{"id":25429,"date":"2021-09-07T18:13:27","date_gmt":"2021-09-07T16:13:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/?p=25429"},"modified":"2021-09-07T18:42:24","modified_gmt":"2021-09-07T16:42:24","slug":"mad-era-auf-madeira-rockfishing-im-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/mad-era-auf-madeira-rockfishing-im-paradies\/","title":{"rendered":"Mad Era auf Madeira \u2013 Rockfishing im Paradies"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Intro<\/strong>: Es musste wieder sein. Ein bisschen Meer zum Durchschnaufen. Fernab der Realit\u00e4t, bestehend aus Uni, Arbeit und Krankheit. F\u00fcr diejenigen, die es interessiert, jene die von Anfang an dabei waren, mitgelesen und geholfen haben, das kurze Update: I\u00b4m fine. Wieder geht\u2019s mir ein St\u00fcck besser. Mehr Brainpower, mehr Kraft, mehr Abstand zwischen den Sch\u00fcben. Mein Leben l\u00e4uft mit kleinen Einschr\u00e4nkungen. Ich investiere jede m\u00f6gliche Minute ins Fischen und meine Zukunft. Meine Freundin Nici steht da wie ein Fels. Nach wie vor. Rockt ihre eigenen Projekte und hilft mir bei meinen. Ich ihr ebenfalls, so gut es geht. Auch wenn\u00b4s nicht immer einfach ist, das gegenseitige \u201eInvestitionsgleichgewicht\u201c zu halten, I try. Ab und zu rollt ihr Zahnr\u00e4dchen schneller als meins, aber im Gro\u00dfen und Ganzen l\u00e4uft die Teammaschine.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfer Teil meiner bescheidenen Einnahmen flie\u00dft nach wie vor in Laborkosten und Therapieans\u00e4tze. Diese Komponente akzeptiert man gerne, um auf den Beinen zu sein. It\u00b4s part of the game. Mittlerweile kann ich sagen, andere CFSler sind weitaus schlimmer dran. Leider. Immerhin hat die Corona Pandemie einen entscheidenden Beitrag zur Akzeptanz und Erforschung meines Krankheitsbildes beigetragen. Nicht genau als ME\/CFS klassifiziert, aber auf einem \u00e4hnlichen Mechanismus basierend, entsteht das \u201ePost Covid Syndrome\u201c. Eine Anh\u00e4ufung neurologisch\/immunologischer Beschwerden die (meist in milderer Form) dem chronischen Fatigue Syndrome \u00e4hnlich sind. Die Betroffenen erholen sich nach dem Virusinfekt nicht richtig, Depressionen, Ersch\u00f6pfung und Schw\u00e4che bleiben wochen- bis monatelang bestehen, teilweise so, dass die Erkrankten arbeitsunf\u00e4hig und bettl\u00e4grig werden. Auch sind besonders bei jungen Menschen zahlreiche F\u00e4lle von CFS&nbsp; im Anschluss an eine Corona Infektion gemeldet worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern: Take care and take it serious! Nicht jeder hat das Gl\u00fcck, mit verstopftem N\u00e4schen durch die Gegen zu laufen. Bleibt gesund und an alle die es h\u00e4rter erwischt hat: Haltet durch und (bei CFS \u00e4hnlichen Verl\u00e4ufen) schreibt mich an. Evtl. kann ich helfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Preparations<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fortbildung beendet, back to business: Nici und ich waren geschlaucht durch zu viel Bildschirmarbeit. Angeltechnisch zeigte sich 2021 \u00fcberraschend z\u00e4h, unvorhersehbar und gn\u00e4dig zugleich. K\u00e4lteeinbr\u00fcche, Wetterwechsel und Hochwasser pr\u00e4gten unseren Sommer. Ein Mischmasch, wie man ihn selten zuvor erlebt hatte. Wir mussten ans Meer. Die Voraussetzungen waren wie immer die gleichen: Geringes Budget, Sehnsucht nach Salzwasser und unber\u00fchrter Natur, Abneigung gegen All inklusive Hotels und Tourimassen. Achso, und angeltauglich musste es nat\u00fcrlich sein&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Google flights brachte schnell Ern\u00fcchterung: Das meiste, was uns ansprach, ist im Sommer zu teuer. Au\u00dfer&#8230;MADEIRA. Corona sei Dank&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEuropas Hawaii\u201c, \u201eBlumeninsel\u201c&#8230; Die Kosenamen kennt man&#8230; Wollte ich eh schon immer mal hin. Paar Klicks sp\u00e4ter waren die Fl\u00fcge gebucht und entsprechende Airbnbs im Visier. Da wir mit der Wahl der Unterkunft zu lange gewartet hatten, waren wir gezwungen unseren Aufenthalt auf zwei bezahlbare Buden zu splitten. \u201eWer zu sp\u00e4t kommt&#8230;\u201c usw&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Beide H\u00fctten lagen im S\u00fcden (Nici ist eine Eidechse und braucht Sonne). Und beide BEWUSST nicht in unmittelbarer N\u00e4he zum Wasser. Wieso? Lest dazu am besten meinen Teneriffa Bericht aus 2020, wo ich ausf\u00fchrlich auf den Kakerlakenkrieg eingehe. \u201eThe closer to the shore, the more cockroaches&#8230;\u201c sprachen die weisen Locals damals.&nbsp; <strong>(<a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hier geht\u2019s zum Artikel<\/a><\/strong>.<strong>)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Uns f\u00fcr ausreichend aufgekl\u00e4rt haltend, war die Vorfreude auf das rustikale, zweist\u00f6ckige Steinh\u00e4uschen mit Wintergarten und \u201eamazing mountain view\u201c gro\u00df. Ebenfalls auf die zweite \u201esunset lodge\u201c. Beides war f\u00fcr roundabout 30 Euro die Nacht zu haben. Steine, Holz, Weinreben&#8230; Ihr ahnt es vielleicht bereits&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Maps und Navionics hatten mir einige potente Strukturen geliefert. Insgesamt schien, meiner Recherche nach, der Norden etwas wilder, fischreicher und weniger frequentiert. Zur Sicherheit und aus der Erfahrung heraus, dass der offene Atlantik sehr launisch sein kann, was Wind &amp; Wellen angeht, markierte ich mir aber mehrere Spots unterschiedlichster Art (Molen, Hafeneinfahrten, Rocks) an der gesamten Shoreline.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrliche bediente ich mich auch des Wissenspools unserer Forums und haute Dani aka \u201eDanschmann\u201c f\u00fcr ein paar Informationen an, der in seinem Bericht vom letztem Jahr <strong>(<a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/community\/threads\/madeira-2020-shore-jigging.51071\/#post-745511\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier geht&#8217;s zum Artikel<\/a>)<\/strong>&nbsp; bereits vorgemacht hat, wie es geht und mir auf meine Fragen hin ein paar wertvolle Tipps lieferte. Vielen Dank und liebe Gr\u00fc\u00dfe an dieser Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich deckten sich seine ergiebigsten Spots an der Nordk\u00fcste mit jenen, die ich durch meine Research selber f\u00fcr vielversprechend hielt. Ein gutes Zeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was das Tackle betrifft, hielt ich es simpel: Zwei g\u00fcnstige Reisekombos bestehend aus Daiwa Megaforce Travel Spin Ruten in unterschiedlichen Ratings (30-70 g &amp; 7-25g), die eine mit einer 3000er Shimano Nasci, die andere mit einer Daiwa Exceler LT 2000, jeweils best\u00fcckt mit Sunline Siglon in entsprechender St\u00e4rke. Am Meer gilt es stets den Kompromiss zwischen Wurfweite und ausreichender Tragkraft zu finden, wobei insbesondere die Beschaffenheit der Stellen eine gro\u00dfe Rolle bei der Wahl spielen sollte. Mit einer 20-30 lb Mainline ist man beim Spinning auf mittelgro\u00dfe R\u00e4uber meistens gut bedient, reibt die Schnur unter Spannung an den Felsen ist es relativ egal ob sie 0,16mm oder 0,25mm hat. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird sie rei\u00dfen. Demnach richte ich mich pers\u00f6nlich eher nach der Wurfweite. Diese kann beim Fischen vom Ufer der alles entscheidende Faktor sein. Auf teures Ger\u00e4t verzichte ich aufgrund der rauen Bedingungen bewusst. Kratzer im Blank einer 50 Euro Rute tun lang nicht so weh wie Sch\u00e4den an High End Kombos. Mir ist es wichtiger, bedenkenlos Stellen wechseln und konzentriert klettern zu k\u00f6nnen, als auf den Zustand meiner Angel zu achten. Eine schwere Shorejigging bzw. Bigfishkombo war diesmal nicht mit an Bord.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeweils eine Spule Fluo in 0,25 (Light Rock fishing &amp; Dropshot) und 0,45 (Spinning &amp; Jigging) gen\u00fcgten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6derboxen waren gef\u00fcllt mit Hardbaits zwischen 13 und 20 cm; das meiste davon schlanke Minnows in bl\u00e4ulichen Sardinendekoren oder knalligen Chartreuse &amp; Pink T\u00f6nen. Mit diesen Farbkombinationen kann man im Meer nichts falsch machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die restliche Kunstk\u00f6derfraktion bestand aus Black Minnows, Black Minnow Fakes von Ali Express, Illex Nitro Sprad Shads, Walleye Assassins, ein paar Pilkern und Shorejigs. (Ebenfalls gr\u00f6\u00dftenteils von Ali \u2013 teures Material lohnt bei hohen Abrissquoten einfach nicht. Der \u201eLauf\u201c ist in der Regel der selbe, nur bei der Qualit\u00e4t der Haken muss man vorsichtig sein.)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25430\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-1-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-1-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-1-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Salzwasserschatztruhe \u2013 \u201eChaoskisten\u201c mit wenigen F\u00e4chern sind beim Reisen im Hinblick auf Platzersparnis klassischen Hardbaitboxen \u00fcberlegen.