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wie groß ist ein barsch in welchem alter

Dieses Thema im Forum "Barsch" wurde erstellt von dietel, 6. Dezember 2002.

  1. dietel

    dietel Barsch-Joda Mitarbeiter Administrator

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    im blinker sonderheft barsch steht dazu folgendes:

    15 cm: 3 jahre
    20 cm: 5 jahre
    25 cm: 7 jahre
    30 cm: 10 jahre
    35 cm: 13,5 jahre
    40 cm: 17 jahre
    45 cm: 21 jahre
    50 cm: 25 jahre

    eine studie aus england besagt, dass nur die wenigsten barsche überhaupt so groß werden können. unter 10.000 fischen setzt bei einem ein wachstumsschub um das 4. lebensjahr ein. diese barsche werden urplötzlich zu kannibalen. (meiner meinung nach fressen allerdings die meisten barsche gern die eigene brut) mit dem ersten verschlungenen kleinbarsch wächst ein kannibale dann ohne ende, so die studie. in der nächsten periode von weiteren 4 jahren legt der barsch dann (laut studie) unglaublich schnell an länge zu. das wachstum hält an und bei ca. 40 cm stagnieren die meisten barsche und wachsen kaum noch (die tabelle sagt ja: von 40 auf 50 cm dauert es 10 jahre).

    die studie sagt auch: hauptsächlich in seen, in denen es zu einer verbuttung des barschbestandes kam (nahrungsarmer see, mehrere jahre hintereinander optimale laichbedingungen) werden wahre monsterbarsche produziert. die entscheiden sich aufgrund des nahrungsmangels frühzeitig ihre artgenossen zu verspeisen und werden dann zu den riesen unter den zwergen.

    naja. davon kann man halten, was man will. ich halte kleinbarsche und köder im barschdekor für einen der besten barschköder überhaupt. und das eigentlich an fast jedem gewässer. barsche sind meiner meinung nach überall kannibalen und große barsche hab ich eigentlich nur dort gefangen, wo es genug zu fressen gibt. besonders die flüsse, die zugang zum meer haben, haben ein krasses großbarschpotential. hier spielen meines erachtens die garnelen und die viele fischbrut eine entscheidende rolle. ich würd also sagen: großes nahrungsangebot, große barsche.

    trotzdem dürfte die tabelle ein ungefährer richtwert sein.
     
  2. chris85

    chris85 Echo-Orakel

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    Also war mein 40er barsch was besonderes???
    ich hab das zu der zeit nicht zu schätzen gewusst...
    damals war ich wohl auf einen 45er hecht viel stolzer als auf den 40er barsch...
    so lernt man dazu...
    ratet mal wie ich diesen monsterbarsch gefangen hab...
    mit meinem hebnetz...
    ich war damals so etwa zehn jahre(der barsch 17) alt und hatte viel spass an meinem hebnetz...
    und eines tages fühlte es sich an als wären steine drin,diese steine entpuppten sich dann als 5 riesige barsche von denen 3 sich durch die löcher im netz gleich wieder verabschiedeten...
    zurück blieb ein 30er und ein 40er barsch,den einen hab ich zurückgesetzt und den anderen hab ich damals noch ganz unbekümmert meiner mutter zum braten gebracht...
    zur strafe blieb dieser mein einziger barsch über 40...
     
  3. dietel

    dietel Barsch-Joda Mitarbeiter Administrator

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    ist zwar nicht ganz einfach, so einen fetten barsch zu fangen, aber die chance erhälst du sicher noch einmal. ich würd vielleicht nochmal das gewässer angehen, in dem du den 40er gesenkt hast. ich weiß ja nicht, wie lange das her ist, aber die 30er dürften doch inzwischen auch schon 10 cm zugelegt haben. :)
     
  4. machine82

    machine82 Schusshecht-Dompteur

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    Ab welchem Alter ist denn der Barsch geschlechtsreif?

    Vor ca. 10 Jahren haben mein Vater und ich mal Brutfische aus dem Rhein mit in den Westerwald geholt und bei uns in ne alte Tongrube eingesetzt! Da diese mittlerweile zu ner Erddeponie umfunktioniret wurde, und mein Vater den Tonweiher zuschieben musste haben wir dann noch ne Rettungsaktion gestartet, als nur noch ne große Pfütze übrig war!

    Aus der konnten wir dann diverse Weissfische, Karpfen und 5 Barsche (Grösse s. Foto) und jede Menge Barschbrut ca 5 cm fangen!

    Diese haben wir dann in einen größeren Weiher umgesetzt!

    Denke das sie kaum gemustert sind liegt daran, dass es halt alte Tonlöcher sind wo sie hausen mussten!
     

