsch, ideal auf Rapfen und Zander und noch sehr gut auf Hecht angeln kann.

Ausstattung:

– Blank aus IM7 Carbon
– SIC-Ringe
– HG EVA-Griff

Berkley Vertic

Die Vertic-Serie beinhaltet inzwischen eine Jerke und eine Gruß-Flatschen-Peitsche. Früher gab’s noch eine kurze harte Spinnrute, die viele Fans hatte, die aber komischerweise nicht mehr produziert wird. Die Ruten zeichnen sich allesamt durch eine megastraffe wenn nicht besenähnliche Aktion aus, sind dabei aber extrem leicht.

Berkley Vertic 2,08 m (WG bis 80 Gramm / Gewicht: 161 Gramm): Das ist die alte Version, die sich Freunde von mir beispielsweise ausleihen, wenn sie mit dem Kleinboot auf Dorsche jiggen. Ich nehme sie gern zum Zanderangeln vom Boot, wenn größere Exemplare zu erwarten sind. Allerdings nicht als Vertikalrute, sondern zum Werfen.

Vertic Lure 2,50 m (WG bis 90 Gramm / Gewicht: 190 Gramm): Die bei den Berkley-Teamanglern beliebteste Großfisch-Rute im aktuellen Programm. Das Wurfgewicht ist mit 10 bis 90 Gramm angegeben – eine recht breite Spanne, die an die gute alte Blechpeitsche erinnert (ich glaube, mit der Profiblinker-Rute konnte man 1 bis 100 Gramm mit werfen). Tatsächlich ist dieses Spektrum absolut zutreffend. Wir fischen damit große Hecht-Gummis, aber auch den 9 cm langen T-Tail Minnow am 10 Gramm-Kopf, wenn beim Zanderangeln in Spanien permanenter Welsalarm herrscht.

Ausstattung:

– Blank aus IM7 Carbon
– SIC Ringe
– Skeletor-Rollenhalter
– Abgeflachter Korkgriff

Berkley Jigolo

Im Berkley-Katalog steht, dass ich diese Ruten mitentwickelt habe. Mein Ziel war es, zwei robuste Bootsruten für große Zander und fürs mittlere Hechtangeln an den Bodden zu entwickeln, mit dem man auch im Winter fischen kann. Tatsächlich fallen die Namen (letztes Jahr gab’s noch eine “Thunderbone” mit SSGS-Beringung) und das Wurfgewicht auf mich zurück. Und ein paar Details, wie z.B. die recht großen Ringe, der Skeletor-Rollenhalter oder die Kontergewichte am Griffende. Da es sich bei der Firma Pure Fishing aber um einen internationalen Konzern handelt, der über den „Boddenrand“ herausgucken muss, sieht die Rute ein bisschen anders aus, als von mir geplant. Vor allem was die Länge angeht: Statt 2,25 m und 2,5 m sind die beiden Modelle 2,70 m und 3,01 m lang – und damit eigentlich fast komplett aus meinem bevorzugten Längenbereich draußen. Wobei mir die 2,70er Jigolo (WG 25 bis 70 Gramm /Gewicht 243 Gramm) schon gute Dienste beim Hecht- und Zanderangeln erwiesen hat, wenn es drauf ankam, große Köder weit zu werfen. Wie gesagt: Vor allem für Winterangler könnte diese Rute interessant sein.

Ausstattung:

– Blank aus IM7 Carbon
– Original SIC-Ringe
– Skeletor-Rollenhalter
– Korkgriff

Berkley Urban Spirit

Die Urban Spirit Serie ist extra fürs Stadtangeln („Streetfishing“) konzipiert. Weil man mit einer Rute möglichst viel machen können soll, kann man das Handteil verlängern oder verkürzen. So eignet sich ein und dieselbe Rute zum Wobbeln (verkürzter Griff) aber auch zum Twistern (ausgefahrener Griff). Die Blanks sind straff, laden sich aber schön auf und pffern im Drill auch schön ab. Die Serie umfasst eine 1,86 m lange Rute (WG 5 bis 12 Gramm), eine 1,86 m lange Rute (WG 7 bis 28 Gramm), eine 2,10 m lange Rute (WG 10 bis 32 Gramm), eine 2,40 m lange Rute (WG 15 bis 40 Gramm) und eine 2,70 m lange Version (WG 20 bis 60 Gramm). Zusätzlich gibt’s noch zwei Cast-Versionen (1,80 m mit einem WG von 5 bis 12 Gramm und 1,90 m mit einem WG von 7 bis 28 Gramm). Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass die Baitcaster-Ruten ebenfalls zweigeteilt sind, so dass sie sich leichter im Bus oder der S-Bahn bzw. auf dem Moped oder Fahrrad transportieren lassen als ihre einteilige Konkurrenz.

