Schweden 2019 – Protokoll eines Angelabenteuers

Schweden 2019 – Protokoll eines Angelabenteuers

Einleitung: Es ist Juni, Sonntagabend um genau zu sein. Ich sitze im ICE nach Hamburg und starre aus dem Fenster. Dieses blöde gegurke nervt allmählich.. war auch so ganz schön viel Stress in letzter Zeit, Sonntags 4-6 Stunden hin fahren, die Woche über büffeln und Freitags wieder 4-6 Stunden zurück dazu noch ein Haufen organisatorischer Käse, und die Wochenenden sind eh immer verplant. Ein Glück bald ist Juli da hab ich Urlaub und dann gehts nach Schweden…. Schweden? SCHWEDEN!!! Scheisse wir wollten doch schon vor Wochen nach einem geeigneten Gewässer Ausschau halten aber irgendwie waren wir beide so eingespannt, dass sich das nicht ergeben hat. Fuck, das ist ja schon in 4 Wochen..

Verdammt, jetzt setz ich mich aber ran, hab eh nix zu tun, ein Glück hat der ICE WLAN…

Ich öffne mir über Google Maps die Schwedenkarte. Wir haben kein bestimmtes Ziel. Wir suchen auch kein Haus. Unser Plan ist wie schon die letzten Jahre mit Boot, Zelt, Schlafsack und nem ganzen Haufen Tackle an ein unbekanntes Gewässer zu fahren, möglichst abgelegen und mit hoffentlich gutem Barschbestand. Nun hat Schweden aber soviele Gewässer das dass mit dem Barschbestand nicht ganz so leicht zu recherchieren ist, und an einen im Angeljournal empfohlenen „Touristensee“ haben wir kein Interesse. Einzige Möglichkeit- über Google Maps eine Fläche suchen die sehr grün, also wenig bebaut ist,an der ein abgeschiedener See liegt, am besten mit einem kleinen Flüsschen sodass wir wenigstens einen idyllischen Lagerplatz haben. Das mit den Barschen wird dann wiedermal Glück. Obwohl ich schon drauf achte das der See ein wenig Struktur hat, auf eine 50m tiefe Badewanne haben wir beide auch keine Lust. Glücklicherweise lässt sich wenigstens die Gewässertiefe meistens dann doch recherchieren..

Ich scrolle also verloren auf der Karte umher und spiele mit dem Maßstab herum. Der See sollte nicht zu klein sein, sodass auch ein bisschen Potenzial vorhanden ist aber wiederum auch nicht zu groß unser Anka muss ja da auch noch mitspielen.. optimal wäre was um die 3km Länge.. gar nicht so einfach.. am besten ich ziehe mir nochmal zum Vergleich den See der letzten Tour zu rate. Dieser liegt im Värmland, genau genommen an der norwegischen Grenze im Glaskogen ,einem großen Naturreservat, wirklich eine schöne Gegend dort. Der letzte Urlaub war schon genial… So ein geiles Gebiet, alles grün.. ich gucke mir die Karte nochmal an, und auf einmal sehe ich etwas interessantes.

Ein See, um die 3km lang, keine vorbei führenden Straßen aber dafür 3 Wege von denen 2 am See enden, keine Grundstücke zu sehen, mehrere kleine Zu- und Abflüsse, viele Inseln, ein vermutlich großes Flachwasser areal, eine 100m lange Landzunge die sich unter Wasser fortzusetzen scheint, dazu ein riesiges Seerosenfeld das ich selbst auf dem Satellitenbild erkenne!

So jetzt ruhig Blut, soweit warst du schon 2-3mal.. erstmal Google fragen.. ich finde einen kleinen Wikipedia Eintrag und ein schwedisches Gewässer Verzeichnis. Der See heißt Furuvattnet, was übersetzt das „Kiefernwasser“ bedeutet. Hört sich schonmal cool an. Beide geben eine Gewässertiefe zwischen 10-15m an. Der kleine Fluss oben an einem der Wege ist wohl 7km lang und hat einen ökologisch relevanten Status, was auch immer das heißen mag…,. perfekt, vllt können wir ja sogar mal einen Tag auf Forellenpirsch gehn und Krebse fangen so wie letztes Jahr (gekochte Flusskrebse auf Toast sind ein Genuss). Ach Gott, jetzt hab ich soviel im Glaskogen umher gesucht und gar nicht gemerkt das dieser See der direkte Nachbar unseres letzten Sees ist.. na umso besser, falls da dann doch alles Scheiße ist können wir mit Sicherheit an unseren anderen See ausweichen, da wissen wir ja das es geil ist.

Sauber!! Das sieht sehr gut aus, einziger Nachteil: das Flüsschen liegt am Ende des Sees hinter dem Flachwasserabteil, wenn wir dort lagern und zur Landzunge und den Seerosen wollen müssen wir schon ein bisschen Wegezeit einrechnen.. Egal das passt schon. Paket fertig schnüren und Rästja die Daten schicken, mal sehn was der Strolch dazu sagt…

Die Antwort kommt prompt: „Wo hast du den denn Bitte ausgegraben:hearteyes::smiley:?!?!!!?!!?????!?!!?“

Die Sache ist also geritzt, Fähre buchen und raus hier, aus den Neue Welt Problemen.

Tag 1: Die Ankunft

Nun ist es also soweit. Wir sitzen auf der Fähre, gönnen uns ein kleines Bier und schauen aufs Meer hinaus. Noch 4 Stunden und wir verlassen das Schiff in Richtung Wildnis.

Ich hatte die Tage vorher schon frei, naja, „frei“, Listen schreiben, Zeug packen, Essensplanung für 10 Tage Busch, diverses anderes Zeugs zusammen suchen und am schlimmsten: Angelzeug packen. Es darf nichts fehlen, vom Popper zur Drop Shot Larve muss alles in mehrfacher Ausführung vorhanden sein. Wir wissen ja schließlich nicht was uns erwartet also muss auch alles mögliche dabei sein. Dasselbe mit unseren Gebrauchsgegenständen, fehlt etwas kann das ganz schnell lästig werden da draußen. Wir haben einen großen 30l Kanister Trinkwasser dabei, zum waschen, Zähne putzen, Kaffee kochen etc. Eine große Kühlbox, die ist dann für 10 Tage unser Kühlschrank, das funktioniert nur wenn diese randvoll gepackt wird mit z.B. eingefrorenen Wasserflaschen/ Brötchen/ Brot/ Grillfleisch und der ein oder anderen Bratwurst. Solange nicht zu viel Luft in der Box ist hält diese kühl und wir können sogar Wurst mitnehmen. Dazu haben wir natürlich noch Kartoffeln, Gemüse, Dosensuppen, Leberwurst und andere haltbare Sachen dabei. Ein großes Karpfenzelt das die Unwetter abhält, beim ersten Trip mussten wir einen Tag früher nach Hause weil unser damals einfaches Zelt komplett durch und alle Klamotten nass waren. Der Campingkocher mit Ersatz Gaskartuschen, einen kleinen Kugelgrill der auch als Feuerschale nutzbar ist und natürlich unser Boot. Dieses Jahr fahren wir das erste mal mit Bootstrailer statt Anhänger. Ich habe eine große LKW Plane besorgt, welche extra gebaut wurde um einen Anka 4 abzudecken, so können wir das ganze Boot mit Schlafsäcken, Zelt, Liegen etc beladen ohne die Ladungssicherung zu vernachlässigen. Irgendwann hatte auch Rästja die letzte Prüfung geschrieben und kam von Berlin angedüst. Ein letzter Abend und am nächsten Tag haben wir schon alles beladen und uns pünktlich auf den Weg zur Nachtfähre gemacht. 23.00 haben wir abgelegt und um 3:15 werden wir in Trelleborg ankommen.

Zeit noch ein wenig zu Schlafen.

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Viel geschlafen haben wir allerdings nicht als es morgens langsam unruhig wird und die Ansage ertönt „Kfz Fahrer bitte zu Ihren Fahrzeugen“. Ist uns allerdings auch egal endlich raus auf die Piste. Die Fahrt durch Schweden ist schon immer ein Genuss. So fahren wir noch im dunkeln von der Fähre, und freuen uns auf den Sonnenaufgang.

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Wir kommen gut voran, nach 2-3 Stunden machen wir eine Frühstückspause an einem See. Gestärkt und mit einem frischen auf dem Campingkocher gebrauten Kaffee gehts dann weiter. Ab hier wird die Landschaft nur noch schöner. Für die, die noch nicht Schweden waren, kann man es wie folgt beschreiben: die ersten km sieht es noch so ähnlich aus wie bei uns, ein paar Felder hier, ein paar Häuser da. Irgendwann führt die Straße dann in einen Wald, und aus dem Fährt man nicht mehr raus.. ganz Schweden scheint aus einem Wald zu bestehen. Nur unterbrochen von kleinen Dörfern, Wiesen und der ein oder anderen Stadt. Nach 7 stündiger Fahrt erreichen wir Arjäng. Wir suchen die Touristinfo auf und besorgen uns die notwendige Fiskekort. Die Aufregung brennt jetzt in uns, allerdings nicht so heiß wie die Sonne.. Das Thermometer zeigt 32°C. Das wird noch sehr schweißtreibend alles abzuladen und aufzubauen…

Egal gleich ist es geschafft, nur noch 8km und wir sind endlich da.. Wie lang nur 8km werden können… Wir verlassen die Hauptstraße und biegen in den Waldweg ein. Die Fahrt ist nicht einfach, Schotterstraße und nur Berg- und Talfahrten, mit voll gepacktem Auto + Bootstrailer. Wir fahren immer sachte den Weg entlang, jetzt kommt die Abbiegung nach rechts in einen noch kleineren Waldweg. So ähnlich wird auch der Weg aussehen in den wir rein wollen, nur einer davon führt zum See. Oh Gott was war das denn grade? Da stand doch ein Durchfahrtsverbots Schild?!! Ruhig bleiben wir müssen ja noch ein paar km weiter. Aber auch die nächsten abbiegenden Waldwege sind mit diesen Schildern bestückt. Mir wird schlecht.. so ein Mist sollten wir wirklich so kurz vorm Ziel, an den letzten Metern vor dem See scheitern?

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Wir erreichen die letzte Kuppe, dahinter müssen wir rechts ab.. Jackpott da steht ni…. Doch da steht auch son blödes Schild. Ratlos steigen wir aus und holen erstmal Luft. Was steht da überhaupt drauf? Internet ist schlecht.. Pass auf wir lassen das Auto hier stehen und laufen erstmal runter zum See. Vllt ist ja unterwegs wieder Empfang, und unten angekommen können wir uns wenigstens mal ein Bild von dem Gewässer machen. Wir laufen los, die Sonne brennt, aber sind ja nur 2km…

Rästja müht sich derzeit ab Empfang zu bekommen. Auf einer kleinen Lichtung haben wir Glück, auf dem Schild steht etwas in der Art wie „Durchfahren nur erlaubt mit gültiger Lizenz“. Hm ist eine Fiskekort nun eine gültige Lizenz?

Wir beschließen nochmal in der Touristinfo anzurufen. Die Dame ist zwar hilfsbereit, kann damit aber auch nicht recht was anfangen.. „fragt einfach einen Anwohner, und wenn der nix sagt ist es OK“. Haha hier sind ja auch so viele Leute.. zum nächsten Nachbarn fahren und nachfragen fällt auch aus, wer weiß ob der überhaupt versteht was wir von ihm wollen. Jetzt erstmal runter zum See, wir entscheiden danach.

Unterwegs weiter runter sehen wir noch einen Leckstein (Jäger stellen manchmal Salzsteine auf um Wild anzulocken, das Wild bekommt dort wertvolle Mineralsalze, und der Jäger evtl mehr Wild in seinem Revier und einen Braten in der Gefriertruhe). Daneben fällt uns etwas auf, unweit des Salzsteins ist etwas großes schweres durch den leicht feuchten Boden getrottet. Zweifellos ein Elch!!! Geil!! Das wär ja was mal nen Elch zu sehen. Wir waren schon mehrmals in Schweden aber haben erst einmal einen beim vorbei fahren gesehen. Spuren dagegen haben wir schon öfter gefunden. Diese hier ist definitv frisch. Na mal schauen, ein Elch wär schon was, auf einen Bären hingegen können wir auch gerne verzichten. Das Värmland ist als Wolf und Bärengebiet bekannt.

Wir haben es fast geschafft, hinter den Bäumen fängt langsam an Wasser hindurch zu schimmern… Wir sind da. Erster Eindruck? Flacher Sumpf, viele Steine, ein- zwei Inseln. Das ist also das Flachwasserabteil.. Ein alter Angelkahn liegt schonmal da, Fische gibts wohl, einen kleinen Barsch konnte ich auch sehen. Aber als Lagerplatz? Erstmal nicht so berauschend.. los weiter, da vorn soll der kleine Fluss sein. Wir gehen um die nächse Kurve und ja defintiv das hab ich auf der Karte gesehen… nur ist hier kein Fluss.. Zweifellos war hier mal ein kleiner Bach aber der wurde zugeschüttet mit Schutt, als Waldweg für die Forstwirtschaft. Soviel zum Thema ökologisch bedeutender Status…. Vllt haben sie auch unterirdisch ein großes Rohr gelegt und der Fluss läuft nur ein paar Meter unter der Erde bevor er ans Tageslicht kommt, für uns allerdings irrelevant, das wars mit dem idyllischen Lagerplatz.

Wir kühlen unsere Füße im See und schmeißen uns ein paar Hände Wasser ins Gesicht. Und Nu?

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Der Lagerplatz ist nicht berauschend, der Weg dahin evtl. verboten, und dafür den langen Weg durchs Flachwasserarreal auf uns nehmen bis wir endlich beim großen Abteil sind? Wer weiß ob wir da überhaupt durchkommen würden, es ist zu sehen das der See gut Wasser verloren hat..

