Der Barsch-Trip endete zunächst mit einem schönen Zander.

Kurz darauf gesellte sich noch ein 50+ Döbel dazu – bis dann plötzlich etwas deutlich Größeres einstieg.
Schnell war klar. Das ist kein Fisch, den ich mit meinem Setup einfach mal eben kontrolliere. Eine kaptiale Barbe? Wels? Um so länger der Drill dauerte umso sicherer war ich mir, dass es sich um ein großen Wels jenseits der 1,30m handelt musste. Schließlich hatte ich schon mit meinem Setup einen 1,25m Wels gedrillt, allerdings unter anderen Bedingungen.
Zum Schluss musste ich bei der Alphas die Bremse komplett schließen, weil der Wels drohte, sich in einem Bereich festzusetzen, aus dem ich ihn vermutlich nicht mehr herausbekommen hätte. Rückblickend war die Idee allerdings auch ziemlich albern – denn selbst mit geschlossener Bremse konnte ich den Fisch nicht wirklich halten oder so kontrollieren wie ich es gerne hätte. Wie auch bei der niedlichen Bremskraft von 4,5 kg.
Nach gut 20 Minuten hatte der Haken schließlich ein Einsehen und bog auf, nachdem ich hart gedrillt hatte.

Und ganz ehrlich: Zum Glück!
Ich hätte den Wels niemals alleine landen können, geschweige denn in den Kescher bekommen. Zu klein und in der Strömung ein Unding. So endete der Drill zwar ohne Fisch, aber mit einer ordentlichen Portion Respekt vor der Kraft eines Welses – und der Erkenntnis, dass meine Montage hielt, die Legit ML-Rute gut Paroli geboten hat, die Rolle allerdings überfordert gewesen ist, einfach ihre Grenzen hat.
Alles in allem eine erfolgreiche Session