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dropshotbleie bis ca. 20g + entsprechende Haken, ein paar Snaps, Jigk\u00f6pfe, zwei Posen, Splitshots, ein P\u00e4ckchen fertig gebundene Vorf\u00e4cher, sowie ein paar T\u00fctchen Keitech &amp; Reins Creatures in Wei\u00df oder shrimpfarbenen T\u00f6nen (Spider, Hog Impact, G Tail Saturn) rundeten die Ausr\u00fcstung ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Das alles passte ohne Probleme in unser gemeinsames, gro\u00dfes angemeldetes Gep\u00e4ckst\u00fcck und lie\u00df sich easy zwischen Klamotten &amp; Badesachen verstauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Startstruggle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag des Abflugs kam. Und wieder war ich im Arsch. Nicht ganz so schlimm wie das Jahr zuvor, aber genug um weder Vorfreude zu versp\u00fcren noch die ersten Tage genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Aber (ich halte es kurz): Das Blatt wendete sich. Mein Schub klang langsam ab und die Energie kehrte zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten Tagen fing ich \u00fcber 10 St\u00fcck. Wovon? Ihr erinnert euch? Steinh\u00e4uschen und so&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Schlaflose N\u00e4chte, Stress und so steile Stra\u00dfen, dass der Sitz bereits beim Ausparken 5 Liter Schwei\u00df zog, sorgten f\u00fcr einen holprigen Start. Die harte Seite Madeiras gleich zu Beginn.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings w\u00e4re es heuchlerisch, die sch\u00f6nen Momente nicht mit euch zu teilen. Leckeres, g\u00fcnstiges Essen, atemberaubende Natur und eine (abgesehen von den Insekten) f\u00fcr den Preis \u00fcberdurchschnittlich ausgestattete &amp; gem\u00fctliche Unterkunft machten den Krabbelhorror irgendwie ertr\u00e4glich. Mit Schlafmasken (f\u00fcr die wir einige L\u00e4den abklappern mussten) und durchgehend brennenden Lichtern, mogelten wir uns durch die N\u00e4chte unter den Weinreben, bevor wir im zweiten Apartment endg\u00fcltig durchatmen und genie\u00dfen konnten. Neubau, glatte W\u00e4nde, kein Holz und kein Stein. Tats\u00e4chlich sahen wir dort \u00fcber die gesamte Aufenthaltsdauer keine einzige Kakerlake. Empfehlen w\u00fcrde ich f\u00fcr den schmalen Taler beide H\u00e4uschen. Wer keine Angst vor steilen Stra\u00dfen und F\u00fchlern hat, wird auch im Naturhaus seine Freude haben. Zum Warmwerden ein paar Impressionen:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25431\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-2.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-2-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-2-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>The beauty of death.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25432\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-3.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-3-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-3-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-3-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Der Cockroach-Chemiekoala macht keine Gefangenen.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25433\" 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\/><figcaption>Welcome to Jurassic Park.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25437\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-8.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-8-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-8-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-8-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Ponta do Sol \u2013 Ein \u00d6rtchen zum Altwerden.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-9.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25438\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-9.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-9-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-9-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-9-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Der Maler bei der Arbeit \u2013 Seine \u201eBilder\u201c wollte an diesem Abend keiner kaufen&#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-10.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25439\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-10.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-10-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-10-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-10-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Fotos werden der Kulisse leider nicht gerecht.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-11.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25440\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-11.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-11-326x217.jpg 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sch\u00f6nste Forellenzucht auf Erden.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1334\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-13.1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25442\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-13.1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-13.1-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-13.1-262x350.jpg 262w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-13.1-768x1025.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>You don\u00b4t know what pain is.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Catching time<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So und jetzt ab an Strand! Die ersten, n\u00e4chtlichen Testw\u00fcrfe im S\u00fcden hatten schnell Ern\u00fcchterung gebracht und f\u00fcr die ein paar fischlosen Kurbelstunden gesorgt. Damit war ein Spot von meiner Liste bereits abgehakt. No need to worry, der Urlaub war noch jung und das Beste lag noch vor uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich beschloss, klein anzufangen. Erstmal herantasten und schauen was die \u201eMiniriffe\u201c vor den F\u00fc\u00dfen zu bieten haben. \u00dcber die gesamte K\u00fcste verteilt \u2013 vor allem aber im Norden \u2013 laden Salzwasser-Naturpools zum Baden ein. Das Wasser dort ist glasklar und stellt f\u00fcr zahlreiche Meerestiere den idealen Lebensraum dar. Gespeist durch Frischwasser \u00fcberschwappender Wellen bei Flut. Fast schon eigene \u00d6kosysteme, wenn man so will. Je nach Gr\u00f6\u00dfe gibt es dort Meer\u00e4schen, diverse Brassenarten, Grundeln, Drachenk\u00f6pfe, Baitfish und&#8230; Lippfische aka Wrasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Letztere so bunt, dass ich sie anfangs f\u00fcr kleine Papageienfische hielt. Bis ich meine Dropshotmontage ins Wasser bef\u00f6rderte&#8230; Der Widerspruch zwischen ihrer Sch\u00f6nheit und Aggressivit\u00e4t war absurd. Sobald das Blei auf den Felsen traf, schossen sie in Lichtgeschwindigkeit zum K\u00f6der, massakrierten ihn mit ihren Minim\u00e4ulern und lie\u00dfen einen leblosen, aufgespie\u00dften Gummiw\u00fcrfel zur\u00fcck. F\u00fchler, Beinchen, Schw\u00e4nzchen waren schneller weg, als ich anschlagen konnte. Absolute Pr\u00e4zisionskiller.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Hakengr\u00f6\u00dfe 4 war nichts zu machen, Hakengr\u00f6\u00dfe 8 (kleiner hatte ich nicht dabei) brachte erst Aussteiger, sp\u00e4ter dann die ersten Kurzzeitbewohner meines selbstgebastelten \u201ePlastikaquariums\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei waren mir bereits zuvor aus der Hand \u201egerutscht\u201c. Zappelbereitschaft und eine fiese Schleimschicht machen das Handling zu einer undankbaren Sache. Da Nici sich die Tortur auf den Felsen nicht antun wollte, musste ich die Tierchen f\u00fcr das Shooting ja irgendwie zu ihr transportieren. Ohne Selfmade-Livewell w\u00e4re das zu heikel. Die maderianische Mittagssonne ballert hart.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-14.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25444\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-14.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-14-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-14-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-14-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Artgerechte Haltung.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-15.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25445\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-15.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-15-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-15-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-15-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Neue Spezies: Check.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-16.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25446\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-16.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-16-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-16-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-16-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Colorporn.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-17.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25447\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-17.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-17-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-17-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-17-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Fingerspitzengef\u00fchl ist gefragt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-18.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25448\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-18.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-18-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-18-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-18-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Visuelles Antidepressiva.