Fällt aus, wir fahren jetzt zurück und zu Lagerplatz Nr. 2. Der befindet sich mittig des großen Sees und somit unweit der vermeintlichen Hotspots. Die Sonne brennt erbarmungslos auf uns nieder während wir uns an den Aufstieg zurück zum Auto machen.

Wir sitzen wieder im Auto, ich jongliere mit dem Trailer auf der engen Straße umher um zu drehen. Jetzt den ganzen Weg wieder zurück zur Hauptstraße. So verlassen wir irgendwann den Wald und erreichen die Hauptstraße. Wenige km weiter biegen wir wieder ein, fahren zwischen ein paar abgelegen Häuschen hindurch, einen steilen Berg hinauf und erreichen den Wald. Die Waldweg ist hier viel schlechter als der letzte. Am Rand steht ein altes Auto mit aufgebrochenen Fenstern.. auf der anderenSeite eine große alte Scheune mit noch mehr Schrott, sieht aus wie in nem schlechten Horrorfilm. Oh man was treiben wir hier eigentlich schon wieder?

Der Weg wird immer enger und schlechter, er besteht teilweise nur aus lose angehäuften Schottersteinchen- nix mit verdichtet. Eine Kurve jagt die nächste und eine Kuppe die nächste. Wie weit müssen wir denn noch? Das willst du noch nicht wissen erwidert Rästja kopfschüttelnd.. noch 6,8km… Ich fahre weiter , immer unter Anspannung, die Hügel sind klein aber habens in sich..

Jetzt ist es nicht mehr viel sagt Rästja 10min später. Wie weit noch 1,5? Nee 3,6.. Wir fahren eine der Kuppen hinunter, oh man der nächste Hügel hat es in sich und liegt auch noch in einer kleinen Kurve, ich nehme Anlauf um mit dem Gespann genug Anlauf zu haben. Der Untergrund wechselt schon wieder auf diesen ekligen losen Schotter und der Hügel wird immer steiler.

Plötzlich ist es soweit, auf 2/3 des Hügels ist Schluss, die Räder drehen durch, da rutschen wir auch schon mit Trailer und Auto den Hügel hinunter links neben uns ist eine Böschung ich lenke voll dagegen aber habe keinen Einfluss mehr auf das Gespann. Kurz vor der Böschung bekomme ich das Gespann zum stehen, Handbremse rein durchpusten. Wir sind beide Kreideweiß, noch immer stehen wir mitten auf dem Hügel, ich versuche vorsichtig gegen zu lenken um den Trailer von der Böschung zu entfernen- wir rutschen wieder keine Chance. Handbremse wieder rein. Ich gucke Rästja an, wir müssen den Trailer abspannen das wird so nichts. Scheisse den müssen wir komplett abladen den Halten wir doch nie.. Doch hab Vertrauen wir versuchens mal. Ich spanne den Trailer ab und wir beide hängen uns voll rein gegen den voll beladenen Trailer, ich lenke, wir haben keinen Halt, der Schotter ist zu lose, alles geht sehr schnell. Wir haben es geschafft der Trailer steht unten, das Auto oben. RÄSTJA ist weggerutscht, unter den Trailer gekommen und hat einen faustgroßen blauen Fleck davon getragen.

Puh, wir drehen den Trailer im Gebüsch und stellen ihn dann ab. Ich jongliere das Auto rückwärts den Berg hinunter, wir kommen gerade so am Trailer vorbei. Nur drehen kann ich hier nicht, ich muss also auch die letzte Kuppe rückwärts hoch…. das klappt zum Glück. Oben kann ich das Auto drehen, also die Kuppe wieder rückwärts hinunter… wir spannen den Trailer an und fahren ohne ein Wort den Weg zurück. An der ersten Gelgenheit halte ich an einer kleinen Lichtung. Aussteigen, durchatmen. Ich drehe mir eine Zigarette.

„Alter was war das denn eben für eine Scheisse?“ „keine Ahnung bloß weg hier, ich mach 3 Kreuze wenn wir wieder auf der Hauptstraße sind“

Schlechte Wege kennen wir schon und waren auch darauf eingestellt aber das war dann doch ganz schön heftig. „Überleg mal wir wären hier die Böschung runter gefallen..“

„Was machen wir jetzt? Die dritte Stelle ausprobieren?“ „Ne man, das hieße nochmal ne Stunde auf unbekannten Waldwegen.. Wir fahren zurück zur ersten Stelle, für heute reichts mit Action!!“ „Und was machen wir wegen dem Schild?“ „Ach egal, es scheint ja nicht ausdrücklich Verboten zu sein ihn zu befahren, außerdem fährt da sowieso keiner rein. Wenn wir Strafe zahlen müssen dann ist es so, besser als nochmal sone Tour. Der Weg da runter war auch definitv befahrbar den sind wir ja schon abgelaufen…“ „Aber kannst du glauben, nach dem ganzen Mist hier, das muss sich einfach lohnen, mehraufwand lohnt sich immer…“

Wir steigen ins Auto und fahren wieder alles zurück. Um 11.00 waren wir im wenige km entfernten Arjäng, als wir den Lagerplatz unten am See erreichen ist es schon 14.00..

Wir springen kurz ins Wasser, erstmal runter kühlen. Wir sind beide komplett durchgeschwitzt. Danach beginnen wir alles abzuladen, das Zelt aufzubauen, Schlafplätze einrichten und schlussendlich das Boot aufzutacklen. Irgendwann ist alles geschafft, das Echolot erwacht zum leben und wir stoßen uns vom Ufer ab – ein Meilenstein…

Beim Baden haben wir schon gemerkt das dass „Flachwasserabteil“ keineswegs flach ist. Das Echolot zeigt direkt hinter den Seerosen 8m Tiefe an.. aber wir haben keine Zeit uns jetzt mit dem kleinen See hier zu beschäftigen, wir müssen auf den großen Pütten und erstmal sehen ob wir da überhaupt hin kommen. Und ob hier überhaupt Barsche drin sind die es lohnt zu befischen. Die enge Stelle die ich auf der Karte gesehen habe und die es gilt zu passieren, taufen wir das „Nadelöhr“.

Der Weg dahin ist noch weit, wir können nur Rudern, auf der anderne Seite des kleinen Sees ist alles verdammt flach und überall sind Steine, wenn wir da auffahren hat sich das mit dem Motor erledigt. Rästja rudert, ich halte die Umgebung und das Echolot im Auge, die Bremsen sind kurz davor uns aufzufressen.

Wir erreichen das Nadelöhr, der Name ist Programm!! Ein sehr schmaler Durchgang durch den unser Anker aber auch gerade so durchzupassen scheint. Randvoll mit großen und kleinen Felsen. Wir stoßen 2-3 mal sachte an aber wir kommen durch. Geschafft!! Sehr geil wir kommen zum großen Abteil, es geht doch wenigstens nicht alles schief.

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RÄSTJA durchrudert das Nadelöhr, wir erreichen eine Flachwasserzone, 20cm tief voll mit Gräsern und Seerosen. Ich schaue mir die Gegend an, der Wald setzt für ein paar hundert meter aus und geht in eine Gras- Sumpflandschaft über.. man sieht das genial aus, so uhrig..

Alter halt mal an, ich glaube da vorne steht ein Elch… Was?!?!? Wir flüstern nur. Die 2 großen schwarzen Steine die ich schon ein paar Momente im Blick habe bewegen sich langsam. Als ich RÄSTJA anspreche hebt das Tier gerade den Kopf hoch und die Steine entpuppen sich als großer Buckel. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, so sieht kein Stein aus aber ich wollte die Enttäuschung gering halten. Der Wind steht günstig, der Elch bemerkt uns nicht senkt den Kopf zurück in die Grasmatte und frisst weiter.

Wir sind baff, hier stehen wir nun, mitten in Schweden, irgendwo in der Wildnis und 200m vor uns eines der beeindruckensten Tiere Europas.. Wir halten inne, lassen den Moment auf uns wirken, unbeschreiblich. Ich habe ein kleines Fernglas dabei, wir beobachten das Tier abwechselnd als RÄSTJA die Idee hat ein Foto druch Fernglas zu machen. Hätte ich nicht für möglich gehalten aber es klappt!!

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Wir beginnen langsam dichter zu rudern, RÄSTJA rudert ich versuche ein brauchbares Foto zu machen und sage ihm Bescheid wann das Tier den Kopf hebt und wir kurz Pause machen müssen um nicht entdeckt zu werden. Nach etwa 20min des beobachtens und ran tastens, wir sind mittlerweile auf hundert Metern dicht ran gekommen, bemerkt uns die Elchkuh. Sie dreht sich um und läuft erst langsam, dann ein wenig zügiger in Richtung Wald davon.

Was für ein Tag, freut und leid liegen oft so dicht nebeneinander… Wir durchrudern die nächsten Flachwasserbereiche, es sind noch einige 100m zum großen Abteil. Alle Anstrengung ist auf einmal vergessen, das Erlebnis nimmt uns keiner mehr. Wir sind aufgeregt als wir endlich die große weite des Sees vor uns sehen. Und endlich sind wir da. Der See sieht Hammer aus!!

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Wir kommen genau am ersten vermeintlichen Hotspot raus, dem riesigen Seerosenfeld. Auf unserer letzten Schwedentour waren diese großen Seerosenfelder der Bringer schlechthin. Mit Würmern und Krebschen am DS Rig haben wir gute Barsche gefangen, nur die 40 konnten wir leider nicht knacken. Wir stellen uns mitten rein. Das Wasser ist aber mit 1,5-2,0m etwas zu flach. Wir suchen mit der UL und einem kleinen Wobble Shad die Lücken ab. Wenn hier Barsch drin steht werden wir ihn finden. Aber nichts passiert, nicht mal ein kleiner Hecht. Also erstmal Fehlanzeige, krass das in diesem riesigen Vegetationsfeld kein Fisch steht. Weiter gehts zur Landzung, diese ist nur wenige hundert Meter entfernt. Wir rudern ins tiefere Wasser und können endlich den Motor benutzen.

Aber auch an der Landzunge macht sich Ernüchterung breit, alles rundherum ist flach und keine steile Kante. Ok so leicht wirds wohl doch nicht. Wir fahren weiter raus, auf 4m Tiefe. Ich beobachte das Echolot und entdecke einen kleinen Fischschwarm, wir ankern. Mal sehn ob was kommt. Wir lassen unsere Jigs die Kante hinunter hüpfen und können auch 2-3 kleine Barsche überlisten. Sonst passiert nichts.

Der Fall ist wohl klar, wir müssen heute Strecke machen, hier sind noch soviele Inseln und sicher auch Struktur, wir müssen die Unterstände finden! Bevor wir los fahren probiere ich nocht etwas, eine 3″ WS am überbleiten Jig. Schnelles suchen und vllt mögen sie das ja lieber als eine moderate Absinkphase. Auch da nichts, ich drehe mich von der Kante weg und werfe ins offene Wasser, kurz vor dem Boot spüre ich einen aggressiven Ruck in der Rute, schnell den Kescher das ist ein guter Barsch!!! RÄSTJA keschert wie ein Wiesel und wir halten den ersten guten Barsch in den Händen, der Jubel ist groß. „Alter wie geil ist das denn? Hier sind wirklich gute Barsche drin wir können hier bleiben und müssen keinen anderen See aufsuchen!!!

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Mittlerweile ist es 18.00. Der Wind kommt gut, wir lassen uns mit dem Driftsack die Landzunge auf etwa 4-5m Tiefe zurück driften. Den WS lasse ich erstmal dran. Wieder ein Ruck in der Rutenspitze- der Anhieb sitzt und schon liegt der zweite 30er im Boot! Wir sind hin und weg. Das dieser Tag sich noch so dreht? Damit haben wir nicht mehr gerechnet.

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Aber die Drift geht noch weiter, der Wind frischt etwas auf und ich wechsele den WS gegen einen Lipless Crank, 3 Würfe später habe ich die nächste Attacke aber der Fisch bleibt leider nicht hängen. Wir erbeuten noch ein paar Kleinbarsche dann ist die Drift vorbei. Ein bisschen Zeit haben wir noch, wir beobachten unsere Umgebung und entdecken in etwas Entfernung Kleinfische an der Oberfläche vor einem großen Stein. Besser als gar kein Anhaltspunkt, also los. Vor dem Stein ist gut was los, die Kleinfische steigen wie verrückt. Mit einem Popper erwischen wir noch 2-3 Kleinbarscche. Ich klinke wieder den WS ein suche den Grund ab, vor dem Stein ist es sehr flach, danach wird es schnell tiefer. Die ersten Attacken von kleinen Barschen folgen schon beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche, ich schaffe es den Jig durch die Kleinbarsche zu führen und erreiche die Kante, der Jig fällt… noch ein Hüpfer und der Jig sinkt immer weiter ins tiefe…. Der nächste Ruck!!! Der Fich will unters Boot, ich drille ihn vom Ankerseil weg, da kommt er… Der dritte 30+ Barsch liegt im Kescher!! Was ist hier nur los??? Sind wir hier an nem Perch Pro Gewässer scherzen wir.

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Diesen Barsch entnehmen wir, heute Abend gibt es Barsch Filet. Wir suchen noch weiter nach Struktur aber die Dämmerung bricht herein. Feierabend für heute.

Glückselig fahren wir zurück ins Flachwasser und durchrudern den langen Weg zurück zum Zelt. Es ist schon spät. Ich mache ein kleines Feuer in unserer Grillfeuerschale und filetiere den Barsch. RÄSTJA schält Kartoffeln. Als das Feuer runter gebrannt ist legen wir die in Alufolie verpackten Kartoffeln in die Glut, auf dem Gaskocher koche ich Gemüse das ich danach in die Brotdose fülle damit es warm bleibt. Das Barschfilet habe ich in Stücke geschnitten, mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln gewürzt und brate es nun im Topf an.

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Es riecht köstlich. Alle Anstrengung ist vergessen aber wir sind jetzt platt. Nach dem Essen genehmigen wir uns noch eine Tasse Gin Tonic. Die Mücken fressen uns auf, reicht für heute, wir kriechen in die Schlafsäcke, morgen müssen wir erstmal Ausschlafen die Woche wird noch hart.

