Sind Altfische wirklich so wichtig?

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Findet Ihr das die ganz großen wirklich so wichtig für den Erhalt des Bestandes sind?

  • Ja

    Stimmen: 67 93,1%
  • Nein

    Stimmen: 5 6,9%

  • Umfrageteilnehmer
    72

ErikHbt

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In geschätzt jedem 2.Thema gibt es OT und oft ist es auch nicht verkehrt, Dinge von mehren Seiten zu beleuchten.
Wer noch nie OT geschrieben hat, der werfe den ersten Stein.;)


Kann ich aus den gleichen Gründen wie die tausende Menschen die jedes Jahr in Zoos und Parks rennen um Fotos von Tieren zu machen, die hier nicht her gehören.
Tierquälerei wird hier in D sehr vielfältig praktiziert, es ist nur nicht immer offensichtlich.
Aber ja Allgemeinwohl steht über privaten Wohl oder wie?

Heißt nur dass ich’s nicht verstehe und nicht machen würde. Jeder wie er es selbst mit sich vereinbaren kann. Man kann sich am Ende des Tages alles schön reden
 

Brauni95

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Es war nicht meine Absicht das es in diese Richtung abschweift obwohl ich durch meine Beispiele das ganze ja im Prinzip losgetreten habe. Sorry :sweatsmile:

Ich hätte eig nur fragen müssen wie lange alte Fische noch Fortpflanzungsfähig sind. Und warum Sie für den Bestand so wichtig sind.

Dann wäre das ganze konkreter in eine Richtung gegangen.
Es fühlte sich beim verfassen des Beitrags einfach richtig an etwas auszuschweifen. Damit man vielleicht eher nachvollziehen kann warum mir der Gedanke durch den Kopf ging. Aber in manchen Fällen ist weniger doch mehr. Werde es in Zukunft versuchen zu vermeiden.
Meine Antworten und den Verweis auf die anderen Sichtweisen hab ich ja trotzdem bekommen.:emoji_thumbsup:

Lg Brauni
 

der Kai

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BTT:

Ein Entnahmefenster ist mMn nur dann sinnvoll, wenn gleichzeitig auch die entnommene Menge reguliert wird.

Weil es sonst nur ein Schonmaß ist, das von kaum einem Fisch überlebt wird.
 

Walstipper

Bigfish-Magnet
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Barsche werden grundsätzlich nicht gefressen.

die kleinen weil sie zu klein sind

die mittleren weil sie zu putzig und schön sind

und die großen weil sie zu groß sind.



Da brauchts auch keine großartigen Rechtfertigungsversuche! ;)
Viele Leute lachen hier. dabei hat das nen ziemlich wahren Kern.
An vielen Gewässern hats die Barschbestände doch gar nicht mehr, um nen mittleren Barsch zu entnehmen & gleichzeitig sichergenug zu sein, dass weitere davon kommen um die Mahlzeit zu komplettieren. Nen 25er hat wenn überhaupt 100g Filet. Nen 30er ist eine Portion, wenn die Holde oder gar Kinder mit essen wollen, brauchts mindestens 3-4 davon.
Zum Vergleich: Nen maßiger Zander kann im vierten Lebensjahr 1,2kg haben mit über 500g Filet.

@der Kai Nen gut bemessenes Küchenfenster kann das aber schon. Oder wie meinst du das?
 

Epipotamal

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Das stimmt total @Walstipper! Ich habe oft den Eindruck, dass vielen aufgrund der ganzen Holland-Videos etc nicht so recht bewusst ist, das solche Barschgrößen die absolute Ausnahme darstellen, wenn mal mal den Gesamtbestand aller europäischen Barsche im Hinterkopf hat. Bei Bestandserhebungen in vielen unterschiedlichen Gewässern zeigt sich, dass selbst 30er Barsche schon gar nicht so häufig vorkommen, die Mehrheit ist in vielen gesunden Populationen oft unter 20 cm lang. Das spiegelt sich ja durchaus auch in unseren Fängen mit der Angelrute wieder.
Kann mir gut vorstellen, dass ein aus populationsökologischer Sicht sinnvolles Küchenfenster bei vielen Barschgewässern z.b. bei nur 20 bis 25 cm läge. Das tun sich dann halt nur die wenigsten an...
Lg
 