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1354\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-19.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25449\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-19.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-19-181x245.jpg 181w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-19-258x350.jpg 258w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-19-768x1040.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Genug gefischt \u2013 der Eindrinling im Bikini will baden.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ihre Gr\u00f6\u00dfe genauso kampfstark und impulsiv wie man es von Wrasse gew\u00f6hnt ist. Dankbare Fische, die eine spa\u00dfige und kurzweilige Angelei versprechen. Zum Ende hin, viertelte (!) ich meine 2 Inch G Tails oder spie\u00dfte nur die F\u00fchlerpartien meiner Keitech Spiders Wackystyle auf den Haken. Je feingliedriger und kleiner, desto eher bekam man die kleinen Farbkleckse gehakt. Auch Muschelfleisch brachte instant Bisse, hielt aber keiner Attacke stand. Innerhalb weniger Stunden (auf mehrere Tage verteilt) verangelte ich 2 P\u00e4ckchen Gummis und das obwohl, ich sie bereits im Vorfeld halbierte oder drittelte. Die Fehlbissquote lag vermutlich irgendwo bei 80-90 %. Daf\u00fcr war nonstop Action und ich konnte etwa ein halbes Dutzend \u201egelandeter\u201c Lippfische auf der Haben-Seite verbuchen. Meist hielten sie sich gemeinsam mit anderen bunten Meeresbewohnern zwischen gro\u00dfen Steinen, Felsen und Betonabbr\u00fcchen auf, wo man sie sehr gut auf Sicht beangeln konnte. Das Rucken in der Spitze signalisierte dabei nicht immer den richtigen Moment zum Anschlagen. Erst wenn die Wrasse mit dem Happen im Maul die Flucht antrat, war es Zeit f\u00fcr den Anhieb. Ohne Blickkontakt zum Geschehen eine schwierige Angelegenheit. Polbrille nicht vergessen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz so leicht sollte man seine DS-Bleie \u00fcbrigens nicht w\u00e4hlen, denn je schneller und lauter das Blei auf die Steine schlug, umso vehementer st\u00fcrzten sich die R\u00e4uber darauf. Zudem herrschte in vielen gr\u00f6\u00dferen Pools mit Meeresanbindung und an allen Felsen kr\u00e4ftige Str\u00f6mung, sodass zu leichte Gewichte schnell die in die Felsspalten gedr\u00fcckt wurden. Je nach Stelle waren Weights um die 17 g Ideal. Im Pool durften es auch mal 10, an den Felsen zum offenen Meer hin, auch mal locker 20g+ sein. Geflavourte &amp; feingliedrige Creatures sind deutlich von Vorteil, da sie besser locken und die Bissdauer enorm erh\u00f6hen. Nehmt auf jeden Fall 14er \u2013 10er Haken mit. Sonst bekommt ihr graue Haare. Achja, das Ganze funktioniert auch an kleinen Jigs, bringt aber im Schnitt mehr H\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Lippfischen gibt\u2019s eine Reihe anderer Spezies, die sich mit Light Rockfishing Methoden \u00fcberlisten lassen. Auch ein paar Brandbrassen konnten den gestutzten Minigummis nicht widerstehen. Anders als auf Teneriffa (wo Drachenk\u00f6pfe &amp; Eidechsenfische dominierten) hatten die Felsenbewohner Madeiras im Schnitt viel kleinere M\u00e4uler und schienen eher Richtung Sammler als J\u00e4ger zu tendieren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-20.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25450\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-20.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-20-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-20-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-20-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Big Eye Beauty.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bis auf einen&#8230; Den bezahnten Boss aus jenem Pool, dem ich die meisten Wrasse entlocken konnte. Ich war gerade dabei den 2387sten Biss zu verhauen, als ich ihn direkt vor meinen F\u00fc\u00dfen die Steinpackung entlang ziehen sah: Barrakuda \u2013 Knapp einen Meter lang. Silbergrau und Zielgerichtet. \u201eWtf. Was macht der hier drin?\u201c Voller Adrenalin sprintete ich zum Auto, packte meine Spinnrute, knotete mit zitternden Fingern meinen Tide Minnow 170 S in den Snap, stellte mich ans Ufer und scannte das Wasser. Da war er wieder! Alle paar Minuten zog er seine Bahn entlang des Ufers, wo wir mit unseren Handt\u00fcchern lagen. Ich setzte ein paar pr\u00e4zise Casts in seine Schwimmrichtung. Guter Winkel, gen\u00fcgend Abstand. Nichts. Mehrmals wiederholte ich den Prozess. Variierte etwas die Geschwindigkeit, baute Speed Ups und kurze Stops ein. Nada&#8230;Und Pl\u00f6tzlich: UFFF!<\/p>\n\n\n\n<p>Der R\u00e4uber schoss aus dem tiefen, f\u00fcr mich nicht mehr einsehbaren Part auf meinen K\u00f6der zu und drehte \u2013 trotz ausreichender Geschwindigkeit des Wobblers \u2013 kurz davor ab. FUCK!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Danach war er verschwunden. Irgendwas hat ihm nicht gepasst&#8230; F\u00fchrungsstil? Mein Schatten? Tageszeit? Die silbernen Drillinge? Keine Ahnung&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Weil das nicht reichte, sah ich ihn 5 Minuten sp\u00e4ter erneut seine Kreise schwimmen. Als w\u00e4re nichts gewesen. Nur dass ihn keiner meiner Versuche auch nur im Ansatz juckte. Kein K\u00f6dertyp, keine Form, keine Farbe, kein F\u00fchrungsstil. Als w\u00e4ren meine Baits f\u00fcr ihn unsichtbar. Er wirkte eher als w\u00e4re er in dem Pool unfreiwillig gefangen. Wahrscheinlich war es auch so&#8230; Die Wasserfl\u00e4che betrug ca. 1,5 ha. Eigentlich kein Lebensraum f\u00fcr einen Barracuda. Aber wieso nicht? Tief war es mit \u00fcber 10 Meter in der Mitte vermutlich genug, Frischwasser gab es dank der hohen Wellen bei jeder Flut und Meer\u00e4schen tummelten sich auf der Seite vom Cafe (wo nicht gefischt werden durfte) mehr als ausreichend, um f\u00fcr sein Leben lang satt zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir an einem anderen Tag erneut f\u00fcr ein paar Stunden zum Baden vorbeischauten, kam es zu meinem zweiten und letzten Kontakt mit dem Meeresr\u00e4uber. Ich drillte gerade eine recht ansehnliche Wrasse von erh\u00f6hter Felsenposition aus und hatte guten Blick auf alles, was sich unter mir abspielte. Und auftauchte&#8230; Auf den letzten Metern meines fights, schoss der Cuda aus der Tiefe wie ein Pfeil auf meinen Lippfisch zu und&#8230; drehte erneut ab. Gott sei Dank. Aber: Wieso zur H\u00f6lle? Wenn Fische schon livebaits verschm\u00e4hen, sind sie definitiv mit allen Wassern gewaschen. Ab dem Moment machte ich mir wenig sorgen, dass er einem anderen Angler mit kulinarischen Absichten zum Opfer fallen k\u00f6nnte. F\u00fcr diese Vorsicht hat er das Leben verdient&#8230; Die Wrasse hatte sich \u00fcbrigens losgesch\u00fcttelt. 1:0 f\u00fcr den Cuda&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>The hunt is on<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem mein Zustand sich soweit stabilisiert hatte, dass ich mir grenzwertige Felsenkletteraktionen zutraute und Nicis Haut begann Karamelfarbene T\u00f6ne anzunehmen, w\u00e4hrend meine nach dem zweiten Tag als Vorlage f\u00fcr ein potentes Meeresdekor h\u00e4tte durchgehen k\u00f6nnen, war die Zeit gekommen sich den Wecker so zu stellen, dass ich mir bei der Frage, wann ich denn aufstehen wolle, schwer tat meiner Freundin in die Augen zu schauen. Ich musste auf die Felsen an der Nordk\u00fcste. Sowohl mein Gef\u00fchl als auch die Tips von Dannschmann sprachen daf\u00fcr. High Tide, tiefes Wasser &amp; Morgend\u00e4mmerung. Wie soll man da blanken?<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4ppische 40 Minuten Fahrt \u00fcber vernebelte Bergserpentinen lagen vor mir, bevor mich die Atlantikk\u00fcste mit meterhohen Brechern und rutschigen Felsen von ihrer sch\u00f6nsten Seite empfangen w\u00fcrde. Uns. Uns empfangen. Nici hatte irgendwie ein schlechtes Gef\u00fchl dabei, mich diese Nummer alleine durchziehen zu lassen. Ich versicherte ihr, dass alles gut sei, aber sie wollte mit. Ich protestierte nicht. Schlie\u00dflich ist so ein Sonnenaufgang am Meer auch nicht unbedingt das Schlechteste f\u00fcrs Gem\u00fct. Gleichzeitig nutzten wir die Aktion, um im Anschluss wandern zu gehen, was aufgrund der milderen Temperaturen und ausbleibenden Menschenmassen morgens deutlich mehr Freude bringt als zur Mittagszeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahrt \u00fcber die Bergkette ist magisch. Ein Erlebnis f\u00fcr sich. Tats\u00e4chlich vermisse ich das Gekurve durch die Finsternis. Mit anst\u00e4ndiger Musik fast schon eine Art Meditation.<\/p>\n\n\n\n<p>Um halb 7 waren wir am Wasser. Es d\u00e4mmerte langsam. Die m\u00e4chtigen Wellen peitschten, der warme Wind wehte konstant. Der magische erste Wurf&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Letzte&#8230; Nichts. Weder auf Gummis, noch auf Hardbaits, noch auf Shorejigs. Vielleicht fehlten mir ein paar Meter, vielleicht waren die Fische nicht da. Der Spot war absolute Bombe, auch Dani hatte dort die meisten seiner Fische gelandet. Vielleicht einfach Pech gehabt?<\/p>\n\n\n\n<p>Die naheliegende Hafenmole brachte immerhin noch ein paar Kontakte in Form von Eidechsenfischen. Bisschen Adrenalin zum Wachmachen f\u00fcr die Wanderung durch die verwunschenen Loorbeerw\u00e4lder. Mega geil. Mega mystisch. Must do!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-21.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25451\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-21.