 

Tag 2: Der Sunny Hill

Um 9.00 wachen wir auf, schlafen hat gut getan, pardon, hätte gut getan…. Wir haben wohl gestern Abend zu lange das Zelt offen gelassen das sich dadurch in einen halben Zoo verwandelt hat. Wir waren um 12.00 im Schlafsack und ab da wurden wir von Mücken und Gnietzen erst richtig unter Beschuss genommen. Die kleinen lästigen Stechfliegen finden jede Lücke und wir suchen das Mückenspray vergebens. Nach 2 Stunden plagerei fallen wir endlich ins Koma.

Als ich mir einen Kaffe aufbrühe und wir draußen in der Sonne ein Marmeladenbrötchen frühstücken freuen wir uns fast über die Bremsen. Im Vergleich die angenehmsten Plagegeister. Mücken Platz 2 und Gnietzen Platz 1. Das Mückenspray das ich besorgt habe sowie das Zeug um Stiche zu behandeln blieben verschollen. Ich weiß heute noch nicht wo der Kram abgeblieben ist. Wir genießen die Sonne. Der heutige Tagesplan? Zuerst auf den kleinen See vor unserer Haustür, vllt ist ja hier auch gut Barsch drinne sodass wir nicht immer den langen Weg zum großen auf uns nehmen müssen. Danach aber definitv wieder zum großen, wir müssen heute Strecke machen und Spots suchen..

Nach einem erfrischenden Bad im See, das kühlen des zerstochenen Körpers tut gut, fühlen wir uns wieder halbwegs erfrischt. Schlaf war die letzten beiden Nächte Mangelware. Wir machen uns startklar und fahren auf den kleinen See. Auch dieser zeigt viel Struktur, ist aber zum größten Teil sehr morastig. Wir beangeln eine kleine Insel mit Steinen, vor der eine steile Kante ist, Seerosenfelder am Ufer, den Fuß der Tiefenbereiche.. bald sind wir komplett einmal rum aber was anderes als Mikrobarsche kriegen wir nicht zu Gesicht. . Gut es ist auch schon mittags, die Sonne brennt. Wenn man es wirklich drauf anlegen will muss man hier frühs oder abends angreifen. Uns fällt auf das vor dem vermeintlichen Flüsschen etwas Strömung herrscht, irgendwas haben die Schweden also doch gemacht um den Bach zu erhalten, Vllt schauen wir uns das die Woche nochmal genauer an aber jetzt erstmal Mittag, wir haben ja schließlich noch was vor heute.

Wir tauen eine Packung Bratwurst auf und heizen den Grill an. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg. Das Nadelöhr ist echt ätzend die Steine sind überall… Ich beobachte wieder die Wiese, keine Elche heute lachen wir. Die Stimmung ist bombig und auch die guten Bremsen können uns nicht schocken. Es riecht nach Sonnencreme, das Thermometer zeigt wieder 28°C. So langsam kommt Urlaubsstimmung auf als wir nur noch in Badehose den Eingang zum See passieren.

Das Garmin begrüßt mich mit einem freudigen Piepton und der Motor trägt uns über den See. Die automatische Kartenerstellung mit Quickdraw Contours ist ein Segen wenn man neue Gewässer erkundet. Es weht ein kräftiger Wind. Wir suchen den ganzen Tag, beangeln das Plateau an dem wir gestern 2 der 30er überlsiten konnten, tiefe Kanten, ein riesiges Seegrasfeld, ein paar der Inseln aber mehr als ein 29er Barsch von RÄSTJA kommt nicht dabei heraus. Ein bisschen Zeit haben wir noch. Gegen Abend wollen wir wieder zum Felsen an dem gestern die ganzen Kleinfische waren. Dieser liegt am Ostufer des Sees, genau genommen sieht das ganze Ostufer verdächtig aus, eine fast Durchweg steil abfallende Kante und das ganze Ufer voll Klamotten. Sieht ein bisschen aus wie Hannes seine Spanien Videos vom Mequinenza. Wir beschließen uns das Ostufer vorzunehmen, es ist schon 19.00. Ein sehr Hängerträchtiges Terrain. Mehrmals müssen wir uns aus den Steinen befreien. Bisse bleiben erstmal aus. RÄSTJA montiert einen 4″ Rockvibe Saturn am Jigkopf. Der alte Wurmspezi, damit ist er immer erfolgreicher als ich. So auch diesmal.. seine Rute krümmt sich, ich haste zum Kescher aber vergebens, der Fisch ist weg. Verdammt das wär er gewesen der erste gute Barsch. Ich springe auf den Zug des vermeintlichen Erfolgsköders auf aber es bringt nichts. Wir erreichen den großen Stein, die Kleinfische sind auch wieder am Start und noch verrückter als gestern.

Wir verankern das Boot und ich entscheide mich für einen 3″ Flash J am 5g Straight Jig Head. Der Wind hat aufgehört. Die langsame Präsentation scheint zu funktionieren, ich fange mehrere kleine Barsche. Als ich es dann doch ins Tiefwasser schaffe und der kleine No Action Shad langsam Richtung Grund sinkt gibt es einen leichten Zupfer, ich hebe die L-Rute an und weiß sofort das ist ein guter Barsch. Bäm auch heute haben wir einen knapp 30er erwischt! Also gleich nochmal, hier stehen garantiert noch mehr davon. 6min später kriege ich wieder einen Biss an der Kante, diesmal aber einen heftigen!!! Der Fisch geht sofort in die Bremse und die MSX biegt sich zum Halbkreis, der Fisch kommt nicht hoch und die dumpfen Schläge sagen mir das ist definitv ein 40er!!!!! Jetzt bloß nicht die Ruhe verlieren…! Aber es kommt was kommen musste, nach einer weiteren heftigen Flucht erschlafft die Schnur.. Der Fisch ist ausgeschlitzt. So ein Mist.. Ich bin am Boden zerstört.. es ist kurz vor 8. Ich mache eine kurze Pause. Scheisse, das wäre der ersehnte 40er gewesen.. Wer weiß ob wir noch einmal einen ans Band bekommen.. nach ein paar Minuten des Trauerns habe ich mich wieder bekobert. Flash J richten und weiter.. Ich lasse ihn wieder die tiefe Kante hinunter gleiten. Echt eine spannende Angelegenheit. Es sind nicht mehr als ein paar Minuten vergangen als ich wieder einen heftigen Einschlag bekomme. Wieder geht der Fisch in die Bremse, ich bin völlig überrascht damit hätte ich nie gerechnet- noch so ein Schiff!!! Der Fisch nimmt Schnur, geht unters Boot, kommt wieder vor, taucht wieder ab, wieder diese dumpfen Schläge… Dann kriegen wir ihn das erste Mal zu Gesicht, das ist kein 40+er, das ist ein 45+er… das Adrenalin kocht in uns hoch, RÄSTJA lauert mit dem Kescher, der Fisch wird müde und kommt hoch, als er wieder abtauchen will stellt RÄSTJA aber die Barschkelle in den Weg. Eingenetzt wir haben ihn!!!!! Wir jubeln und fallen uns in die Arme. Was ist hier nur los??? Ich bin mir sicher das ist mein größter Barsch übehaupt, wir lassen den Fisch im Kescher, machen die Scale nass… 47cm.. Wahnsinn, was ein Tier!!!

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Wir machen noch schnell ein paar Fotos, bevor wir ihn behutsam zurück setzen. Der Fisch befreit sich aus meiner Hand und verschwindet wieder in die Tiefe. Geschafft. Wir pusten kurz durch und RÄSTJA holt 2 kleine Pflaumenschnaps aus der Bootsluke, sind vom Geburtstag übrig geblieben. Wer weiß vllt sehen wir so einen Fisch nie wieder..
Noch völlig hin und weg, in glückseliger Ruhe schicke ich den Flah J wieder auf die Reise… Bup- Anhieb der nächste Fisch im Drill!!! Diesmal nicht ganz so groß. Als wir den 35er wieder in sein Element entlassen schauen wir auf die Uhr, seit dem ersten 30er sind knapp 25min vergangen. Der helle Wahnsinn. „Du bist ein Kunde“ meckert RÄSTJA halb ernst gemeint mit einem Kopfschütteln.

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Wieder bekomme ich einen Einschlag!! Naja nicht wirklich, was da dran hängt ist größer… ich hänge wohl in einem versunkenen Baum. Wir lösen den Anker und schaffen es den Hänger zu lösen. Einen Ast habe ich halb abgeknickt und dieser schaut jetzt zur Wasseroberfläche heraus. Damit ist der Baum markiert, so schnell hängen wir da nun also nicht mehr drin.. Wir nutzen die Chance und versetzen das Boot um ein paar Meter. Der Stein bleibt in Reichweite. RÄSTJA ist jetzt auch auf den Erfolgsköder umgestiegen und wirft in Richtung Baum. Der Jig taumelt die Kante herunter… Seine Rute biegt sich nach einem heftigen Ruck schön durch, der Baum ist es nicht, die Fluchten, die Kopfschläge.. wir haben den dritten 40er im Drill!!!! Ich halte den Kescher in der Hand, der Fisch wütet und ehe einer was machen kann ist der Spuk vorbei. RÄSTJA spuckt Galle, schon der zweite heute der ihm durch die Lappen geht… Die Trauer ist groß. Ich versuche ihn aufzumuntern, weiter, vllt kommt noch einer.. aber es passiert nichts mehr.. RÄSTJA wechselt den No Action Shad gegen ein polnisches Laubenimitat und wird mit einem erneuten Biss belohnt!!! Dieser Drill ist aber anders, der Fisch kommt hoch und beginnt sich zu drehen.. ein 60er Hecht wird im Wasser abgehakt.. Schade.

Wir versuchen alles aber es klappt nicht mehr. Was für ein Tag… Noch völlig sprachlos treten wir die Heimreise an. Die Uhr zeigt mittlerweile fast halb 11.

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Wir durchfahren tiefes Wasser von 4-6m als der Grund sich schlagartig anhebt. Motor aus, das Echolot springt von 4 auf 2m, und von 2 auf 0,8m.. ein fetter Barschberg mitten auf dem See! Wir durchrudern ihn nur langsam um den Motor nicht zu beschädigen. Bevor es wieder tief wird fahren wir an einem Haufen versunkener Bäume vorbei. Sowas haben wir schon öfter gesehen, die Schweden legen so gerne künstliche Laichplätze an, da viele ihrer Gewässer wenig Pflanzenbewuchs aufweisen. Dazu nutzen sie das Eis im Winter, dort werden mehrere Bäume aufgestapelt und wenn die Schneeschmelze einsetzt landen diese auf dem Gewässergrund. Ob das an diesem See notwendig ist sei mal dahin gestellt. Auf alle Fälle ein ganz heißes Eisen, Barschberg-Steine-Holz-angrenzendes Tiefwasser… wie gemacht für unsere stachligen Freunde!

Ich nutze die Heimfahrt um das Gewässser weiter zu erkunden, ich fahre einen großen Bogen und wir finden noch einen kleinen Barschberg. Ich setze die X-te und letzte Marke an diesem Tag. Dann erreichen wir das Flachwasser und durchrudern unsere Heimatstrecke. Ein schöner lauer Sommerabend in Schweden, dazu so ein Angeltag was gibt es schöneres??

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Vergessen sind alle Alltagssorgen.. Am Zelt angekommen trinken wir noch ein Bier und einen Gin, freuen uns unseres Lebens und beobachten wie die Nacht herein bricht. Wir haben heute wohl einen unserer geilsten Angeltage erlebt.

An Schlaf ist noch nicht zu denken und so Fachsimpeln wir bis in die Nacht. Morgen wird eh erstmal ausgeschlafen, nachmittags ziehen wir dann wieder los. Wir planen die Woche und denken uns Codenamen für die gefundenen Stellen aus. Macht erstens Spaß und erleichtert zweitens die Kommunikation. Der Felsen wird Sunny Hill getauft.

Das große Plateau vor der Landzunge an dem wir am ersten Tag gefangen haben heißt Oh Wunder: „DAS PLATEAU“. Den kleinen Barschberg vom Ende taufen wir Bibi Barschberg. RÄSTJAS 29er von heute Mittag Biss an „Stelle 29“

Den genialen Barschberg taufen wir Barschberg Norra. Nein nicht nach mir. Norra bedeutet im schwedischen soviel wie nördlich und ist unsere Abkürzung für den See an dem wir schon 2 mal einen unvergesslichen Urlaub verbracht haben.. An dem See befindet sich ein Barschberg mit ähnlichen Bedingungen.Die Uhr zeigt Mitternacht als RÄSTJA endlich Autan heraus kramt und wir komplett mit dem Zeug eingenebelt in unser Insektenhotel kriechen. Diese Nacht können wir endlich in Ruhe schlafen.

 

Tag 3: Das Wespennest

Es ist Sonntag. Nach unserer Dickbarsch Feier gestern abend haben wir, zwar immer noch von Gnietzen geplagt, endlich eine erholsame Nacht verlebt. Wir lassen den Vormittag ruhig angehen. Ich genieße den Kaffee am noch kühlen Vormittag.

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Morgen früh wollen wir gleich morgens aufs Wasser und unsere Hotspots mal zu den richtig heißen Morgenstunden beangeln. Wir räumen erschreckt die Kühlbox aus der Sonne die schon seit Stunden versucht unsere tief gekühlten Lebensmittel aufzutauen. Kurzer Schreck, aber gegen unsere Kühlbox hat sie keine Chance, noch alles gefroren. Wir holen eine Packung Jagdwurst heraus und essen erstmal ein Brötchen, quatschen dussliges Zeug und beantworten die Nachrichten von zu Hause. Ein guter Angelkumpel konnte an unserem kleinen Vereinssee über Nacht einen 82er Zander verhaften. Eine kleine Sensation. Wir fangen dort zu dritt als aktivste Raubfischangler des Vereins wenns hoch kommt überhaupt 1-2 Zander im ganzen Jahr. Wir berichten von unseren Erlebnissen und haben ein bisschen Mitleid mit @FLAPSI der ohne Urlaub in der Knochenmühle gefangen, lediglich ein paar nach Feierabend in der Oder gefangene alte Gummifische vorweisen kann…

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Gegen Mittag sind wir soweit, heute essen wir draußen auf dem See. Unser umgebautes Boot machts möglich. Wir haben dort im Winter ein großes Castingdeck mit vielen Klappen und Rutenhaltern installiert. Wir angeln auf einem Anka 4, mit 11 Ruten, 2 Angeltaschen, dem Echolot und haben immernoch bequem Platz um den Campingkocher, eine Dose Reis mit Fleischbällchen, den Topf, Toast und Löffel mitzunehmen. Das Angeln von diesem Kahn ist einfach ein Genuss die Arbeit hat sich wirklich gelohnt.