Brauni95

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Ein Entnahmefenster ist mMn nur dann sinnvoll, wenn gleichzeitig auch die entnommene Menge reguliert wird.
Das wird bei uns schon umgesetzt. Jahreskarten haben ihre Begrenzung und Tageskarten auch.
Bei den Max.35cm sind es 20 stk pro Jahr was man an Barschen entnehmen dürfte. Das bezieht sich aber nicht auf einen See sondern gilt für alle Gewässer die der Verein verwaltet. Da reden wir von über 400 ha Wasserfläche und irgendwas bei 20km Fließgewässer.
Aber bei über 1000 Mitgliedern muss man auch vernünftig wirtschaften ohne Schaden anzurichten.
Das mit der Begrenzung trifft auf die meisten Fischarten zu.
Die machen das schon gut finde ich.

Bei Tageskarten ist ein Raubfisch und Max 2 Friedfische Standard bei uns (Edelfische).
Habt ihr keine Limitierungen bei euch
 

Brauni95

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Ich kenne aber auch so gut wie niemanden der die Fanglimits wirklich ausreizt.
Bis auf ein paar ältere Herren die mit Eifer den Besatz-Forellen nachjagen :tearsofjoy:. Aber sei es ihnen vergönnt.
 

fragla

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Da reden wir von über 400 ha Wasserfläche und irgendwas bei 20km Fließgewässer.
Aber bei über 1000 Mitgliedern muss man auch vernünftig wirtschaften ohne Schaden anzurichten
mal zum Vergleich, in meiner Gegend reden wir von ca. 50ha Wasser und 410 Mitgliedern. Fließgewässer lasse ich außen vor, da dort nur nach Besatz was zu holen ist.
Das sind schon andere Dimensionen und da geht es bestimmt noch schlimmer.
 

Mescalero

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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da geht es bestimmt noch schlimmer.
Das kann ich bestätigen. In unseren wenigen Weihern haben Barsche keine Chance, groß zu werden. Vorher werden sie gefressen weil der Bestand an Hecht und Zander viel zu hoch ist.

Im Bach wird sehr gerne mit Wurm geangelt, insbesondere nach dem jährlichen Forellenbesatz und das kostet vielen 25cm Barschen das Leben. Größere gibt es nicht! Ich bin seit fünf Jahren im Verein und mein PB liegt irgendwo in dem Bereich. Interessiert aber niemanden wirklich, Hauptsache Karpfen und Zander läuft.
 

der Kai

Barsch Vader
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Viele Leute lachen hier. dabei hat das nen ziemlich wahren Kern.
An vielen Gewässern hats die Barschbestände doch gar nicht mehr, um nen mittleren Barsch zu entnehmen & gleichzeitig sichergenug zu sein, dass weitere davon kommen um die Mahlzeit zu komplettieren. Nen 25er hat wenn überhaupt 100g Filet. Nen 30er ist eine Portion, wenn die Holde oder gar Kinder mit essen wollen, brauchts mindestens 3-4 davon.
Zum Vergleich: Nen maßiger Zander kann im vierten Lebensjahr 1,2kg haben mit über 500g Filet.

@der Kai Nen gut bemessenes Küchenfenster kann das aber schon. Oder wie meinst du das?
Edit: Sorry, falschen Beitrag zitiert. Ich meinte eigentlich @Brauni95

Ich meine zu deiner Nachfrage übrigens, dass ein Entnahmefenster als Regel nur etwas bringt, wenn die Gesamtmenge der entnommenen Fische auf das Gewässer angepasst reguliert wird (z.B. durch eine begrenzte Anzahl Tages-/Jahreskarten mit entsprechend angepasstem Kontingent).
/Edit

Bei uns gibt es das, sowohl in den Verbandsgewässern, als auch im Verein (Tages- und Jahreskontingent).

Aber frag mal weiter im Norden, wo es mehr Gewässer gibt. Da sind Mengenbegrenzungen oft nur pro Tag geregelt, ohne die Anzahl der Begehungen und die Gesamtmenge zu begrenzen.
 