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-21-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-21-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-21-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Come Cuda, Come&#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-22.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25452\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-22.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-22-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-22-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-22-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Atlantikpower.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-23.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25453\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-23.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-23-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-23-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-23-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Weapon of trust \u2013 Duo Realis Tide Minnow 175 S.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-24.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25454\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-24.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-24-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-24-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-24-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Blankblocker \u2013 Hail the lizzards&#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-25.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25455\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-25.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-25-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-25-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-25-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Wo sind die R\u00e4uber?<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-26.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25456\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-26.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-26-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-26-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-26-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Wie im M\u00e4rchen&#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag war relaxen angesagt. F\u00fcr Nici bedeutete das: Buch lesen und Sangria schl\u00fcrfen, f\u00fcr mich&#8230; klettern und werfen. Beides l\u00e4sst sich an entsprechenden Spots sehr gut kombinieren, sodass beide Parteien auf ihre Kosten kommen. Wir sicherten uns einen der wenigen sandigen Flecken, inmitten einer felsigen Bucht im Westen Seixals (ein paar km vom zuvor erw\u00e4hnten Barrakuda Pool entfernt), womit der \u201eStrand\u201c eigentlich schon uns \u201egeh\u00f6rte\u201c. Wellen, Felsen, wenig Menschen, ein gesch\u00fctzter Rockpool zum Abk\u00fchlen und ein idyllisches, von Einheimischen betriebenes Cafe geben das Feeling, was man als Madeira-Reisender sucht. Frische, perfekt zubereitete Meeresfr\u00fcchte f\u00fcr unter 10 Euro dienen als Mittagssnack und runden das \u201ePerfekt-Paket\u201c ab.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25458\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Ricky on the rocks.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25457\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.1-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.1-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-27.1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>17,5 cm Tide Minnow massakriert&#8230; Diesen Hunger kenne ich  sonst nur von mir.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Es war fr\u00fcher Nachmittag und damit ca. eine Stunde vor Ebbe, als ich auf den Felsen stand und beschloss, was an meiner Taktik zu \u00e4ndern. Vielleicht war Downsizing die L\u00f6sung. Immerhin sah man beim Schnorcheln hier und da Schw\u00e4rme von kleinen Meer\u00e4schen und Sardinen. Needlefish hingegen machten sich rar. Der 175er Tide Minnow, dem ich ansonsten vollstes Vertrauen entgegenbrachte, verschwand in der Box. Anstelle von Japan kam China in den Loopknot. Wo sonst, wenn nicht im Meer kann man guten Gewissens g\u00fcnstige Baits probieren, von denen man nicht sicher ist wie sie performen werden? Der F\u00fchrungsstil auf Salzwasserfische stellt (in den meisten F\u00e4llen) deutlich weniger Anspr\u00fcche an das Laufverhalten der K\u00f6der als beispielsweise das Twitchen auf vorsichtige R\u00e4uber in heimischen Gew\u00e4ssern. Auch die silbernen Drillinge st\u00f6ren hier nicht. Das Zeug rostet oder wird auch mal gereefed. Angesichts meiner Lebensumst\u00e4nde kann ich mir kaum leisten, mehrere Modelle jenseits der 20 oder 30 Euro zu verpulvern. Ali Express sei Dank, konnte ich also mein Meeresarsenal entsprechend erweitern. Und wenn\u00b4s f\u00e4ngt, ist es mir scheissegal, welche Brand auf der R\u00fcckseite steht. Lieber eine gute Kopie, als ein schlechtes\/mittelm\u00e4\u00dfiges Original&#8230; (Was S\u00fc\u00dfwasserkram angeht, kriegt ihr mich leider nicht ganz dazu, da bin ich picky).<\/p>\n\n\n\n<p>Bestimmte Kriterien sollten im Meer dennoch erf\u00fcllt werden, dazu z\u00e4hlen f\u00fcr mich: Wurfweite, Laufstabilit\u00e4t bei hoher Geschwindigkeit und Materialbest\u00e4ndigkeit. (Letzteres kann zumindest durch den Tausch von Haken &amp; Sprengringen teilweise erreicht werden, auf \u00d6sen muss man sich halt verlassen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei der drei Punkte waren bei meinem Tsurinoya Bayonett 135s schon mal definitiv erf\u00fcllt. Das Ding flog wie eine Rakete. Fast besser als meine Duos&#8230; Speed packte er ebenfalls und das Sardinen Holo Dekor passte optimal zum gr\u00fcnblauen Wasser. Ich beschloss, dem St\u00fcckchen Plastik zu vertrauen und f\u00e4cherte die Fl\u00e4che systematisch ab. Erst den offenen Ozean, dann entlang der Felsen. Erst schnell, dann eine Stufe langsamer.<\/p>\n\n\n\n<p>Letzteres fruchtete. Als ich den K\u00f6der entlang des Dropoffs t\u00e4nzeln lie\u00df, fuhr der alles erl\u00f6sende Ruck durch mein Handgelenk. \u201eBitte bitte bitte bleib dran&#8230;\u201c Zwischen den tosenden Wellen, sah ich Silber aufblitzen. Einmal, Zweimal&#8230; BARRAKUDA! Der pfeilf\u00f6rmige Fisch zappelte in der Brandung, die mir jedes Mal mehrere Meter Schnur von der Rolle riss, sobald die Wassermassen zur\u00fcckflossen. Wei\u00dfer Schaum + surrende Bremse = Kontrollverlust. Der heikelste Moment beim Rockfishing&#8230; Mehrere Versuche gingen schief, das Wasser war einfach nicht hoch genug. Er blieb dran. Ich wartete auf eine gr\u00f6\u00dfere Welle, kurbelte mit dem Swell und&#8230; hievte den schlanken R\u00e4uber in den n\u00e4chsten kleinen Rockpool. YES!!! Endlich&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Vollgepumpt mit Adrenalin rannte ich zur Nici, die freudestrahlend gratulierte und den bezahnten Auftakt souver\u00e4n ablichtete.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25460\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Das erste H\u00e4kchen ist gesetzt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wie \u00fcblich wollte ich dem ca. 65 cm langen Kerl die Freiheit schenken, leider war ihm der Landgang aber \u00fcberhaupt nicht gut bekommen. Meine Cudaf\u00e4nge in der Vergangenheit schienen zwar robuster, jedoch kann die Fischart im Vergleich zu anderen Salzwasserspezies relativ wenig ab. Es sollte also schnell gehen. Hier war es wohl eine Kombination aus der langandauernden Landung, dem Sprint \u00fcber die Felsen + Fotoshooting (obwohl wir uns wie \u00fcblich mega beeilten) sowie der sengenden &nbsp;Mittagshitze, welche das Tier nach dem Release leblos im Wasser treiben lie\u00df. Sehr schade. Aber kein Weltuntergang. Nicht weil mir das Lebewesen egal ist, ganz im Gegenteil, solche Vorf\u00e4lle nagen sehr an mir. Aber einen hart erk\u00e4mpften, selbstgefangenen Fisch aus dem Meer im Urlaub mit seinem Lieblingsmenschen zu Abend zu essen, ist etwas Besonderes. Ich habe Demut und Respekt vor dem Tier. Mache anderen und mir eine Freude. Sch\u00e4tze und genie\u00dfe jeden Bissen. Ums in pathetischer Indianersprache zu sagen: Man nimmt das Tier \u201ein sich auf\u201c und wird \u201eeins mit ihm\u201c. Unwissenschaftlich ausgedr\u00fcckt, aber wahr. Ich sehe das so. Ich denke \u00fcber den Barracuda nach. Wie sein Leben wohl bis zum Zeitpunkt des Todes verlaufen ist. Denke an die Freude, in dem Moment als er biss, und das Gef\u00fchl der Erleichterung bei der Landung. An die strahlende Nici.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer denkt schon daran, wenn er sein Steak aus der Plastikverpackung holt? Ja der gute alte Supermarktfleischvergleich. Aber solange wir Tiere wie Ware (und Schei\u00dfe) behandeln, wird er leider auch weiterhin zutreffen. Deswegen: Ich war mit dem Tod des kleinen Cudas d\u00e1ccord. Er starb nicht umsonst. Er war lecker und sein Fang hat mir eine Freude bereitet, wie es sonst keine Dinge zu tun verm\u00f6gen. Das wiederum h\u00e4lt meine (geistige) Gesundheit aufrecht. Egal wie schlecht es mir geht. Danke daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25459\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.1-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.1-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-28.1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Was sein muss,&#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-29-.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25461\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-29-.