Als wir heute den Weg durchs Flachwasser antreten nehmen wir die Zeit. Wie lange brauchen wir dafür und wie viel früher müssen wir aufstehen um bei Sonnenaufgang am Spot zu sein? Grob haben wir eine dreiviertel Stunde rudern im Kopf, nicht wenig Aufwand…

Endlich angekommen ein bisschen Erleichterung, es sind „nur“ 30min…

Das Wetter ist heute etwas anders, stetiger wechsel zwischen Sonne und Wolken und der Wind dreht alle 15min die Richtung.

Wir beschließen am Bibi Barschberg anzufangen, mal schauen ob da vllt der ein oder andere Barsch umher lümmelt.. Wir ankern im tiefen und werfen ins flache, immer die Kante runter. Unten angekommen erhalte ich beim dritten Wurf einen satten Einschlag. Der Junge hat Kraft!! Definitv kein Barsch, das ist ein guter Hecht.. Wir schätzen ihn Anhand der Fluchten größer ein, @Rästja zieht zur Sicherheit den Anker hoch, wenn der Fisch ins Seil zieht werden wir beide nicht glücklich. Als er endlich vor uns liegt sind wir überrascht, ein 85er. Man haben die hier Power!!!! Aufjedenfall ein schöner Start so kann es weiter gehn!! Was ist das nur für ein See jeden Tag ein Highlight..

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Der Fisch ist released, der Anker ist auch wieder an seinem Platz aber Barsch scheint nicht recht da zu sein. Nur die kleinen.. Wir haben die Erfahrung gemacht wenn wir einen Barschschwarm mit der Durchschnittsgröße von 25cm finden, nutzen den Spot auch bessere Exemplare als Unterstand.

Wir verlassen den Spot, den beackern wir noch mal wann anders man kann ja nie wissen… Nächstes Ziel Barschberg Norra.. Wir ankern diesmal recht dicht neben den versunkenen Bäumen. So können wir die flachen Felsen und die Tiefe anwerfen ohne Gefahr zu laufen das Holz aus den Augen zu verlieren und den halben Tag mit Hänger lösen zu verbringen. In den Steinen allerdings hängen wir genauso oft… u.a. einmal mit dem Anker.. Bei dem Wetter ist das kein Problem, durch einen Kopfsprung und einmal tief Luft holen lässt sich das Problem recht schnell erledigen. 28°C – kein Thema.

Uns fällt auf das sich hier verdächtig viel Kleinfisch tummelt. Ein gutes Zeichen wir bleiben erstmal hier. Ich beackere die Schwärme mit einem Trick Shad, ich twitche ihn immer aggresssiv unter den Köderfischen hindurch. Die Adrena macht das sehr gut mit, ich habe die Curado mit Flourucarbon bespult und bin noch am ausprobieren ob mir das zusagt. Den ein oder anderen Barsch und Hechte konnte ich so zu Hause schon mit einem Popper fangen. Spaß macht es aufjedenfall wenn die Anfangsschwierigkeiten der perfekten Bremseinstellung erstmal überwunden sind. Kleine Schlaufen gibt es nicht, kleine Fehler enden in einer halben Katastrophe in der ich die Tuningspule vollständig abspulen und neu aufrollen muss um den Backlash zu lösen. Als Ersatz habe ich nochmal anderes Flouro zum probieren und eine kleine Spule geflochtener dabei falls doch etwas schief geht. Heute läufts gut, die Wurfweite passt und die Combo macht einfach Laune. So angeln wir vor uns hin. Ich twitche ihn aggressiv durchs Wasser, alternativ probiere ich es mal mit aggressivem ankurbeln nach der Twitchpause..Biss!!! Der Anschlag sitzt und sofort merke ich das ich einen guten Barsch im Drill habe. Geil wir haben s doch gewusst das hier Barsch stehen muss!!! Der Drill an Flouro macht wirklich Laune die Dehnung passt echt gut zu Hardbaits!!! RÄSTJA ist wieder zur Stelle. Ein schöner 35er Schwedenbarsch liegt im Kescher, der Trick Shad ist schon raus das war verdammt knapp.. Flouro sei Dank???

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Ich kriege noch ein paar Bisse, teilweise von KIeinbarschen und vllt der ein oder andere bessere Aussteiger waren dabei. Ärgerlich. Hänger lösen in den Steinen wird zur Tagesaufgabe und so setzen wir zwangsläufig mehrmals um. Wir stehen jetzt im Tieferen Wasser und ich lasse den Trick Shad die Kante runter tanzen… Wieder ein guter Biss und diesmal hängt er!!!! Die Gegenwehr ist etwas stärker, die Fluchten rasanter, ich öffne die Bremse etwas das der Fisch nicht wieder aussteigt.. RÄSTJA keschert geschickt und wir haben die nächste Kirsche für heute!!! Mit 37 schon ein echt schöner Barsch. RÄSTJA guckt, jetzt fehlt dir noch einer und du hast deinen dreier Schnitt wieder drin.. wenn das so weiter geht angelst du allein 30 große Barsche die Woche..
Er tut mir schon ein bisschen leid, alle guten Barsche die er bis jetzt im Drill hatte sind ausgestiegen.. die paar Hechte und ganzen Kleinbarsche sind da auch kein großer Trost… es ist mir ein Rätsel wie er das macht, er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, immer gute Laune, ich wäre wohl schon längst durchgedreht..

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Keine Sorge uns bleibt noch ne ganze Woche, das Blatt wendet sich auch noch mal so geht das auf alle Fälle nicht weiter.. meine beiden Schneidertage ,die ich fest einrechne, kommen definitv auch noch. Hab jetzt schon Angst davor..

Die Bisse auf den Twitchbait lassen irgendwann nach und wir Poppern ein bisschen. Die Hechte scheinen das Steuer auf dem Barschberg übernommen zu haben. Wir können 2-3 dingfest machen. Ansonsten Hänger lösen, den Anker frei tauchen und den Baum im Auge behalten aus dem wir uns trotzdem mehrfach befreien müssen. Das Boot dreht sich die ganze Zeit durch den Wind, nicht ganz einfach den Baum im Auge zu behalten.

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Nach einiger Zeit stelle ich wieder auf den Flash J um und suche das tiefere Wasser ab. Selbst im etwas tieferen Wasser ist die Hängergefahr nicht weg, die Steine auf Grund lauern überall. Wenn man irgendwo anstößt muss man sofort anjiggen sonst ist man fest. Als ich wieder gegen einen Stein stoße jigge ich an, der Jig konnte noch gar nicht gesunken sein da gibt es wieder ein leichtes Tock… Steine? NE. Anhieb und hängt! Der Drill ist nicht ganz so haarig. Gespannt messen wir den Barsch- genau 30- Punktlandung! In unseren kleinen Vereinsseen zu Hause sind das richtig gute Barsche für die wir zum Teil richtig ackern müssen. Andere Welt hier oben.
Wir wechseln noch mehrmals die Stelle, aber das Plateau und der Sunny Hill spucken heute nichts mehr aus. Dafür finden wir Barschberg Nummer drei, den wir aufgrund seiner Spitzen Felsen „die Zugspitze“ taufen. Auch diesen Spot testen wir an, aber der einzige Erfolg besteht darin wieder den Anker frei tauchen zu müssen. Als aufgrund dessen ein wenig Hektik aufkommt und RÄSTJA vom Castingdeck steigt ratscht er sich den Hacken auf. Es blutet ein bisschen. Nicht weiter wild.

Wir beschließen eine Pause zu machen. Der Wind wird auch stärker. Wir steuern eine Kleine Hütte an. Scheint von einem Schweden als Urlaubsbungalow genutzt zu werden. Echt schön gemacht und eine wunderschöne Lage. Wie geil muss das sein an so einem See eine kleine Hütte zu besitzen.. Freie Sicht auf den See, und hinter dem Haus eine riesige Sumpflandschaft die einfach nur nach Elch schreit. Im Herbst ist das sicher der Hammer hier. Aber die Hütte scheint schon lange verlassen zu sein. Hier war schon ewig niemand mehr. Warum nur? Für uns ein klarer Fall, der Mann hat sicher geheiratet.

Spaß.

Wir setzen uns an den Tisch auf der kleinen Terasse, holen den Campingkocher vom Boot und lassen uns Reis mit Fleischbällchen schmecken. Wir genießen die Ruhe, den Blick auf den See, ich drehe mir eine Zigarette, wir sind im Paradies. Was kümmern uns die Sorgen von zu Hause, die sind hier so weit weg.. der Wind peitscht über den See.. Wir beobachten ein paar kleine Barsche die im Flachwasser die Kleinfische zusammen treiben und ebenfalls zu Mittag essen.

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Es ist 17.00, wir sehen uns nochmal kurz um, an der Rückseite der Hütte hängen ein paar Elchgeweihe. Genau mein Ding.. Auf dem alten Brennholz liegt noch eine alte Schaufel, halb verrotet. Wir überlegen wirklich kurz diese mitzunehmen, vemisst wird die sicher nicht. Aber machen wir nicht, Karma und so. Außerdem hat uns hier auch noch nie einer was gestohlen, selbst wenn es augenscheinlich wertlos ist. Wir machen stattdessen ein paar Fotos und freuen uns.

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Bevor wir weiter fahren muss RÄSTJA nochmal wo hin… Ich warte auf der Terasse als RÄSTJA auch schon wieder zurück gestürzt kommt und sein rotes Ohr in das kühle nass am Ufer taucht. „Wasn nu los“ Wespen man, n Riesen Nest.“ „Ich kann nicht anders als zu lachen, dieser bediente Blick mit dem roten Ohr.. dazu der dicke blaue Fleck auf dem Schienbein und der aufgeschürfte Hacken.. als ich mir die Tränen aus dem Gesicht wische und auch RÄSTJA schmunzeln muss sage ich „siehs positiv, jetzt kann es einfach nur noch bergauf gehn..“ Manchmal hat man einfach Pech, das werde ich selber auch noch mal am eigenen Leib erfahren. Was hat der arme Bengel nur verbrochen.

Wir drehen noch eine Runde auf dem Teich, aber keiner unserer Hotspots spuckt noch etwas aus. Um 20.00 machen wir dann Feierabend, morgen früh um 3 klingelt immerhin der Wecker, und dann greifen wir wieder an!

 

Tag 4: Rästjas Auferstehung

Morgens früh um 3 klingelt der Wecker. Etwas verschlafen krabbeln wir aus dem Zelt. Alles schon Routine, Zähne putzen am Wasserbehälter, während der Campingkocher mir das Wasser für einen starken Kaffee zur Verfügung stellt. Brötchen mit Jagdwurst zum Frühstück haben wir gestern Abend noch geschmiert. Mit ein paar frischen Tomaten und Gurken.. Wir werden etwas später Frühstück essen, draußen auf dem Boot nach der ersten Beißphase.. Zeit ist Fisch, scherzen wir, aufgrund der letzten YPC Folge.

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Um Punkt 4.00 erreichen wir BB Norra. Noch keine Aktivitäten zu verzeichnen. Egal, wenn sie kommen sind wir bereit. Wir beackern den Spot, eine ganze Stunde. Langsam wird es heller. Diese Ruhe.. nur unsere Popper bewegen das Wasser an der Oberfläche und durchbrechen die Stille.. Es passiert wie aus dem nichts, mein Popper geht einfach unter wie eine Pose und der Tanz beginnt. Ein heftiger Drill an der Adrena, RÄSTJA zieht zur Sicherheit den Anker. Ein dicker Barsch- ohne Zweifel. Ein herrliches Bild als RÄSTJA den Kescher hebt. Was für ein Tier. Als wir ihn messen weiß ich es eigentlich schon, das ist der zweite 40er der Tour und mein größter Topwaterbarsch!!!

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Die Freude ist riesig, Schnaps zum Frühstück? Klar!!! Wir stoßen an und machen uns eine Dose Carlsberg auf. Scheissegal wir haben Urlaub wer fragt danach?!??

Wir verlieren keine Zeit und ackern weiter, zweifellos trudeln grade die Barsche ein. Gedankenversunken bekomme ich fast einen Schreck als RÄSTJA die MC Days nach oben schnellt, ein guter Barsch hat nun seinen Popper attackiert und geht in die aufgedrehte klackernde Bremse. (Ich habe RÄSTJA ein vorläufiges Geburtstagsgeschenk gemacht und ihm einen Click Dragger in die Chronarch eingebaut, als Student hat mans halt nicht so dicke, Geburtstag hat er eigentlich auch erst im Dezember aber egal, ich denke er kann damit leben das er sein Geschenk pünktlich zum Schwedentrip erhalten hat) Zurück in der Wirklichkeit kämpft Rästja gegen den Fisch, er drillt übervorsichtig, gibt dem Fisch immer Schnur, nur nicht noch ein Aussteiger!!! Aber alles läuft tadellos als er den Barsch Richtung Kescher führt und ich ihn aus dem Wasser hebe.

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Wir fallen uns jubelnd in die Arme, endlich hats auch bei ihm geklappt!! Meine Freude ist fast genauso groß wie die über den 40er vor ein paar Minuten. Wir setzen uns erstmal kurz, nippen an unserem Bier und sind einfach nur happy, hat sich das Aufstehen doch wieder gelohnt!