Zuletzt bearbeitet:

sepp

Finesse-Fux
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Viele Leute lachen hier. dabei hat das nen ziemlich wahren Kern.
An vielen Gewässern hats die Barschbestände doch gar nicht mehr, um nen mittleren Barsch zu entnehmen & gleichzeitig sichergenug zu sein, dass weitere davon kommen um die Mahlzeit zu komplettieren. Nen 25er hat wenn überhaupt 100g Filet. Nen 30er ist eine Portion, wenn die Holde oder gar Kinder mit essen wollen, brauchts mindestens 3-4 davon.
Zum Vergleich: Nen maßiger Zander kann im vierten Lebensjahr 1,2kg haben mit über 500g Filet.

@der Kai Nen gut bemessenes Küchenfenster kann das aber schon. Oder wie meinst du das?
Servus Walstipper,

ich habs zwar lustig geschrieben, aber schon ernst gemeint. :tearsofjoy:
Barsche zählen für mich und wohl den meisten hier, zu den schönsten Fischen in der Heimat.

Und wie Du schon erwähnt hast, was ist schon groß dran an einem 35er.

Dann schon lieber mal nen Hecht wenn’s sein muß, Zander sind zu schwierig zu fangen :tearsofjoy:
 

PhilippPDM

Barsch Vader
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Das kann ich bestätigen. In unseren wenigen Weihern haben Barsche keine Chance, groß zu werden. Vorher werden sie gefressen weil der Bestand an Hecht und Zander viel zu hoch ist.

Im Bach wird sehr gerne mit Wurm geangelt, insbesondere nach dem jährlichen Forellenbesatz und das kostet vielen 25cm Barschen das Leben. Größere gibt es nicht! Ich bin seit fünf Jahren im Verein und mein PB liegt irgendwo in dem Bereich. Interessiert aber niemanden wirklich, Hauptsache Karpfen und Zander läuft.
würde ich so nicht stehen lassen;) ganz bestimmt gibt s ü25er...kennen wir doch alle: seit 10 jahren angel ich da und plötzlich beißt der Ausnahmefisch , den es eigentlich gar nicht geben sollte( wie auch, hab s ja 10 jahre lang probiert)
 

Todi

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würde ich so nicht stehen lassen;) ganz bestimmt gibt s ü25er...kennen wir doch alle: seit 10 jahren angel ich da und plötzlich beißt der Ausnahmefisch , den es eigentlich gar nicht geben sollte( wie auch, hab s ja 10 jahre lang probiert)
Kann ich so bestätigen. Wir haben hier viele Baggerseen im Westen und wenn man die ausgiebig beangelt und die Hotspots findet, gibts schon einige Seen wo man regelmäßig 40+ Barsche fängt. Selbst in Baggerseen die unter 10ha groß sind. Natürlich fängt man mehr 20iger, aber das ist ja aufgrund der Größenpyramide bei einem gesunden Bestand ganz normal. Ich passe dann meistens meine Angeltechnik+Köder an um die Schwärme gezielt auf größere Barsche zu befischen, dann dauerts auch keine 10 Jahre bis mal nen größerer einsteigt.
 

Cybister

BA Guru
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Am Ende müssen wir abwägen. Und an den gesunden Menschenverstand appellieren. Sowie an ein gewisses Bewusstsein für das was man da macht.
Im Extremfall machen wir aus der Kreatur ein Sportgerät, der wir dabei auch noch potentiell Schmerzen zufügen.
Von daher bin zumindest ich zwischen Baum und Borke: C&R ist am Ende des Tages - je nachdem von welcher moralische Position man in die Argumentation einsteigt, nicht minder diskussionswürdig als reines Angeln für die Entnahme.
Ich hab da inzwischen einen ganz guten Mittelweg für mich (!)gefunden, ich beangle nichts gezielt, was ich im Zweifelsfall nicht auch entnehmen würde. Die meisten Fische gehen wieder zurück, ab und an kommt einer mal mit.
Weder die Verfechter von reinem C&R noch die Mitnahmefraktion befinden sich in einer moralisch unangreifbaren Position, auch wenn man es sich gerne schönreden will.
 

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