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-29--326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-29--525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-29--768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Cuda Steaks in Oliven\u00f6l, Knoblauch und Kr\u00e4utern mit Bratkartoffeln: Simpel und unfassbar lecker.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck auf den Felsen: Ich war on fire. Lowtide stand bevor und die Fische waren da. Nachdem ufernahe W\u00fcrfe keinen weiteren Kontakt brachten, jagte ich den Minnow z\u00fcgig im 90 Grad Winkel zur Shoreline durchs Wasser. BAAAM!<\/p>\n\n\n\n<p>Der n\u00e4chste Fisch hing. Und k\u00e4mpfte entschlossener. \u201eDamn, gibt der Gas!\u201c BZZZZZZZZ. Die Bremse arbeitete&#8230;. Wildes Ruckeln gepaart mit kurzen Fluchten versprach einen gr\u00f6\u00dferen R\u00e4uber. Falsch gedacht. Auf ca. 10 m Entfernung sah ich das erste Mal etwas aufblitzen. Rund, silbern, im Format eines kleinen Satzkarpfens. Was war das? Die Antwort blieb mir erstmal verwehrt, der Fisch stieg aus&#8230; Schei\u00dfe&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Egal weiter geht\u2019s. Paar W\u00fcrfe sp\u00e4ter knallte es erneut auf gleicher H\u00f6he. Das selbe Feeling, die selbe Power. \u201eDiesmal krieg ich dich raus\u201c. Auf jeden Fall Schwarmfische wie es aussieht&#8230; Ich drillte den kleinen Fighter bis vor die F\u00fc\u00dfe, wo er im weissen Schaum weiter vor sich hin w\u00fctete, ohne dass ich ihn zu Gesicht bekam. Der Wellengang war brutal. Tonnen von Wassermassen schossen von links nach rechts entlang der steilen Klippen. Das was am anderen Ende der Leine hing wurde wie in einer XXL Waschmaschine durch die Gegend gesp\u00fclt und durchlebte wahrscheinlich die h\u00e4rtesten Minuten seines Lebens. Es war dennoch m\u00f6glich&#8230; \u201cDie Welle sieht gut aus, nur noch ein bissc..\u201c \u201eFUUUCK\u201c. Und auch dieses Mal stieg der Fisch aus, ohne dass ich ihn identifizieren konnte. Die Landung dauerte zu lange&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie erwartet, bekam ich an diesem Tag keine dritte Chance mehr und musste mich geschlagen geben. Das nagte an mir. Egal. Die paar Stunden Angeln waren ein voller Erfolg. Ich hatte bez\u00fcglich meiner Taktik die Best\u00e4tigung die ich gebraucht habe. Den richtigen Spot, die richtige Zeit, sowie einen K\u00f6der der funktionierte. Der Zielfisch war klar. Das Multispeciesmonster in mir wollte fressen (aka fangen und auf Speicherkarte verewigen).<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein bisschen wie fr\u00fcher, als man Pokemon auf dem Gamyboy gefangen oder die Karten gesammelt hat. Nur \u201ein echt\u201c, aufregender, lebensnaher und&#8230; teurer. Ich liebe es. Ich liebe es, neue Orte und Spezies zu entdecken. Ohne Guide, ohne \u00fcbertriebener Technik. Das ist f\u00fcr mich Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Also kn\u00fcpfte ich bei unserem n\u00e4chsten Besuch genau da an. Zum Gl\u00fcck lag die lowtide inmitten der klassischen Strandzeiten, sodass Nici und ich immer auf einen Nenner kamen. Ich startete so, wie ich am Tag zuvor aufgeh\u00f6rt hatte. Der Bayonett flog Richtung Horizont und schoss zur\u00fcck zu seinem Herrchen. Kleine Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bei der F\u00fchrung sowie gelegentliche \u00c4nderungen des Zugwinkels w\u00e4hrend des ansonsten sehr schnellen, monotonen Laufs, verliehen mir Vertrauen, erschienen logisch und brachten Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf voller Distanz passierte es dann: Einschlag, Zappeln, Flucht: BZZZZZZZ. Yap, das ist wieder einer dieser Phantomfighter. \u201eDiesmal krieg ich dich.\u201c Aller guten Dinge sind schlie\u00dflich drei. Gott sei Dank bewahrheitete sich die Floskel&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer (sofern es bei den Verh\u00e4ltnissen \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist) smoothen, fast reibungslosen Landung, zappelte die leicht kupferfarbene Sch\u00f6nheit vor mir im Rockpool. Wow, sah der geil aus. Ein richtiger sch\u00f6ner&#8230; Ja was eigentlich? Baby-Amberjack? Oder irgendeine Kingfish-Unterart? Sicher irgendeine Stachelmakrelenart, aber f\u00fcr mich nicht eindeutig zu klassifizieren. Schei\u00dfegal. Das konnte ich sp\u00e4ter kl\u00e4ren. Jetzt erstmal enthaken &amp; ablichten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-30.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25462\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-30.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-30-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-30-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-30-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Seriola rivoliana \u2013 K\u00e4mpfer mit Herz.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Anders als beim Barracuda, ging alles gut. Wie erwartet, zeigte sich das kleine Kraftpaket extrem robust und dampfte nach seinem Release in Lichtgeschwindigkeit davon. Mega! Ich war komplett over the moon. Selbst wenn es ab jetzt f\u00fcr den Rest des Trips bei diesen F\u00e4ngen bleiben sollte, konnte ich grinsend nachhause fliegen. Madeira ist bekanntlich kein Frequenz-Eldorado f\u00fcr Uferangler. Doch wieso sollte ich jetzt die F\u00fc\u00dfe hochlegen? Der Urlaub war noch jung, der Code schien geknackt. Let\u00b4s keep fishing.<\/p>\n\n\n\n<p>Am darauffolgenden Tag, gaben wir fr\u00fch morgens Port Moniz die zweite und letzte Chance. Mit demselben Ergebnis wie beim letzten Mal. Ich fischte konsequent. Und fing gar nichts. 2 Stunden konzentriertes kurbeln&#8230; Das war also das z\u00e4he Madeira, von dem alle sprechen. Damit war der Spot f\u00fcr mich vorerst abgehakt. Ein drittes Mal w\u00fcrde ich ihn erst befischen, wenn die anderen Stellen nicht mehr liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fuhren ein paar Kilometer weiter nach Seixal. Es kribbelte in den Fingern, denn bisher hatte sich der kleine K\u00fcstenort sehr gn\u00e4dig gezeigt. Im Morgenlicht sah die malerische Kulisse noch imposanter aus als zur Mittagszeit. Gr\u00fcn bewachsene Berge, azurblaues Wasser und die frische Atlantikbriese gaben uns das Gef\u00fchl, weit weg von Europa zu sein. Neuseeland, Hawaii, Costa Rica&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Es war gegen 9 Uhr morgens und bereits 2 Stunden nach dem tidal change, als ich mit meinem Wobbler den ersten Wurf entlang des Dropoffs machte. Die produktivsten Felsen (von denen aus ich den ersten Barrakuda und die Jacks gefangen hatte) sind bei hohem Wasserstand keine Option. Wer sich falsch entscheidet, stirbt. Muss man so plump sagen. Alles was feucht wirkt, meiden. Vor allem, wenn die angepeilten Fl\u00e4chen hoch und in N\u00e4he zum Abbruch liegen. Der ansonsten gute Grip des Gesteins t\u00e4uscht \u00fcber die eisglatten, von Wellen erfassten Bereiche hinweg. Z\u00fcgel den Gecko in dir. Tot f\u00e4ngt man keine Fische.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-31.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25463\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-31.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-31-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-31-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-31-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Watch the waves.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Doch zum Gl\u00fcck war ich noch am Leben und tat das, was man tot nicht mehr tun kann: Ich fing. Nach paar W\u00fcrfen knallte der erste, 5 Minuten sp\u00e4ter der zweite Barracuda drauf. Darunter auch der mit ca. 80 cm bis dato l\u00e4ngste Fisch des Trips. Selbstverst\u00e4ndlich alles keine Riesen, aber die Sch\u00f6nheit und Eleganz der Fische machte in Kombination mit der malerischen Kulisse jegliche Zentimeterjagd \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nici und ich sind was Fischfotografie angeht mittlerweile ein eingespieltes Team. Wenn sie in der N\u00e4he ist, lasse ich niemand anderen mehr an die Cam. Ich bin ein perfektionistischer Nerd mit Liebe f\u00fcr die Kreatur. Manchmal ziemlich sicher, ziemlich anstrengend&#8230; Als Designer und visuell gepr\u00e4gter Mensch, f\u00fchlt sich f\u00fcr mich der Fangprozess ohne ein anst\u00e4ndiges Bild aber unvollkommen an. Kann ich nicht \u00e4ndern. Der Sammler in mir ist streng. Mir geht es in keinster Weise darum, jemanden zu beeindrucken oder den Fisch gro\u00df erscheinen zu lassen. Davon habe ich nichts. Zum Beispiel bin ich \u00fcberhaupt kein Fan von Ultra Weitwinkel. Zu \u00fcbertrieben, zu unnat\u00fcrlich, zu plump. Mir geht es darum, das Maximum aus der Sch\u00f6nheit des Tieres zu holen. F\u00fcr mich selbst. Um es sp\u00e4ter anschauen zu k\u00f6nnen und mich daran zu erfreuen. Um der physischen, materiellen Sch\u00f6nheit tats\u00e4chlich n\u00e4her zu kommen. Kein Foto der Welt wird jemals die Erfahrung im jeweiligen Moment ersetzen, wenn der Fisch vor dir liegt oder in deinen H\u00e4nden ist. Das ist immer beeindruckender. Aber durch ein gutes Auge und bisschen \u00dcbung l\u00e4sst sich die maximale Sch\u00f6nheit festhalten. Also hab ich im Laufe des Jahres Nici die Eigenarten einzelner Spezies n\u00e4her gebracht. Wieso ich gerne welche Art aus welchem Winkel fotografiere. Beim Hecht w\u00fcrdige ich gerne den gro\u00dfen Kopf, bei manchen Karpfen eher die Schwanzflosse&#8230; Jeder Fisch hat individuelle Features die es sich hervorzuheben lohnt. Und weil Nici ebenfalls von Beruf Gestalterin ist und ein super Gesp\u00fcr hat, lasse ich meine F\u00e4nge am liebsten sie knipsen. Als Kind liebte ich Dinos und alle m\u00f6glichen Monster, jetzt sind die Monster halt echt. Und ich kann selbst bestimmen wie \u201ecool\u201c sie aussehen sollen. Daher wandert die Kamera mittlerweile noch vor allem anderen in meinen Backpack, wenn\u2018s ans Wasser geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sry f\u00fcr den Exkurs, back to the rocks. Was ein Morgen. Wieder zwei Fische gelandet&#8230; Einer davon hat\u2018s wieder nicht gepackt. Trotz Vollgasversorgung&#8230; Das tat weh. Aber zum Gl\u00fcck war ein angelnder Local in der N\u00e4he. Die Freude in seinen Augen, als ich ihm den Fisch gab, war echt und nicht zu \u00fcbersehen. Damit konnte ich leben. Hat mein Gewissen nochmal Gl\u00fcck gehabt&#8230; Den anderen Cuda habe ich nicht einmal zum enthaken aus dem Wasser gehoben. Quick &amp; sucsessful release.