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Gesundheitsgefahr durch Blei ?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Rhöde, 2. April 2008.

  1. Rhöde

    Rhöde Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    moin, barsch-alarmer !
    habe in einer jagdzeitschrift eine aktuelle diskussion in der jagd bezüglich der belastung der natur durch schrotkugeln entdeckt. hier ging es in erster linie darum, dass das fleisch des geschossenen wildes grossflächig durch das blei, um die einschusswunde herum, vergiftet und über den grenzwert hinaus , bei verzehr, gesundheitliche schädigungen hervorrufen kann. auch wurde beschrieben, dass greifvögel, die geschossene enten vor dem jäger wegnaschten, sogar durch das blei vergiftet, verendet aufgefunden wurden.
    allgemein soll auch der übermäßige kontakt mit blei, über die haut, absolut gesundheitsschädlich sein.
    wenn ich mir, zwar noch gesund (toi, toi ,toi), vorstelle, wie oft ich beim brandungsangeln, jiggen, usw. mit blei in berührung gekommen bin, wird mir ganz anders.
    kennt sich von euch jemand zu dieser thematik aus ? müssen wir nun mit unseren angelbleien eigentlich viel sensibler und vorsichtiger umgehen ?
    würd mich schon interessieren, was ihr dazu denkt !?
    :idea: :?: :!: 8O
     
  2. leoseven

    leoseven BA Guru Moderator im Ruhestand

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    alternativ kann man auch tungsten benutzen. ist eh besser, da es eine höhere dichte aufweist und somit kleiner ist und nicht vom eigendlichen köder ablenkt :)

    ansonsten ein guter gedanke.. hab ich mir auch schon oft durch den kopf gehen lassen..

    lg
     
  3. Rhöde

    Rhöde Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    hi leoseven,
    im warsten sinne durch den kopf gehen lassen. wer hat nicht schon mal klemmblei, mit den zähnen, auf der schnur fixiert ?
    ich glaub man sollte tatsächlich bewußter mit diesen utensilien aus blei umgehen.
     
  4. albrecht

    albrecht Master-Caster

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    Bullet Weights aus Uran wären auch mal ne interessante Alternative... :D
     
  5. ObiWan75

    ObiWan75 Gummipapst

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    Mir ist das alles zu theoretisch und zu viel Panikmache!! Wie oft hat man schon davon gehört, dass jemand erkrankt und gestorben ist, weil er zu viel mit Bleigewichten beim Fischen in Kontakt kam??? --> noch gar nicht!
    Ist genau so wie: Wenn das Fleisch beim Grillen schwarz wird, bekommt man gleich Krebs! Oder die Amalgan Zahnfüllungen aus den 80´er-Jahren verursachen Krebs etc. etc. etc. ... Kann ich nur drüber schmunzeln. Sicher ist es so, dass egal wo wir gehen und stehen, gesundheitliche Risikofaktoren um uns herum existend sind, aber ich für meinen Teil finde, dass man nicht immer alles überbewerten soll/muss. Ansonsten kannst nur noch im Schutzanzug auf die Straße laufen!!
     
  6. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    :D :twisted: 8O NEED
     
  7. lohmann

    lohmann Master-Caster Moderator im Ruhestand

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    Ist eher Panikmache bzw auf die Angelei mit Blei Köpfen nicht unbedingt anwendbar.

    Blei ist ein Kontaktgift, heißt so lange Du nicht auf den Jigköpfen rumkaust in den Pausen, sollte es kein Problem darstellen.
    Wir verletzten unsere gefangenen Fische ja auch nicht mit den Bleiköpfen, sondern eher mit dem Haken, somit gelangt das Blei ja nicht in den Fisch.

    Beim Bearbeiten von vielen Bleiköpfen, sollte man aber trotzdem Handschuhe tragen, da das Gift natürlich auch über kleinere Wunde an den Händen, oder halt beim Kontakt mit dem Mund, Nase oder den Augen in den Organismus gelangen kann. Wer aber normal mit Blei-Köpfen hantiert, sollte eigentlich eher keine gesundheitlichen Schäden davon tragen.

    Denke, da sind Erdbeeren, Paprika und Clemetinen aus Spanien massiv höher mit irgendwelchen Giften belastet.
     