Berkley Urban Spirit 2,10 m (WG 10 bis 32 Gramm / Gewicht: 128 Gramm): Wenn es eine Allround-Rute fürs Stadtangeln in dieser Serie gibt, dann ist es diese Version. Mit ihr lassen sich auch viel leichtere Köder werfen. Du beim Barschangeln vor Stralsund hat sie bereits bewiesen, dass sie auch mit großen Fischen spielend zurecht kommt.

Berkley Urban Spirit Cast 1,80 m (WG 5 bis 12 Gramm / Gewicht: 136 Gramm): Die leichte Urban Cast ist eine echte Spaßflitsche mit der man wirklich kleine Köder werfen kann (wenn man’s raushat). Die Rute lädt sich super auf und schlenzt auch kleine Wobbler ordentlich hinaus. Für den schmalen Taler ist sie jedenfalls ein Sahnestöckchen – auch wenn sie eine kleine Schwäche aufweist. Und zwar halten die Spitzenringe die Schnur im Drill nicht konstant vom Blank, was ich beim Angeln noch nie als störend empfunden habe. (Um ganz ehrlich zu sein, habe ich es nicht mal bemerkt…)

Berkley Urban Spirit Cast 1,90 m (WG 7 bis 28 Gramm / Gewicht 144 Gramm): Nur unwesentlich schwerer als die kleine Schwester, dafür aber mit etwas mehr Wumms. Im Verhältnis zu den Ripple Casts oder den Oren’Ji Casts aber eher weich. Genial zum Texas-Rig-Fischen.

Ausstattung:

– Blank aus IM 7 Carbon
– FUJI Alcolite Ringe
– Teleskopierbares Handteil

Specials:

– Neopren Futteral
– Schnurknipser mit Ösenstecher am Maßband


Berkley Pulse

Die Pulse-Serie umfasst eine ganze Batterie leichter bis mittlerer Spinnruten (7 Spin-Versionen und 2 Cast-Varianten). Darunter ganz feine Modelle wie die 1,83er (WG 2 bis 8 Gramm) und richtige kleine Prügel wie die 2,40er (WG 15 bis 50 Gramm). Die Attribute wiederholen sich. Aber es gibt ja auch nicht so viele Alternativen zu „straff“, „schnell“ oder „leicht“. Und diese Attribute machen die meisten der hier beschriebenen Berkley- und Abu-Ruten nun mal aus.

Pulse Spin 1,83 (WG 2 bis 8 Gramm): Die ultraleichte Pulse ist die weichste in ihrer Familie. Sie fungiert bei meinem Kumpel Jochen als „Aufklärer“. Mit einem kleinen Köder am DS-System schaut er damit erst mal nach, ob überhaupt Barsche am Platz sind. Natürlich meistert sie auch große Fische. Aber zum gezielten Dickbarschangeln ist sie etwas zu weich. (Sie ist etwas härter als die Skeletor 2,10 bis 12 Gramm.)

Pulse Spin / Cast 1,90 m (WG 5 bis 20 Gramm / Gewicht: 101 bzw. 98 Gramm): Egal ob als Spin oder als Cast-Version. Bei beiden handelt es sich um feine Allround-Barschruten. Sie sind nicht ganz so schnell wie die Ripple Pros, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein. Ich hatte mit meiner Castrute letzte Saison jedenfalls eine Menge Spaß und habe mich mit ihr an die kleinen Köder herangetastet.

