Boolie – Klassiker zum UL-Angeln auf Forelle

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Als ich vor 5 Jahren begann, mich fürs Jigcrafting alter Schule zu interessieren, war das erste wirklich Neuartige, das mir ins Auge stach, der sogenannte „Boolie“, eine englische Wortschöpfung aus „Woolie“ für Wolle und „Boobies“ für die beiden grossen Kugeln – Jigkopf und Perle.

Die Amis fischen damit UL im 1gr Bereich, vornehmlich auf „rainbow stockers“, aber auch auf Bachforelle. Das war mangels Forellenbach und P&T-Affinität erstmal nichts für mich, daher habe ich mir zunächst ein 3,5gr Sandaalmuster für die Ostsee gebaut. Der erste Feldversuch vom Kajak war der Tag, an dem ich beschloss mich damit ernsthaft beruflich zu beschäftigen, u.a. entstand das Bild zu meinem Avatar.

Inzwischen ist durch die P&T-Spoon-Welle und moderne Nanofile Schnüre echtes UL zum Mainstream geworden. Die Zeit ist reif für Boolies in ihrer ursprünglichen Form. Ich hatte das Glück, ein paar Originale vom Erfinder des Boolies, „Jigger John“ McKean (surefirejigs.com) gegen Spiros und ein paar eigene Muster tauschen zu können. John verwendet recht steife Wolle. Die funktioniert zwar auch bei uns, aber er meint die Anregung weiches Tanuki zu verwenden, hätte ihm zu besseren Fängen verholfen. Und von der Möglichkeit sogar 1/64er Boolies mit 10-15gr Spiros quer über die Staustufe zu schicken war er total begeistert – aber das nur am Rande…

Die Teichfischerei ist ja nicht so meins, aber zum Glück habe ich P&T-Veteran Nils Becker u.a. das Original als auch ein paar eigene Muster zum Testen geben können. Im direkten Vergleich zu Spoons fingen sie vor allem bessere Fische. Außerdem war zu beobachten, dass sie bei starkem Angeldruck, insbesondere wenn die Fische schon ein paar Spoons gesehen hatten, auch durchaus mehr Frequenz brachten. Auch einen Forellenteich kann man „verblinkern“.

Ich habe mich zunächst auf die gängigen Farben und 2 bewährte Muster beschränkt – Hakengröße #6 und zwei Kopfvarianten 1. Bleifreier Kopf mit kleinem Propeller (s) 1,5gr sowie gepulverter Bleikopf mit mittlerem Propeller 2gr.

 

Am erfolgreichsten war bislang Bleifrei „dirty silver“ Grau, aber wir haben erst wenige Tests gemacht und ich bin offen für weitere Vorschläge. Ab 6Stck. identische (nicht ähnliche, sondern identische) Jigs würde ich nach telefonischer Rücksprache auch Custom Jigs anbieten.

Hier geht’s zu meinen Boolis.

Kategorien: Tackle-Tipps
Tags: Boolie

Kommentare

  1. STEINPILZ
    STEINPILZ 3 April, 2018, 11:55

    Gute Teile, müßten eigentlich auch auf launische Barsche funktionieren !?!
    Beste Grüße
    Walter

  2. FrankBuchholz
    FrankBuchholz Autor 3 April, 2018, 16:23

    Ja, aber nur auf Kleine. Die mittleren, etwa fingerlangen Propellerjigs 3,5-6gr sind sehr viel besser auf handfeste Größen. Der Trick besteht darin sie im Freiwasser zu halten anstatt zu faulenzen.

  3. Angelspass
    Angelspass 3 April, 2018, 17:00

    Nice!Da muss ich heute Abend gleich mal eine Shopping-Session starten. Frage zur Führung, einfach rausfeuern und reinkurbeln?

  4. Küchenfenster
    Küchenfenster 3 April, 2018, 18:21

    Klasse Sache und echt super hier von dir zu lesen!
    Ich Fische die 3,5g Propellerjigs ziemlich erfolgreich am Oberlauf vom Neckar auf Forelle! Absolut geile Köder. Im Shop habe ich noch einiges für die Angelei auf Barsch und Zander gekauft, leider konnte ich bei meinem kurzen Testfischen am Rhein noch keinen Fisch damit fangen (was am Rhein erstmal nichts beunruhigendes ist). Die Aktion der Köder ist aber mehr als überzeugend. Wenn das auf Barsche /Zander genauso gut funktioniert wie bis jetzt auf Forelle verbanne ich alle Gummiköder aus meinen Boxen. Dieser Weichplastikkram geht mir ohnehin schon lange auf den Geist (aus Umwelt und „gesundheitlichen“ Gründen…) Dieses Jahr wird ausschließlich mit Haarjigs gefischt ;)!

  5. FrankBuchholz
    FrankBuchholz Autor 3 April, 2018, 21:42

    Danke für die Blumen! Die Boolies kann man durchleiern und wird ein leichtes Schwänzeln bemerken. Nils zupft jedoch regelmäßig damit herum und fängt am Teich damit sehr gut. Die Größeren auf Barsch und Trutten leier ich mit sanften Schwüngen ein und gebe ihnen hin und wieder einen Meter schlaffer Schnur um sie senkrecht durchrauschen zu lassen und damit eine Flucht Richtung Grund zu simulieren. Das löst auch im Freiwasser oft einen Biss aus. Ich schleppe die Propellerjigs auch gerne vom Tretkajak, aber nur aus der Hand. Ohne Varianten ist es zumindest den Meerforellen zu langweilig. Barsche im kalten Wasser oder Dorsche beißen aber selbst in der Drift an der toten Rute.

  6. Waterfall
    Waterfall 5 April, 2018, 17:18

    Hey Frank, die sehen klasse aus! Wird es die Farben alle noch als 2g Variante geben?

  7. FrankBuchholz
    FrankBuchholz Autor 5 April, 2018, 21:22

    An der eigentlichen Größe möchte ich nichts ändern, und die blanken Zinnköpfe gehen sehr gut. Die schwereren Bleiköpfe würde ich immer lackieren, d.h. es wäre dann eher eine andere Farbe, z.B. fluo gelb/orange oder so.

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