  8. michael2005

    michael2005 Master-Caster

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    Hallo,

    also, Blei ist giftig, dass ist schonmal klar. Allerdings muss es vom Körper resorbiert werden, um toxisch zu wirken.
    Bedeutet, es muss in den Körper - verschlucken oder es wird in Form feinen Staubes über die Haut, Lunge, Schleimhäute... aufgenommen.
    Es löst sich also i. d. R. nicht genug Blei beim Anfassen von Jigköpfen usw. um "genug" Blei aufzunehmen. Seine Bleie wird wohl auch niemand als Kaugummiersatz missbrauchen, denke ich - nicht mal die schön weichen Dinsmores...
    Früher waren die Wasserleitungen aus Blei und da hat es auch nicht reihenweise Bleivergiftungen gegeben. Das Bleirohr hatte glatte Oberflächen und es wurde somit kaum Blei gelöst.
    Ein negatives Beispiel sind die ersten Konservendosen, die z. T. mit Blei verlötet waren. Da kam es anfangs schon zu Bleivergiftungen. Allerdings, weil die Lebensmittel, die da drinnen waren, das Blei teilweise gelöst haben.
    Die Vergiftungen erfolgten schleichend, da sich im Körper der betroffenen erst einmal eine toxisch wirkende Dosis anreichern musste.
    Die erweähnten Greifvögel haben wohl ein wenig Schrot mitgeschluckt und die bei allen Raubtieren recht aggressive Magensäure hat dann genügend Blei gelöst. Oder aber ein Bleikügelchen hat im Verdauungstrakt "mechanische" Probleme verursacht (Verstopfung, Verletzung) und dadurch ist dann der Greifer verendet.
    Dachdecker haben oft mit Blei hantiert und tun es z. T. immer noch und ich kenne keinen mit Bleivergiftung.
    Bei den Druckern gab es die sog. Bleikrätze. Eine weit verbreitete Berufkrankheit. Da aber wiederum wurde auch mit Lösungsmitteln und Blei hantiert. Das ist aber seit Einführung des Offsetdrucks Geschichte.
    Fazit:
    Bei sachgemässem Umgang sollte nix passieren und auch dem Gewässer sollten ein paar abgerissene Jigheads nix ausmachen - es werden ja keine Kilobleie versenkt und das Blei löst sich ja nicht schnell und schon gar nicht vollständig auf - es werden ja auch immer noch Musketenkugeln aus dem Jahr 1666 auf dem Meeresgrund gefunden und die sind meist ganz gut im Schuss 8)
    Wer kein Blei einsetzen möchte kann Messing und Tungsten verwenden.

    Gruss
    Michael
     
  9. Sören

    Sören Echo-Orakel

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    Ich beisse mir das Klemmblei immer an die Schnur und lebe noch ;)
     
  10. Rhöde

    Rhöde Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    hi sören und b-a'er,
    hoffentlich, ernstgemeint, noch lange.
    bin auf gar keinen fall ein angstmacher. die klemmbleie würde ich trotzdem mit ner zange befestigen. ich kann mir gut vorstellen, dass beim herzhaften festbeissen evtll. doch irgendwelche rückstände zurückbleiben.
    bevor ich dann doch vielleicht irgendwann die quittung kriege, lass ich es doch lieber sein.
    ich hab früher auch nie rücksicht darauf genommen und besonders zum brandungsangeln mit blei in mengen rumhantiert und auch zurechtgebissen. aber nach dem bericht, leider hab ich mir die ausgabe der jagdzeitschrift nicht gemerkt, bin ich doch ins grübeln gekommen und nehme lieber die zange in die hand. geht ja eigentlich genauso gut.
    letztendlich ist jeder für sich selbst verantwortlich.
    alles beste :!:
     
  11. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Ich hab die Klemmbleie auch 20 Jahre lang festgebissen und es mir vor 2 Jahren mühsam abgewöhnt :)
    Mir gehts aber auch gut...
     
  12. Sören

    Sören Echo-Orakel

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    Die Zähne aus Blei, die Lunge aus Teer was will man mehr!?
    super Reim ;)
    aber stimmt es muss nicht unbedingt mit den Zähnen festgemacht werden, ne Zange hab ich ja auch immer dabei :)
     
  13. fkgth

    fkgth Echo-Orakel

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    hab mich schon vor jahren über die warnhinweise

    --lead (can) causes cancer--

    auf verpackungen us-amerikanischer wobbler "gewundert"...?

    allerdings sollte man alles nicht dramatisieren, aber auch nicht verharmlosen!
    nebenbei wird in den usa auch vor dem gebrauch von bestimmten lippenstiften und sexualpraktiken gewarnt - sollen auch krebsauslösend sein...bzw. im verdacht stehen, dies zu tun...

    man könnte jetzt vor dem --unsachgemäßen-- gebrauch von flachlaufenden oberflächenlippenstiften usw. warnen...

    klemmbleibe mit den zähnen fixieren oder lösen geht also schon mal gar nicht mehr!

    munterbleiben!

    fkgth
     
  14. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Dass Blei giftig ist, ist kein Gerücht. Es ist auch keine Frage, die vom augenblicklichen gefühlten Gesundheitszustand beantwortet werden kann, ob das nun für einen selber bisher keinerlei toxische Wirkung hatte.