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  5. Hamme-Freak

    Hamme-Freak Echo-Orakel

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  6. ObiWan75

    ObiWan75 Gummipapst

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    @ Hammer-Freak
    Na da hast die These der Engländer schon mal widerlegt

    @ Johannes
    Sehe es ähnlich wie du. Wenn es viel zu fressen gibt, wird auch mehr gefressen ergo bessere Umweltbegingungen -> bessere Chancen auf Kapitale!
    Ansonsten kann es gar nicht sein, dass so viele kleine Tümpel verbuttet (schlechte Nahrungsaufnahme-Möglichkeit durch zu viel Konkurenz!) sind und die Barsche darin fast nie die 25 cm-Marke knacken!

    Man kann ja mal ´nen Blick über die Mauer werfen und Hechte zur Grundlage nehmen (auch wenn der Vergleich mit dem heimischen Primus-Predator ein wenig hinkt!).
    Vor Rügen werden jedes Jahr etlichte Kapitale gefangen und das Nahrungsangebot ist dort sehr gross und nicht etwa gering.
    Die einzige mir bekannte Fischart, die ihre Grösse und Optik dem Nahrungsangebot anpasst, sind die Aale (Breitkopf -> Fischfresser / Spitzkopf -> Wurm- etc. Fresser).

    Ich persönlich stütze die These, dass in grösseren, fischreichen Gewässern die Wahrscheinlichkeit wesentlich grösser ist, einen Giganten zu fangen, als an einem "kleinbarsch-verseuchten"-Seen.

    Für mich ist und bleibt eine Barschimitation der beste Barschköder
     
  7. qb4ll

    qb4ll Forellen-Zoologe

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    Hiho,

    also für mich bedarf es keiner Studie, um zu wissen, wo ein gutes Nahrungsangebot bzw. wo die Nahrung qualitativ hochwertig ist, da wachsen Lebewesen (egal ob Tier oder Pflanze) besser und schneller. Ich glaube das haben wir schon im Sachkundeunterricht gelernt.

    Verbuttete Gewässer mit kaum unterschiedlichen Nahrungsangebot, würde ich eher sehen wie eine Monokultur in der Landwirtschaft. Irgendwann kann eine Pflanze nicht mehr vernünftig wachsen, da die bestimmte Nährstoffe einfach ausgelaugt sind. Eine einseitige Ernährung wird zwangsweise zu einem Mangel führen der irgendwann das Wachstum behindert. Hmmm vielleicht ist meine Erkenntnis auch einfach nur Quark :) Wie dem auch sei Danke für die Infos Johannes!

    Gruß
    Jens aka qb4ll
     
  8. moritz1993

    moritz1993 Echo-Orakel

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    @obiwan75: ich bin mir nich sicher, aber ich glaub aale ändern nich ihre kopfform nach dem nahrungsangebot, sondern werden schon als breitkopf-oder spitzkopfaal geboren.
     
  9. karpf76

    karpf76 Barsch Simpson

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    Hallo
    Als ich letzten Sommer einmal auf Karpfen angeln wollte, hatte ich einen grosses Stück Teig an meinen Haken gehängt. Nach einer Weile kam ein Biss. Ich schlug an und merkte gleich, dass dies kein Karpfen sein kann. Nach wenigen Minuten bekam ich den Barsch zu sehen. Er war wunderbar.
    Stolze 32 cm hatte der schöne Stachelritter. Als ich ihn in der Hand hielt, bemerkte ich plötzlich, dass der ja noch eine Schleie im Maul hatte. Diese hatte satte 14 cm. Da musste mein Barsch schon ziemlichen Hunger gehabt haben. Ich hatte mich oft gefragt wie alt der wohl gewesen war. Doch nun weiss ich endlich wie gross mein barsch war.

    Petri Heil

    Michi
     
  10. Hamme-Freak

    Hamme-Freak Echo-Orakel

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    :?: du weist durch die Tabelle da oben wie groß dein Barsch war???
     
  11. ryba

    ryba Twitch-Titan

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    Moin !


    Ohh cool als Barsch wär ich jetzt ca. 37cm :p
     
  12. Basti

    Basti Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Tabellen hin oder her, ich glaub da ehrlich gesagt nicht so dran.
    Ein Kumpel und ich hatten vor etwa 4 Jahren unsere Köfis im Gartenteich (4*4m) im Setzkescher gelagert, und dabei ab und an kleine Rotaugen/Barsche "versehentlich" daneben geworfen. So auch mit einem Barsch von damals max. 5-10cm - eher 5. Mitlerweile siehste dort im Sommer neben Rotaugenschwärmen *unschuldiges Pfeifen* einen Kawennsmann von Barsch, der sich neben kleinen Fischen auch die Pellets von der Oberfläche pickt. Der Barsch hat locker seine 35cm und ist fett wie ein Ofenrohr. :wink:

    Ich mach den Wachstum eines Fisches nicht von frsten Werten sondern einzig und allein von seinem Lebensraum abhängig. So auch bei diesen:

    - kleiner Teich
    - keine Strömung
    - GROßES Nahrungsangebot
     
  13. Basti

    Basti Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Lingen (Ems)
    Achja:

    Hier auf BA haben wir doch auch einen Aquarenbarschliebhaber, wie hiess er noch? T-Rex? Würd mich mal interessieren, wie es bei ihm aussieht.
     