Wir probieren es weiter, die Sonne ist mittlerweile über dem Wald aufgestiegen. Aber der Spot scheint verlassen. Es ist immer noch früh, vllt 6.00? Zu früh zum Ausruhen. Wir fahren hinüber zum Plateau und probieren ein paar Gummis aus. RÄSTJA kramt wieder einen polnischen No Action Shad heraus, ein lang gezogener Barsch mit schimmernder roter Schwanzflosse, die Dinger sehen wirklich verdammt echt aus die kleine Köderschmiede hats wirklich drauf. Er jiggt im nicht allzu tiefen Wasser, 3,5m vllt? Als er einen guten Biss bekommt, wieder klackert die Chronarch los, aber RÄSTJA hat den Fisch unter Kontrolle, sein zweiter 30er gleitet in den Kescher. Jetzt fällt alles von ihm ab. Der ganze Mist der letzten Tage, die kleinen wehwehchen sind vergessen, nur sein rotes Ohr erinnert noch daran. Es kann wohl jeder nachfühlen wie es sich anfühlt, wenn man 3 Tage zusehen muss wie der andere einen guten Barsch nach dem anderen fängt während bei einem selbst nichts klappt und diese Durststrecke dann auf einmal mit 2 guten Fischen durchbrochen wird.

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Einfach nur glücklich machen wir Frühstück. Wie gut so ein Brötchen in der Natur, mitten auf dem Wasser schmecken kann…

Wir suchen den Rest des Vormittags aber es passiert nichts mehr. Wir beschließen die Beißflaute zu nutzen und Heim zu fahren. Mittag essen, kurz Pause und pünktlich zum Nachmittag wieder hier sein. Haben wir nicht gestern Nachmittag richtig abgeräumt? Zu dieser Zeit wollen wir wieder am Start sein.

Am Zelt angekommen heizen wir etwas von unserer Grillkohle an, keine Zeit heute um Feuer zu machen.. Während die Kohle vor sich hin glimmt springen wir kurz in den See. Was für eine Genugtuung bei dem Wetter.. Wir nehmen unser letztes Paket Bratwurst aus der Gefriertruhe. Dazu Folienkartoffeln aus der Glut und Sauerkraut vom Campingkocher. Geniales Essen.

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RÄSTJA beschließt danach sich kurz hinzulegen, ich bin noch fit und motiviert. Ich fahr nochmal auf den kleinen See raus, ruh du dich mal aus, heut Nachmittag gehts wieder zur Sache. Alles klar weck mich 15.00. Mach ich.

Ich genieße die Ruhe auf dem Boot, purer Luxus, hier, genau hier jetzt auf dem Boot zu sitzen. Die Sonne brennt, wieder 30°C. Ich fahre nicht weit, genau links vom Zelt ist ein kleines Seerosenfeld an dem grade ein paar Kleinbarsche geraubt haben. Ich rudere ein paar Meter und mache mich an der Kante fest. Der leichte Wind kommt gerade richtig. Ich montiere einen kleinen Flash J an der L Combo und fange an zu werfen. Vor den Seerosen kann ich ein paar der Kleinbarsche erhaschen. Es macht einfach Spaß. Ich lasse mein Fischchen nun die Kante runter tanzen, ein kleiner Ruck, zapplige Bewegungen und heftigere Gegenwehr, das wird doch nicht etwa??? Nein es ist ein kleiner Hecht, das wär ja auch was gewesen. In 30min muss ich RÄSTJA wecken. Ich werfe noch ein bisschen die Kante an, der Jig gleitet in die Tiefe.. wieder ein Ruck, wieder zappelt was am anderen Ende, aber ganz anders als beim letzten Mal.. Verdammt das ist wirklich ein großer Barsch!! Hastig schnappe ich den Kescher und netze ein. Damit hätte ich nicht gerechnet, ich stehe doch quasi genau vorm Zelt!! Mit nem 38er hätte ich hier aufjedenfall nicht gerechnet. Hammer!!! Ich mache ein schönes Beweisfoto für RÄSTJA, der wird gucken wenn er aufsteht. Der Barsch ist grade wieder weg als schon das Zelt aufgeht und ein verschlafener RÄSTJA raus stolpert.

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Ich lasse ihm ein paar Minuten um klar zu kommen und lege dann am Ufer an. Guck mal was ich hier vorm Zelt gesehen habe, (ich habe das Zelt auf dem Foto heran gezoomt) hier ist das Zelt siehst du? Als ich rauszoome und er meine grinsende Fratze mit dem Barsch sieht schüttelt er nur den Kopf… du oller Kunde das war mir gleich klar dass du hier in der Mittagssonne noch einen raus ziehen musst. Wir grinsen uns an.

Wir laden die ein oder andere Dose Bier in den Kahn, 2 Äpfel und Müsliriegel und schon sind wir wieder unterwegs.

Die Zeit vergeht im Handumdrehen, es beißt zwar nichts aber wir brauchen mehrmals Sonnencreme. Ich werd hier brauner als beim Strandurlaub, den ganzen Tag in der Sonne.. Aber das soll sich wohl ändern, morgen und übermorgen soll heftiger Regen kommen.. Hm sieht überhaupt nicht danach aus.. Naja wir können ja nachher ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, falls doch ein paar Tropfen fallen. Aber jetzt erstmal angeln wir nähern uns der abendlichen Beißzeit. Wir driften, und sind schon sehr flach, unter uns befindet sich die Seegraswiese, Rästja montiert einen Spinnerbait mit Shad Impact und wird mit einem 70er Hecht belohnt!

 

 

Tag 8: Die Südwand

Wir entschließen uns nicht ganz so früh raus zu fahren wie die anderen Tage. Die Bisse kamen eh meist erst nachdem wir schon eine Stunde am Spot waren. Heißt statt um 3.00 klingelt der Wecker um 4.00. Es war die richtige Entscheidung, es ist bitterlich kalt draußen und wir brauchen eine gefühlte Ewigkeit um aus dem Schlafsack zu kommen. Als wir aus dem Zelt kommen und wir uns total verklamt vor Müdigkeit die Zähne putzen schaue ich kurz aufs Thermometer, 12°C.. Junge Junge…

RÄSTJA lässt sich auch heute die Ruder nicht abnehmen. Es ist noch dunkel draußen, leise schiebt sich unser Boot durchs flache Wasser. Totmüde sind wir trotzdem noch, aber die Bilder die wir da geboten bekommen sind atemberaubend, der Nebel der sich aufs Wasser legt.. herrlich.. Sieht schon ein bisschen mystisch aus, wir finden kaum den Weg durch den Kanal, der Nebel ist wirklich verdammt dicht..

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Leise schleiche ich mit dem Motor über den See. Wir starten wieder auf Norra, wie immer, das ist eine konstante das die Barsche dort irgendwann am Morgen vorbei kommen werden. Müde beginnen wir zu werfen. Der kalte Nebel steckt uns in den Knochen. Dick eingepackt harren wir aus und werfen werfen werfen aber nichts passiert..

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Es sind schon 2 Stunden vergangen als wir uns entschließen erstmal eine Leberwurststulle und Gewürzgurken zu frühstücken. Der Nebel hält sich immernoch hartnäckig. So kalt es ist, so geile Bilder bekommen wir auch geboten. Sieht fast so aus als würden wir in den Wolken angeln..

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Heute lassen wir uns aber nicht soviel Zeit wie sonst, die Morgenstunden sind noch nicht vorbei und so ziehen wir auch bald weiter zum Sunny Hill. Irgendwo müssen sie ja schließlich sein.. Aber auch dort nicht ein Zupfer. Wir fahren weiter zur Zugspitze, dem Barschberg mit den spitzen Steinen, aber auch dort ist nichts. Die Laune ist trotzdem gut und wir rudern ein bisschen weiter zu einer der zahlreichen Inseln.

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Um diese herum ist auch Flachwasser. Der Nebel ist noch immer nicht ganz verschwunden. Wir beginnen zu poppern und bekommen tatsächlich die ersten Bisse. Aber alles nur kleinere Barsche bis 25. Als wir die Spitze der Insel erreichen habe ich einen besseren dran, wir messen gespannt aber er ist „leider“ nur 29… Der zählt nicht. Nach gestern ist mein selbstgemachter Druck alleine die 30 Großbarsche voll zu machen etwas gestiegen. Für die Motivation ist sowas aber gar nicht so verkehrt.

Endlich blickt die Sonne über den Wald. Wir lassen uns von den Strahlen wärmen und fangen noch ein paar halbstarke Barsche.

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Der Tag ist angebrochen und die heißen Morgenstunden sind heute ohne Dickbarsch geblieben.. Wir blicken über den See, lassen diese geilen Bilder auf uns wirken und beratschlagen was wir jetzt mit dem Rest des Vormittags anstellen sollen, wenn nicht mal die Hotspots, zur besten Zeit was gebracht haben. Während wir überlegen starte ich den Motor und beobachte ein bisschen das Echolot, immer in Erwartung von Sicheln oder Futterfisch. Wir fahren zur anderen Seite der Insel herum, hier ist sehr viel tieferes Wasser und vor der Insel ein fetter Barschberg. Den kennen wir schon, mehrmals angetestet aber bis jetzt noch nichts erwähnenswertes dabei heraus gekommen. Ich fahre die Kante entlang und auf einmal sehe ich etwas, ein riesiger Schwarm Futterfisch und darunter ein paar Sicheln. Natürlich setzen wir sofort den Anker, haben ja eh keine bessere Idee.

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Der erste Wurf wird auch gleich mit einem Einschlag quittiert, RÄSTJA steht schon den Kescher im Anschlag aber Fehlalarm.. ist nur eine Fritte von Hecht. Die nächsten Würfe bleiben ohne Kontakt bis sich RÄSTJAS Rute auf einmal anfängt durchzubiegen – Hänger. Mist! Mitten im Wasser, Was soll da sein? Als wir hinfahren um den Hänger zu lösen sehe ichs schon auf dem Echolot, ein dicker Baumstamm der senkrecht nach oben zeigt. Gleich erstmal eine Marke gesetzt. RÄSTJA schafft es den Hänger zu lösen und wir rudern zurück, diesmal ankern wir genau über dem Baum damit nicht gleich wieder ein malheur passiert..

Das Wasser ist hier fast 10m tief, vor uns liegt die Kante mit den Futterfischen und auch der Barschberg ist jetzt in Wurfnähe. Wir jiggen weiter die Kante ab, ich grübele grade welcher Köder mir hier wohl am besten weiter helfen würde als RÄSTJA aufgebracht ruft „Scheiße hast du das gesehen?“ Im selben Moment stockt er im Satz und lässt den gerade aus dem Wasser gehobenen Flash J wieder ein paar Meter in die Tiefe hinab, da ist seine Rute auch schon krumm!!! „Kescher!!!“ Ein guter Barsch war seinem Köder bis zur Oberfläche gefolgt aber wieder abgetaucht, als RÄSTJA geistesgegenwärtig den Köder wieder runter schickte hat sich der noch lauernde Barsch sofort drauf gestürzt. Ein kurzer knackiger Drill und schon liegt der 35er bei uns im Boot. Geile Aktion wir klatschen ab. Das war der erste für heute jetzt gehts los!!

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Meine Ködersuche hat sich damit auch erledigt, der Flash J Split fliegt schon in Richtung Barschberg. Dort ist es teils sehr flach und sehhhhhhrrr hängerträchtig. Man spürt die ganzen großen Steine gegen die der Jigkopf schlägt, aber hilft ja nichts da muss man durch um die lange Absinkphase der fast senkrechten Kante mitzunehmen. Der Jig fällt und fällt.. endlich ist er unten, jig-jig….warten….jig…BUMM! Das gibts doch nicht!! Der Barsch stellt sich unten rein, was für packende Drills die hier abliefern! Behutsam und vorsichtig drille ich ihn nach oben, bis in RÄSTJAS ausgestreckte Kescherhand. Noch ein 35er!! Man wir haben den Barschberg doch schon mehrmals angetestet, aber anscheinend immer von der falschen Seite. Was das für einen Unterschied ausmachen kann?!? Dabei sah das auf der anderen Seite eigentlich besser aus. Egal weiter werfen wir dürfen das Beißfenster nicht verpassen. Die nächsten Würfe sind alle gleich, rauf auf den Barschberg- durch die Steine- runter vom Barschberg- 1 oder 2 Aufsetzer und TOCK!

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Macht wirklich wahnsinnig Spaß aber die Barsche werden kleiner. 2 mal werden wir kurz misstrauisch aber die beiden 29er verfehlen leider wieder unser 30er Fenster. .. Die Bisse lassen wieder nach, entweder die Barsche sind weg oder sie haben was spitz gekriegt. Ich wechsele meinen Köder Kontrastartig von No- zu Aktion Shad. Aggressiv jigge ich den Nitro Shad an, ich bin noch gar nicht ganz aus den Steinen raus, da bekomme ich einen fetten Einschlag. Um den Nitro zu fischen habe ich die MSX gegen die Expride MH getauscht, das merke ich jetzt im Drill, das ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen und es kommt was kommen musste, der große Barsch steigt kurz vor dem Kescher aus. „Fuck!!, Scheiße..“

RÄSTJA der jetzt ebenfalls einen Nitro Shad im Karabiner hat, hat gerade ausgeworfen, am unteren Ende bekommt er einen ebenfalls sehr heftigen Biss. „Scheißeeee!!!!“ – Auch weg…. Verdammt, diese Runde geht wohl an die Barsche…

Wir machen kurz eine Pause um die letzten Minuten zu verdauen. Der Spot braucht unbedingt einen Namen… Wir überlegen ein bisschen dann sagt RÄSTJA „Die Insel liegt im Süden des Sees, das ist jetzt die Südwand.“ Einverstanden das passt genau. Als nichts mehr kommt entscheiden wir weiter zu ziehen. Ich habe auch schon eine Idee… Mir ist etwas auf dem Echolot aufgefallen. Auf dem ohnehin schon strukturreichen See gibt es in knapp 10m Tiefe eine Erhebung auf 7m. Das ist mir bis dato komplett durch die Lappen gegangen.. Wir beschließen diese mal anzutesten, die Fische scheinen ja heute tief zu stehen. Nur leider ist diese Erhebung, die wir nebenbei bemerkt sofort Südzunge getauft haben da sie genau an die Südwand angrenzt, auch knapp 70m lang. Wir suchen nochmal ein wenig mit dem Echolot, mir fällt sofort auf das sich auf dieser Erhebung auffällig viel Futterfisch, immer begleitet von ein paar Sicheln, aufhält. Wir probieren es noch kurz aber ohne Erfolg.

