Exploring Mannheim City I: Frequenz-Fischen am Neckar

Exploring Mannheim City I: Frequenz-Fischen am Neckar

Heute am 6.10. war ein wirklich angenehmer Herbst-Tag mit knapp über 20°C und Sonne. Daher beschloss ich, meine neue Heimat Mannheim mal anglerisch zu erkunden. Da ich in unmittelbarer Nähe zu den Quadraten wohne, bin ich laut Google Maps direkt an den Raubfischquellen: Rhein, Neckar und Hafengebiete innerhalb von ein paar Minuten fußläufig erreichbar. Sieht nach Fisch aus und der erste Eindruck bestätigt das.

Der Tag begann mit Ausschlafen ohne Wecker (in den ganzen BA-TV Folgen haben wir ja gelernt, dass der frühe Johannes meistens auch nicht mehr fängt :p ) und anschließend für 9€ eine Neckartageskarte geholt. Dabei bin ich schon einmal über den Neckar rüber und da das Wasser aktuell glasklar ist, war der Plan schnell geschmiedet: ab Nachmittag mit kleinen Ködern in gedeckten Farben angreifen, Strecke machen und einfach mal abchecken, wo Fische stehen.

Um 16:00 packte ich meine Skelli, den kleinen Rucksack und ab an die Kurpfalzbrücke. Hier ging ich runter ans Wasser und westwärts. Als erster Spot fiel mir ein Einlauf in der Nähe des Neckarkrans auf. Der schwarze 3er Mepps war noch vom letzten Rheintrip im Snap und passt ja zum heutigen Plan. Also mal rausgeworfen und nach 5 mal kurbeln hing der erste Barsch. Knapp handlang, aber first try am neuen Gewässer. Läuft.

Der Anfang ist gemacht…

Auf den zweiten Wurf folgte der zweite Barsch und die Laune stieg nach oben. Ich nahm also den nächsten Spot am Museumsschiff in Angriff. Der ganze Bereich ist grundsätzlich interessant, da hier im Sommer etwas Kraut steht und somit auch Rotaugen sowie Lauben. Immer ist dort wohl auch Holz, wie ich feststellen durfte und der Hänger war wirklich ein Hänger und kein Zander. Trotzdem kam noch ein dritter Barsch am Heck des Schiffes:

 

Die Größe steigt gaaaaaaanz langsam an.

Ich kraxelte dann weiter auf der Steinpackung und manchmal findet man ja beim Angeln die witzigsten Dinge. Hier eine Tomatenpflanze mitten auf der Steinpackung. Man beachte die bald reifen Früchte…

Die Tomaten sind da, aber wo sind die Kirschen?

Ja die Kirschen, das ist eine gute Frage. Denn zunächst gab es nur Schokoladen-Geruch, als ich an der Schokinag-Fabrik vorbeilief. Hier war irgendwie schiffmäßig viel los und so ging ich unter der B44-Brücke erst wieder ans Wasser.

Die Idee war, dass hier sicher die Schiffe mit ihren Bugstrahlrudern am Ende der Spundwand ein schönes Loch ausgespült haben. Solche Spots kenne ich aus der Plochinger Gegend und da steht immer Fisch. Das gilt wohl auch so für Mannheim, denn aus der Ferne konnte ich viele Lauben erspähen. Unter der Brücke dann der erste Wurf Richtung Spundwand, lange Absinkphase und dann hing schon der nächste Barsch, mit 30cm ein Ordentlicher:

Danach kehrte etwas Ruhe ein, bis ein Rudel größerer Barsche zwischen die Lauben preschte. Ich weiß zwar nicht, warum einer der Burschen meinen 3er Mepps in Schwarz bevorzugte, aber ich freute mich über eine „kleine Kirsche“ mit etwa 35cm Länge. Irgendwie war der Köder zur richtigen Zeit am richtigen Fleck.

Damit ließ ich den Spot dann in Ruhe und machte mich auf, um noch einen Rapfen zu fangen.  Etwa 250 m westlich kommt ein Verbindungskanal mit dem Neckar zusammen. Hier wurde ich neulich beim Joggen Zeuge, wie ein 20er Rapfen einen fast gleichgroßen Hechtwobbler samt Stahlvorfach attackierte und damit landete der Spot damals auf meiner ToDo-Liste. Ich entschied mich, da ein paar Wolken aufkamen, für den kleinen Trank Stick in Farbe Pink Candy von Topwater Productions. Die Idee war, mit der grellen Farbe Aufmerksamkeit zu erzielen, was auch gelang. Zuerst habe ich meinem Kumpel Jonas aber ein „hässliches“ Beweisbild geschickt:

Man muss dazu anmerken, dass ich Jonas immer solche miesen Bilder schicke, wenn ich mit diesem Bait einen Fisch fange. Er meinte mal, „Wie kann man mit so einer hässlichen Farbe angeln?“ Seitdem bekommt er immer so ein Bild, Grüße gehen nochmal raus an dich, Jonas 😉

Nachdem ich dann noch drei weitere Rapfen bis 40cm auf der Haben-Seite stehen hatte, bin ich in den Verbindungskanalbereich reingelaufen. Hier braucht man aber eine besondere Karte und somit war nur gucken angesagt. (Vielen Dank für einen freundlichen Hinweis 😉 ). Auf jeden Fall riecht es hier nach Hecht…

Das 4D-Feature „Hechtgeruch“ ist leider nicht verfügbar. Bitte prüfen Sie ihre Internetverbindung.

Die Rapfen legten dann passend zum Sonnenuntergang richtig los. Daher ging ich nochmal an den Mündungsbereich und auf einen silbernen Twitchbait schepperte noch ein 40er Rapfen:

Es gibt noch viel zu fangen in Mannheim. Der Anfang war heute richtig gut.

Kategorien: Gewässer-Tipps

Kommentare

  1. aspiusfan
    aspiusfan 7 Oktober, 2018, 13:03

    Ist ne sehr urban-industriell geprägte Landschaft dort und hat ihren eigenen Charme, wie du bald feststellen wirst. Toller Flashback in mein altes Revier. Viel Spaß in Monnem und ich freu mich auf den nächsten Report! Grüße Simon

  2. Fischhenrik
    Fischhenrik 7 Oktober, 2018, 17:27

    Wir waren exakt dort auch mal zu dritt einen halben Tag lang fischen. Hatten uns mit einem Schweizer Sportsfreund zur Übergabe eines Angelkajaks auf halber Strecke getroffen. Aber wir hatten nicht einen Fischkontakt, weder visuell noch haptisch. Von daher Petri und weiterhin viel Freude an der Strecke. Und vielen Dank für deinen schönen Bericht 🙂

  3. grusch
    grusch 7 Oktober, 2018, 19:41

    Toller Bericht!
    Ich bin in Wieblingen und Edingen-Neckarhausen unterwegs, dort ging am Donnerstag auch gut was auf Barsch und Rapfen.
    Gruß

  4. schneiderfischer
    schneiderfischer 10 Oktober, 2018, 17:08

    Vielleicht sollte ich doch mal die Rute mit ins Büro nehmen. Wäre eine alternative Mittagspausenbeschäftigung. Zu den beschriebenen Spots ist es ja nur etwas mehr als einen Kilometer :-).

    Schöner Bericht

  5. Lenny
    Lenny Autor 10 Oktober, 2018, 23:42

    Danke für die positive Rückmeldung, toll wenn ihr den Bericht gern gelesen habt. Am Wochenende geht es auf jeden Fall wieder raus. @schneiderfischer… in der Mittagspause hab ich es noch nicht probiert, aber nach Feierabend ist immer gut 😉

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