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Luftdruck-Zander

Dieses Thema im Forum "Zander" wurde erstellt von Angelkiste, 9. Juni 2007.

  1. Angelkiste

    Angelkiste Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    LG
    Hey BA´s,
    habe schon meherere Hot spots befischt, doch der gewünschte Erfolg stellte sich noch nicht so richtig ein. Köderführung, Größe und Köder mal beseite.
    Das Wetter ist bei uns recht Hot und schwül....

    Mir gehts um Erfahrungen, inwiefern der Luftdruck beim Zanderfischen eine Rolle spielt!?

    Ich hoffe, ich erfahre hier mehr dazu. :D
    Gruß Daniel
     
  2. linux

    linux Echo-Orakel

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    Zwischä Baden und Schwaben
    Quelle: Angeln.de

    http://www.angeln.de/praxis/raubfisch/fangtag/bericht.php

    Gruß Kevin
     
  3. link

    link Barsch Simpson

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    Hy,
    wenn der Luftdruck sich geändert hat warte ich bis er mindestens zwei drei Tage konstant geblieben ist ,weil die Zander erfahrungsgemäß bei Luftdruckschwankungen schlecht beißen.
    Gruß Link
     
  4. link

    link Barsch Simpson

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    Hy,
    wenn der Luftdruck sich geändert hat warte ich bis er mindestens zwei drei Tage konstant geblieben ist ,weil die Zander erfahrungsgemäß bei Luftdruckschwankungen schlecht beißen.
    Gruß Link
     
  5. nordenrockt

    nordenrockt Gummipapst

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    hab bis jetzt nur bei tiefdruck gefangen, also die vernünftigen. schniepel beissen ja fast immer.
    desweiteren musste es bewölkt und windig sein, sonst war nichts zu machen.
     
  6. Der_Nico

    Der_Nico Angellateinschüler

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    Moin,

    also ich hab die Erfahrung, dass der Luftdruck völlig schnuppe ist. Ich hatte schon häufig Zander gefangen, wenn der Luftdruck und überhaupt das ganze Wetter umgeschwungen ist. Ebenso hatte ich auch nach lehrbuchartigen Wetterverhältnissen, schon den ein oder anderen Schneidertag.
    Außerdem warum sollte der Zander nicht mehr beißen wenn sich der Luftdruck verändert? Nehmen wir mal an der Luftdruck würde sich täglich, über Wochen hinweg, ständig ändern, müsste der Zander dann verhunger, weil er nichts mehr frisst? Wäre eigentlich ziemlich blöd oder nicht?

    Mfg. der Nico
     
  7. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Der Zander kann den Druck seiner Schwimmblase nur über Gasaustausch, also das Blut regulieren.
    Die meisten (alle?) anderen Fische können Luft "direkt" ablassen.
    Wenn sich nun der Umgebungsdruck ändert schlägt dem Zander das aufs Gemüt (oder aufs Blut?). Dann beissen sie deutlich schlechter.
    Wenns natürlich mehrere Wochen zB total heiss war, der Sauerstoff knapp wird und die Fische nicht fressen weil sie andere Sorgen haben (ersticken) und dann plötzlich kommt Wind und Regen...ja dann gilt das nicht. Dann gibts natürlich ne Fressorgie, weil er ja wie du so schön sagtest fressen muss irgendwann.
    Aber Unsinn ists deswegen keiner. Nur Biologie.
     
  8. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Hallo,

    es wurde, so glaube ich mich zu entsinnen, bereits schon mal in einem anderen Thread auf BA erwähnt, aber die Luftdruckschwankungen zwischen Hochdruck- und Tiefdruckgebiet liegen bei 0,03 bar, meist aber wesentlich weniger, so 0,01-0,02 bar. Das entspricht also dem Druck einer Wassersäule von 10-30 cm.

    Oder anders gesagt: der Fisch müsste lediglich seine Schwimmtiefe um die entsprechende Höhe verändern, um den Druckunterschied auszugleichen, dieses geringe Höhe ist aber eh ein sehr geringer Wert im Vergleich zu den Höhendifferenzen, die ein Fisch eh schon den ganzen Tag mitmacht.

    Aber glaubt, woran Ihr wollt...

    Gruß,

    Wolf
     
  9. angelkaiser.de

    angelkaiser.de Echo-Orakel

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    also im klartext: luftdruck schei....egal!!!!
     
  10. lurehoor

    lurehoor Schusshecht-Dompteur

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    Ja, aber an irgendwas muss es ja liegen, dass die Zander oft so extrem launisch sind. Wenn's nicht am Luftdruck liegt spielt zumindest das Wetter in der Gesamtheit eine wichtige Rolle für alle Fische.
     
  11. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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  12. DozeydragoN

    DozeydragoN Finesse-Fux Moderator im Ruhestand

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    [align=justify]HI!

    Ich habe dort mal angefragt und folgende Antwort erhalten:


    Walter Trampf
    Deutscher Wetterdienst
    Geschäftsbereich Klima und Umwelt
    Abteilung Agrarmeteorologie
    Referat Fachleitung Produktion und Vertrieb
    (...)


    Guten Morgen,

    unter Mitarbeiter herr Dr. Müller hat folgende Antwort formuliert:

    Lassen Sie mich auf Ihre Frage zum Anglerwetter, insbesondere zu den Beißindices, eingehen.

