Leichte Jigrute mit "Bums" gesucht

  • Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!

Beck

Keschergehilfe
Registriert
3. Mai 2015
Beiträge
18
Punkte Reaktionen
9
Hallo,

ich benötige wohl wieder einmal eine neue Rute für folgende, leicht spezielle Anwendungen:


In einem ausgedehnten, flachen Stillwasserbereich möchte ich es verstärkt auf Zander versuchen, wobei die durchschnittlicheTiefe nur zwischen 1m bis 1,80m beträgt.

Mit den von mir meist genutzten schweren Jigköpfen um die 10g ist die Absinkphase natürlich etwas zu kurz, deshalb wird nun eine leichtere Jig-Rute gesucht.


Zum Einsatz kommen sollen Jigköpfe bzw. Chebus von 4-7g, mit Shads von 3,2“ (TT-Shad) bis 5“ (Easy Shiner, Wobble Shad, TT-Shad Slim).

Derzeit wohl am häufigsten ans Band kommt der 4“ TT-Shad mit einem beachtlichen Eigengewicht von immerhin 10g. Somit würde der Maximalbereich um die 17g liegen. Bei der Köderführung wird aktiv gejiggt, selten gefaulenzt.

In der vergangenen Woche war ich an besagter Stelle mit der T-Rig-Montage halbwegs erfolgreich. Und - wie immer – jegliche Köder am C-Rig wurden von unseren Zandern aus Prinzip - wie bereits seit vielen Jahren, gepflegt ignoriert. :disappointed:

Das Problem ist, dass ich für T-Rig Einsätze eine Barschrute mit Solid Tip (Lurk Shooter 72L) nutze und der Anhieb bei Zandern sowie den sehr häufig vorkommenden Hechten nicht zuverlässig durchkommt.

Nach unten stehen mir noch diverse andere L-Ruten (Graphitleader Vigore oder Yamaga 77 TZ Blue Current 77TZ) zur Verfügung, welche für mich aber für Gummianwendungen nicht optimal sind.

Den Anschluss nach oben bilden die Graphiteleader Tiro 762M (5-28g) sowie die Shimano Lunamis (bis 35g), welche aus meiner Sicht für die beschriebenen Anwendungen eindeutig oversized sind.


Gesucht wird also eine Rute von etwa 2,15-2,30 m, reales WG um 20g, ausschließlich für Gummianwendungen (leichte Köpfe bei relativ großen Shads) , fast bis x-fast - mit ausgeprägter Spitzenaktion, welche auch auf Distanz den Anhieb auf Zander und Hecht vernünftig durchbekommt. Deshalb scheiden wohl leider ziemlich viele Barschruten aus. Da ich sie auch in anderen, meist tieferen Gewässern nutzen möchte, sollte die Rückmeldung natürlich herausragend sein. ;) Ich umfasse die Rute ausschließlich vor der Rolle am fore grip, rear grip gern kurz. Preis um die 350 €, Gebrauchtkauf ist möglich.

Außerdem wichtig: bei theoretisch weitgehend gleichen Eigenschaften bevorzuge ich das Modell mit den größeren Ringdurchmessern (FC-Knoten, geplante Nutzung im Herbst/Winter).

Folgende Ruten kommen aus meiner Sicht in die engere Auswahl:


- Poison Adrena 276M-2 (5-15g) - verträgt wohl höhere WG, nur als med-fast angegeben

- Graphiteleader Silverado 23 792M (evt. doch zu filigran)

- HR Zandergame XT L (5-23g) - ist bisher irgendwie mein Favorit, hatte bisher noch keine HR, könnte evt. zu brettig sein?

Außerdem hier im Forum oft empfohlen: Legit Design (derzeit wohl nicht lieferbar), Nays und die BA Rute M218 (7-21 g) - habe mich aber mit beiden letztgenannten Firmen
bisher nicht näher beschäftigt - wäre aber auch offen für Neues.

Was würdet ihr mir als leichte Zanderrute für die beschriebenen Anforderungen empfehlen?

Vielen Dank fürs Lesen!
 

Zander-Whisperer

Bigfish-Magnet
Registriert
11. September 2022
Beiträge
1.826
Punkte Reaktionen
7.216
Ort
Frankfurt/Main
Wenn du schreibst dass du aktiv jiggst, dann brezelst du schon ordentlich in die Rute? Da würd' ich zur Zandergame raten. Das Problem bei den "klassischen" Japan-Ruten ist die oftmals zu weiche und langsame Spitze. Die Japaner jiggen nicht, zumindest nicht so, wie wir.
 

tölkie

BA Guru
Registriert
6. August 2015
Beiträge
3.101
Punkte Reaktionen
7.951
Ort
Pott
Spannende Anfrage … aber auch echt tricky.

Gesamtes Gewicht der Köder von 9-20gr. Hier sehe ich die Herausforderung das geringe Gewicht werfen zu können, aber gleichzeitig auch einen 5inch Shad animieren zu können. Von meinen Erfahrung kann da eine reale 20gr Rute zumindest im oberen Bereich zu schwach sein.

Ich würde z.B. meine Hers 20 noch im unteren Bereich fischen, wobei da auch die Frage nach der Größe der Zander kommt, da es eher eine Barschrute (für die Größeren) ist. Sind also größere Fische zu erwarten, wird sie nicht ausgepackt, weil ich auch daran denke, dass man genügend Power haben sollte, um den Fisch schnell und sicher zu landen. Also kommt meine Hers 30 an den Start, die kann das, ist auch ne reale 25gr Rute. Die hat genügend Wumms, aber 9gr werfe ich trotz der filigranen Spitze nur begrenzt weit.

Das meine Gedanken dazu, sind nur beispielhaft und könnten für andere Ruten stehen. Meine sind Custom Made by myself :cool:.

P.S. Ergänze. Große Ringe = mehr Gewicht, verlangsamt die Rückstellung, verschlechtern die Rückmeldung, verringert u.U. die Wurfweite durch nach schwingen. Ich habe persönlich vorne 4er oder 4,5er Ringe im Spitzenbereich, Fische auf meinen realen 50gr Ruten einen kleinen 5er Ring. Da passt jeder Knoten durch bei passender Schnur zur Rute und Frost haben wir ja eher selten. Aber wenn, dann frieren auch große Ringe zu.
 
Zuletzt bearbeitet:

Towomba

Dr. Jerkl & Mr. Bait
Registriert
30. Mai 2023
Beiträge
256
Punkte Reaktionen
783
Ort
Binnengewässer
Die Adrena ist eher eine ~20g Rute, die Aktion aber (für mich) weniger klassisch Jigge.

Eine Stufe knackiger über den gesamten Blank und etwas mehr Bumms hat die Legit 76M. Ist dabei aber auch „allroundig“ genug für Hardbaits. Länge und Foregrip passen top zu deinen Anforderungen.

Die reine Rückmeldung am Grund/in den Blank bei 4g und 5“ Shad ist rein physikalisch mMn ohnehin zu vernachlässigen. Das „Problem“ haben dann alle Ruten, es sei denn du gehst wirklich sehr leicht im Rating runter, aber dann kommt wieder das Problem bzgl Anhieb und auch die von Tölkie angesprochene Drillzeit. Je nach Fisch(größe) eher weniger waidgerecht.
 

Oben