Ausstattung:

– Blank aus IM7 Carbon
– Fuji Alconite-Ringe
– High-Grade EVA-Griff


Berkley Riple Pro

Die Ripple Pro-Serie ist der Nachfolger der sagenumwobenen Ripples, von denen nur einige wenige handgefertigte Modelle im Umlauf waren. Das bekannte französische Berkley-Profi-Team (Even/Legendre) war unter den wenigen Auserwählten. Zusammen mit den Berkley-Rutenbauern haben beiden Cracks den Prototyp noch einmal verbessert. Herausgekommen ist eine schicke Serie pechschwarzer Power-Ruten mit einem salmandergelben Strich auf dem Rücken, der dafür sorgt, dass man die Rutenspitze immer gut im Blick hat, in erster Linie aber auch ganz schön sportlich daherkommt. Und das passt dann auch zur Aktion. Wieder handelt es sich um straffe und leichte Ruten mit einer Menge Power, bei denen man das Wurfgewicht voll ausreizen kann. Das Einsatzgebiet reicht vom ultraleichten bis mittleren Spinnfischen. Achtung: Eine gute Nachricht für alle Liebhaber einer ungeteilten Aktion – die meisten Ripple Pros sind einteilig!

Ripple Pro Cast 1,90 (WG 5 bis 21 Gramm / Gewicht: 127 Gramm): Diese Version ist straff, hart, leicht, sensibel, lädt sich schön auf. Ideal um auch mal ein schwereres Texas-Rig zu fischen. Oder mit einem kompakten und schweren Barsch-Spinnerbait (ich nehme natürlich einen Helikopter Snap und einen 15 Gramm-Jigkopf plus Aggronizer) im Tiefen nach den Barschen zu suchen.

Ripple Pro Cast 2,20 (WG 20 bis 80 Gramm / Gewicht 168 Gramm): Die zweiteilige Rute hat die Aktion eines Besens und ist für große Spinnerbaits, Crankbaits usw. gedacht. Und wer weiß – vielleicht braucht man mal eine glasharte Baitcaster zum Schwarzbarsch-Angeln.

Ausstattung:

– Blank aus IM7 Carbon
– High-Grade EVA-Griffe
– Fuji Alconite-Beringung
– HVC (High Visibility Concept)
– Fuji Rollenhalter
– Ausbalancierte Endekappe mit Wechelgewichten

Berkley Signa Pike 2,65 m (WG 20 bis 65 Gramm / Gewicht: 198 Gramm): Die absolute “Mehrzweckwaffe“. Mit ihr habe ich schon am Boden auf Zander und Hecht geangelt, sie war mit an der Küste vor Mexiko, hat Hornhechte dressiert, Rapfen gebändigt und andere nehmen sie zum Mefo-Angeln. Die Pike ist in der Spitze ein bisschen weicher als die meisten anderen aufgeführten Ruten. Für jemand, der ganz schwere Köder zackig jiggen will, ist sie also eher nichts. Wer aber viel mit Ködern bis 25 Gramm angelt und schwerere Köder eh faulenzt, ist sie eine Bomben-Alternative zu den Fantasitas oder Rocksweepers. Dadurch dass der Griff nicht weit über den Ellbogen herausschaut, gewinnt die Rute übrigens ein bisschen an Länge.


Ausstattung:

– Blank aus IM6 Carbon
– SSGS-Beringung

Berkley Selection Pike Spin 2,60 m (WG 150 bis 200 Gramm / Gewicht 321 Gramm): Der Brutalo unter den Hechtprügeln. Stichwort „Terror-Besen“. Viel mehr gibt’s da nicht zu sagen.

Ausstattung:

– Blank aus IM6 Carbon
– SSGS Stainless Steel Guide System
– Ergonomischer Gigh-Grade Gummi/Kork-Griff

Diese Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Natürlich gibt’s noch mehr Berkley- und Abu-Ruten. Aber man kann ja nicht alles fischen. Ich bin mir aber sicher, dass ihr fehlende Infos im Forum abfragen könnt!

Kategorien: Tackle-Tipps

Kommentare

  1. Percarius
    Percarius 14 April, 2010, 18:51

    Danke dir, sehr informativer Überblick !

  2. soulwarrior
    soulwarrior 14 April, 2010, 22:13

    Sieht sehr gut, schön zu sehen wie sich die Baitcaster von Berkley und Co bei euch durchgesetzt haben ;). Die Ripple pro schaut hot aus, hoffe ich kann sie die Tage mal begrabbeln irgendwo, bei uns führt die keiner ;(. Da die Pulse nicht ganz so schnell ist, kann man sagen die Pulse is eher reg/fast und die ripple fast ?

    grüße

  3. Joern
    Joern 14 April, 2010, 22:34

    Super Bericht von dir!
    Vielen Dank.