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-32.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25464\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-32.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-32-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-32-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-32-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Sexy beast.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-33.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25465\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-33.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-33-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-33-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-33-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Surreale Sch\u00f6nheit.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-34.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25466\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-34.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-34-326x184.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-34-622x350.jpg 622w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-34-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Der h\u00f6chste Punkt Madeiras (trotz meiner CFS Beinchen erklommen).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-35.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25467\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-35.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-35-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-35-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-35-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>H\u00e4nde sauber machen vor dem Naschen.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Fickflosse in mein Gesicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach ein paar wundersch\u00f6nen Wanderungen &amp; Strandbesuchen war ich paar Tage sp\u00e4ter wieder auf meinen geliebten Felsen. Da ich den Gro\u00dfteil der Urlaubszeit mit Nici verbringen wollte und nach der Teneriffa Aktion im Vorjahr einiges wieder gut zu machen hatte, konnte ich nicht allzu viele fischlose Stunden zum Erkunden weiterer Spots opfern und beschr\u00e4nkte mich auf das, was funktionierte (schlie\u00dflich hatte es mich ja bereits der erste Barrakuda mehrere Fahrten und hunderte W\u00fcrfe gekostet). Ich musste lernen, den Spagat zu halten. F\u00fcr uns und f\u00fcr die Zukunft. F\u00fcr ihren ganzen Support und die Geduld. Daf\u00fcr liefs diesmal wirklich gut. Wanderungen, Strand- und Restaurantbesuche hatten Priorit\u00e4t. Ich suchte mir entweder L\u00fccken oder wir kombinierten geschickt mit den \u00fcbrigen Vorhaben. Ein paar Stunden Angeln lie\u00dfen sich dank guter Planung, Nicis Unterst\u00fctzung und meinem ADHS irgendwie fast immer mit einbauen, meist sogar in den produktiven Zeitr\u00e4umen um den tidal change herum.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Rhythmus ging es weiter. Und der n\u00e4chste Fisch hing. Definitiv wieder ein Almaco Jack. Die Art hatte ich mittlerweile dank eines fischkundigen Schweizers, den ich am ersten Strandtag auf den Felsen kennengelernt hatte identifiziert. Wir hatten Nummern ausgetauscht und planten t\u00e4glich zusammen loszuziehen, was dank unseres vollen Tagesplans bis zu jenem Zeitpunkt aber nicht gelingen wollte. Kurt hatte sich als ebenso fischkrank und angelbegeistert erwiesen wie ich. Er hat Gew\u00e4sser\u00f6kologie studiert, 17 Jahre in Brasilien gelebt und mit den S\u00fc\u00dfwasserfischen des Amazonas gearbeitet. Peacocks und Welse waren sein t\u00e4glich Brot. Dort hat er vor langer Zeit seine Frau geheiratet, mit der er jetzt seine Flitterwochen auf Madeira verbrachte. Mit ihr und zwei Meereskombos im Gep\u00e4ck. Dazu sp\u00e4ter mehr, zur\u00fcck zum Drill.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Almaco Jack riss Schnur von der Rolle. St\u00e4rker als seine Vorg\u00e4nger. Mehr Bums und mehr Gewicht. Ich schwitzte und betete (zu einem Gott, an den ich nicht glaube). Jedes Mal als ich meinte ihn geb\u00e4ndigt zu haben, ging der Tanz von vorne los. Die verhasste Eigenart von Jacks senkrecht in die Tiefe zu ziehen, schien er gut drauf zu haben. Leider zu gut. Aufgrund des Wasserstandes und (an jenem Tag) extremen Wellengangs, war ich gezwungen gewesen, meine Stehposition etwas nach hinten zu versetzen, sodass meine Schnur im noch ung\u00fcnstigeren Winkel auf den unter Wasser liegende Dropoff traf, als es ohnehin schon der Fall war. Mein Leader war zwar recht lang (ca. 3m), aber lange nicht ausreichend um den Gro\u00dfteil der Wassers\u00e4ule Richtung Grund abzudecken, wo mein Gegner vehement hin zu fl\u00fcchten versuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schnur lief unter Hochspannung \u00fcber die scharfe Steinkante und ich bekam ihn nicht hoch. Ich z\u00e4hlte die Sekunden bis es Peng machte. Und so kam es auch&#8230; Mein erster Abriss. Gereefed&#8230; vor den F\u00fc\u00dfen. Fuck&#8230; Ich schmiss die Rute auf die Felsen und setze mich hin. Leere und Frust waren alles, was ich empfand.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrere Sachen kamen zusammen: 1. Wahrscheinlich hatte ich soeben den gr\u00f6\u00dften Fisch des Urlaubs verloren 2. Jetzt musste sich das Tier (schlimmstenfalls) mit 3 Trebles im Maul herumschlagen, wobei fraglich ist, ob es es jemals schaffen w\u00fcrde sich davon zu befreien&#8230; 3. Der alles rasierende K\u00f6der des Vertrauens war weg. Und es gab keinen Ersatz&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Momente schmerzen, sind aber gleichzeitig Erfahrungen, um die man (vor allem) als Meeresangler nicht herumkommt. Egal ob die Hauptschnur wie in meinem Fall 0,16 oder 0,30mm hat&#8230; Keine Braid h\u00e4lt den scharfkantigen Felsen auf Dauer stand. Manchmal gewinnt eben der Fisch&#8230; Obwohl man ein zugetackertes Maul nicht wirklich als gro\u00dfen Gewinn betrachten konnte&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 5 Minuten hatte ich neue Energie gesch\u00f6pft und (mit leichten Zweifeln) den gro\u00dfen, schwimmenden schlanken Bruder des Vorg\u00e4ngermodells angeknotet. Meine Intuition sagte mir, dass bei strahlender Mittagssonne, Ebbe und glasklarem Wasser das Dekor eine entscheidende Rolle spielte, weswegen ich mich f\u00fcr die gleiche Farbe, nicht aber das gleiche Modell in knalligen T\u00f6nen entschied.<\/p>\n\n\n\n<p>Holo Sardine sei Dank, bereute ich meine Entscheidung nicht. Zwei weitere Barrakudas hauten sich die blau schimmernde Zigarre rein. YES! Was die Pfeilhechte betrifft, gehen also auch gr\u00f6\u00dfere Modelle. Interessant, dass meine Tideminnows in den vorausgegangen Versuchen am selben Spot v\u00f6llig verschm\u00e4ht wurden. Da Lauf &amp; L\u00e4nge sich sehr stark \u00e4hnelten, war der Unterschied in der Farbgebung meine einzige Erkl\u00e4rung. So toll die Cudas auch auf meinen Tsurinoya ansprangen, so ahnte ich auch, dass er f\u00fcr die Almaco Jacks zu gro\u00df sein w\u00fcrde. Ich hatte zwar noch kleinere schlanke Modelle von Rapala &amp; Duo stecken, konnte mit den 10-12 cm langen Minnows aber nicht dieselbe Wurfweite erreichen wie mit den Chinesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Annahmen hatten sich bewahrheitet. Es gab keine weiteren Almaco Kontakte mehr. Weder mit dem 160er Modell, noch mit dem 135er in Pink\/Chartreuse. Alles was sie gewollt hatten, war die Sardine mit 13,5 cm L\u00e4nge. Zu dem Zeitpunkt h\u00e4tte ich 3 hochwertige Wobbler aus meiner Box gegen einen Ali-Stengel getauscht. Ach was sag ich, die ganze Box f\u00fcr 3 Sardinen. So sehr schmerzte der Verlust. Aber was solls. Das ist Angeln. Manchmal sind wir gezwungen, uns anzupassen und manchmal gewinnt man dadurch neue Erkenntnisse. Go with flow&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Endspurt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Also B\u00fchne frei f\u00fcr den gro\u00dfen, d\u00fcnnen Bruder. Doch ganz so einfach akzeptierte ich die Folgen des Abrisses dann doch nicht&#8230; Am vorletzten Tag war es soweit. Kurt und ich hatten t\u00e4glich geschrieben und uns \u00fcber unsere Pl\u00e4ne auf dem Laufenden gehalten. Vom Ufer aus, hatte er bis dato leider wenig Erfolg gehabt, was aber in erster Linie an seinem recht groben Setup lag, dass zum Shorejiggen auf gr\u00f6\u00dfere Kaliber ausgelegt war. Eigentlich die Kombi die auf Madeira nicht fehlen sollte. Schwere Speedjigs, Gummis und Plugs sind an der Atlantikk\u00fcste in den meisten F\u00e4llen mit Sicherheit eine gute Wahl, wollten