Klettersport und die Empfindsamkeit der "Rückmeldung"

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Epipotamal

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Hi Leute,

pünktlich zu Beginn der Schonzeit komme ich hier mit einem Thema, welches mich schon länger beschäftigt. In der Hoffnung, dass es vielleicht noch anderen so geht und wie ihr damit umgeht...

Folgendes: ich bin seit einigen Jahren leidenschaftlicher Boulderer. Bei einem Tackle-Vergleich mit zwei nahezu nicht-kletternden Kumpels kam letztes Jahr raus, dass ich offenbar deutlich weniger sensibel bin was die Rückmeldung bei Gummianwendungen angeht. Und zwar ganz unabhängig vom getesteten Tackle, war bei allen Kombos so. Wo der Kumpel ganz fasziniert vom Summen in der Absinkphase mit halbwegs leichten Köpfen berichtete, war ich froh überhaupt den Grundkontakt mit geschlossenen Augen zu registrieren.

Nun frag ich mich, ob ich einfach ganz generell weniger sensibel bin, oder ob da der Zusammenhang mit jahrelanger Leistenkletterei zu suchen ist.

Gibt's noch Kletterer unter euch, denen es ähnlich geht? Und noch viel wichtiger: habt ihr das dann irgendwie verbessern können?

LG
 
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Angler9999

Finesse-Fux
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Zum Köderkontakt gibt's viele Themen hier im Forum.
Ob es an einen anderen Hobby liegt oder du die falschen Badelatschen an hast kann dir niemand sagen, wenn du nicht alle Details mitteilst.
 

Epipotamal

Twitch-Titan
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Schon klar, aber war in dem Fall ja speziell an die diejenigen gerichtet, die das andere Hobby ebenfalls teilen :)


Edit: habe gesehen dass das im Eingangspost nicht so klar formuliert war, mea culpa! Habs daher bearbeitet, hoffe das sorgt weniger für Verwirrung.
 
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Drop Shoter

Finesse-Fux
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Abgesehen davon, dass der Aspekt der Sensibilität bei euch von Natur aus unterschiedlich ausgeprägt sein kann, wie du ja bereits vermutet hast, spielt natürlich auch die Erfahrung eine Rolle. Wie lange angelst du grundsätzlich schon, wie versiert bist du in den unterschiedlichen Disziplinen des Angelns, haben deine Kollegen eventuell mehr Erfahrung in Bottom contact Anwendung. Darüber hinaus benötigt oder wendet man ja auch noch andere Sinne ergänzend an, vor allem visuell durch Beobachtung der Rutenspitze oder der Schnur. Und dann gibt's noch individuelle Vorlieben, welche die Rückmeldung unterstützen. Einige Angler berichten, dass sie gerne zu einem gewissen Grad kopflastige Angelcombis zum Jiggen und Faulenzen nutzen, da sie durch die aufgebrachte Gegenspannung eine bessere Rückmeldung bei Boden oder Fischkontakt bekommen.
 

Timkilian

Echo-Orakel
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Also ich habe auch beobachtet das es Leutet mit mehr Hornhaut an den Händen und allgemein gröberen handen aufgrund von etwa jahrelanger Handarbeit usw. oft an Sesibilität in den Fingern fehlt.
 

Epipotamal

Twitch-Titan
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Um das nochmal aufzugreifen: ich Fische tatsächlich noch nicht so lang mit der Spinnrute wie die Kollegen, habe mir deswegen für die künftige Saison vorgenommen einfach noch häufiger nen Gummi zu fischen und das einfach noch weiter trainieren, und auch wie in den anderen Threads dazu empfohlen ein bisschen mit Hauptschnur und Vorfachstärke variieren.
Den Aspekt mit der Kopflastigkeit finde ich interessant, habe da so noch nie drüber nachgedacht! Da ich aber mittlerweile nur noch mit der BC unterwegs sind, fällt das nicht so stark ins Gewicht fürchte ich.
LG und danke für die Inputs
 

Snakesfreak

Bigfish-Magnet
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Ich bin da leider auch weniger empfindlich als meine Kollegen.
Wenn mein Kumpel mit 5g den Boden spürt, brauche ich mindestens 7g, manchmal auch 8g/10g
Selbst wenn wir die Combos tauschen, merke ich den Boden nicht, höchstens das die Schnur sich entspannt, bzw. die Spitze. Er merkt klar das aufsetzen des Kopfes vor der Entlastung. Und wir beide fischen Tungsten.

