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große Sommer-Barsche in tiefen, klaren Naturseen (>200 ha)

Dieses Thema im Forum "Barsch" wurde erstellt von MSH, 15. Oktober 2010.

  1. MSH

    MSH Master-Caster

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    Es gibt zwar schon 'nen Sommer Barsche-Thread aber dieser driftete wie so oft in eine Köderdiskussion ab. Außerdem bezieht er sich vor allem auf Flüsse. Mir geht es aber um etwas ganz anderes, das mich schon seit mehreren Jahren beschäftigt:

    [align=center]Wie verhalten sich eurer Meinung nach Großbarsche im Sommer?[/align]

    Ich beziehe mich auf tiefere (>12 m) Naturseen mit sommerlichen Sichttiefen von >2m mit viel Struktur UND Deckung, vor allem einer hohen Diversität von Wasserpflanzen. Mit Großbarsch meine ich Fische um bzw. ab 40cm. Und mit Sommer meine ich HOCHsommer, also Mitte Juni - Anfang September.
    Ich angel jetzt schon ein paar Jahre unter diesen Bedingungen und bin besonders in diesem Jahr wieder haareraufend vom Wasser gekommen. Ich habe schön und auch viele Fische bis Mitte 30 gefangen, indem ich mich v.a. an Köderfischschwärmen orientiert habe, aber die Großen blieben aus... daher will ich mal wissen, was eure Erfahrungen und Meinungen sind.
    Meine Überzeugung ist trotz mangelnder Erfolge nach wie vor, dass die richtig großen Barsche im Sommer im Tiefen (>10 m) stehen. Sicher wird man auch im Kraut den einen oder anderen 40er fangen, aber ich glaube, das ist eher die Ausnahme. Wobei die nächste Frage aufkommt, ob die Großbarsche eher einzelgängerisch, in kleinen Gruppen oder doch in Schwärmen zusammenraufen. Und was fressen die dann - Krebse, Fische aus Freiwasser oder den Kanten, Würmer?

    Ich lasse das mal dabei stehen und hoffe auf rege Beteiligung.


    Grüße von Sebastian
     
  2. Tomasz

    Tomasz Echo-Orakel

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    Re: große Sommer-Barsche in tiefen, klaren Naturseen (>200

    Keine Ahnung, ob es darauf eine verallgemeinernde Antwort geben kann. Ich beangele auch zwei solcher Gewässer, die zudem nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen und gleichen Ursprungs und Alters sind. Auf den ersten Blick kann man zwischen beiden Gewässern kaum einen Unterschied erkennen. Sie sind etwa gleich groß, gleich tief und haben ähnliche Strukturen und Bewuchs. Der einzige Unterschied beteht in der Zahl der Badegäste und anderer Seebesucher. Während sich bei dem einen weniger besuchten See, Barsche von 40+ oft als Paar zusammenraufen und dann vom Freiwasser bis direkt an die Uferkanten jagen um dort die zahlreichen kleinen Plötzen zu fressen, stehen sie in dem anderen stark frequentierten See in Tiefen von >8 m zusammen mit einer ganzen Schule an Barschen verschiedener Größe. So jedenfalls waren meine Beobachtungen bislang.
    Mit anderen Worten, in beiden gleichartigen Seen gibt es zwar jeweils eine Systematik, aber verallgemeinern lässt sie sich auf andere Gewässer eigentlich nicht. Es sei denn es lässt sich verallgemeinernd die Zahl der Badegäste einbeziehen.

    Gruß

    Tomasz
     
  3. MorrisL

    MorrisL Barsch Vader

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    Meine Erfahrung war bis zum BA-Treffen insofern beständig ,als das ich bis auf zwei Vierziger alle beim Hechtangeln erwischt hab. Dies wiederum bedeutet das sie nich tiefer als 5 m standen. Von"einem großen" See weiß ich , daß durchaus einige 40ger auch zusammen schwimmen/jagen. Das bewiesen zwei Freunde mit kleinen Köderfischen , als alle Kunstköder versagten. Damals(im Herbst) gingen Barsche von 40-45cm in ordentlicher Stückzahl ans Band. Einen 50+ haben sie dann wegen mangelhafter Landekommunikation leider nicht dingfest gemacht. Von Tauchern des selben Gewässers weiß ich jedoch auch : richtige Brocken stehen fast immer allein an der Kante und den Bergen im Sommer ,abseits des Trubels . Einer faselte mal was von einem 60+ Barsch , nun ja , vorstellbar ist es bei diesem Gewässer allemal. An anderen Gewässern war es aber auch so ,daß erst ein paar Dreißiger und Unterdreißiger bissen und dann ein 40 od. 40+ biss. So geschehen in einem Baggersee , das war auch bislang meine erste gezielte Anstrengung große Barsche zu fangen. Die bissen im Abstand von drei/vier Wochen an der selben Stelle in 3m Tiefe kurz vor der Kante wo das Kraut beginnt. In zwei anderen Gewässern sind 40ger so selten das 35+ Barsche schon den Gipfel darstellen. Die gingen mir sowohl im kalten Frühjahr als auch im Frühsommer zwischen lütten Zandern als auch Barschen aufs Gummi. Drei Gewässer ,drei Geschichten ! Ob was essentielles dabei war weiß ich net ! :wink: Und das 40er auch in 8-10m Tiefe beißen weiß ich seit dem Wandlitzsee , die Anzahl war auch höher als 1 ,was dann wohl darauf schließen lässt das die auch mal zusammenrücken . :D

    Grüße Morris
     

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