Tag 1
Ende März 2016 eröffnete ein mittlerweile leider abgemeldetes Forenmitglied ein Thema und fragte, wer spontan nach Italien zum Schwarzbarsch-Angeln möchte. Obwohl mir der User völlig unbekannt war und ich bis dahin noch nie gezielt auf Bass geangelt hatte, ließ ich mich auf das Experiment ein. Wenige Tage später saß ich mit ihm im Auto Richtung Italien. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe.
Wir verstanden uns auf Anhieb hervorragend und hatten eine richtig gute Zeit am Wasser. Während des Trips trafen wir außerdem auf einen einheimischen Angler, den mein Begleiter im Jahr zuvor zufällig kennengelernt hatte: Tony (*Name geändert). Ein unglaublich guter Angler, aber vor allem ein extrem herzlicher Mensch.
Was damals eher zufällig begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer echten Freundschaft. Der Kontakt riss nie ab, und so kam es, dass ich in den darauffolgenden zehn Jahren bestimmt ein halbes Dutzend Mal in Italien war. Mitte April 2026 war es dann wieder so weit – fast auf den Tag genau zehn Jahre später ging es erneut Richtung Süden.
Mit dabei: @Sebbels, der nicht nur aus meiner Ecke kommt und schon unzählige Angelurlaube mit mir hinter sich hat, sondern sich über die Jahre auch vom „Angelbuddy“ zum Patenonkel meiner zweiten Tochter entwickelt hat. Und @itsjustme, mit dem ich bereits 2019 in Italien unterwegs war.
Mittwochabend, 22:00 Uhr, trafen wir uns bei mir zu Hause (Landkreis Lörrach). @itsjustme hatte da bereits 17 Stunden Anreise hinter sich – mit der Deutschen Bahn von Hannover bis in den Süden. Die Bahn kam, abgesehen vom Schienenersatzverkehr, sogar pünktlich
In Freiburg wurde er von @Sebbels eingesammelt. Die beiden nutzten die Gelegenheit direkt für einen kurzen Zwischenstopp im Freiburger Angelzentrum und machten anschließend noch einen Abstecher an einen kleinen Privatsee, den @Sebbels quasi exklusiv befischen darf. Dort wurde sich mit ein paar Karpfen auf den Trip eingestimmt. Ich selbst kam parallel aus einem Freizeitpark in Frankreich zurück und war am Abend ebenfalls komplett durch.

Hoffentlich fangen wir Bass mit denselben Abmessungen.
Kurz darauf ging es los – vollgepackt Richtung Italien. Während @Sebbels die komplette Strecke souverän durchzog, konnten @itsjustme und ich zumindest ein bis zwei Stunden schlafen. Die italienische Grenzwacht ließ uns glücklicherweise ohne Kontrolle passieren – vermutlich besser so, denn meine im Rucksack befindliche Aldi-Pizza im Ziplock-Beutel hätte vermutlich mindestens für Diskussionen gesorgt und verstößt möglicherweise gegen irgendwelche Gesetze

"Lecker" Aldi-Margherita
So trafen wir wie geplant gegen 05:30 Uhr in Norditalien ein und schliefen noch eine gute Stunde im Auto. Die Region ist bereits stark beangelt, daher bitte ich um Verständnis, dass ich die Örtlichkeiten und Gewässer nicht näher konkretisieren werde.
Für Italiener quasi noch mitten in der Nacht, kam unsere super nette Vermieterin extra auf 06:30 Uhr zum Ferienhaus, damit wir unser Gepäck einlagern können. Tatsächlich kommt es in der Region regelmäßig zu Fahrzeugaufbrüchen, daher wollten wir unser Gepäck nicht im Auto lassen, während wir angeln gehen. Das Haus war nämlich erst am Nachmittag bezugsfertig.
Gegen 07:00 Uhr standen wir schon am ersten Gewässer, Lago N* (*Name abgekürzt). Da „PreSpawn“ Phase war, in welcher die Bass von den tiefen Bereichen ins Flachwasser ziehen, um sich dort auf das bald anstehende Laichen vorzubereiten, fischten wir relativ flach und mit auffälligen aggressiven Ködern. Nach rund einer Stunde bekam @Sebbels einen Biss auf einen Chatterbait, allerdings blieb der Fisch nicht hängen. Kurz darauf zog @itsjustme einen Spinnerbait durch schon knallte es: Fisch! Dank meines ultra langen Teleskopkeschers war der Fisch schnell im Netz und wir freuten uns, dass nach so kurzer Zeit schon der erste Fisch im Kescher lag. Und noch dazu ein richtiger Brecher, mit exakt 50cm.

