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M.bock81

Belly Burner
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Hallo zusammen,

da es uns im Juni so gut im Ebro Delta bei Sergi gefallen hat,haben wir uns kurzen entschlossen im Januar nochmals runter zu fliegen.
Ich habe kurz mit Sergi geschrieben ob er Zeit hätte und wie die Bedingungen im Januar vor Ort sind.
Wir haben uns dann auf den 2 und 3 Januar geeinigt, Zielfisch war am ersten Tag natürlich der Wolfsbarsch (Sea Bass) und am 2 Tag wollte mein Sohn und ich auf Zander fischen.

Die Reise startete dann am 1 Januar von Basel mit einer Stunde Verspätung da ein Flugbegleiter nicht aufgetaucht ist.
Nach 1,5 h sind wir dann ohne weitere Zwischenfälle gut in Barcelona bei strahlendem Sonnenschein und 15 grad Celsius gelandet,weiter ging es dann mit dem Mietwagen in die Ferienwohnung die wir dieses mal in Deltebre hatten.

Zum fischen haben wir uns am
2 Januar um 8 Uhr an der Slippe in Deltebre getroffen.
Nach einer herzlichen Begrüßung slippten wir das Nitro und los ging die rassante fahrt mit 70 Km/ h über das Spiegel glatte Wasser in den wunderschönen Sonnenaufgang zum ersten Spot.

Gefischt wurden zu erst die Flachwasserzonen mit Chatterbait.
Nach ein paar würfen ist mir dieses schöne Exemplar mit einem harten Biss eingestiegen.
Wir freuten uns wie kleine Kinder über diesen schönen Fisch,da die Bedingungen nicht optimal waren, es hatte ein paar Tage vor unserer Ankunft mehrere Tage geregnet und es kam kaltes Wasser den Ebro runter. Und die Umgebungstemperatur ist auch auf 5 Grad gesunken, man sieht es glaube ich an unserer warmen Kleidung die wir zum Glück noch eingepackt hatten!
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Die Natur im Delta ist so überwältigend, Vögel haben gezwitschert die ich noch nie gesehen hatte es ist dort einfach so beeindruckend die ganze Natur und die Reisfelder!

Nach einem Spotwechsel bekam ich dann einen Einschlag das mir fast die Rute aus den Händen gerissen wurde,der Fisch ging sofort in die Bremse und ich war machtlos.
Der Fisch nahm Schnur ohne Ende,man sah im flachen Wasser den aufgewühlten Schlamm und die mächiätige Flosse.
Sergi schaute mich fragend an und sagt "Siluro"? also Wels auf deutsch.
Ich nickte nur mit dem Kopf und versuchte den Fisch zu bendigen!
Nach mehreren fluchten setzte der fisch sich leider fest und der Chatterbait kam mir entgegen. Der Drill war Adrenalin pur und wir waren alle wach!

Nach dem im Flachwasser nichts mehr ging beschlossen wir an etwas tiefere Spots zu fahren und es mal mit Jigs zu probieren.
Die Löcher waren so zwischen 6m und 8m tief und auf dem Echolot waren Fische zusehen, aber ob sie reagieren war eine andere Sache.
Wenn sie nicht reagieren waren es wahrscheinlich Meeräschen die es zu hauf im Ebro gibt meinte Sergi.

Mein Sohn der hinten auf dem Boot stand schrie auf einmal Fisch und hatte einen schönen Sea Bass am Band,nach kurzem Drill konnte er sich auch entschneidern. Die Freude über den Fisch kann man gut auf dem Foto sehen Der Sea Bass hat auf einen Easy Shiner am Jig in weiss gebissen.
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Wir beschlossen danach mal eine kleine Pause einzulegen und fuhren in einen kleinen neben Arm um zu Grillen. Sergi hat immer Essen und Trinken an Bord so das es einem an nichts fehlt.
Ruten und Baits sind montiert für jede Situation, so das man nur die Kleidung mit nehmen muss im Flieger.
Das schätze ich so an ihm er ist immer bemüht das es dem Gast an nichts fehlt und tut alles dafür was in seiner Macht steht das Fische gefangen werden! Ein echt super Typ und mittlerweile ist er ein guter Freund geworden, der auch außerhalb vom Guideing hilft mit Restaurants und Freizeitmöglichkeiten.
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Am Nachmittag gab es noch ein paar Bisse die wir leider nicht verwerten konnten.
Sergi konnte noch einen kleinen blue Fisch fangen denn ich bis dato noch nie live gesehen hatte. Für die größe hat er einen harten kampf geliefert.
Gegen 16 Uhr traten wir die Heimfahrt an und waren sehr glücklich über die Fänge.

