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Spinnfischen am Main (Bitte um Hilfe)

Dieses Thema im Forum "Talent-Schmiede" wurde erstellt von buzznfrog, 15. Juni 2009.

  1. buzznfrog

    buzznfrog Angellateinschüler

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    Hallo zusammen.
    Dies ist mein erster Beitrag hier.
    Ich möchte nach mehrjähriger Abstinenz wieder mit dem Angeln beginnen, Spinnfischen auf Raubfische will ich betreiben.

    Ich habe mir eine Jahreskarte für die Steinheimer Mainstrecke zugelegt, sowie mich umfangreich mit Zubehör eingedeckt (Wobbler, Spinner, Gummiköder in verschiedensten Größen und Farben, dazu Haken, Bleie...). Morgen will ich das erste mal ans Gewässer und wollte dazu ein paar Tipps einholen.

    Die Frage ist: wie/wo fange ich an? Am Anfang habe ich keinen speziellen Zielfisch und muss auch nicht unbedingt kapitale Exemplare fangen, mir geht es zunächst darum, überhaupt etwas zu fangen, um wieder in die Materie reinzukommen. Mit welcher Technik, mit welcherm Köder habe ich die besten Chancen, nicht schneider nach Hause zu gehen? An was für einer Art von Stelle sollte ich beginne? Etc...

    Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

    Viele Grüße,
    Nico.

    P.S.: Falls jemand bei Google Earth nachschauen will: Ich kann die Strecke von Fechenheim bis Seligenstadt beangeln.
     
  2. shopkes

    shopkes Gummipapst

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    Re: (Raub-)Fische fangen im Main

    Da du es nicht auf einen bestimmten Zielfisch abgesehen hast, würde ich dir
    raten es überall dort zu versuchen wo was auffälliges ist.
    Z.B Anleger Buhnen Kurverninnenseiten Buchten oder an flachen Stellen.
    Überall da wo wenig Strömung ist sind auch mehr Futterfische (meistens).

    Bei uns an der Ems sieht man es grade jetzt sehr häufig das in diesen bereichen Kleinstfische stehen und ganz plötzlich auseinander schwimmen und springen. Dann weisst du das Räuber da sind. Kleine Spinner und Wobbler sollten hier fangen.

    Ebenfalls würde ich es an Stellen versuchen wo das Wasser schnell tiefer wird. Manchmal sind die Fahrrinnen ja durch Poller oder Bojen makiert. Da sind Gummifische immer gut aufgehoben um die Kante sorgfälltig abzufischen.

    Schnelle Strömung ist auch so ne Sache für die Rapfen (falls es die bei euch gibt) die fängt man glaube ich mit schnell geführten kleinen Wobblern
    aber da sollten andere besser bescheit wissen......In meinen Wassern fehlen diese Fische leider.
     
  3. buzznfrog

    buzznfrog Angellateinschüler

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    @ shopkes: Vielen Dank für deine Hinweise!

    Leider hat es gestern nicht mit dem ersten Raubfischfang geklappt.
    Was mir fehlt, ist das Gefühl für den Köder. Ob Spinner, Wobbler oder Gummifisch, für mich ist nicht klar, wo sich der Köder befindet und wie er sich bewegt. Auch bei Montagen, die über den Grung gejiggt werden, kann ich kaum sagen, wann sie den Boden berühren und wann sie abheben. Wie soll ich da einen Biss erkennen?

    Theorie habe ich mir in den letzte Wochen bis zum Umfallen reingezogen, was mir fehlt sind Praxistipps und -erfahrungen. Wenn ihr mir hier ein bisschen weiterhelfen könntet, wäre ich sehr dankbar!

    Viele Grüße,
    Nico.
     
  4. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Moinsen,

    wo sich ein Köder im Wasser befindet, kann man immer nur ahnen, zumindest wenn er nicht a) an der Oberfläche oder b) am Grund ist. Wie er sich bewegt ist dagegen relativ leicht fest zu stellen. Man macht die gleichen Bewegungen mit der Rute, wenn der Köder in Sichtweite ist, also direkt vor den Füßen. So bewegt der Köder sich auch außerhalb der Sichtweite :wink:

    Ein begründete Ahnung, in welcher Tiefe sich der Köder befindet, lässt sich bei Wobblern am ehesten dadurch bekommen, dass man den Tiefenangaben auf der Packung vertraut. Diese sind natürlich auch von der Einhol- und Fließgeschwindigkeit abhängig, sind aber schon mal ein grober Wert. Weitere Informationen sammelst Du, wenn Du den Köder einholst und er irgendwann in Ufernähe anfängt, den Grund zu berühren. Das sollte man schon merken. Wenn Du nun ungefähr weißt, wie tief es in dem Bereich ist, weißt Du schon eine ganze Menge :D

    Bei Spinnern hängt das auch wieder von verschiedenen Faktoren ab. Insbesondere im Fließgewässer wird es wohl ziemlich schwierig, konkretere Vorstellungen zu bekommen. Im Stillwasser ist es einfacher: Du lässt den Spinner zum Grund sinken und zählst dabei, wie lange er braucht. Jetzt weißt Du, wie lange Du warten musst, um in der gewünschten Tiefe zu angeln. Beim Einholen bleibt der Spinner (ganz grob und sehr pauschal formuliert) in der gleichen Tiefe. Die Schwierigkeit im Fluss wird sein, zu merken, wenn der Grund erreicht ist.