    Mit der Frage "Wann eigentlich beißt der Fisch?" berührt der DWD das wohl heikelste Thema des Angelsports. Neben einer fundierten Wettervorhersage und Tabellen mit den wichtigsten Wetterelementen (einschließlich nächtlicher Mondscheindauer) wird der Sportfischer in dem für 63 Regionen Deutschlands täglich herausgegebenen Wetterfax für Angelsportler mit Informationen über das Beißverhalten für 16 verschiedene Fried- und Raubfischarten durch Beißindices von 0 (fast aussichtslos) bis 10 (bestmögliche Erfolgsaussichten) für jeden einzelnen Tag des fünftägigen Vorhersagezeitraumes versorgt, gilt es doch als erwiesen, dass die Beißlust der Fische in starkem Maße von den Witterungseinflüssen bestimmt wird. Die betrachteten Fischarten können von Region zu Region unterschiedlich sein. Das an der ehemaligen DWD-Dienststelle in Halle (heute mit Sitz in Leipzig) entwickelte Modell zur Bestimmung der Beißlust ermöglicht auf der Grundlage der prognostizierten Wetterdaten eine Berechnung der Beißindices für die wichtigsten 34 hierzulande anzutreffenden Fischarten.

    Dem Modell zur Bestimmung des Beißindexes für insgesamt 34 Fischarten liegen mittlere monatliche Beißzeitgüten (schlechte = 2, mittlere = 4, gute = 6, beste = 8 ), die auf langjährigen anglerischen Erfahrungen beruhen und für die einzelnen Fischarten unterschiedlich sind (Anglerjahrbuch 1963), zugrunde. Diese werden in Abhängigkeit von Luftdruckverhalten, Bewölkungsverhältnissen, Windrichtung, Temperaturverhalten gegenüber dem Vortag, Niederschlagsverhalten, Wasserstand am zu prognostizierenden Tag und Nachthelligkeit (Mondschein) durch elementbezogene Zu- oder Abschläge erhöht oder verringert. So bestand die Möglichkeit, eine Skala der Beißlustkennziffern (Beißindices) von 0 bis 10 zu entwickeln.

    10 - bestmögliche Aussichten

    9 - ausgezeichnete Aussichten

    8 - sehr gute Aussichten

    7 - vielversprechende Aussichten

    6 - gute Aussichten

    5 - eingeschränkt gute Aussichten

    4 - mittlere Aussichten

    3 - befriedigende Aussichten

    2 - schlechte Aussichten

    1 - sehr schlechte Aussichten

    0 - keine (hoffnungslos schlechte) Aussichten

    Streng genommen gibt es aber kein Wetter, bei dem überhaupt kein Fisch beißt (alte Anglerweisheit). Die Skala der Beißlustkennziffern findet auch in den unter www.wetter.com veröffentlichten Karten Berücksichtigung. Die angegebenen Kennziffern stellen einen Mittelwert für die Gewässer der betrachteten Region dar. Eine Unterscheidung zwischen fließenden und stehenden Gewässern erfolgt dabei nicht. Wind aus östlichen Richtungen, starker Lufttemperaturrückgang und gering bewölkter Himmel verringern im allgemeinen die Beißlust des Fisches. Bei Raubfischen hat der Angler nach mondhellen Nächten am Folgetag in der Regel etwas schlechtere Karten, da beispielsweise Hechte, Zander, Welse, Barsche usw. das Mondlicht zur Jagd nutzen und sich satt fressen. Anglerreime wie "Weht der Wind aus Osten, fängt der Haken an zu rosten" oder "Weht der Wind aus Ost und Nord, bleib vom Wasser lieber fort" unterstreichen den Windrichtungseinfluss auf das Beißverhalten. Ein Anglerspruch besagt: "Scheint die Sonne auf den nassen Pfahl, beißt nicht der Barsch, sondern der Aal". Der Reim ist nicht von der Hand zu weisen, da bei Schauer- und Gewitterlagen (Wechsel von Sonnenschein und Niederschlagsereignissen) in der warmen Jahreszeit der Aal nicht nur nachts, sondern auch tagsüber an den Haken geht. Wind aus Südwest, bedeckter Himmel, leicht ansteigender Luftdruck, sanfte Temperaturzunahme und mittlerer Wasserstand erhöhen die Erfolgschancen des Anglers. Der Erfolg des Sportfischers hängt natürlich auch von seinen Fähigkeiten (Zusammenstellung des Gerätes, Köderwahl, Wahl der Angelart, Verhalten am Fischwasser usw.) ab. Diejenigen, die sich über viele Jahre dem Zauber des Fischwassers hingegeben haben und passionierte Angler sind, wissen dass diesem Aspekt auch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommt, der sich allerdings modellmäßig nicht erfassen lässt.

    Was beispielsweise den Beißindex für den Karpfen angeht, werden Sie merken, dass mit dem Ende der Laichzeit des Karpfens im Sommer und der ansteigenden Wassertemperatur dieser allmählich auf höhere Werte steigen wird. Seine Maximumwerte pflegt der Beißindex für den Karpfen unter normalen Bedingungen in den Monaten September und Oktober zu erreichen. Während seiner Laichzeit pflegt der Karpfen verhaltener zu beißen. Danach kommt seine Beißfreudigkeit erst so richtig in Schwung. Als "Vater" des vom DWD herausgegebenen Wetterfaxes für Angler habe ich über viele Jahre selbst geangelt und mich auch mit ichthyologischen Fragestellungen befasst. Für Anregungen sind meine Kollegen und ich jederzeit dankbar.

    Dr. Jurik Müller

    Angelsportbegeisterter Meteorologe



    So, hoffe, damit könnt Ihr was anfangen ...

    Grüße, DD
    [/align]
     
  13. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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    Danke DozeydragoN, dass Du das für uns in Erfahrung gebracht hast. Inetwa werden diese Faktoren auch in Uli Beyers Raubfischbuch beschrieben.
     
  14. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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    .....Aber die Angelreime sind doch wirklich erste Sahne.... :lol: vielleicht sollte man die einfach öfter beherzigen?
     

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