    Wenn ein Raucher sagt, ihm gehe es gut und damit sei ja klar, dass Rauchen nicht krebserregend sei - der ist allgemein anerkannt ein armer Depp. Und genauso verhält es sich auch mit dem Blei. Wie sehr etwas für den einzelnen schädlich war, kann man immer erst hinterher beurteilen. Dass aber die zu sich genommenen Mengen eine Rolle spielen, dürfte auch dem letzten klar sein.

    Dass der Umgang mit Blei beim Angeln in der Regel eher unkritisch ist, davon kann man allerdings auch ausgehen. Nur kann man sich auch die Frage stellen, wie groß der Mehraufwand ist, eine Zange anstatt der Zähne zu benutzen, um Blei auf der Schnur zu befestigen. :wink:

    Die Erkenntnis, dass Blei giftig ist, ist auch keineswegs neu, sondern schon relativ alt. Nicht umsonst hat man letztendlich auch verbleites Benzin verboten. Das Blei diente als Schmiermittel für die Ventilführungen und als "Klopfvermeider", da die Oktanzahl durch das Blei in der Verbindung erhöht wird (grob gesagt). Dieses Blei, das bei der Verbrennung aus der Verbindung frei wird, hat aber auch 80-90% der im menschlichen Körper akkumulierten Bleimenge ausgemacht, was nach dem Verbot verbleiten Benzins leicht nachweisbar wurde. Bei der Entwicklung und Herstellung des verbleiten Benzins bzw. des Benzinzusatzes sind dutzende Menschen an Bleivergiftungen erkrankt und gestorben. Schon damals war schnell klar, dass das am Blei liegt, wenngleich der einzige weltweite Hersteller damals alles tat, um diese Erkenntnis unter Verschluss zu halten.

    Und nur was Interessantes nebenbei: der Ingenieur T. Migley, der den technischen Nutzen der dem Benzin zugesetzten Bleiverbindung TEL entdeckte, dessen industrielle Herstellung entwickelte und damit zu erheblichem Wohlstand gelangte, hat auch das bekannte und beliebte FCKW entdeckt. Ein umtriebiger Mann :wink:

    Grüße,

    Wolf
     
  15. NedFlanders

    NedFlanders Echo-Orakel

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    mir fallen dazu die bleikammern in venedig ein. Ins Gefängnis wurden bleiplatten an die wände gehangen und die leute sind langsam daran zu grunde gegangen. das war glaub ich so um 1600 rum. ist also wirklich eine uralte erkenntnis.
     
  16. Rolingthunder

    Rolingthunder Forellen-Zoologe

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    Über die Giftigkeit von Blei braucht man nicht zu diskutieren. Allerdings ist viel Panikmache dabei. Jeder Hardcoreangler, der schon einwenig älter ist, hat mehr Blei durch Autoabgase inhaliert, als er jemals mit Ködern und Gewichten über die Haut zu sich nehmen kann. Ausserden ist das Blei, wie wir es verwenden in einer festen und stabilen Form. Auch die vielen abgerissenen Pilker und Bleigewichte werden kein Gewässer durch ihre Giftigkeit verseuchen. Blei ist dann eine große Gefahr, wenn es Gasförmig auftritt, oder in anderen chemischen Verbindungen in Umlauf gebracht wird.
    Die viele Panikmache nutz in erster Linie den Produzenten und Händlern alternativer Materialien.
    So wurden einige zweifelhafte Produkte bereitz vom Markt genommen. Wie verbleites Benzin und Bleimennige als Rostschutzfarbe.
    Bei geschossenem Wild, muss man der Bleiabrieb im Schusskanal auf das Gesamtgewicht des nutzbaren Fleisches hochrechnen, dann ist der Wert schon ein ganz anderer.
    Viel mehr Sorgen mache ich mir aber eher bei importiertem Obst und Gemüse, wo Pestizide, Herbizide, Fungizide und weiss der Teufel noch, gespritz werden. Und die Zusammenstellung der Mittel oft unklar ist.
    Siehe Testberichte ...
     
  17. Rhöde

    Rhöde Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Re: Rolingthunder
    kommt noch der fisch aus aquakultur hinzu, den wir angler natürlich nicht essen. der genauso gemästet wird wie ein schwein und mit dem futter farbstoffe und antibiotika verabreicht bekommt.
    um so mehr, denke ich, muss man für sich das beste draus machen, ohne sich übertrieben von allem abzukapseln und ständig zu denken man würde von all dem zeugs krank werden. denn das kann auch krank machen.
     

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