aber im Zeitraum unserer Anwesenheit so gar nicht funktionieren. Keine Ahnung wieso. Scheinbar waren keine gro\u00dfen R\u00e4uber vor Ort. H\u00e4tte definitiv auch anders laufen k\u00f6nnen. Sehr schade, Skill, Erfahrung und Ehrgeiz hat der Dude allemal, einen Landbased AJ oder Bonitodrill h\u00e4tte ich ihm von ganzem Herzen gew\u00fcnscht. Zumindest hatte er zwischenzeitlich mit seiner Frau eine Charterausfahrt unternommen, die zwar aufgrund des hohen Wellengangs nicht die erhoffte Trolling Action brachte, aber ordentlich Beute beim Bottom Fishing abwarf. Diverse Snapper(arten) und ein fetter Triggerfish konnten den inneren Angelaffen zumindest f\u00fcr einen kurzen Moment bes\u00e4nftigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Kurt w\u00e4re nicht Kurt, wenn ihn eine Bootsausfahrt f\u00fcr 2 Wochen bes\u00e4nftigt h\u00e4tte. Er wollte seinen Drill von den Rocks. Absolut verst\u00e4ndlich. Und ich bekam nicht genug davon. Ich hatte ihn \u00fcber meine Strategien auf dem Laufenden gehalten und so war es fast unumg\u00e4nglich am Tag zuvor einen Abstecher in einen Tackleshop zu machen. Ich besorgte uns je 3 verschiedene 14 cm Minnows in 2 m\u00f6glichst sardinen\u00e4hnlichen Dekoren und einen Schocker f\u00fcr die dunklen Morgenstunden. Der Verk\u00e4ufer war etwa in meinem Alter und des Englischen m\u00e4chtig. Der Vibe stimmte. Netter Typ, der niemanden abziehen will. Wir unterhielten uns, ich zeigte ihm meine Fotos, wir tauschten unsere Social Media-Kontakte und Mail-Adressen. Entschieden hatte ich mich f\u00fcr seinen Shop, weil sich auf den Google Maps-Fotos eine Wand voll Hardbaits erkennen lie\u00df. Keine Ahnung wie die anderen Shops abgeschnitten h\u00e4tten, aber ich w\u00fcrde wiederkommen und kann euch den kleinen Laden w\u00e4rmstens empfehlen. Er heisst&nbsp; \u201eO Ingles \u2013 Pesca Desportiva\u201c und liegt im Au\u00dfenbezirk von Funchal, der Hauptsadt der Insel.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr knapp 8 Euro das St\u00fcck, machten die Wobbler einen soliden Eindruck, auch wenn es mir ein wenig Unbehagen bereitete, dass der Verk\u00e4ufer nicht wirklich was mit dem Begriff \u201eweight transfer System\u201c anfangen konnte. Schlie\u00dflich war Wurfweite fast das wichtigste Kriterium und \u2013 was die Takes der Almacos anging \u2013 absoluter Key. Egal, wir mussten mit dem zurechtkommen, was wir hatten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25469\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Die Ersatzbankspieler vermochten nicht, das Loch in meiner Seele zu f\u00fcllen.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25468\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.1-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.1-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-36.1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Der Underdog, der zum Helden wurde.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag bretterte ich p\u00fcnktlich zum Ende Ausgangssperre (1-5 Uhr morgens) \u00fcber die vernebelten H\u00fcgel durch die Finsternis, Richtung Seixal.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Parkplatz angekommen, empfing mich der strahlenden Kurt im Schein der Stra\u00dfenlaterne. Handshake, paar motivierende Wortwechsel und ab gings auf die Rocks. Ich mit Surfschuhen ohne Profil und Kurt mit Sandalen. Man was hatten wir Bock. Es w\u00e4re eine Schande gewesen, nicht gemeinsam loszuziehen. Noch herrschte v\u00f6llige Dunkelheit, aber dank der orangen Lichtquellen war es stellenweise fast taghell. Eigentlich echt geile Voraussetzungen f\u00fcr Baitfish und R\u00e4uber&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nix da. Wir fischten beide recht auff\u00e4llige, UV-aktive Dekore, Kurt den neuen, von mir mitgebrachten Hardbait von Westlab (der ganz ok flog, aber leider nicht mit den Duos und Alis mithalten konnte) und ich den 135er Tsurinoya Bayonett in besagten \u201eClownsfarben\u201c. Chartreuse, Pink und Silber. Grobe Colors&#8230; H\u00e4sslich, aber meerestauglich.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ging gar nichts. Die Fische waren nicht da. Bei den vorherrschenden Lichtverh\u00e4ltnissen war es sehr unwahrscheinlich, dass die Dekore \u201eschuld\u201c am Blank waren, zumal wir zwei verschiedene Farbkombis fischten. Es war High Tide und damit eigentlich eine sehr hei\u00dfe Phase, aber gleichzeitig das Gegenteil von jenen Conditions, die bei mir geliefert haben. Echt strange. Definitiv eine neue Salzwassererfahrung, die mich in Zukunft zuversichtlicher und flexibler werden l\u00e4sst&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Spotwechsel. Statt stundenlang an einem Spot auf vorbeiziehende Fische zu warten, hielt ich es f\u00fcr cleverer, Strecke zu machen. Meine Erfahrungen deckten sich dabei mit dem Tipp von Danschmann, der mir ebenfalls ans Herz gelegt hatte, mehr Fl\u00e4che zu befischen als eine Stelle \u00fcberfl\u00fcssig lange auszuangeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fuhren zu den Felsen im Osten Seixals, welche den anf\u00e4nglich erw\u00e4hnten Barrakuda Pool umgaben und mir (als einzige Stelle neben dem anderen Spot) bereits im Vorfeld ein paar Fischkontakte (kleiner Cuda + eine Jackattacke) beschert hatten. Ferner hatte ich den einzigen Spinnfischenden locals, die mir w\u00e4hrend meines gesamten Urlaubs \u00fcber den Weg gelaufen waren, folgende Informationen entlocken k\u00f6nnen: \u201eBig Amberjacks come here at night\u201c und \u201eBarracudas are good here too\u201c. Mehr Material brauchte es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so krakselten wir bei sch\u00f6nstem Morgenlicht \u00fcber die Steine, im Geiste beim Fisch. Der nicht lange auf sich warten lie\u00df. Die Felsen ragen wie riesige \u201eFinger\u201c weit in den Ozean hinaus, sodass sich zwischen ihnen schmale, lange Buchten bilden, in welche die Wellen hereindr\u00fccken. Stets die Brecher im Blick, hatten wir uns Richtung Spitze einer solchen Zunge gek\u00e4mpft und unsere Hardbaits in die Fluten bef\u00f6rdert. Kurts Stecken ging krumm. Die Bremse kreischte&#8230;YES YES YES!<\/p>\n\n\n\n<p>Am leichten Ger\u00e4t (Kurts zweite Kombi) wusste der Fisch, wie man sich wehrt und bescherte uns eine schwitzige Stirn. BLUEFISH!!! Eine Spezies, die ich w\u00e4hrend des Urlaubs sehnlichst vermisst und bisher nur einmal zuvor in meinem Leben gefangen hatte, w\u00e4hrend meiner Backpackingreise durch Australien vor rund 10 Jahren. Kein gro\u00dfes Exemplar, aber der Morgen schien schon mal gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn da nicht die Landung w\u00e4re&#8230; Die H\u00f6henmeter zum Wasser, sowie der Hub der ein und auslaufenden Wellen waren so extrem, dass es kaum m\u00f6glich war, den Fisch vern\u00fcnftig in den Rockpool sp\u00fclen zu lassen. Fast hatten wir ihn soweit, nur noch einen halben Meter, dann&#8230; sch\u00fcttelt sich der Blaubarsch frei&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich schon gefangen, aber nicht in den H\u00e4nden, stie\u00dfen wir einen Seufzer aus, aber lie\u00dfen uns nicht entmutigen. Sofort flogen die Wobbler wieder Richtung offene See. Immerhin hatten wir alles auf Kurts Gopro.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sonne ging auf, wir standen am wohl sch\u00f6nsten Fleck Europas und taten das was wir liebten. Fishing at its finest.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-37.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25470\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-37.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-37-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-37-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-37-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>The best reason to be alive.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dann sp\u00fcrte ich einen leichten Ruck im Handgelenk. War das ein H\u00e4nger? Gerade als ich dabei war meinen Wobbler aus dem Wasser zu holen, machte mein Herz einen Satz. Im schaumigen Weisswasser sah ich ihn an der Oberfl\u00e4che abdrehen. Einen fetten Bluefish von vermutlich 5 Kilo +. Damn. Das w\u00e4re zu sch\u00f6n gewesen&#8230; vielleicht aber auch nicht, wenn ich mir die Landebedingungen vor Augen hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wellen rollten wie Panzer \u00fcber die Steine und lie\u00df uns im Minutentakt ein paar Spr\u00fcnge nach hinten vornehmen. Sicher ist sicher&#8230; In der folgenden Viertelstunde, lieferte die Bucht keinen Kontakt mehr, sodass wir beschlossen, einen \u201eFinger\u201c weiter zu ziehen. \u201eDa geht noch was!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und so war es auch. Auf dem n\u00e4chsten Felsen, ging nach nur wenigen W\u00fcrfen Kurts Rute erneut krumm. Diesmal sein schwerer Stecken, den er mit einem Speedjig best\u00fcckt hatte, um m\u00f6glichst Meter zu machen. Auf voller Entfernung war der Einschlag gekommen. Da kam ich mit meinem Tsurinaya nicht mehr hin. Mega geil!!! Endlich mal kein Hardbaitfisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls kein Riese, aber das war angesichts des vorausgegangenen Leidensweges und des gemeinsamen Erlebnisses v\u00f6llig Latte! Kurt hatte zugeschlagen. Die Landung ging glatt. Das Strahlen in seinem Gesicht spricht f\u00fcr sich!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25472\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>The fish is blue &#8211; but Kurt isn\u00b4t.