Der „Kogut“ – ein polnischer Zanderköder

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adam13

Twitch-Titan
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Was mich persönlich auch sehr interessiert:
wie sich das Angeln mit Kogut hier in Deutschland entwickeln wird und welche Erfahrungen ihr damit macht.

In Polen ist dieser Köder seit Jahrzehnten bekannt, aber auf stark befischten Gewässern haben viele Zander und auch Hechte schon „alles gesehen“ – jede Gummifischform, jede Farbe, jede Größe.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Fische sich daran gewöhnen können.
In einem Jahr fangen sie sehr gut auf einen bestimmten Köder – man kauft mehr davon – und im nächsten Jahr funktioniert genau dieser Köder plötzlich gar nicht mehr.

Deshalb kann etwas „Neues“ wie der Kogut manchmal genau den Unterschied machen.
Nicht immer und nicht unter allen Bedingungen – aber genau in bestimmten Momenten kann er der Schlüssel sein.

Ein Beispiel:
Ein Kollege von mir hat in Bremen lange mit Gummifischen auf Zander und Barsch geangelt – ohne Erfolg.
Dann hat er auf eine Mandula gewechselt und plötzlich lief es richtig gut – schöne Barsche und Zander.
Die Fische haben einfach ganz anders reagiert.

Ähnlich könnte es auch mit dem Kogut sein.

Ich weiß auch, dass viele polnische Angler den Kogut z. B. in Schweden erfolgreich einsetzen und gezielt bei polnischen Herstellern bestellen.

Deshalb bin ich wirklich gespannt, welche Erfahrungen ihr hier in Deutschland damit macht.
Vielleicht fischt ja der eine oder andere schon damit – würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen teilt

Viele Grüße
Adam
 

Dominikk85

Barsch Vader
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Habe keine Erfahrung damit aber fliegenfischen auf Hecht und Zander wird ja auch immer populärer, daher denke ich schon das die Dinger durchaus fängig sind, gerade dort wo viel druck mit Gummis herrscht.

Btw bindest du die selber @adam13
? Welche Materialien und federn werden dafür verwendet? Ich binde selber auch fliegen, finde das interessant
 

adam13

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Ja, ich binde die Koguts selber


Hechtfliegen habe ich früher auch gebunden

Ich bin aber kein Spezialist oder Profi im Binden – ich habe mir das alles selbst beigebracht, hauptsächlich über YouTube. Es macht mir einfach Spaß und ich mache das eher aus Leidenschaft.

Auch beim Angeln mit dem Kogut bin ich kein Profi – ich lerne immer noch dazu. Ich weiß natürlich, wie es funktioniert, aber um wirklich gut zu sein, braucht man einfach Zeit und Erfahrung.

Vom Material her ist es eigentlich recht einfach.
Das Wichtigste sind die Federn – am besten und am häufigsten verwendet man Sattelfedern vom Hahn (aber auch Nackenfedern gehen).

Dazu kommen je nach Variante noch andere Materialien – etwas Flash, synthetische Fasern oder auch mal Zonker-Streifen.

Ich zeige später noch Fotos, dann sieht man das ganz gut, welche Materialien ich verwende und auch das Werkzeug.

Vielleicht mache ich auch ein kleines Video die Tage, wie ich die Koguts binde

Viele Grüße
Adam
 

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SiWa

Gummipapst
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Erstmal danke @adam13 wie viel Mühe du dir hier machst.
Ohne jetzt den Kogut böses zu wollen oder ihm die Tradition absprechen zu wollen, ist das für mich mehr oder weniger ein Bucktail Jig. Davon gibst ja auch einige am Markt vorwiegend mit Einzelhaken. Habe auch vor ein paar Jahren schon mal welche von @FrankBuchholz probiert. Allerdings nicht oft (und entsprechend ohne Erfolg) und am Ende war es mir auch etwas zu teuer, die Dinger ohne ausreichend Vertrauen weg zu hängen.
Funktionieren tun die bestimmt.
 

Mohrchen

Barsch Vader
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Sorry, bin seit 48 Jahre Angler, aber habe vor Deinem Post weder von der Mandula, noch von dem Kogut gehört. Aber wenn es fängt - warum nicht?
 

adam13

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Erstmal danke @adam13 wie viel Mühe du dir hier machst.
Ohne jetzt den Kogut böses zu wollen oder ihm die Tradition absprechen zu wollen, ist das für mich mehr oder weniger ein Bucktail Jig. Davon gibst ja auch einige am Markt vorwiegend mit Einzelhaken. Habe auch vor ein paar Jahren schon mal welche von @FrankBuchholz probiert. Allerdings nicht oft (und entsprechend ohne Erfolg) und am Ende war es mir auch etwas zu teuer, die Dinger ohne ausreichend Vertrauen weg zu hängen.
Funktionieren tun die bestimmt.


Also ich finde, dass ein Jig aus Bucktail etwas ganz anderes ist als ein „Kogut“ aus Hahnenfedern. Die besten sind meiner Meinung nach Sattelfedern
weil sie sehr weich sind und im Wasser ganz anders arbeiten. Bucktail ist dafür einfach zu steif
Ich habe solche Bucktail-Köder auch gesehen und ehrlich gesagt auch nicht gekauft – waren mir auch zu teuer und haben mich nicht überzeugt.


