Free Rig Problem – Bisse aber kein Fisch bleibt dran

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big dzik 98

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Ich brauche kurz euren Input.
Ich bekomme aktuell viele Bisse auf Barsch auf Free Rig, aber extrem schlechte Hook-up Rate. Ich sehe richtige Bisse, setze den Haken, aber der Fisch ist direkt wieder weg – als hätte er den Köder gar nie richtig gefressen.
Mein Setup:
  • Free Rig 8.8g
  • 3" Spec 2 / Dolive Stick TW151
  • Rute: Daiwa Steez Harrier F-Spec
  • Rolle: Steez SV TW 24
  • Schnur: Varivas Trout Max Power PE S-Spec 0.8 + Fluoro 6lb
  • Haken: Zappu Pile Driver 1/0
Ich angle komplett ohne Slack (immer Full Tension) und schlage beim Biss direkt an.
Trotzdem verliere ich die Fische direkt beim Hookset oder kurz danach, als wäre der Haken nicht richtig drin.
Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte (Rig, Köder, Haken oder Technik)?
Danke euch
 

stockinger

Dr. Jerkl & Mr. Bait
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Lass die Line slack oder geh beim Biss mit der Rute Richtung Köder, ohne lose Schnur aufzunehmen. Dann kann der Fisch den Köder sauber nehmen. Sobald er läuft: Anhieb...
 

Munni

Finesse-Fux
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Prinzipiell kann das so funktionieren wie du es machst aber oft wird beim free rig das Gegenteil empfohlen.
Und für mich machen die Bisse damit auch doppelt Spaß.
Schnur geben beim Biss.
besser erklärt hier von Johannes;)
Vom Gefühl her passt Köder und Haken Größe zusammen aber ist natürlich oft individuell das er gescheit auslösen kann von daher kannst du darüber auch nochmal grübeln.
Alternativ sehr kleine Fische oder Grundeln die den offset gar nicht gescheit ins Maul bekommen ;)
 

XR-Kalle

Bigfish-Magnet
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Norden rockt!
Es kann alles mögliche sein aber so wie Du es beschreibst, fischt man das Rig eigentlich nicht!
Wer das Free-Rig ständig auf Zug fischt, verschenkt das Potenzial. Die Magie passiert in der lockeren Schnur.
1. Lass das Rig an lockerer Schnur zum Grund sinken. Nur so trennen sich Blei und Köder.
2. Sobald das Blei unten ist (Schnur erschlafft), kurz warten (2–3 Sekunden). In dieser Phase taumelt der Köder schwerelos hinterher.
3. Kurbel die Schnur vorsichtig auf Spannung und mache einen Sprung oder einen langsamen Schleifer.
4. Nach der Bewegung sofort wieder die Rute senken/Schnur lockern, damit das Blei vorauseilt und der Köder erneut in den "Schwerelos-Modus" wechselt.

Woher weißt Du dass das bei Dir Barsche sind... könnten das vielleicht auch Grundeln sein?
Oder ballern die Fische vielleicht auch nur auf das (glänzende?) Tungsten?
Ich fische das Rig recht häufig aber mit dem 3.5er Dolive Stick und die Hakquote ist durchaus ordentlich.
Mir persönlich wären aber 6lb(0,20mm?) als Vorfach zu dünn,wenn da ständig ein relativ "schweres" 9g Gewicht drüber rutscht.
 

big dzik 98

Twitch-Titan
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Ich glaube ich habe das Ganze bisher eher wie ein Texas Rig gefischt, also mit relativ direktem Kontakt und aktiven Zupfern über den Boden.

Wenn ich euch richtig verstehe, ist genau das beim Free Rig aber nicht der Punkt, sondern eher das Gegenteil – also wirklich mit lockerer Schnur arbeiten und dem Köder diese „Schwerelos-Phase“ geben.

Ich werde das jetzt umstellen:

  • wirklich locker absinken lassen
  • nach dem Bodenkontakt kurz warten
  • erst dann kontrolliert Spannung aufbauen für einen Move
  • danach wieder komplett lockern für die nächste Phase
Ich denke genau mein „Texas Rig Style“ war wahrscheinlich der Grund für die vielen Fehlbisse bzw. Fische, die direkt wieder aussteigen.

Ich angle in der Schweiz am Zürichsee, da gibt es kaum Grundeln. Die Bisse waren mega starke Zupfer, also sehr wahrscheinlich größere Barsche. Ich zupfe das Rig meistens über dem Boden auf straffer Schnur.

Meine größte Frage ist aber: wie erkenne ich in der Tiefe (15–24 m), dass es wirklich ein Biss ist, wenn ich mit Slack fische? Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich den Biss dann zu spät oder gar nicht mitbekomme.
 

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