Ist ja auch schon spät.. wir fahren lieber rein und machen Mittag. Das Aufstehen hat sich ja wieder mal ausgezahlt. Eigentlich können wir schon zufrieden sein. Zu Hause wäre das ein Tag an den man noch ewig denkt…

Nachdem wir die letzte Packung Grillfleisch verputzt haben machen wir uns lang. Heute bin ich auch zu K.O. um auch noch die Pause durchzuangeln.

Der Schlaf hat gut getan, aber bis man danach wieder so in die Gänge kommt.. Auf dem Weg durch unser geliebtes Ruderabteil sprechen wir nochmal über unsere kommenden Tagesplanungen. Gestern Abend haben wir mal durchgerechnet, mit heute bleiben uns noch 4 Angeltage. Wir checken nochmal den Wetterbericht und machen uns ein zwei Gedanken.

Als wir wieder zurück auf dem großen Pütten sind ist es schon fast 17.00.. Aber von Kälte keine Spur mehr, die Sonne hat endlich gewonnen und das Thermometer zeigt wieder 23°C an. Herrlich. Wir beschließen mal wieder das Plateau unter die Lupe zu nehmen. Ich suche mehrere Ankerstellen raus und wir versetzen mehrmals. Alle Köder funktionieren irgendwie, aber nichts so richtig. Zu viel Kleinbarsche… RÄSTJA flucht schon den ganzen Tag über die kleinen Plagegeister die ihm schon eine ganze Packung Fish Arrow zum Friedhof gejagt haben. Trotz Gummifischkleber.. meistens abgebissene Schwänze.. Er überlegt kurz ob er wirklich nochmal einen braunen 3″ Flash J Shad da runter zu diesen Barbaren lassen soll, blickt auf seine letzten Reserven, zuckt die Schultern und holt aus… keine 3 Aufsetzer später wird er in seiner Entscheidung bestärkt als ein diesmal stärkerer Ruck seine Rute hochschnellen lässt. Ein guter Barsch!! Und ich dachte schon heute abend geht gar nichts mehr.. Mit 35cm wieder ein ordentlicher. Das Plateau ist immer für einen gut!!!

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Die Zeit schreitet voran, wir suchen zwar viel aber jetzt beginnt bald die heiße Phase auf Norra, da müssen wir vor Ort sein! Wir setzen um, rudern wieder die letzten Meter zum Spot um nichts zu verschrecken. Da wir gerade fast keinen Wind haben brauchen wir nicht zu ankern. Ich werfe einen Popper ins Flachwasser und zupfe ihn mit leisen Plopps zu mir heran, er hat noch gar nicht die Hälfte des Weges hinter sich als er mit einem runden Schwall verschwindet. Die Adrena ist gespannt und der Drill beginnt, ein Glück ist der Anker draußen. Bei dem flachen Wasser und den ganzen Schnurvernichtenden Steinen habe ich schon genug andere Sorgen.. Ich drille vorsichtig trotz Fluoro, ein Aussteiger am Tag reicht aus.. Aber ich hab ja mit RÄSTJA einen guten Keschermann, der Barsch liegt schon beim ersten Auftauchen drin. Der größte für Heute mit 36cm. Wieder so ein herrlicher Angeltag. Man kann es nicht in Worte fassen aber so ziemlich jeder Tag hier wäre zu Hause ein wahres Highlight. Es ist beneidenswert das manche Leute solche Gewässer vor der Haustüre haben. Schwede müsste man sein.

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Beim zurück rudern machen wir uns wieder an die Tagesplanung der verbleibenden Zeit. Aber so langsam werde ich skeptisch.. „Sag mal fährt unsere Fähre nicht am Montag Abend schon zurück?? Und nicht erst Dienstag??“ … „Ja klar bin ich sicher. Wir können ja zur Sicherheit nochmal gucken wenn wir am Auto sind..“ Wir beide verdrehen die Augen und lachen..

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Was für Idioten wir sind.. Hätten wir doch fast unsere Fähre verpasst. Die Buchungsbestätigung in den Händen war ein kleiner Schock.. „Scheisse.. du hattest recht, wir fahren wirklich am Montag..“ …. das hätte schief gehen können. Naja es gibt wahrscheinlich schlimmeres als seinen Angelurlaub in Schweden zu verlängern…

 

Tag 9: Gädda!!!

Den Schock noch nicht ganz verdaut, war uns gestern Abend schon klar wir MÜSSEN heute nochmal früh raus. Scheiß auf Schlaf. Das heute ist unser letzter richtiger Angeltag.. Morgen müssen wir abends früher rein, abtackeln, Boot verladen und danach dann das Boot beladen. Montag früh ist dann nur noch das Zelt abzubauen und dann wollen wir Vormittags los, dass wir auch ohne Stress die Fähre um 18.00 kriegen.

Schon wieder so`n saukalter Morgen.. Als ich mir die Zähne putzen will Stelle ich fest das der Hahn unseres Wasserkanister nicht richtig zugedreht war… Er hat die ganze Nacht vor sich hin getropft.. Viel ist jetzt nicht mehr drin, aber wir sind ja nicht mehr lange hier. Man das macht mich fertig.. Noch ist Urlaub und ich bin in Gedanken nur beim packen und abreisen. Schluss jetzt mit dem leidigen Thema.

Müde bin ich auch, wie ein Hund.. RÄSTJA geths nicht anders, und der rudert uns schon wieder den langen Weg in Richtung Barsch.. Die Kälte kriecht in die Knochen, brrrrr.. Gestern Nachmittag war schon wieder Badehosen Wetter und jetzt schon wieder so kalt. Aber die Anblicke die wir hier geboten bekommen entschädigen dafür. Man kann es mit Handybildern einfach auch nicht Einfangen, die Luft, die Kälte, die Geräuschkulisse, der Wald um uns herum, die fetten Steine, die 5 Kanada Gänse die wie jeden morgen am Ufer sitzen, der Nebel… alles was bleibt ist ein klitze kleiner Ausschnitt eines Handybildes… und trotzdem noch atemberaubend..

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Schwer nicht wehmütig zu werden das es der letzte Morgen sein wird.. Heute beeielen wir uns nicht sonderlich. Die letzten Tage, im Fangrausch gefangen, sind viel zu schnell vergangen. Heute wollen wir ein bisschen genießen. Außerdem hat der Urlaub alle unsere Erwartungen übertroffen, was soll jetzt hier noch passieren den letzten richtigen Angeltag? Also Ausspannen und genießen.

Die Ruhe selbst, tun wir dasselbe wie jeden Morgen. Es ist kurz vor 5, als wir den Anker vor Norra runter lassen. Wir nicken uns wortlos zu, greifen unsere Ruten und lassen die Popper fliegen. Es ist als ob uns das Kiefernwasser mit aller Macht überreden will, Fähre-Fähre sein zu lassen und einfach hier zu bleiben, als der See bei einem der ersten Würfe meinen Popper mit einer Welle verschuckt…. Es ist einfach nur der Hammer. Ich kann den Drill voll genießen, die wütenden Kopfschläge, die lautlose Bremse der Curado… die letzte Flucht und das Auftauchen eines großen Stachelritters während der Nebel die ganze Situation umspielt… vllt deshalb dieser verträumte Blick..

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Vllt ist es aber auch ein bisschen die Müdigkeit, die auch noch in RÄSTJAS Knochen steckt.. er hat zwischenzeitlich auf einen Jig gewechselt der sich gerade dank Schnurklemmer auf nimmer wiedersehen verabschiedet hat. Nach einem weit entfernten „plumps“ setzt er sich mit einem leisen Seufzer der Akzeptanz hin und Knotet ein neues Vorfach an..

Ich habe einen kleinen Schwarm gestellt der neugierig meinen Popper verfolgt. Leider nur halbstarke dabei.. „Nichts verpasst RÄSTJA..“ „….jaja…“ er ist wieder soweit, diesmal hängt auch ein Popper im Karabiner. Wurf und – zitschhhhh – …. oh, da war der Backlash des letzten Abschusses wohl noch nicht ganz gelöst, das hasse ich auch. Diesmal muss er ihn lösen weil die Schnur jetzt genau auf der Spule gerissen ist.. Nicht so schlimm, ich wollte eh umsetzen.. Ich rudere los und während ich RÄSTJAS frei schwimmenden Popper wieder einsammle, sitzt er wieder und knotet. Ich hab schon Mitleid mit ihm so früh am Morgen, bin aber auch dankbar das mich das Schicksal heute nicht auserkoren hat. Wir sind mittlerweile hinter dem Barschberg und ich beginne die Kante der Rückseite abzupoppern. Boah Scheisse!!! ein großer Schwall hat sich auf meinen Popper gestürzt-und leider verfehlt.. ich zucke den jetzt „leicht verletzten“ Popper in kleinen Zupfern weiter. Er geht unter wie eine Pose!! Die Adrena steht unter Zug und ich schlage dagegen. Barsch. Ein guter. Unter uns ist tiefes Wasser in das er immer wieder abtaucht, RÄSTJA ist in seinen Schnüren und Kleinteilen gefangen, ich keschere selbst. Klappt auch. Einfach nur Hammer diese Topwaterbarsche!!! Es gibt nichts geileres morgens wenn noch leichter Nebel auf dem Wasser liegt!!!

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RÄSTjA ist wieder soweit. Als er aber den Köder hochkurbeln will um das Pendel herzustellen passiert nichts…

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Lineguide nicht durchgefädelt… Der bediente Blick sagt alles.. „Was ne Scheiße hier..“ Bei dem Anblick kann ich mir das Lachen nicht verkneifen. „Du Kunde..“ Es fliegen ein paar blöde Sprüche durch die Gegend, wir lachen drüber und ich reiche RÄSTJA erstmal ein Carlsberg, jetzt gehts bestimmt besser witzele ich als RÄSTJA wieder seine Schere raus kramt..

Ich denke jede dieser Sünden ist schonmal jedem passiert aber alle drei hintereinander mitten in der Beißphase sind natürlich das letzte was man gebrauchen kann. Aber auch sowas passiert beim angeln. Die Müdigkeit ist sicher nicht unerheblich, die merke ich auch.

Langsam kriegen wir Hunger. Wir fahren vor dem Sunny Hill ans steinige Ufer und frühstücken erstmal in Ruhe. Stulle mit Lyoner Dosenwurst und Gewürzgurke. Deftig und gut. Der Nebel ist jetzt verschwunden. Wir blicken über den See. Einfach ein Genuss..

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 Das Wetter ist irgendwie seltsam, so dunkel, bewölkt, aber nicht ein Luftzug…

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Wir fahren aufs Plateau und suchen in 3-4m Tiefe. Bei dem Wetter müssten sie sich doch eigentlich hoch schieben.. Aber die Bisse bleiben aus. Ich wühle in meinen Köderkisten umher und probiere dieses und jenes aber bin ein wenig ratlos. RÄSTJA beschließt den Rest des Tages dem Flash J Split zu vertauen, hat die ganzen Tage funktioniert und fängt heute sicher auch nicht schlechter.. Ich sitz immer noch vor meinen Ködern, sieht aus wie eine Versammlung, alle Köder vor mir versammelt und wir stimmen gerade ab wer ran darf als RÄSTJA das Schauspiel unterbricht. Ein heftiger Ruck in der Rute hat ihm das Anschlagen abgenommen, das ist was großes… Ich gehe zum Bug und ziehe den Anker, danach bin ich raus. Bühne frei für RÄSTJA und den Fisch. Der Drill geht schon Minuten. Was die hier an Reserven haben das habe ich noch nie erlebt, unsere fettgefressenen Kleinsee Hechte sind eher träge aber die hier strotzen nur so vor Power!!! Als RÄSTJA ihn das erste mal sieht sagt er nur „Oha, das ist ein großer..“ Ich bin noch skeptisch, die 85er haben doch das gleiche spektakel abgeliefert? Der Fisch wird langsam müde, die Fluchten kürzer, nicht mehr bis ganz runter ins tiefe.. Zeit meine Zuschauerrolle und den Fahrersitz zu verlassen. Ich gehe jetzt auch vorne aufs Deck um den Burschen zu landen. RÄSTJA zieht ihn behutsam an die Oberfläche, Bremse fast offen um eine mögliche Flucht abfedern zu können. Ich will ihn greifen da taucht er auch schon wieder ab… Beim nächsten mal tippe ich ihn erst an, als er nicht sofort wieder erschrocken Gas gibt, greife ich beherzt zu und ziehe den Fisch aufs Deck. Der Jubel ist groß!!! Was ein packender Drill!!! Als ich den Hecht so in den Händen halte und an ihm runter schaue sage ich auch.. „..Oha… das ist der Meter..“ „Meinst du?“ RÄSTJA macht noch leicht zittrig die Scale nass und wir legen an.