  14. Daniel

    Daniel Master-Caster Moderator im Ruhestand

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    Hehe, der Barsch heißt T-Rex! Der soll ziemlich schnell abwachsen. Der Liebhaber heißt pacmanfish...:)
     
  15. ObiWan75

    ObiWan75 Gummipapst

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    @ moritz1993
    Werden sie nicht. Es ändern sich die Muskeln im Köpfbereich, daher wirkt der Kopf breiter -> Breitkopf
     
  16. angeljoe2008

    angeljoe2008 Master-Caster

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    In Sachen Barsche im Aquarium konnten wir ebenfalls schon einige Seltsamkeiten beobachten. Wir hatten in unserem Becken gleichzeitig eine Gruppe von 4 kleinen ca. 5cm großen Barschen eingesetzt. 3 der Vierergruppe wuchsen in 6 Monaten gerade mal 1-2cm; einer allerdings war eine wahre Fressmaschine. Kaum ging das Licht aus, sind die Barsche auf Jagd gegangen und der große Mega-Fresser ist sofort in die Kleinfisch-Schwärme geschossen und hat selbst mit einem Fisch im Maul wo der Schwanz noch raus hing hat er versucht weitere Beute zu machen und hat andere Opfer gerammt. Als wir ihn wieder ausgewilder haben war er doppelt so groß wie seine Teamkollegen. Die Theorie des unteschiedlich schnellen Wachstums muss ich also mit dieser winzingen empirischen Studie unbedingt unterstreichen ;-)

    Beste Grüße

    jonas
     
  17. perchbone

    perchbone Echo-Orakel

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    Hallo,


    meines Wissens nach hat das Wachstum eines Barsches auch damit zutun, wieviel 'Stress' er in seinem Leben hat.

    --> wenig Stress= schnelles bzw. schnelleres Wachstum
    --> viel Stress= langsameres Wachstum




    Viele Grüße (und wenig Stress! :D )
    perchbone
     
  18. Trouthunter94

    Trouthunter94 Gesperrt

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    Als Barsche wäre ich ungefähr 38 cm groß ;)
     
  19. schwarze-kerze

    schwarze-kerze Gesperrt

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    Ist ja echt interessant diese Seite.Obwohl so Langzeitbeobachtungen eigentlich hieb und stichfest sein müßten,denke ich das man nix verallgemeinern kann.Ich kann mich noch genau erinnern,daß ich im Frühjahr 1991 ca 150 Barsche von10 bis 15cm aus einem Waldsee entnommen habe.Diese wurden in einen kleinen Teich (Soll)von nur15x25m gesetzt.Der Tümpel hatte einen reichlichen Bestand an verbutteten Schleien und Giebeln.Da war also gut Futter für dei Barsche drin.Die Tiefe betrug ca 125cm.Im darauf folgenden Jahr,also September 1992 war der Wasserstand stark gesunken.So befürchteten wir eine Verlandung.Mittels Angel und Stellnetz fingen wir fast alle Fische die noch im Teich waren.Etliche Giebel und Schleien hatten alle über 25cm.Alle Barsche die wir fingen(korrekt 28 Stück)waren alle zwischen 33 und 36cm.Man kann also sagen eine Grösse.Diese hatten eine kompakte Form,wahrscheinlich hatten sie sich an den Giebeln und Schleien sowie ihren Artgenossen gut getan.In nicht mal18 Monaten ein Grössenzuwachs von bis zu 20cm.Kaum zu glauben, aber wahr.Dies zeigt doch, bei reichlich Futter kann man alle Regeln vergessen.Ach so noch dies.Aus dem Waldsee ,aus dem die Fische als Setzlinge entnommen wurden,sind einige Kapitale gekommen.Mein damaliger Angelkumpel und ich fingen dort Anfang der 90iger Jahre ca 10 Fische über 45cm.Den Vogel schoss mein Bruder mit einem 53iger ,im August 1990,beim Nachtangeln mit Köderfisch ab.
     
  20. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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    Alter Schwede, ich hab doch gewußt, dass uns der Gute noch was verschweigt 8O
     

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