@itsjustme mit richtig gutem Startfisch.

Da passt ordentlich was rein.
Einige Meter weiter sichteten wir im Flachwasser einen offenbar aktiv nach Beute suchenden Fisch. @Sebbels warf diesen gezielt mir einem Rubberjig an und nach kurzer Skepsis schlürfte der Bass den Köder ein. Schwups - schon war Nummer zwei im Kescher.

@Sebbels mit Bass

Tolle Zeichnung.
Noch gerädert von der langen Anreise und noch dazu mit hungrigen Mägen, zogen wir zur Mittagszeit ab, holten uns im Supermarkt noch etwas zu Futtern, machten auf dem Parkplatz eine kurze Pause und fuhren an ein weiteres Gewässer. Dort trafen wir auch auf Tony, mit dem wir uns durch das Dickicht schlugen, um zu den (vermeintlich) besten Spots zu gelangen.

Gleich mal richtig reingegönnt.
Das Frühjahr, speziell die PreSpawn-Phase, ist schwierig. Die Woche zuvor war es relativ warm und auch die Tage vor unserer Anreise lagen die Temperaturen bei über 20°C. Das flache trübe Gewässer hatte sich schon deutlich mehr aufgewärmt als die anderen Seen und Flüsse. Dies führte dazu, dass am nun besuchten Gewässer die Fische schon sehr flach standen und ihre Laichplätze bezogen haben. Wir lehnen das Angeln auf Laichfische entschieden ab, weshalb wir schon nach kurzer Zeit abbrachen und uns dazu entschieden, stattdessen lieber die Unterkunft zu beziehen.
Obwohl ich selbst echt im Eimer war (Zur Erinnerung: Wir hatten ja nur 1-2 Std im Auto geschlafen und waren rund 36 Stunden wach), wollte ich unbedingt noch einen Fisch fangen. @itsjustme und @Sebbels hatten sich immerhin bereits entschneidert. Also schnappte ich mir @Sebbels Auto, holte Tony ab und wir fuhren an einen weiteren See. Long Story short: Leider hatte ich auch am Abend kein Glück und blieb trotz 14 Stunden Angelzeit ohne Fisch.
Ende März 2016 eröffnete ein mittlerweile leider abgemeldetes Forenmitglied ein Thema und fragte, wer spontan nach Italien zum Schwarzbarsch-Angeln möchte. Obwohl mir der User völlig unbekannt war und ich bis dahin noch nie gezielt auf Bass geangelt hatte, ließ ich mich auf das Experiment ein. Wenige Tage später saß ich mit ihm im Auto Richtung Italien. Eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe.
Wir verstanden uns auf Anhieb hervorragend und hatten eine richtig gute Zeit am Wasser. Während des Trips trafen wir außerdem auf einen einheimischen Angler, den mein Begleiter im Jahr zuvor zufällig kennengelernt hatte: Tony (*Name geändert). Ein unglaublich guter Angler, aber vor allem ein extrem herzlicher Mensch.
Was damals eher zufällig begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer echten Freundschaft. Der Kontakt riss nie ab, und so kam es, dass ich in den darauffolgenden zehn Jahren bestimmt ein halbes Dutzend Mal in Italien war. Mitte April 2026 war es dann wieder so weit – fast auf den Tag genau zehn Jahre später ging es erneut Richtung Süden.
Mit dabei: @Sebbels, der nicht nur aus meiner Ecke kommt und schon unzählige Angelurlaube mit mir hinter sich hat, sondern sich über die Jahre auch vom „Angelbuddy“ zum Patenonkel meiner zweiten Tochter entwickelt hat. Und @itsjustme, mit dem ich bereits 2019 in Italien unterwegs war.
Mittwochabend, 22:00 Uhr, trafen wir uns bei mir zu Hause (Landkreis Lörrach). @itsjustme hatte da bereits 17 Stunden Anreise hinter sich – mit der Deutschen Bahn von Hannover bis in den Süden. Die Bahn kam, abgesehen vom Schienenersatzverkehr, sogar pünktlich