Am nächsten Tag traffen wir uns dann wieder um die selbe Uhrzeit allerdings an einer anderen Slippe etwas oberhalb.
Der Plan war es 2 Stunden auf Sea Bass zu fischen und danach ein ganzes Stück Flussaufwärts zu fahren um die legendären Ebro Zander zu befischen.

Angefangen haben wir wieder mit Chatterbait im den Flachwasserzonen,aber leider hatten wir nur nachläufer und keine Bisse die wir verwandeln konnten.
Nachdem in den Tiefen Löcher die Fische den Ködern auch nur geflogt sind und die Bisse ausbleiben beschlossen wir uns auf den weg zu den Zanderspots Flussaufwärts zu machen. Sergi war etwas betrübt das wir nichts fangen konnten und mahte sich Vorwürfe. Daraufhin erklärte ich ihm das wir wissen das es nocht an ihm liegt und wir trotzdem viel Spass mit ihm auf dem Boot haben.
Er meinte auch das es wohl am Vollmond liegt,seiner Erfahrung nach beissen die Fische dann Tagsüber schlecht.

Ich fragte Sergi ob wir da wirklich mit dem Boot hochfahren können zum Zanderspot ,da ich gesehen hatte das der Ebro viele flache stellen Flussauf hat.
Die Antwort von Sergi war" wenn mann den Weg gut kennt ist es kein Problem,aber als nicht Ortskundiger ist es sehr gefährlich, da die untiefen nicht markiert sind"

Sergi hatte sich den weg auf seinem Echolot gespeichert und wir heizten wieder mit 70 Km/h den Ebro hoch.
Ich hatte die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht und vertraute Sergie zu 100%.

Am Spot angekommen fischten wir die Einläfe mit Jigs ab und Sergi spottete parallel nach fischen mit dem Echo.
Der Spot war wie im Bilderbuch,ein tieferes Loch mit ca.8m und rund herum Einläufe und kleine Wasserfälle.
Nach ein paar würfen bekam ich sofort den ersehnten Tock und der Fisch hing sauber nach dem Anhieb. Ein schöner Zander ende 50 schätze ich,gemessen haben wir ihn nicht.IMG-20260103-WA0004.jpg
Die freude über den Fisch war wieder groß nach dem zähen Vormittag!
Die Fische waren am Spot,wir konnten sie deutlich auf dem Echo erkennen, aber sie ignorierten undere Köder. Wir waren uns einig das die Fische vielleicht besser nach einer Grillpause beissen werdenIMG-20260103-WA0051.jpg

Das Bauch Fleisch war sehr lecker und nach der Stärkung waren wir wieder motiviert! Wir fischten extrem konzentriert jeden Quadratzentimeter ab als mein Sohn plötzlichen einen brachialen Einschlag an seiner Rute bekam, er hatte den Fisch im Drill und wir konnten auf dem Echolot sehen das es ein großer Fisch war,aber leider nach ein paar Kopfschlägen ist der Fisch ausgestiegen.
Mein Sohn schaute mich mit weit aufgerissen Augen an und sagte das er noch nie so einen Brutalen Biss hatte wie eben.
Wir waren sehr Traurig das wir den Fisch nicht landen konnten aber so ist eben Angel.
Leider ging an diesem Tag nichts mehr,aber es war trotzdem ein super Angeltag mit Sergi!

Fazit: es lohnt sich auch im Winter ins Delta zu fahren,wir hatten eine tolle Zeit. Sergi sagte mir auch im Vorhinein schon das es wahrscheinlich schwer werden würde,aber er sein bestes geben würde um uns zum Fisch zu führen und das ist ihm auch gelungen!

Danke auch nochmals an die Jungs im Forum die mir die Tipps gegeben haben!
 

kiwifahrer

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Danke für den Reisebericht. Auch wenn es dort im Winter auch mal deutlich wärmer sein kann als bei uns, es war eine Winterfischerei bei der man nicht pauschal mit top-Fängen rechnen kann - umso besser wenn auch von Fischerei unter schwierigen Bedingungen berichtet wird! Da fühle ich mich nicht so elend wenn ich an meine teilweise fischereilich sehr schwierigen selfmade-Urlaube zurück denke :grin:
 

M.bock81

Belly Burner
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Danke für dein Feedback,das freut mich sehr,wie geschrieben wussten wir vorab auf was wir uns einlassen . Sergi hat es offen kommuniziert, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht und ich hab viel gelernt!
Für mich war wichtig das mein Sohn nicht Schneider nachhause geht und das haben wir geschafft.
Wo wast du im Urlaub?

Grüße
 

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