Wer gegackert hat wollte auch ein Ei legen..
Gestern Abend war ich dann doch wegen der Hitze und all der Materialschlepperei viel zu erledigt um den aktuellen Reisebericht überhaupt noch anzufangen.., aber ich hatte gegackert. Bitte um Entschuldigung...!
Ziel war der sehr stark bebaute Eicher See nördlich von Worms.
Montags bis Freitags 11 Uhr, also so 4,5 Tage im Ferienhäusschen mit Steg und einigem was wir gar nicht genutzt haben und ein Boot mit E-Motor.
Da es von der Hütte zum Steg steil ist und ich körperlich nicht mehr fit nehme ich einen Begleiter mit dem ich immerhin vor 25 Jahren schon mal wo angeln und auch zelten war und erkläre ihm das ich ihn gerne einlade wenn er mir ein bissl Zeug schleppen hilft.
Außerdem macht mir alleine angeln keinen Spass. In RLP sind nur 2 Angeln erlaubt, also kann man zu zweit ein breiteres Spektrum abdecken.
An der Hütte angekommen die Übergabe durch die sehr freundlichen und hilfsbereiten Vermieter, die auch nebenan wohnen.
Der Misserfolg ist auch keineswegs den Vermietern zuzuschreiben, bis auf das winzige Detail das der Kühlschrank für Angelköder verboten ist.
(Verflixt, das hätte ich mir denken können. Eigentlich hätte ich daheim auch ne defekte Kühlbox und auch nen Camping Kühlschrank gehabt. Aber kein Platz im Kofferraum vom Opel Corsa.
...und ich dachte mir: früher ging das auch ohne Kühlbox.Hast ja die Hütte.
– nur wusste ich nichts vom Angelköderkühlschrank Tabu...!)
Tag 1 nach der Einweisung: der Ufer ist bis zur Kante verkrautet. Etwas Mais hinengeworfen und wir schnappen uns das Boot für eine Tour zum schleppen und werfen.
Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit meinem Deeper. Zuerst koppelt er erfolgreich mit meinem (neuen) Handy. Dann kappt die Verbindung und auf dem Boot bekomme ich es nicht mehr gebacken den Deeper zu koppeln.
Zumal ich so meine Probleme mit dem Boot habe, bis das Boot auf den E-Motor reagiert isses eigentlich immer schon zu weit. Und wenn ich gleichzeitig am Handy fummle wird’s auch nicht besser.
Ich schaffe es sogar beim schleppen beide Schnüre um den Motorschaft zu wickeln...,
zum Glück kam keine Schnur in die Schraube!
Naja, am Steg zurück Essen fassen und erst mal mehr anfüttern. Die Grundeln beissen sehr gut auf Maden und auch ganze Tauwürmer.
Kollege Schildkröte scheidet den Köderfisch meines Kumpels wie mit der Rasierklinge durch und Andi hat auch noch nachts auf Tauwurm 2 zaghafte Bisse ohne das was hängt.
Ich habe keinen Biss, abgesehen von Grundeln. Vor allem nicht auf Mais. Der bringt nur Grundeln wenn 1-2 Maden dran sind.
Köfi, große Heilbuttpellets oder auch gekochter Hartmais bringt nichts. Nicht mal Fehlbisse.
Nachts vor Sonnenaufgang regnet es ordentlich, später auch kurz noch mal.
Tag 2 ausser Grundeln ohne Biss. Mit 4 Angeln und wechselnden Ködern.
Direkt vor dem Steg ist durch eine Boje eine scharfe Kante.
Wer hätte es geahnt? Auch dort kein Biss!
In einer anderen Bucht vom See hat mein Verein einen großen Steg. Dort hätte ich sicher ziemlich Rotaugen oder auch irgendwas anderes gefangen. Ganz, ganz sicher...!
Leider darf aus versicherungstechnischen Gründen mein Kumpel dort Steg und Gelände nicht betreten. Kein Vereinsmitglied. .
Für Tag 3,Mittwoch, leichter Regen angekündigt Also fahren wir in den nächsten Laden nach Worms und holen Knicklichter (Mein Vorrat war genau in dem Karton den ich übersehen hatte.
Eh klar. Ich fahre doch nicht angeln ohne Knickis .
Das ich die Knickis dann in eine Kiste packe wo ich sie nicht suche steht auf einem anderen Papier...
Egal, wir kaufen beim Engert ne Maxipackung Tauwürmer, goße Dendros, Knickis und paar Gummiringe für Pellets. Unser Madenvorrat sah morgens noch ganz gut aus, also fühlen wir uns leicht optimistisch gerüstet für die Dinge die da harren...
---> neue Maden hätten wir noch mit nehmen sollen, denn unsere Hüttenmaden hatten während unserer Abwesenheit beschlossen ihre Inkarnation ins Puppenstadium zu transzendieren.
(Das hätte man sich ja denken können, Kühlbox wäre hilfreich gewesen...)
Abends und nachts fangen wir wieder nix. Nicht mal ein Fehlbiss.
Wir nehmen auch kein Boot mehr in Anspruch, lernen den Steg und die Hütte aber besser kennen.
-Tag 3, also immer noch Mittwoch auch nix neues. Unsere Angelköder lagerten eigentlich immer im Eimer im Schatten, aber ich habe kurz den Eimer gebraucht und die Köder standen kurz in der Sonne.
Mein Fehler, brauchte kurz den Eimer... alle Würmer tot bis auf 2.
Die brachten in der folgenden Nacht auch nix.
Auch nicht die Hähnchenleber auf Wels, die ich im Penny gekauft hatte
Tag 4: Donnerstag. Es geht auf 30 Grad. Es tut sich nix außer Grundeln.
Wir haben ja auch keine Würmer mehr, nicht mal mehr Dendros.
Aber wir haben noch so Geflügelschinkenwürste übrig, ein kleiner Streifen davon bringt mir in der Dämmerung noch 2 Grundelbisse. Als es dunkel ist beisst aber auf die Wurst nix mehr.
'Mein Kumpel hat öfters mal geblinkert. Auch nachts mit diversen Kukös. Nichts. Kein _Zupfer.
Auf tote Grundel: kein Zupfer.
Der Erholungswert war absolut toll, aber 4,5 Tage ohne Fisch?
Sowas habe ich noch nicht erlebt. Dabei konnte ich über Satellit eine äußerst interessante Landzungenstruktur unter den Stegen erkenne. (Aktuell aber halt Kraut bis an die Oberfläche.
Was mir hier wieder, nicht zum 1. Mal, aufgefallen ist:
Es gab passive Rapfen und einige Bootsangler die sich erfolglos bemühten den Rapfen ihre neuesten Kunstköder vorzuführen.
Man mag mich alt und eigenbrötlerisch nennen, aber ich halte das für eher scheuchend und nicht zielführend...
Beinahe hätte ichs vergessen, als es gab praktisch keine Mücken und das verdanken wir nur der KABS. Ich kenne Eich aus meiner Kindheit als es noch kein BTI und KABS gab .
...also die Mückenfreiheit war ein echter Segen und auch die freundlichen Vermieter,
um trotz völliger Fischlosigkeit einen entspannten Urlaub zu geniessen.