Ich versuche heute noch ein Thema bzw. Material hochzuladen, wie ich meine Köder mache. Es gibt zwar viele Videos auf YouTube, jeder macht es ein bisschen anders, aber ich zeige meine einfache Methode und welche Materialien ich benutze.
Wichtig ist meiner Meinung nach auch – und das sagen viele Angler – dass man an den Köder glaubt. Wie gesagt, er funktioniert auch nicht überall und man muss ihn ein bisschen üben bzw. richtig führen (das kann ich selbst auch noch nicht perfekt).
Aber man muss Vertrauen haben. Er wird nicht immer fangen, aber wenn er funktioniert, kann er das Wasser richtig „öffnen“
Zusammengefasst: Ein Kogut aus Sattelfedern arbeitet ganz anders. Nackenfedern vom Hahn sind z. B. schon steifer und gehen eher in Richtung Bucktail.
 

Dominikk85

Barsch Vader
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Also ich finde, dass ein Jig aus Bucktail etwas ganz anderes ist als ein „Kogut“ aus Hahnenfedern. Die besten sind meiner Meinung nach Sattelfedern
weil sie sehr weich sind und im Wasser ganz anders arbeiten. Bucktail ist dafür einfach zu steif
Ich habe solche Bucktail-Köder auch gesehen und ehrlich gesagt auch nicht gekauft – waren mir auch zu teuer und haben mich nicht überzeugt.


Ich versuche heute noch ein Thema bzw. Material hochzuladen, wie ich meine Köder mache. Es gibt zwar viele Videos auf YouTube, jeder macht es ein bisschen anders, aber ich zeige meine einfache Methode und welche Materialien ich benutze.
Wichtig ist meiner Meinung nach auch – und das sagen viele Angler – dass man an den Köder glaubt. Wie gesagt, er funktioniert auch nicht überall und man muss ihn ein bisschen üben bzw. richtig führen (das kann ich selbst auch noch nicht perfekt).
Aber man muss Vertrauen haben. Er wird nicht immer fangen, aber wenn er funktioniert, kann er das Wasser richtig „öffnen“
Zusammengefasst: Ein Kogut aus Sattelfedern arbeitet ganz anders. Nackenfedern vom Hahn sind z. B. schon steifer und gehen eher in Richtung Bucktail.
Sehe ich auch so. Natürlich gab es bereits Haar und federjigs, aber am Ende gibt es von jedem Köder schon was ähnliches, angeln ist ja keine atomwissenschaft.

Ich finde der Köder hat schon seinen eigenen thread verdient, nur weil wir ihn nicht kennen müssen wir ihn nicht unter gibt es schon oder brauch ich nicht einordnen. Wer weiter gummifisch fischen will kann das natürlich machen.
 

adam13

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Die kenne ich auch und mache seid langen meine Variante
Anhang anzeigen 353184
Sieht richtig gut aus gefällt mir!

Ich habe heute auf die Schnelle auch zwei Versionen gemacht – diesmal ohne Drilling.

Eine auf einem Jigkopf (leicht modifiziert, etwas abgeschliffen, damit er am Grund besser steht).
Und eine auf einem Haken für Chebu – gefällt mir auch sehr gut, werde ich wohl öfter so machen.

Beide habe ich zusätzlich noch mit Rassel gebaut – kann vielleicht die Fische noch extra reizen

Viele Grüße
Adam aus Bremen
 

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datou

Twitch-Titan
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In den Potsdamer Gewässern hättest Du ne Anzeige wegen „feststehender Mehrfachhaken“ im Köder bekommen. Trotz des vorgeschalteten Chebu’s.

Das dann wohl deshalb, weil bei der Chebu-Variante die Federn fest auf dem Drilling aufgebunden sind? D.h. ein Drilling darf grundsätzlich nur beweglich und "nackich" angebracht sein, also ohne jegliche Federn/Fasern/Glitzer? Das hieße dann im Umkehrschluss auf den Kogut übertragen, dass eine Art Angstdrilling "neben" dem Streamer das Placet selbst der strengen Potsdamer Kontrolleure bekommen würde?

Beispiel: Der Hitch hinten mit Feathered Predator Treble - wäre der in Potsdam/Brandenburg legal?
 
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Ben_12_34_56

Echo-Orakel
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Das dann wohl deshalb, weil bei der Chebu-Variante die Federn fest auf dem Drilling aufgebunden sind? D.h. ein Drilling darf grundsätzlich nur beweglich und "nackich" angebracht sein, also ohne jegliche Federn/Fasern/Glitzer? Das hieße dann im Umkehrschluss auf den Kogut übertragen, dass eine Art Angstdrilling "neben" dem Streamer das Placet selbst der strengen Potsdamer Kontrolleure bekommen würde?

Beispiel: Der Hitch hinten mit Feathered Predator Treble - wäre der in Potsdam/Brandenburg legal?
Der Hitch mit Federn hat hinten einen Einzelhaken
 

SlidyJerk

Zander-King 2020
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Das dann wohl deshalb, weil bei der Chebu-Variante die Federn fest auf dem Drilling aufgebunden sind? D.h. ein Drilling darf grundsätzlich nur beweglich und "nackich" angebracht sein, also ohne jegliche Federn/Fasern/Glitzer? Das hieße dann im Umkehrschluss auf den Kogut übertragen, dass eine Art Angstdrilling "neben" dem Streamer das Placet selbst der strengen Potsdamer Kontrolleure bekommen würde?

Beispiel: Der Hitch hinten mit Feathered Predator Treble - wäre der in Potsdam/Brandenburg legal?
Sobald ein Mehrfachhaken fest im Köder steckt, ist der Köder aus dem Rennen.
Die einzigen Ausnahmen sind weiche Oberflächenköder und ein am Gummiköder angebrachter „externer“ Angstdrilling.
Ein Zwilling / Drilling mit Federn umwickelt plus Chebu davor, ist hier nicht erlaubt. Da wären die Federn der Köder.
 

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