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Sir Saturday

Gummipapst
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Hier wird jede/r zum Stahlgewicht gebracht. Wenn nötig, unter Berücksichtigung ganz individueller Bedürfnisse.

Vielen vielen Dank dafür :blush:

Durch meine zahlreichen Fragen sind wir D4vEs Chatterbaits völlig übergangen. Die sehen sehr professionell aus, finde ich. Besteht der Kopf aus pulverlackiertem Staht und ist das Blade aus (Stahl)Blech selbst ausgeschnitten und gelocht worden?

Andererseits frage ich mich, ob ökologische Aspekte beim Chatterbait überhaupt relevant sind. Verliert man die Teile je?

Ich war eine Zeit lang von der Idee beseelt, Hardbaits ohne Epoxidharze, Lacke und Blei herzustellen, bis ich festgestellt habe, dass ich solche Köder kaum verliere. Auf 100 verlorene Softbaits kommt bei mir vielleicht ein einziger Hardbaitverlust. Außerdem gibt's so etwas schonin abbaubar und bester Qualität ;)

Off-Topic: Mich würde viel mehr interessieren, ob man auch aus Naturkautschuk-Gummiringen so ein Skirt binden könnte, denn daraus würde ich mir Skirted Jigs machen wollen. Die reißt man bestimmt regelmäßig ab, wenn man sie hart am Grund entlang führt.
 
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D4vE

Echo-Orakel
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"Selbst zusammengestzt" triffts bei den Chatterbaits eher als "selbst gebaut". Die Einzelteile (Blades, Skirts und Skirtholder) kommen großteils von aliexpress, sind aber sicher auch hier erhältlich.

Die Haken sind von Owner: https://www.pecheur.com/de/at/kauf-hamecon-simple-carnassier-owner-round-bend-5317-par-25-119728.html
Die Öse habe ich mit einem Körner leicht aufgebogen, die Blade eingesetzt, und dann mit einer Zange wieder zurückgebogen. Hier ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl gefragt, sonst bricht die Öse.

Die Stahlkugel wird in gewohnter Manier geschlitzt und in die V Biegung geklebt. Pulverlackieren ist damit nicht, ich habe Modelbausprühlack verwendet zum Ausprobieren, ist aber auf Dauer sicher zu teuer. Hier wäre die Alternative mit einlöten und gleich danach pulverlackieren evtl. interessant.

Die Skirtholder werden mit 2 K Epoxykleber an die Stahlkugel gepappt, da der Durchlass relativ gross ist.
IMG_0314.JPG

Die Skirts werden nach dem aushärten mit Fliegenbindegarn appliziert. Das mit den Fliegebindeknoten muss ich noch üben =P deswegen habe ich das ganze mit etwas UV Kleber fixiert.

Das ganze nimmt leider doch einiges an Platz ein, wenn jemand einen Tip hat für einen Haken mit selber Form, aber längeren Schenkel, bitte gerne =)

Wenn du die Chatterbaits nur einleierst, wird es kaum Köderverlust geben. Den besten Erfolg hatte ich allerdings auf hart vom Grund weggejiggte Chatterbaits mit anschließendem wiederabsinken zum Grund. Dann ist die Abrissgefahr äquivalent zu normalen Jigs. Experimentiere aber auch erst seit 2 Monaten mit den Dingern =)

Bei der Verwendung von Klebern und Lacken habe ich ehrlich gesagt kein besonders schlechtes Gewissen, angesichts der Mengen die hier beim Köderbau verwendet werden.
 

Sir Saturday

Gummipapst
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Bei der Verwendung von Klebern und Lacken habe ich ehrlich gesagt kein besonders schlechtes Gewissen, angesichts der Mengen die hier beim Köderbau verwendet werden.
Ein schlechtes Gewissen möchte ich dir auch gar nicht machen, aber das Argument beruhigt zumindest mein Gewissen trotzdem nicht.

Epoxy wird doch hauptsächlich an Hardbaits verwendet, die man selten verliert (oder geht's nur mir so?). Unabhängig davon liegt die Optimierung doch in unserer Hand, bzw. müssten wir auch nicht auf Blei verzichten, angesichts der Mengen, die beim herkömmlichen Köderbau verwendet werden. Oder habe ich deine Begründung falsch verstanden? Du musst dich allerdings auch nicht rechtfertigen. Ich frage nur aus dem Interesse heraus, meine eigene Position zu anderen ins Verhältnis zu setzen :)

Durch die 3D-Drucktechnologie können Hardbaits unkompliziert aus abbaubaren Kunststoffen gefertigt werden und als Gewichte zumindest potenziell Stahlkugeln enthalten.
 
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D4vE

Echo-Orakel
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Mit 3D Druck Wobbler habe ich auch schon experimentiert, aber auch die brauchen am Ende ein Epoxidharzcoating damit sie dicht werden.

Mit Menge meinte ich genau das: der Kleks Epoxykleber den ich da verwendet habe, hat vermutlich keine 10 mg. Ein bisschen was darf man Mutter Natur schon auch zutrauen, dass sie bewältigen kann, insbesondere wenn es sich um rein organische Stoffe handelt. Anders sieht es da mit bioakkumulativen Schwermetallen aus, wie z.B. Blei.

Die ganze Mikroplastikdiskussion haben wir am Ende vom Tage nur weil es einfach zuviel Plastik ist, dass in die Umwelt gelangt, und die Natur mit dem Abbau nicht hinterherkommt. Aber da bin ich sicher dass jeder einzelne eine weitaus tragkräftigere Plastikeinsparungsmöglichkeit findet als den Verzicht auf etwas Kleber beim Köderbau, meine Wenigkeit inklusive.

Und Epoxidkleber hab ich deswegen genommen, weil ich weiss, dass er funktioniert. Damit kriegst du alles überall hingeklebt, in diesem Fall Gummi an Eisen, und wasserfest ist er auch. Bin aber natürlich für Alternativvorschläge offen wenn nach geschätzten 200 Chatterbaits meine 2 10 g Tuben dann alle sind =)
 

D4vE

Echo-Orakel
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Nein, aber wenn das wirklich stimmt sind die Dinger auch vergänglich, auch bei sporadischen Gebrauch, zmd was Glanz und Farbechtheit belangt, und das ist bei Hardbaits doch etwas fragwürdig?
 

Sir Saturday

Gummipapst
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Ja, das wäre schon nicht nachhaltig.

Ich habe mir das so idealistisch vorgestellt, wie es im Artikel und dem darin enthaltenen Video beschrieben wird, dass erst bei dauerhaftem Verbleib im Wasser nach einiger Zeit die entsprechenden Reaktionen vonstatten gehen, die diese Köder dann in Wohlgefallen auflösen.
 

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