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102cm. Glückwunsch Junge das ist er, der erste Meterhecht!!!!! RÄSTJA grinst jetzt über beide Ohren, die Knotenaktion schon längst vergessen. „Geil!! Ich hab doch immer gesagt du knackst den Meter vor mir..“ „Hab ich bis jetzt nie dran geglaubt..“ „Na klar, ich bin schon so oft um ein paar cm dran vorbei geschabt, den breche ich vllt nie“. Wir releasen die Mutti vorsichtig, die sich aus RÄSTJAS Hand befreit und dann wissend ihrer Stärke langsam wieder in die Tiefe zurück zieht…

So die Zeit ist reif.. wir haben noch immer ein paar Pflaumenschnaps übrig.. Zum Anstoßen…- falls was geiles passiert… Gesagt hatten wir eigentlich nur wenn noch ein 40er kommt oder wir die 10 Ü30er von Tag 6 toppen, aber für nen Meterhecht kann man schonmal davon abweichen. Wir stoßen an, pusten durch und genießen kurz. Jeder Tag ein Highlight hier.. von Anfang bis Ende…

Wir suchen weiter das Plateau ab, die Bisse bleiben aber aus. Wir beschließen mal unserem neuen Spot einen Besuch abzustatten. Ab zur Südwand. Wir ankern wieder auf dem Baum. Diesmal krame ich gar nicht erst nach Ködern und klinke auch wieder den Flash J ein. Aber die Barsche sind heute nicht mehr da. Die Bisse am unteren Ende des Barschberges bleiben aus. Ich widme mich nun mehr der Kante zu. Die erste Spannung auf den neuen Spot ist vorbei, die Gedanken wollen gerade schon wieder abschweifen als ich einen deftigen Einschlag spüre und sofort die Bremse anschlägt. RÄSTJA kümmert sich schon um den Anker, es ist bereits klar das wir den nächsten größeren Hecht an der Leine haben. „Der ist bestimmt größer als meiner“ sagt RÄSTJA. Als ich ihn das erste mal sehe weiß ich aber das dem nicht so ist. Der Drill zieht sich noch ein bisschen, macht aber auch extrem Laune so einen großen Räuber an der Leine zu haben. Als sich endlich die Chance bietet ihn zu landen schlage ich zu. Der 91er ist im Boot!!! Geil! So muss das. Angeln kann so geil sein..

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Wir fangen noch einen 60er Hecht und dann beschließen wir weiter zu ziehen, immer auf der Suche nach den Barschen.. Als uns langsam die Ideen ausgehen, suche ich nach Futterfisch mit dem Echolot. Die mit Abstand meisten Wolken entdecke ich zwischen 5 und 7 Metern. Wir machen mehrmals in der Nähe der Futterfische halt und können auch fast immer einen Räuber landen, allerdings fast nur halbstarke Hechte. Kurz vor Mittag beschließen wir nochmal zur Südwand zu fahren, vllt sind die Barsche ja jetzt da?

Leider nein. Keine Barschbisse.. RÄSTJA dreht sich vom Spot weg und beangelt eine tiefe Kante in Richtung Stelle 29. Der Biss ist hart- die Erkenntnis das er wieder ausgestiegen ist auch.. „FUCK!! Der hat sich auch gut angefühlt! Keine Ahnung was das war, hat aber gut Druck gemacht. Mist….“ Wir jiggen weiter die Kante ab, als ich den nächsten Biss bekomme. Einen guten Biss, der Fisch macht ordentlich Druck. „Soll ich lieber den Anker ziehen?“ „Nee alles gut den kriege ich so. Ist definitv ein Hecht..“ 82cm misst der Gute und bildete gleichzeitig den Abschluss des heutigen Vormittages. (Auf ein Bild haben wir jetziger Sicht leider verzichtet)

Auf dem Weg zum Zelt überlegen wir unser weiteres Vorgehen. Nachmittags werden wir es wieder an unseren normalen Stellen probieren, die Fische können wir eigentlich nicht mehr verprellen, es sind nur noch heute und morgen, also gehen wir auf alles oder nichts.. Und falls nichts beißt werden wir wieder Futterfisch suchen, hat ja gut geklappt heute Vormittag. Morgen müssten wir ja auch nochmal früh´s raus.. Aber es soll wohl regnen, also Wecker stellen und schauen wie es aussieht.

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Der grobe Plan stand also erstmal. Am Zelt gab es erst einmal einen fetten Nudeltopf und ein kaltes Bad. Das Thermometer war inzwischen wieder auf 24°C gklettert. Danach haben wir uns erstmal ins Zelt gelegt, wenn wir morgen auch wieder früh aufstehen brauchen wir unsere Kraft noch.

Als wir erwachen ist es schon spät. Fast zu spät.. Wir brauchen erstmal ein paar Minuten um klar zu kommen. Ich setze mir fix einen Kaffee auf. Scheiß Schlaf..kostet immer soviel Zeit.. Schnell einen Müsliriegel hinter geholfen, Wasser ins Gesicht, Kaffee kommt mit und ab gehts.

Um 17.00 sind wir wieder auf dem Teich. Man haben wir lange geschlafen… Wer weiß wie viele Beißphasen wir schon verpasst haben. Wir haben echt nen Knall.. 2 geile Barsche und 2 große Hechte gefangen und ärgern uns über verpasste Beißphasen..

Das erste was uns auffällt spielt sich allerdings nicht im oder auf dem Wasser ab… Da ist wieder Wolfsgeheul im Wald.. Geil, das hat schon irgendwie was. Dem Wolf lauschend fahren wir die ersten Spots an. Als wir von der anderen Seite des Waldes ebenfalls Wölfe hören. Krass, wir dachten hier rennt vllt 1 so´n oller Köter umher aber scheinbar sinds doch mehr..

Wahrscheinlich war es zuerst nur einer, der die ganzen Stämme in der Gegend zusammen ruft um Mittwoch früh diese Idioten zu überfallen die da im Wald campen.. Sorry Jungs da sind wir schon weg… Wenn auch nichts beißt, langeweile haben wir nicht. Immer für einen Lacher gut, unsere Wolfsgeheul Interpretationen..

Die Wölfe hören wir jetzt andauernd. Schon komisch wenn man sowas live in der Wildnis erlebt. Einmal haben wir uns aber verhört, da waren es nur unsere Kanadagänse, die durch den Wind verzerrt komische Geräusche verursacht haben.. Als sich in einer kurzen Wolfspause ein Rehbock aus selbiger Richtung kläffend zu Wort meldet (wer die Rehböcke schonmal „bellen“ gehört hat weiß was ich meine) lachen wir nur. Mach nicht son Affen du hast prominente Nachbarn die warten nur drauf…

Angeltechnisch geht wie befürchtet nicht viel. Wir ziehen unseren Plan durch, wenden uns von den Spots ab und suchen Kleinfischschwärme. Das klappt erstaunlich gut, an jedem Schwarm können wir Fisch fangen. Allerdings weiterhin nur halbstarke Hechte. Als ich schon das dritte Mal fälschlicherweise nach dem Kescher rufe, in Erwartung eines großen Barsches, und RÄSTJA schon das dritte Mal den Kescher wieder beiseite legt, bekomme ich den Titel Frittenkönig. Klasse.. Wo sind nur die Barsche hin? Heute beißt echt nur Gädda…

Kurz vor Schluss bekomme ich auf volle Wurfdistanz noch einen „echten“ Barschbiss der mir leider unterwegs aussteigt. Ärgerlich. RÄSTJA hingegen lässt sich heute nicht mehr aus der Ruhe bringen. Erst das ganze getüddel heute Morgen und später der neue Hechtrekord, der Junge ist einfach zufrieden für heute.

Wir probieren es in der Abendphase nochmal an unseren Dickbarschstellen aber heute geht gar nichts mehr. Soviele Hechte wie heute haben wir gefühlt an allen anderen Tagen zusammen gefangen.

 

Tag 10: Der letzte Tag

Unser Plan auch am letzten Tag nochmal früh aufzustehen ging gründlich in die Hose… es regnet wieder… Ein Glück haben wir gestern Abend noch ein paar Vorkehrungen getroffen und wenigstens das Echolot wieder vom Boot ins Auto verfrachtet. Und das ein oder andere getrocknete wichtige Dokument auch…

Nachdem wir uns enttäuscht nach dem ersten klingeln des Weckers wieder hingelegt haben, aber auch es auch nach mehrmaligem umstellen des Weckers immernoch nicht aufgehört hat zu regnen, bleiben wir dann ab 7.00 wach. Irgendwann muss es ja mal aufhören.

Wir nutzen die Zeit, schmieren uns schon Frühstücksbrote, packen eine Dose + Campingkocher ein, und ich bespule meine Curado neu. Mal ein anderes fluoro probieren, wollte ich eigentlich den ganzen Urlaub schon machen.. statt dem Redlabel jetzt Sunline Shooter Sniper. Na mal schauen..

Ein gutes hat es ja das heute der letzte Tag ist. Die letzten Tage haben wir hin und her überlegt und sämtliche Vorräte gespart. Das fällt jetzt alles weg, Schluss mit sparen. Wir können beruhigt das Echolot Anlassen da ich heute endlich die kleine Batterie anklemmen kann die noch voll ist, der Sprit für den Motor reicht aus, unser offen gelassener Wasserkanister reicht aus, mein Tabak ist fast leer und besonders wichtig, das Bier reicht auch aus. Schon entspannter. Zu essen hatten wir genug dabei, wir besitzen noch Gemüse, einmal Kartoffeln, spaghetti und ein bisschen Wurst. Hat also genau gereicht.

Gegen 9.00 hat es endlich aufgehört zu regnen.. Wir haben nur drauf gewartet also los. Kurz vor der Ausfahrt vom Furuvattnet-Ausbau beschließe ich das Echolot mal anzumachen, wir haben ja jetzt genug Strom für den Rest des Tages das reicht locker. Kann ich schonmal Spots suchen falls an den üblichen Stellen nichts geht.

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Ich ziehe den Reißverschluss der Tasche auf.. Fuck, das liegt ja noch im Auto… Scheisse. Genau wie letztes mal.. achja… Jetzt nochmal zurück rudern? Eigentlich keinen Bock drauf, aber wenn das so läuft wie gestern und wir drauf angewiesen sind Futterfisch zu suchen? Na los, schnell umdrehen, ist bestimmt besser…

Das nervt echt richtig, da sind wir schon so spät dran wegen dem Regen, haben auch nur bis nachmittags Zeit weil wir alles verladen müssen, die besten beiden Zeiten können wir heute also nicht ausnutzen und dann verlieren wir nochmal ne Viertelstunde wegen dem Echolot… man ey …

Naja irgendwann haben wirs dann doch geschafft, kurz bevor wir das offene Wasser erreichen klemme ich das Echolot an die neue Batterie. Es begrüßt mich mit einem freudigen piepton. Na geht doch…

Wir fahren ein bisschen umher, ich suche nach guten Stellen oder Futterfischen. Vllt bekommen wir ja noch nen halbwegs guten Abschluss hin in den letzten paar Stunden hier. Scheisse ich will noch gar nicht nach Hause.. doch bevor ich wehleidig werden kann haben wir auch schon ein anderes Problem… das Echolot hat sich verabschiedet… ich kontrolliere alle Anschlüsse, stecke nochmal um auf die alte Batterie aber keine Chance, das Teil bleibt aus.

Na so ein Scheißdreck… Und jetzt? „Pass auf, wir fahren jetzt zum Plateau, du suchst Fisch mit dem jig und ich gucke mal ob ich das Lot wieder hinbekomme..“ ..jo… Wir haben schon beim antesten gemerkt das selbst die Kleinbarsche heute wieder zurückhaltend sind.. das war immer ein schlechtes Zeichen. Echolot wäre schön hilfreich, auch um die Kanten zu finden.

Zum Glück habe ich immer ein paar Kabelschuhe in der E-lot Tasche.. vllt liegt’s ja nur an nem losen Kontakt…

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Na geht doch… aber die kleine Batterie ist wohl hin.. wir müssen bei der eigentlich schon leeren großen Batterie bleiben.

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So eine Sorge weniger, aber Fisch haben wir trotzdem noch nicht gefunden.. wir hören ein bisschen Musik und beschließen zu frühstücken. Es ist schon kurz vor 11.00, die Zeit beginnt durch unsere Finger zu rinnen…

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Wir beschließen wieder die Futterfischschwärme anzufahren. Hat eigentlich ganz gut funktioniert, außerdem haben wir festgestellt das die Barsche die letzten Tage tiefer stehen als die erste Hälfte der Woche.. hat sich der Temperatursturz wohl doch noch bemerkbar gemacht..

Vor dem Sunny Hill, in 7m Tiefe entdecke ich dann etwas interessantes, mehrere Futterfischschwärme alle in erreichbarer Nähe. Es dauert nicht lange und ich bekomme einen Ruck in der Rute!! Heute sage ich nichts, erstmal abwarten… verdammt das ist doch ein Barsch?! „Kescher!!!“ … Mist nur wieder n Hecht… RÄSTJA lacht mich schon wieder aus.. warum immer Hecht??

Nachdem ich das Kunststück schon 3 mal wiederholt habe bekommt auch RÄSTJA einen Biss.. „das ist ein Barsch!!! Kescher?!??“ Ach was.. hatte ich doch auch die ganze Zei.. Fuck das ist wirklich einer!!!

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Das gibt’s doch nicht. Der Sack fängt natürlich einen. Weiter da stehen bestimmt noch mehr… ja, stimmt auch, da stehen noch mehr.. jeder fängt noch einen Hecht..

Scheisse.. und jetzt? Wir blicken übers Wasser.. sind das da hinten nicht ein ganzer Haufen Köfis an der Oberfläche? Da vor Norra? Jo, los hin da… wirklich verrückt was hier los ist, für die braucht man kein Echolot.. ich jigge ausdauernd unter den Schwärmen durch während RÄSTJA am Rand des Barschbergs anfängt zu poppern.. eigentlich müssten sie ja unter den Schwärmen im 3-5m tiefen Wasser stehen, ist ja mitten am Tag, außerdem brennt die Sonne schon wieder von oben…

Aber es passiert nichts.. wir fangen jeder den ein oder anderen Kleinbarsch aber die sind ja auch fast überall… Ich durchwühle die köderkisten, aber egal was ich dran hänge die Jungs sind nicht zu finden. Irgendwo müssen sie doch stecken…

RÄSTJA bleibt bei der Oberflächensuche auf dem Barschberg. Mittlerweile hat er auf seinen neuen Liebling den 360 GT gesetzt.. ich schüttel nur den Kopf.. „…alter doch nicht jetzt um diese Zeit und schon gar nicht im Flachwasser, die stehen bestimmt tief…“ der Satz bleibt mir im Halse stecken als sich RÄSTJAS Rute krümmt und ein paar wilde Kopfschläge keine Zweifel daran lassen WAS da unten dran hängt… ich hechte hoch und ziehe den Anker, ein 40er, ohne Zweifel.. diese Saubande.. immer da wo man nicht denkt..