Ich habe da einfach „taube Flossen“ ;)
Wir hatten das schon öfter, dass wir über eine Weide zum Spot mussten, ich drücke dann einfach den Zaun von der Pferdekoppel runter, er kann den nicht anfassen wegen dem Strom.

Aber mit der Zusammenstellung der Combo kann man schon nochmal was rausholen bei der Rückmeldung. Und wie oben gesagt wurde, Schur und Spitze sind auch ein guter Indikator.
 

Elfredo82

Master-Caster
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Ein großer Faktor wird sicher die individuelle Sensibilität des Anglers sein. Auch das Setup, also Rute, Hauptschnur, Vorfach und Material des Gewichts, wird dazu beitragen.
Ein weiterer großer Faktor wird aber auch der Kopf des Anglers sein. Ich glaube, dass wenn man Rückmeldung spüren will, weil man z.B. viel Kohle für seine Combo ausgegeben hat, wird man sie meist auch spüren. Zumindest kann ich mir sonst vieles, dass hier im BA gepostet wird nicht erklären :D.
 

Patrick

Bigfish-Magnet
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Moin ;-)
also ich bin absolut gefühlstot wenn ich so höre was andere alles Spüren: Oh da war ein Grashalm am Grund, oh doch nicht es ist ein Schilfshalm. Ah ein Fehlbiss von einem 20cm Barsch, sorry er war doch 21cm. Da bin ich komplett raus, denke aber das da viele zu viel fühlen bzw rein interpretieren.
Vg
Patrick
P.S
möchte aber nicht bestreiten das es gefühlvollere Angler als mich gibt ;-)
 

babu254

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Wir Menschen haben ja grundsätzlich unterschiedlich ausgeprägte Sinnesorgane. Die individuellen Fähigkeiten beim Hören, Schmecken, Riechen, Tasten oder Sehen kann man sicherlich zu einem gewissen Grad trainieren. Aber ich denke, da spielt auch die Veranlagung und das Alter eine wichtige Rolle. So wie manche besser sehen oder hören können als andere, wird es auch beim Tasten große Unterschiede geben. Hinzu kommen dann weitere Faktoren, die die Sinnesorgane mit der Zeit beeinflussen wie zum Beispiel: Raucher können typischerweise weniger riechen und schmecken als Nichtraucher. Wer ohne Schutz mit einem Presslufthammer arbeitet schädigt sein Gehör und viel Hornhaut durch intensives Klettern kann vielleicht auch die Sensibilität in den Fingern reduzieren.

Ich selbst gehe auch regelmäßig Bouldern, habe aber keine große Hornhautbildung und kann auch sonst keine negativen Auswirkungen auf meinen Tastsinn feststellen.
 
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Munni

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Ein o
Nun frag ich mich, ob ich einfach ganz generell weniger sensibel bin, oder ob da der Zusammenhang mit jahrelanger Leistenkletterei zu suchen ist.
Es ist auch abhängig davon wie man die Rute hält, berührt man zb direkt den blank aber auch sehr groß empfinde ich den Unterschied wie stark man die Rute und Rolle festhält, umso mehr Kraft im Spiel ist desto weniger spüre ich
 

eggerm

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hoffentlich am Wasser
Also ich habe meine größten Zander in meiner aktiven Boulderzeit (3x/Woche min 3h) gefangen. Derzeit komme ich leider nur mehr seh sporadisch zum bouldern und klettern. Gefühlstechnisch hab ich keinen Unterschied gemerkt. Die Hornhaut auf den Fingern nervte teilweise aber beim knoten von dünnen geflochtenen Schnüren.

Mfg Matthias
 

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