Hoffentlich fangen wir Bass mit denselben Abmessungen.
Kurz darauf ging es los – vollgepackt Richtung Italien. Während @Sebbels die komplette Strecke souverän durchzog, konnten @itsjustme und ich zumindest ein bis zwei Stunden schlafen. Die italienische Grenzwacht ließ uns glücklicherweise ohne Kontrolle passieren – vermutlich besser so, denn meine im Rucksack befindliche Aldi-Pizza im Ziplock-Beutel hätte vermutlich mindestens für Diskussionen gesorgt und verstößt möglicherweise gegen irgendwelche Gesetze

"Lecker" Aldi-Margherita
So trafen wir wie geplant gegen 05:30 Uhr in Norditalien ein und schliefen noch eine gute Stunde im Auto. Die Region ist bereits stark beangelt, daher bitte ich um Verständnis, dass ich die Örtlichkeiten und Gewässer nicht näher konkretisieren werde.
Für Italiener quasi noch mitten in der Nacht, kam unsere super nette Vermieterin extra auf 06:30 Uhr zum Ferienhaus, damit wir unser Gepäck einlagern können. Tatsächlich kommt es in der Region regelmäßig zu Fahrzeugaufbrüchen, daher wollten wir unser Gepäck nicht im Auto lassen, während wir angeln gehen. Das Haus war nämlich erst am Nachmittag bezugsfertig.
Gegen 07:00 Uhr standen wir schon am ersten Gewässer, Lago N* (*Name abgekürzt). Da „PreSpawn“ Phase war, in welcher die Bass von den tiefen Bereichen ins Flachwasser ziehen, um sich dort auf das bald anstehende Laichen vorzubereiten, fischten wir relativ flach und mit auffälligen aggressiven Ködern. Nach rund einer Stunde bekam @Sebbels einen Biss auf einen Chatterbait, allerdings blieb der Fisch nicht hängen. Kurz darauf zog @itsjustme einen Spinnerbait durch schon knallte es: Fisch! Dank meines ultra langen Teleskopkeschers war der Fisch schnell im Netz und wir freuten uns, dass nach so kurzer Zeit schon der erste Fisch im Kescher lag. Und noch dazu ein richtiger Brecher, mit exakt 50cm.

@itsjustme mit richtig gutem Startfisch.

Da passt ordentlich was rein.
Einige Meter weiter sichteten wir im Flachwasser einen offenbar aktiv nach Beute suchenden Fisch. @Sebbels warf diesen gezielt mir einem Rubberjig an und nach kurzer Skepsis schlürfte der Bass den Köder ein. Schwups - schon war Nummer zwei im Kescher.

@Sebbels mit Bass

Tolle Zeichnung.
Noch gerädert von der langen Anreise und noch dazu mit hungrigen Mägen, zogen wir zur Mittagszeit ab, holten uns im Supermarkt noch etwas zu Futtern, machten auf dem Parkplatz eine kurze Pause und fuhren an ein weiteres Gewässer. Dort trafen wir auch auf Tony, mit dem wir uns durch das Dickicht schlugen, um zu den (vermeintlich) besten Spots zu gelangen.

Gleich mal richtig reingegönnt.
Das Frühjahr, speziell die PreSpawn-Phase, ist schwierig. Die Woche zuvor war es relativ warm und auch die Tage vor unserer Anreise lagen die Temperaturen bei über 20°C. Das flache trübe Gewässer hatte sich schon deutlich mehr aufgewärmt als die anderen Seen und Flüsse. Dies führte dazu, dass am nun besuchten Gewässer die Fische schon sehr flach standen und ihre Laichplätze bezogen haben. Wir lehnen das Angeln auf Laichfische entschieden ab, weshalb wir schon nach kurzer Zeit abbrachen und uns dazu entschieden, stattdessen lieber die Unterkunft zu beziehen.
Obwohl ich selbst echt im Eimer war (Zur Erinnerung: Wir hatten ja nur 1-2 Std im Auto geschlafen und waren rund 36 Stunden wach), wollte ich unbedingt noch einen Fisch fangen. @itsjustme und @Sebbels hatten sich immerhin bereits entschneidert. Also schnappte ich mir @Sebbels Auto, holte Tony ab und wir fuhren an einen weiteren See. Long Story short: Leider hatte ich auch am Abend kein Glück und blieb trotz 14 Stunden Angelzeit ohne Fisch.






















