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Verzeiht eine schnellere Rute weniger

Dieses Thema im Forum "Zander" wurde erstellt von lucky1977, 8. Oktober 2019.

  1. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    Hallo Kollegen,

    bin gerade am überlegen ob ich etwas Geld in die Hand nehme und eine neue Zanderpeitsche kaufe.

    Bisher hab ich die A-Tec Crazee Eging gefischt die meines Erachtens doch etwas weicher (parabolischer) ist.

    Ins Auge gefasst hätte ich die neue Zander Force 2 die in Kürze raus kommt, der Nachfolger der ersten Zander Force soll noch etwas straffer sein als das erste Modell.

    Ein Freund von mir meinte, er hatte ziemlich Schwierigkeiten sich von einer weicheren Rute auf eine straffe umzustellen, " die verzeiht viel weniger , und der Anschlag müsste schneller kommen; dafür auch mehr Feingefühl" so seine Aussage.

    Wie ist Eure Meinung dazu? Muss man da echt schneller reagieren?

    Ich fische im Moment echt gerne und auch relativ erfolgreich mit der A-Tec und möchte mir das Leben jetzt auch nicht unnötig schwer machen mit der neuen Rute
     
  2. phonky

    phonky Echo-Orakel

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    Hi,

    1. Der Anschlag muss bei einer weicheren Rute schneller kommen, weil du etwas mehr Zeit brauchst um Druck auf den Haken zu generieren. Also ist das Hookseting einfacher bei ner straffen Rute.
    2. Ne straffe Rute verzeiht weniger in Hinblick auf den Umgang mit ihr. Sind meistens ja hochmodulierte 40T-aufwärts Blanks, da musste mit Steinpackung, Autotüren etc aufpassen, sonst is die schnell durch.
     
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  3. Zander1991

    Zander1991 Echo-Orakel

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    Punkt 1 und 2 hätte ich auch geschrieben ;-) also setz ich die Auflistung einfach mal fort:

    3. Auf größere Distanzen hast du mit der härteren Rute mehr "Weg" um den Haken zu setzen, da nichts gepuffert wird. Kann man schön mit "Antackern" beschreiben.
    4. bei weicheren Ruten sind dünndrähtige Haken von Vorteil, mit einer guten Abstimmung von Hakenstärke zu Rute ist die Bissausbeute auch ganz gut (wird für mich dann wichtig, wenn ich mit weicheren Finesse bzw. Nachtwobbelruten doch mal Jiggen will weil ich nur eine Rute dabei habe)
    5. Bei Hechten ist mit härteren Ruten mit mehr Augenmerk zu drillen, sonst provoziert man Sprünge

    Insgesamt eine Zusammenfassung auf deine Frage mit dem "Verzeihen":

    Eine weiche Rute verzeiht Drillfehler eher als eine härtere Rute.
    Eine härtere Rute verzeiht halbherzige Anhiebe und fast verschlafene Bisse eher als eine weiche Rute

    Bei sehr schweren Bleiköpfen und extrem gespannten Schnüren ist eine etwas weichere Spitze manchmal nicht verkehrt, da so das Einsaugen etwas erleichtert wird.
    Wichtig für mich bei einer Jigrute ist eine schnelle Spitzenaktion, die Spitze selber kann ruhig ein wenig weicher sein, die Rute muss aber nach einigen Dezimetern "stehen".

    Schöne Grüße
     
  4. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    Danke für die Feedbacks! Habt mir echt geholfen!

    Als konvertierter Karpfenfischer hab ich im Moment noch einiges zu lernen ; ))
     
  5. MarkusK

    MarkusK Nachläufer

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    Servus,

    mal ein beispiel meinerseits. Ich hab mir vor Jahren mal die Zanderkant geholt, die bekanntermaßen Brett hart ist. Um ehrlich zu sein muss man das schon mögen, zweifelsohne bringt man den Anschlag schon immer durch und bei einem Biss hat meineserachtens der Haken immer sehr gut gegriffen.
    Beim drillen gibt das Eisen halt nicht wirklich nach und puffert nicht so wirklich.
    Die Jungs davor haben das alles schon alles erwähnt, aber es Geschmackssache ist wie schnell die Rute dann letztendlich zum Jiggen sein soll.

    PS. Bin dann auf ne andere Rute umgestiegen

    Grüße
    Markus
     
  6. tölkie

    tölkie Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Weich hat nichts mit parabolisch zu tun.
    Es gibt steife, aber trotzdem in der Aktion durchgehende Aktionen.

    Grundsätzlich sollte eine Zanderrute zum Jiggen nicht weich sein, sondern eher steif und mit einer schnellen Rückstellung. Dh aber nicht, dass es eine Rute ala Hänel sein muss. Die hat eine Spitzenaktion und ist hinterrum sehr kräftig. Zudem wäre sie für mich und den üblichen Ködern für Zandern einfach überdimensioniert.
    Hier wird scheinbar auch immer wieder etwas verwechselt. Eine schwere Rute ist natürlich einfach viel kräftiger als eine mit deutlich weniger Wurfgewicht. Mit einer Zanderkant würde ich, sofern sie wirklich real bis 90gr wirft, auf Grosshecht gehen und nicht auf Durchschnittszander von 40-60cm. Das Teil ist in meinen Augen für die Meisten einfach nur viel zu heavy, für SH topp, da er ja oft nur die 90er fängt :).

    Da es bei den Zanderruten verschiedene Auffassungen gibt wie solch eine Rute beschaffen sein muss, überlasse ich es einem selbst herauszufinden welches Taper für ihn das Beste ist.