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Ich lauere mit dem Kescher in der Hand. Da kommt er das erste Mal hoch, hab ich’s doch gewusst!!! Schöner Brocken… der barsch taucht wieder ab und nimmt etwas Schnur. Er zieht unters Boot aber RÄSTJA kontert indem er die Rutenspitze nach unten schiebt und sie dann ums Boot herum führt. Da kommt er wieder… blitzschnell schiebe ich den Kescher drunter und während ich den tropfenden, glitzernden Kescher emporhebe durchbricht ein Siegesgejohle die Stille!!! Saugeil einfach nur geil haben wir am letzten Tag wirklich nochmal die 40 geknackt!!!!

Genau 42 misst er, Wahnsinn!!!

So ein Mist das der Schnaps alle ist auf den hätte man anstoßen können.. wir suchen weiter, vllt sind ja da noch mehr?

Und dann passiert es.. schon wieder .. ich hole aus, RÄSTJA steht hinter mir, das Pendel ist zu lang .. zschyxxxt… “ fuck alter so eine Scheisse warum kann ich Idiot nicht aufpassen…“ und so weiter und so fort hallt es über den See… Ich hab beim Ausholen wieder RÄSTJAS Rute erwischt.. wie dämlich kann man sich bitte anstellen? Oh man.. wieder ist nichts kaputt.. was ein Glück… aber Vogelnest des Todes Teil 2.. und das mit dem neuen Fluoro… na herzlichen Glückwunsch..

Das läuft ja heute wieder richtig bei mir, erst nur Hechte und jetzt das. Eigentlich schon resigniert versuche ich den Backlash zu lösen. Und tatsächlich nach und nach gewinne ich ein paar Meter. Irgendwann komme ich dann aber nicht mehr weiter, zum Glück kann ich’s jetzt aber eingrenzen, ich schneide ein paar Meter raus und Knote die Titanspitze wieder an. Puh das ging ja nochmal glimpflich aus..

Wir ackern wieder weiter. Aber nichts mehr. Heute geht’s wenn nur über Einzelfische.. aber eigentlich was wollen wir mehr? Nur nen halben Tag Zeit, und trotzdem 2 gute Barsche und davon sogar ein 40er? Für RÄSTJA ist die Sache schon gelaufen, der Tag kann eigentlich nicht geiler werden. Zufrieden fängt er schon an das Boot aufzuräumen und seine Köder einzusortieren. Junge ich werde hier ganz nervös… lass uns lieber noch ein paar Spots anfahren..

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Wir probierens am Plateau, setzen mehrmals um, an Stelle 29, an der Zugspitze, im tiefen Wasser an der Südzunge… aber nichts mehr..

Ich bitte drum noch einmal zur Südwand zu fahren. Irgendwo muss sich doch noch einer verstecken.. das Echolot ist jetzt aus, Batterie komplett leer.. wir müssen ohne Lot vor der Kante ankern. Naja das geht schon, hab die tiefen hier ja mittlerweile fast im Kopf.. wir stellen uns wieder dahin wo ich den versunkenen Baumstamm vermute um den Hängern vorzubeugen. Ich fange an den Barschberg zu beackern, mit sämtlichen Ködern die mir nur einfallen aber es ist nichts zu machen. Komplett durchgefischt krame ich einen halbkaputten 2.8er TT Shad heraus, mit dem fetten Schaufelschwanz und der hellen rauchigen Farbe ist er eigentlich das komplette Gegenteil von dem was hier die ganze Woche funktioniert hat. RÄSTJA lacht auch schon „…wasn jetzt los bist du so verzweifelt?“ …haha ja bin ich wohl.. außerdem hab ich mit dem schon gut gefangen, hab das Teil zwar ewig nicht gefischt aber vllt wer weiß, vllt bringt ers ja.

Ich werfe wieder auf den Barschberg, der Weg durch die ollen Steine ist immer zum Haare raufen aber ich bin durch, jetzt wieder die Kante runter… er fällt und fällt .. wenn dann kommt der Biss jetzt… ich jigge ihn 2 Mal an und er fällt weiter… so ein Mist… jig-jig…. …. Jig-jig…. Wäre ja auch zu schön gewesen… Dong!!!!

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Das gibt’s doch nicht!!!! Meine Rutenspitze zuckt immer wieder Richtung Wasseroberfläche, die Bremse geht ganz leicht, aber ich führe ihn in den Kescher. Meinen vllt letzten 30er am Furuvattnet.

Diese Halunken!!! Hier stehen sie, viel viel tiefer als die letzten Male der kam bestimmt von 7m tiefe… Und vor allem auf TT Shad!!! Unterschätze niemals die Macht der Action Shads… „…ausgerechnet auf das Teil..“ RÄSTJA schüttelt den Kopf..

Jetzt bin ich auch versöhnt, ich werfe wieder den Barschberg an nur diesmal nicht bis in die Steine, ich will das Tiefe Wasser vor mir nochmal absuchen.. ich bin schon fast vor dem Boot. So ein Mist wir stehen viel zu dicht dran, mit Echolot wäre das nicht passiert… ich gebe Schnur frei und reiße die Rute hoch, ich Kurbel an und gehe mit der Spitze dem Köder nach der jetzt schon unters Boot gleitet, ich will diese Absinkphase unbedingt noch mitnehmen… TOCK!!!!!

Yess!!!! Oh das ist ein guter?!?! Der dicke Barsch zeigt seine Wut mit wilden Kopfschlägen in der Tiefe, oh man das ist ein richtig guter, 40+???

Der Drill geht weiter der Fisch wehrt sich heftig.. RÄSTJA hat schon das Ankerseil aus der Schusslinie gezogen als mein Gegner langsam nach oben kommt… bevor der Barsch weiß was los ist hat RÄSTJA auch schon eingenetzt!!!! Wie geil ist das denn Guck dir den Brummer an!!!! Da haben wir am allerletzten Tag wirklich noch 2!!!!! 40er gefangen?!??!!!! Ich glaub das gar nicht, was war das bitte für eine Woche?!?

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Ich greife in den Kescher um die Murmel abzuhaken aber der Junge hat noch ordentlich Reserven, und so hinterlässt er mir noch ein kleines Andenken als ich einen seiner Stacheln zu spüren bekomme. Halb so wild jetzt sind wir quitt, du einen pieks und ich auch einen damit kann ich prima leben..

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Wir setzen nochmal ein paar Meter weiter, jetzt erreichen wir das Tiefe Wasser vor uns. Ein paar Attacken bekomme ich noch, sowie einen schönen 29er aber danach ist Schluss, die Barsche sind weiter gezogen…

Wir angeln bis 18.00, viel länger als wir eigentlich wollten. Aber nicht um unsere Fangstatistik überehrgeizig in die Höhe treiben zu wollen, wir haben einfach noch keine Lust das alles enden zu lassen…

Der Wald, der See, die Wasservögel, nur wir auf dem Boot und die Natur… Aber es hilft nichts, wir müssen los..

RÄSTJA hat’s echt durchgezogen und rudert uns auch das letzte Mal den langen Weg zurück zum Lager. Ich nutze die Zeit, breite alle Köder samt Boxen auf dem Castingdeck aus und beginne zu sortieren… was ne Scheiss Arbeit, hätten wir bloß nicht auf die Buchungsbestätigung geguckt dann wären wir morgen noch hier gewesen…

Im Lager angekommen verlieren wir keine Zeit, wir beginnen zügig abzutackeln, demontieren das Castingdeck, heben das Boot auf den Trailer und beginnen zu packen.. dazu noch baden gehen und rasieren, bereit machen für die Zivilisation… 3 Stunden Ablenkung, dann ist alles geschafft, nur das Zelt steht noch da…

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Wir setzen uns ans Ufer und machen uns die letzte Dosensuppe warm. Wir blicken über den See und essen lustlos die heiße Suppe. Ich hole uns noch 2 Bier und den Rest Gin Tonic und wir lassen die Woche nochmal Revue passieren.. Ich kann’s nur immer wieder sagen, was war hier nur los in dieser Woche? Einen Elch gesehen, Wölfe gehört, den Meterhecht geknackt, sage und schreibe 40 30+ Barsche verhaftet und dieses Fette Schiff von Barsch, wo es unsicher ist ob einer von uns jemals wieder so einen Barsch sehen wird… So einen geilen Schwedenurlaub werden wir wohl nicht mehr erleben. Der Hammer ist Schweden immer, aber sowas erlebt man dann wohl doch nicht oft…

..sogar der Wolf verabschiedet sich von uns.. Schweden kann so magisch sein.. als der letzte Jauchzer verstummt gehen wir ins Zelt, schlafen für die Rückfahrt.

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Die Fahrt zur Fähre klappt reibungslos, wir frühstücken auf einem Parkplatz, tauschen gedankenverloren ein paar Sätze aus, hören Musik, kochen uns auf einem MC Donalds Parkplatz Spaghetti auf dem Campingkocher (war ein Highlight für alle vorbeifahrenden..) und beschließen letztendlich diesen Bericht zu schreiben..

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Die ganze Fährüberfahrt sitzen wir zusammen und überlegen nochmal genau was alles passiert ist, jeden einzelnen Tag. Zum Glück hatten wir eine Essensliste und unsere Fangbücher regelmäßig geschrieben. In 4 Stunden schaffe ich es nicht alle Tage ins Buch zu schreiben… mitten in der Nacht sind wir dann zu Hause.

Danke an Rästja fürs Gegenlesen und euch für die Unterstützung, das hat Kraft gegeben die letzten Berichte trotz Zeitmangel noch zu rocken.

 

Kategorien: Fangberichte

Kommentare

  1. Johannes Dietel
    Johannes Dietel 28 August, 2019, 08:06

    Vielen Dank für den Bericht. Ist ja der Hammer. Konnte ihn jetzt nicht so sauber umsetzen wie gewohnt. Muss ich mal überarbeiten zeitnah. Gerade zickt das WLAN in Schaprode aber rum…

    Wirklich toll. Wahnsinn, was Du hier geleistet hast. Und ein richtig geiler Trip wars natürlich auch.

  2. nord
    nord 28 August, 2019, 10:09

    Unglaublich und wie aufs Detail beim schreiben geachtet wurde….Mein Neid sei euch sicher…Ganz großes Kino, vielen Dank fürs mitnehmen!!!

  3. PM500X
    PM500X 28 August, 2019, 11:48

    Sehr sehr geiler Bericht. Unheimlich lang, aber ich musste ihn einfach fertig lesen. Vielen Dank!

  4. HerrBub
    HerrBub 28 August, 2019, 15:06

    Auch von mir hier n dickes Dankeschön. Ein toller und schön zu lesender Bericht.

  5. TeamTock
    TeamTock 28 August, 2019, 16:15

    Klasse Bericht!

  6. MOORLA
    MOORLA 28 August, 2019, 17:41

    Hat echt mega Spass gemacht zu lesen. Ich liebe solche Reiseberichte und eurer war definitiv einer der tollen Sorte.

    Macht wirklich Lust nachzumachen.

    Danke!!!

  7. Blackmax
    Blackmax 28 August, 2019, 20:18

    Das ist der schönste Angel- u. Urlaubsbericht den ich jemals gelesen habe. So schön geschrieben, so viele Details, unterhaltsam, voller Leidenschaft und Naturverbundenheit.
    Danke!

  8. mercator_oris
    mercator_oris 29 August, 2019, 09:22

    Sehr geil.

    Danke fürs Teilhaben lassen

  9. Knottable
    Knottable 29 August, 2019, 09:29

    Mega gut geschrieben! Jetzt hab ich Fernweh 😀

  10. Vik le Trik
    Vik le Trik 29 August, 2019, 23:49

    Vielen Dank auch von meiner Seite. Wirklich gut und unterhaltsam geschrieben. Dazu die tollen Fotos! Einfach nur geil! Was mich ebenso erfreute war die Tatsache, dass es neben mir auch noch andere Angler gibt, die sich riesig über 30er Barsche freuen können.

  11. Rästja
    Rästja 29 August, 2019, 23:55

    @Vik le Trik in unseren Gewässern ist ein (!) 30ger, es schon wert sich den ganzen Tag auf dem See rumzutreiben und danach von nem richtig geilen angeltag zu erzählen. Das Erlebte war dann einfach nur realitätsfern und unfassbar geil 😀

  12. cybershot
    cybershot 30 August, 2019, 10:39

    Schöne Aktion, genau mein Geschmack!

  13. Mabu1899
    Mabu1899 31 August, 2019, 11:03

    Danke für den tollen Bericht!

  14. Norra tvängstjärnen
    Norra tvängstjärnen Autor 3 September, 2019, 17:52

    Vielen Dank Leute, bin echt baff über so viel positives Feedback hier.
    Freut mich wirklich wenn’s gefallen hat, gerne wieder 😉

  15. Percator
    Percator 4 September, 2019, 16:57

    Na, dann kriegst gleich noch’n positives Feedback! Hab‘ den Bericht auch -trotz lektüre-induzierter Fernweh-Attacke- sehr gern gelesen!

  16. mobi86
    mobi86 4 September, 2019, 23:15

    Hammer, toller Bericht und spannend 👌 danke für die Tollen Einblicke

  17. altesRotauge
    altesRotauge 5 September, 2019, 18:10

    Vielen Dank für den tollen Bericht! Klasse das ihr euch so viel Arbeit mit den ganzen Bildern + Text gemacht habt. Hat verdammt viel Spaß gemacht zu lesen 🙂

  18. Örnie
    Örnie 6 September, 2019, 10:56

    Vielen Dank für die Mühe!
    Wirklich sehr schön!
    Tight Lines

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