  4. Havelschreck
    Havelschreck 15 April, 2010, 17:45

    Wirklich schöner Bericht,vor allem endlich mal jemand ,der zu den Stöckchen,wofür er wirbt,mal was wirklich aussagekräftiges von sich gibt 😀 Dankeschön 😀

  5. Imo1
    Imo1 15 April, 2010, 20:16

    Hallo Johannes, ist die Fantasista Yabai in der alten Version noch zu bekommen?
    Oder nur noch die neue mit dem Skeletor Rollenhalter?

    Gruß

    Imo

  6. Petermännchen
    Petermännchen 16 April, 2010, 10:08

    hab mir auch gerade die Fantasista Yabai / Orenji 1,83 m Cast zugelegt, super Rute…! 😀
    Ich vermisse blos einen Einhänger für die Haken, die gibt es, glaub ich, auch zum nachrüsten von Fuji, weiss einer von euch wo ich die herbekomme?

  7. Toarm
    Toarm 16 April, 2010, 10:58

    Ich denke meinst diese hier…

    gibts für 5er

  8. leozinho
    leozinho 16 April, 2010, 22:31

    was für ein propaganda werbebeitrag.

    aber schön geschrieben.

  9. buebue
    buebue 18 April, 2010, 18:42

    naja, ich denke, dass er schon ziemlich genau seine eindrücke wiedergibt…
    dass des propaganda ist, steht außer frage, er fischt nun mal nur purefishingprodukte, und das weil er die gut findet…
    warum sollte er dann was schlechtes schreiben, oder über was anderes^^

  10. dietel
    dietel 19 April, 2010, 12:56

    es ist nunmal so: ich bin team-angler bei pure fishing. ich koordiniere für die firma das berkley-raubfisch-team und bin gut integriert in die firma. ich glaube, dass ich einer derjenigen bin, die das ruten-programm am besten kennen – das ist ja auch teil meines jobs. ich fungiere u.a. als mittler zwischen hersteller und anglerschaft. dass die firma nichts dagegen hat, wenn ich hier einen solchen bericht einstelle, ist klar. auf der anderen seite stecken hier für den einen oder anderen sicher ein paar infos drin, die er so kompakt woanders nicht angeboten bekommt. ist ja jetzt auch nicht so, dass ich das komplette rutenprogramm hype. ich hab mich nur aufs beste konzentriert. ist halt ne menge. war aber auch ne menge arbeit, die ganzen daten rauszusuchen und rauszuschreiben.

    und wie so oft gilt ja auch hier: wers nicht lesen will, kanns einfach ignorieren…

  11. leozinho
    leozinho 19 April, 2010, 21:36

    😉 hey, ist doch vollkommen okay.

  12. BarschCjay
    BarschCjay 23 April, 2010, 16:18

    Hoi Leute!
    mal ne frage, was für eine Schnur ist auf dem 3ten Bild zu sehen ?
    ist das ne Spiderwire ultracast?
    hab jetzt bei einiges leuten schon diese gelbe schnur gesehen!
    würd gerne wissen welche das ist 🙂

  13. Stuhlgang
    Stuhlgang 26 April, 2010, 14:39

    echt super Bericht die urban spirit is schon in meiner sammlung 😀

  14. dietel
    dietel 30 April, 2010, 09:24

    ist ne spiderwire ultracast. fischen die meisten berkley-angler auf ihren baitcastern…

  15. Fischermann-mm
    Fischermann-mm 2 Mai, 2010, 17:25

    Danke für diesen ausführlichen Bericht, hat mir meine Kaufentscheidung untermauert !! Habe aber trotzdem noch eine Frage: welche Rolle würdest du auf die Rockweeper 2,44 geben?

  16. dietel
    dietel 4 Mai, 2010, 11:43

    ich hab ne mitchel mag pro light 1000 dran und bin zufrieden. passt mir gut so. schön leicht alles. nimm einfach eine mittlere stationärrolle. das passt dann schon. viel spaß damit.
    j

  17. Fischermann-mm
    Fischermann-mm 4 Mai, 2010, 19:21

    Danke, Gruß Roland

  18. Misfits
    Misfits 22 Juni, 2010, 08:07

    Skeletor II 2,40 m (WG 15 bis 40 Gramm / Gewicht: 174 Gramm)

    ist das nicht bissel grob fürs Barsch angeln ?

    bis 40 gramm da merkt doch keine kleinen Barsche mehr oder ?

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