    Aus den vorherigen Gründen ist das Gummifischangeln daher am simpelsten, zumindest theoretisch :wink: Umso leichter Du fischst, desto schwieriger wird es, die Grundberührungen zu spüren. Anfangs ist es m.E. daher meist einfacher, mit etwas schwereren Köpfen anzufangen. Die Rute muss natürlich dazu passen. Und dann würde ich mit der sogenannten Faulenzermethode anfangen, also über die Rolle fischen. Die Methode hat den Vorteil, dass prinzipbedingt immer ein Kontakt zum Köder existiert. Das ermöglichst ein sehr gutes Gefühl dafür, wann der Köder auf dem Grund aufschlägt.

    Grundsätzlich glaube ich, dass man an einem stehenden Gewässer bzw. Gewässerabschnitt leichter ein Gefühl für diese Sachen entwickelt, als in der Strömung. Evtl. hast Du die Möglichkeit, in Hafenbereichen rum zu probieren. Fische gibt es da im Übrigen auch meist :wink:

    Grüße,

    Wolf
     
  5. haba

    haba Angellateinschüler

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    zum anfangen ist ein wobbler oder ein spinner, vor allem im fliessgewässer, bestimmt einfacher als gummi. wenn du mit einer farbigen schnur (geflochtene?) fischst kannst du besser erkennen wo sich dein köder aufhält.
    in jedem fall solltest du deinen köder "spüren", bei einem wobbler kann ich mir gar nicht vorstellen, dass du den nicht fühlst? hast du das richtige gerät? wie ist es wenn du den finger auf den blank legst?
    der einfachste wurf mit dem wobbler ist gerade hinaus, und den wobbler mit der strömung zum ufer treiben lassen - je nach strömung kurbelst du dazu, oder bei viel strömung einfach "laufen" lassen. in jedem fall können ein paar "twitches" nicht schaden - dh. du zupfst ab und zu damit der wobbler seine flanke aufblitzen lässt. nicht vergessen, wenn der wobbler unterhalb von deinem standpunkt an ufer trifft - die strecke zu dir auch noch hochzufischen - uferzonen sind immer hotspots.
    am anfang ist wohl vor allem mit hechten zu rechnen, hechte sind launisch - aber wie bei den meisten fischen sind die morgen und abendstunden am erfolgsversprechendsten. als köder würde ich grosse spinner nehmen, oder wobbler um die 10cm - dass schliesst einen barsch nicht aus, und kann auch für einen hecht taugen.

    mit der zeit wirst du ganz genau wissen, wie sich welcher köder unter wasser verhält.

    man könnte dir ganze bände an tipps schreiben - aber das beste ist nach wie vor:
    üben üben üben - und gut beobachten! (polbrille)
     
  6. buzznfrog

    buzznfrog Angellateinschüler

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    @ Wolf & haba: auch euch vielen Dank für die Antworten!

    Was es mir nahezu unmöglich gemacht hat, den Lauf des Köders zu beurteilen: der Main ist (zurzeit?) so trüb, das die Sichtweite ungelogen kleiner als 10 cm war. Also konnte ich nichtmal vor den eigenen Füßen etwas erkennen!

    Das "richtige Gerät" habe ich wohl nicht ganz. Rolle und Schnur (0,12 Spiderwire stealth code red) sollten i.O. sein, die Rute (DAM Imperial Spin Tele, 3,30m, WG 30-60g) ist etwas unhandlich und eben eine Teleskoprute. Ich habe sie geschenkt bekommen und wollte sie erstmal so lange nutzen, bis ich etwas Erfahrung gesammelt habe und besser weiß, was ich brauche und worauf es ankommt. Wenn ihr mir aber sagt, dass es mit dieser Rute fast unmöglich ist, den Köder präzise zu führen und Biss zu erkennen, würde ich auch vor einem Neukauf nicht zurückschrecken. Empfehlungen?

    Ansonsten is klar: Übung macht den Meister. Andererseits muss man vielleicht nicht das Rad neu erfinden, von daher: wen einer noch Tipps hat, ich bin immer offen!

    Viele Grüße,
    Nico.
     
  7. Angelkiste

    Angelkiste Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Viele Grüße vom Main.

    Mit der Schnur liegst du schon ganz gut.

    Ruten die sich am Main gut eignen:
    Shimano Antares 20-50gr
    Skelletor -40gr
    Sänger Damokles 65gr
    Jan Gutjahr Hi-Lite, gut für Wobbler bis 10cm und Gummis bis 11cm, am Main reichen oftmals eh Köpfe von 7-14gr(gelegentlich 17gr) Fische sie mit einer 200er Red arc, bin super zufrieden. Leichte Zanderfischerei und Rapfenfischerei.
    Leichte zum Wobblerfischen, Schimano Speedmaster 2,40m -40gr oder Skelletor 2,40m -24gr.
    Als Rollen, 2500 Schimanos oder Ryobi Applaus 2000 oder 200er Red arc.
    Aber gut, die Rutenfrage stellt sich auch immer nach dem Zielfisch und Ködern.

    Strecken, unterhalb Schleuse Mülheim, gegenüber Schloß Phillipsruh, Eisenbahnbrücke Großauheim flussauf-&flussabwärts. Vorsicht Hanauerhafen wird z.T. streng kontrolliert.
    Sicher alles keine Geheimtipps, aber immerhin ein paar Anhaltspunkte.

    Vie Erfolg!!! ;-)
     

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