pike_on_the_fly
Finesse-Fux
Das hieße ja das deine Hechte Geschmacksverwirrte Nahrungsspezialisten wären, die entgegen ihrem Körperbau und ihrem optimalen Wahrnemungsspektrum eher gründelnde, gut getarnte, und nicht durch Nährstoffgehalt hervorstechende Beute bevorzugen statt wie von der Natur vorgesehen nach oben zu jagen…..bei starkem angeldruck und hoher Entnahme halte ich zwar so gut wie alles für möglich, aber wie groß sind denn die Hechte in den Flachwasserzonen? Werden in dem Gewässer denn auch GROSSE Freiwassermuttis gefangen?
Ja es gibt Hechte die in ihrem Jagdverhalten aus der Norm fallen, und die werden oft größer wie andere weil sie nicht gefangen werden. Einer der größten die ich je sah nahm mitten in der Nacht nen aufgetauten Rotaugenachwanz auf Grund der auf Stör ausgelegt war. Aber das ALLE Hechte (oder auch nur ein Großteil) sich sagt: „komm wir ignorieren jetzt die ganzen Weißfische über uns und bohren lieber den Schnabel in den Schlamm weil dunkelgrün mit roten Augen viel besser für uns ist“…. Glaub ich net dran…
Meine Frage zielte mehr auf Erfahrungen ab als auf‘s Glauben bzw. Nicht-Glauben
Grundsätzlich ist das mit dem Körperbau klar, aber die Natur widerspricht eben auch oft ihrer eigenen Logik bzw. Präferenz.
Ich fische z.B. auch an einem kleinen Waldsee, der die meiste Zeit des Jahres komplett „verkehrt“ tickt: da fängt man die Barsche (v.a. die großen) fast nur auf Twitchbaits (dabei kaum Hechtbeifänge) und mit Krebsimitationen gibt es kaum Barsche, dafür einen Hecht nach dem anderen.
Oder anderes Beispiel: Rapfen dürften gemäß ihres Körperbaus ja auch nicht am Grund Nahrung aufnehmen - tun sie aber erwiesenermaßen, sie fressen mitunter sogar Grundeln
Also ich schließe beim Angeln nichts mehr kategorisch aus, weil es typischerweise anders ist oder „nach Lehrbuch“ nicht so sein dürfte oder einfach unlogisch ist. Manchmal zeigen sich halt komische Muster oder Zusammenhänge und dafür versuche ich offen zu sein.
