Wie finde ich zum Fangerfolg zurück oder wie werde ich ein besserer Angler?

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eastside

Finesse-Fux
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wie immer: Zeit ist Fisch. Wenn man nur sporadisch ans Wasser kommt, dann auf bekannte Gewässer und Spots zurückgreifen, die schon mal geliefert haben. Nicht Köder DJ spielen und minimalistisch auf 1-3 Köder des Vertrauens konzentrieren und best case zur prime time am Wasser sein.
 

JonnyZett

Schusshecht-Dompteur
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Auch ich sehe mich sehr in der angesprochenen Problematik mit extrem reduzierter Angelzeit. Bedeutet konkret, dass ich aktuell ausschließlich zwischen 20 und 0 Uhr zum Angeln komme. Lange bin ich das unstrukturiert angegangen, inzwischen bin ich aber sehr gewissenhaft:
Option 1) Bedingungen sind eher gut (Wasserstand, Luftdruck, Trübung etc.) -> neue Stellen, die mir aufgrund ihrer Struktur vielversprechend erscheinen, werden angetestet und ich nehme sie dann entweder in den Kanon für Option 2) auf oder verwerfe die Stelle wieder aufgrund ausbleibenden Erfolges.
Option 2) Bedingungen sind eher schlecht -> ich greife auf meine Top 5 Spots zurück und gehe aufgrund meiner guten Kenntnisse vor Ort trotzdem selten als Schneider nach Hause.

Auf diese Weise sammle ich neue Kenntnisse und Erfolge im Wechsel.

Grundsätzlich haben junge Eltern aber eben andere Prioritäten und sollten diese Tatsache auch einfach genießen, die Kinder werden schneller ohne uns klar kommen als uns lieb ist, insofern haben wir bald wieder reichlich Angelzeit.
 

köderkunst77

Döbel-King 2025
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Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, weshalb ich mich auf keine der beiden Fragen festlegen kann.
Bin ich so ein passabler Angler, dass ich eine zwei Drittel Quote halten konnte, auch wenn andere sich schwer getan haben oder lag es einfach nur daran, dass ich viel Zeit zum Angeln hatte und quasi immer up to Date war, was gerade am Wasser los ist?
Mittlerweile glaube ich eher zweiteres, da ich ja scheinbar relativ wenig aus meinem Erfahrungsschatz schöpfen kann.
Oder habe ich einfach nur irgendwo den Faden verloren und muss ihn wiederfinden?
Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass ich all das theoretische Wissen das ich habe, gar nicht mehr in die Praxis umgesetzt kriege und teilweise wie ein Ochs vorm Berg stehe, wenn die Zeit immer knapper wird und die Fische sich immer noch nicht bemerkbar machen…
Also ich habe ähnliches durchlebt als ich Papa geworden bin. Und mein Fazit dazu ist wie du bereits erkannt hast, dass du aufgrund der Größeren Zeit am Wasser immer up to Date warst wie es gerade läuft. Das ist einfach ein Punkt der es ermöglicht über den ganzen Angeltag wenn dieser zur Verfügung steht zu punkten und bringt halt in Summe mehr Fisch.
Ich habe das so gelöst in der Anfangszeit das ich mich mehr auf barsch konzentriert habe und prinzipiell kleiner gefischt. Da stand das tun und kleine Erfolgserlebnisse mehr im Vordergrund als an einem PB zu arbeiten. Im übrigen habe ich mir auch meine Bildergalerie zu nutze gemacht und ein bisschen gefiltert wo ich in Relation (Spot, Uhrzeit, Jahreszeit) relativ viele Fische hatte. Mit der Kombination habe ich es dann so gestaltet das ich lieber effizient 1,5-2 h powerfischen gemacht habe als einen ganzen Tag mit der Frau abzusprechen. Das lief im Rückblick sehr sehr gut und gelegentlich hatte man trotzdem mal einen sehr guten Fisch.

LG & TL Patrick
 

elitärer_scheiner

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Einige Einschätzung von meiner Seite:

1) Fokussierung auf Dinge, die in der Vergangenheit funktioniert haben
-Persönlich fange ich selbst am besten in der Durchschnittsbetrachtung, wenn ich Spots und Methoden, die sich über einen bestimmten Zeitraum (Monate bis Jahre) als gewinnbringend herausgestellt haben, stumpf mit Schema F abfische unter dem Gesichtspunkt gleicher oder ähnlicher Bedingungen. Ist zwar in gewisser Form langweilig, aber ich bin - ähnlich wie Du vermutlich auch - primär am Wasser, um Fisch zu fangen und nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Was nicht heißt, dass gewisse Begleiterscheinungen den Angeltag nicht bereichern könnten. Funktioniert bei mir vor allem in der warmen Jahreszeit und NL hervorragend. Also einfach mal nachdenken, wo Du in der Vergangenheit gut gefangen hast und versuchen, dies zu rekapitulieren. Klar, habe ich selbst auch Spots, die vor zwei, drei Jahren noch geliefert haben, und mittlerweile Rohrkrepierer sind. Aber eben auch einige wenige, die bei bestimmten Bedingungen mit Ansage funktionieren.

2) Nicht so viel wechseln
- Hattest ja mehrere Gewässer in den zehn Stunden zuletzt befischt. Bin dann eher ein Freund, an bekannten Gewässern, die nachweislich Fische gebracht haben, entweder Methode oder Spot zu wechseln. Finde persönlich, dass zu viel Wechselei eher verunsichert. Man muss sich aber dieses Vertrauen erst erarbeiten durch Erfolge, keine Frage.

3) Flüsse bei Niedrigwasser im Juni/Juli
-Habe hier grundsätzlich eher schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn, dann waren bei Dämmerung und Dunkelheit bessere Ergebnisse möglich. Kanäle und Seen funktionieren hier aus meiner Sicht besser. Ist aber eine persönliche Meinung, andere fangen zu der Jahreszeit auch in Flüssen gut, siehe etwas YPC Bank!

Und ein letzter Tipp - nicht entmutigen lassen!
 
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katatafisch

Barsch Vader
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Das erinnert mich an die Zeit nach meinem Umzug nach MV: Während ich in "meinen" brandenburgischen Gewässern sehr verlässlich gefangen hatte, sah ich in den vergleichbar großen Seen hier einfach keinen Stich mehr und ein Schneidertag reihte sich an den anderen. Die Erfahrungen, von denen ich bis dato profitiert hatte, waren überhaupt nicht übertragbar und der Frust wuchs.
Und so vergingen tatsächlich mehrere Monate, ehe ich meinen ersten mecklenburgischen Fisch fangen konnte, das war dann ein 15cm langer Barsch auf einen kleinen Gummifisch. Hab mich selten so über einen Fang gefreut und nach und nach stellten sich dann auch wieder die Erfolge ein.

Was ich damit sagen will: du angelst jetzt unter ganz anderen Bedingungen als zuvor, auch wenn es noch die gleichen Seen sind. An deiner Stelle würde ich mich (wie schon andere geschrieben haben) auf eine handvoll Gewässer konzentrieren und nur losgehen, wenn du den Bedingungen vertraust (und selbst dann eher 2-3h als einen halben Tag).
Mit kleinen Kindern zu Hause kommst du nunmal nicht so leicht ans Wasser, der einzige Trost ist: es wird besser.

Meine sind jetzt 7 und haben mich Anfang des Jahres gebeten, mit ihnen im Sommer zum Angeln nach Norwegen zu fahren, da musste ich natürlich schweren Herzens zustimmen :)
 

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