    Einmal gibt es Ruten, die sehr schlank sind und in der Spitze beim Jiggen wenig mit arbeiten.
    Alternativ setzen viele eine spitzenbetonte Rute mit starken Rückgrad ein. Solche Ruten arbeiten idR weniger progressiv wie die zuerst genannte Rute. MM geht Beides gut, eine Schlankere muss dann einfach wirklich steif und schnell sein. Was aber nur mit hochmodellierten Blanks geht. Manchmal hat die eine, dann die andere Aktion Vorteile.

    PS auch eine 30T Rute geht kaputt, wenn ich die Autotür zu mache :), ne vernünftige Qualität mit 40T Prepregs halt aber ganz normale Beanspruchungen aus.
     
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  7. Matchless

    Matchless Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Straffer als die zanderforce, oha
    Würde ich mir überlegen. Das Ding ist superstraff und dementsprechend empfindlich. Hatte bereits einen Spitzenbruch.

    Ich würde eher die alte ZF dann im eventuellen Abverkauf erstehen.
    Da weißt du, was du hast, die Aktion der Rute ist echt klasse. Wäre ja nicht das erste mal, dass ne Rute verschlimmbessert wird.

    Mmn gibt es an der ZF nichts zu verbessern. Doch: Kork statt Duplon.
     
  8. SlidyJerk

    SlidyJerk BA Guru

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    Es gibt sie! Spitzenbetont, straff und mit Korkgriff. :)
    Die Rute deckt den M Bereich bis knapp MH ab, hat aber die Power einer H Rute. Für die Havelzander ideal zum Chebu Schleifen im Winter. Nur an das Einteilige Design muss man sich erst gewöhnen.
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  9. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    Danke für die vielen Rückmeldungen!
    Ich sehe das Ganze eh sehr entspannt, wenn mir die neue Zander Force nicht richtig zusagt, scheu ich auch nicht davor zurück mit meiner "alten" Rute auf Zander weiter zu fischen. Dann wirds halt für die HR das leichte Hechtangeln ; )
     
  10. Matchless

    Matchless Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Wäre halt schade wenn sie die Aktion der Rute verändern. Spitzenbetonte jiggen sind nicht meine Lieblingsruten aufgrund der häufig unharmonischen Kraftentfaltung. Gibt gerne mal drillaussteiger, insbesondere bei kräftigen Zandern der 90+ Marke
     
  11. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    Also für die 90+ Marke müsste ich in meinem Hauswasser mindestens 2 Zander zusammentackern! ;)

    Wenn ich Zeit habe werde ich mal einen Test zwischen meiner neuen und der alten Z-Force von meinem Freund machen, eventuell mal mit verschiedenen Gewichten belasten um die Rutenaktion zu vergleichen. Wenn was brauchbares rauskommt kann ich gerne hier Rückmeldung geben.
     
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  12. Matchless

    Matchless Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Unbedingtes Interesse!
     
  13. Dominikk85

    Dominikk85 Gummipapst

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    Wenn er von weniger verzeihen redet kann es sein das er zu fein gefischt hat und dadurch schnurbrüche hatte? Würde bei einer härteren rute eher eine schnurstärke raufgehen weil man weniger Puffer hat, besonders bei kräftigen anhieben.
     
  14. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    MIt " weniger verzeihen" meinte ich eigentlich, dass man schneller Reagieren muss beim Biss.
     
  15. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    So Leute, seit Freitag bin ich jetzt stolzer Besitzer der HR Zander Force 2.

    HR hat die Rutenserie um ein etwas schwereres Modell erweitert und zwar die 10-40g, für die ich mich dann auch entschieden habe. Einen direkten Vergleich der Zander Force mit 32g WG kann ich also leider nicht anstellen. Hatte jedoch im Laden die 32er auch in der Hand und konnte ( rein von der Aktion der Rute) subjektiv mal keinen gravierenden Unterschied feststellen.

    Zur 10-40ger: Griffteil wurde verlängert und liegt gut in der Hand, Startring fällt größer aus und ist Fuji K Stainless bestückt, mit einer 4000er Stradic Ci4 ist die Rute gut ausbalanciert. Rute ist meines Erachtens ziemlich straff und schnell, hat jedoch im Spitzenteil noch eine schöne semiparabolische Aktion, weiter hinten macht sie dann schon ziemlich zu. Rein optisch hat sich im Großen und Ganzen, bis auf Kleinigkeiten , nichts getan.

    Gestern war ich dann mal kurz am Wasser damit: sowohl mit 10g und 4 Inch Trailer, als auch mit 20g und 6 Inch macht die Rute eine gute Figur .Fazit: I like it!!
     
  16. Angler9999

    Angler9999 Echo-Orakel

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    Es wird ein schönes Thema :)>)
    Reagieren muss man bei beiden Rutenarten gleich schnell. Was wichtig ist, wenn man zwei vermeintliche Ruten nach schnell oder hart vergleichen möchte, ist das sie möglichst das gleiche Wurfgewicht haben.
    Um dann hier für sich das optimale herauszufinden ist es vom Vorteil, wenn Köderart und Gewässer einbezogen werden.
    ... Glückwunsch zur neuen Rute.

    PS: und wenn ich lese, das du mit 20gr fischst, ist die Atec etwas unterdimensioniert. Folglich eine gute Entscheiden mit dem Upgrade nach oben.
     
  17. lucky1977

    lucky1977 Angellateinschüler

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    ALso die 20g waren eher zum ausloten der Rute, im Standard kommen bei mir 10-15g Jig mit 4 bis 5 Inch Trailer drann.