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25471\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.1-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.1-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-38.1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Dieser Cuda kam ca. eine Woche zuvor, als ich die Felsen zum zweiten Mal auskunfschaftete.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wir fischten den Spot ohne einen weiteren Kontakt noch ca. 20 Minuten aus, bevor ich den Vorschlag unterbreitete, zur\u00fcck zu den Klippen im Westen zu fahren, wo wir eine Stunde zuvor keinen Erfolg gehabt hatten. Daf\u00fcr m\u00fcssten sie jetzt da sein. Das Wasser sank, die Sonne stieg. Jene Conditions, die mir bis dato alle Fische gebracht hatten. Und so kam es auch diesmal. Leider keine Almacos. Aber daf\u00fcr wollten die Cudas. Ich sah den R\u00e4uber blitzschnell aus der Deckung eines Felsens heraus auf meinen K\u00f6der schie\u00dfen. Mega! 10 Minuten sp\u00e4ter legte Kurt nach. High Five mit nassen Flossen. Wir grinsten \u00fcber beide Ohren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-39.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25473\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-39.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-39-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-39-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-39-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Rakete Nummer 8 und damit der letzte Cuda des Trips.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-40.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25474\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-40.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-40-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-40-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-40-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Kurt kann auch Cuda \u2013 2\/3 der neu erworbenen Hardbaits hatten damit ihr Soll erf\u00fcllt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Leider ging die Session f\u00fcr mich um 10 Uhr zu Ende. Gelohnt hat sie sich dennoch allemal. Fische gefangen, Erkenntnisse gesammelt und einen neuen Angelhomie dazu gewonnen. Ich hatte einen Termin zur Corona-Testung f\u00fcr den R\u00fcckflug im Krankenhaus von Funchal. Daf\u00fcr musste ich erst knapp 50 Minuten zur\u00fcck zu Nici, mich umziehen, sie einsammeln und anschlie\u00dfend 40 Minuten die S\u00fcdk\u00fcste entlang Richtung Hauptstadt brettern. Normaler Durchschnitt auf Madeira w\u00fcrde ich sagen. \u00d6kologischer Fu\u00dfabdruck l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen&#8230; Mit ein paar Minuten Versp\u00e4tung und schwitzenden H\u00e4nden kamen wir noch rechtzeitig an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Last cast<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der restliche Tag war stressig. Menschenmassen, Schlafmangel und missgl\u00fcckte Shoppingversuche meiner Freundin im Moloch Namens Funchal lie\u00dfen ordentlich Sozialphobie in mir aufkeimen. Auch meine Krankheit hatte aufgrund der zahlreichen, k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten sowie kulinarischen Ausrutscher (Zucker, Wei\u00dfmehl, histaminhaltige Speisen) wieder angeklopft. Nach ein paar Stunden waren wir mehr als froh, Funchal zu verlassen. Architektonisch und \u00e4u\u00dferlich sch\u00f6n, empfanden wir den Vibe der City eher als anstrengend, hoffnungslos und unangenehm. Viele gescheiterte Existenzen in den Seitenstra\u00dfen, die immer gleichen Souveniershops, aufdringliche Verk\u00e4ufer und Restaurantbesitzer. Alles sehr hektisch und gewinnorientiert. Die einzige negative Erfahrung auf Maderia. Zum Gl\u00fcck hielt sie nicht lange an.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Nachmittag hin gings an einen nahegelegenen Strand im S\u00fcden der Insel. Sonnenbaden, Schnorcheln und Vollfressen stand auf dem Programm. Die meiste Zeit lag ich rum und hoffte, dass mein Schub etwas nachlie\u00df, die restliche Zeit dachte ich unentwegt an die Blaufische. \u201eDu fehlst mir noch&#8230;\u201c. Das letzte Puzzlest\u00fcck&#8230; Die Kirsche auf der Sahnetorte&#8230; In der Fr\u00fch w\u00fcrde ich rausfahren, komme, was wolle, und diesen Blue landen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Sonne sank und der Strand sich leerte, kehrten ein wenig Kraft &amp; Klarheit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Schnorcheln zuvor, hatten wir eine atemberaubende Unterwasserwelt erlebt. Papageienfische, Meer\u00e4schen, Brassen, Lippfische und diverse andere bunte Arten lie\u00dfen sich durch die Maske entlang des tief abfallenden Dropoffs beobachten. Ein paar Meter von den Steinen entfernt, wo der Grund bereits nicht mehr zu sehen war, tummelten sich Schwarmweise K\u00f6derfische. Reich gedeckter Tisch&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab keine andere M\u00f6glichkeit f\u00fcr mich. Ich musste der Shoreline einen try geben. An keinem anderen Spot zuvor, hatten wir so viele Fischarten auf einem Fleck gesehen. Nici war d\u00e1ccord mit dem Vorschlag, sofern wir nicht f\u00fcr Stunden versumpfen w\u00fcrden. Ich versicherte ihr, dass ich maximal eine halbe Stunde investieren w\u00fcrde und meinte es auch so.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg zur\u00fcck zum Auto war die H\u00f6lle. \u00dcber ein halbes Dutzend steiler Serpentinen zu Fu\u00df. Doch zum Abend hin wurde (vermutlich wegen der Restaurantbesucher) das Tor ge\u00f6ffnet und man konnte die gerade mal f\u00fcr eine Wagenbreite ausgelegte Stra\u00dfe bis zum Strandparkplatz hinunter kurven. Kommt jemand entgegen, hat derjenige mit dem k\u00fcrzeren Weg zur Ausfahrt Pech. Auf Madeira lernt man R\u00fcckw\u00e4rtsfahren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Und Anfahren&#8230; Und Ausweichen&#8230; Und Parken&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zum Strand. Wir betraten den schmalen \u201eWeg\u201c (oder besser gesagt Felsstreifen) der unter der riesigen Steilwand am Wasser entlangf\u00fchrt. Zu unserer Linken die gigantische, wohl an die 70m senkrecht nach oben ragende Klippe, zu unserer Rechten die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig flache &amp; glatte ins Wasser laufende Steinformation, welche wie eine Art immer steiler werdende Rutsche unter Wasser fortl\u00e4uft und den Dropoff bildet. Direkt hinter der Kante ist das Wasser bereits dunkelblau. 12-15 Meter Tiefe, wenn ich sch\u00e4tzen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Pfad verlief gr\u00f6\u00dftenteils gerade, hatte kaum Kurven. Ich brauchte jenen Punkt, der am weitesten ins Meer ragte, um den K\u00f6der im optimalen Abstand zum Ufer anbieten zu k\u00f6nnen. Dieser lag ca. 70 m vor uns. Nicht viele Schritte entfernt. Doch je weiter wir gingen, desto steiler und schmaler wurden manche Stellen des Gesteinspfades. Zudem kamen die Wellen bedrohlich hoch.&nbsp; Nachmittags bei lowtide sind wir ihn problemlos gelaufen, jetzt lie\u00dfen mich die dunklen, gl\u00e4nzenden Abschnitte Vorsicht walten. Ich lief voraus und es wurde eng. Ich plante jeden Schritt, inspizierte st\u00e4ndig die Oberfl\u00e4che, trocken musste es sein. \u201eDas sieht doch ganz gu&#8230;Hoppla, ok doch kein Grip.\u201c Ich sp\u00fcrte die Sohle rutschen, balancierte den Fehler aber irgendwie aus und konnte Halt finden. Meine F\u00fc\u00dfe wieder sicher platziert, drehte ich mich zu Nici um, um sie vor dem Fehltritt zu warnen und ihr einen sicheren Weg zu weisen, doch genau in dem Moment, als ich die Worte in den Mund nahm, war es zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie war auf dieselben, vermeintlich trockene Optik hereingefallen und hatte ihren Schuh darauf platziert. Wie in Zeitlupe, sah ich ihren Fu\u00df langsam wegrutschen und den K\u00f6rper hilflos hinterher. Das arme M\u00e4dchen klatsche mit der Bauchseite auf das glitschige Gestein, alle Viere zur Seite gestreckt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNEIN, NEIN, NEIN\u201c br\u00fcllte ich. \u201eAlles gut. Alles gut. Beweg dich nicht.\u201c Schockmoment f\u00fcr beide. Ich wollte sie packen, realisiert aber, dass es niemandem geholfen h\u00e4tte, wenn ich auf sie draufgeplumst w\u00e4re und wir beide samt Klamotten und schwerem Rucksack ins Wasser gerutscht w\u00e4ren. Zum Gl\u00fcck war es keine todbringende Brandung, sondern ein recht moderater \u00dcbergang und dank der Lage gem\u00e4\u00dfigter Wellengang, sodass der Sturz ins Wasser sicher kein Todesurteil bedeutet h\u00e4tte. W\u00e4re sie hineingeflogen, h\u00e4tte ich hinterherspringen und mit ihr ca. 100 m Richtung Strand schwimmen m\u00fcssen. Das Hinausklettern an der Sturzstelle hingegen w\u00e4re eine ekelhafte Challenge geworden. Soweit kam es zum Gl\u00fcck nicht. Ich legte den Backpack ab, ging in die Hocke und streckte mich m\u00f6glichst weit nach vorne zu ihr, dr\u00fcckte und zog sie hoch, so gut es ging. Nici robbte sich aus eigener Kraft nach oben und bef\u00f6rderte sich aus der Gefahrenzone. Mein \u201eNEIN, NEIN, NEIN\u201c Mantra hielt weiterhin an und wurde durch \u201eEs tut mir so leid, es tut mir so leid\u201c erg\u00e4nzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Handgelenk blutete, an den Oberschenkeln waren rote Schrammen zu sehen. Sie hatte Schmerzen am ganzen Oberk\u00f6rper und der Schock stand ihr ins Gesicht geschrieben. Sie weinte. Es tat mir so unglaublich leid. Ich hasste mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Als sie in Sicherheit war und ich dieselbe Stelle erneut passieren musste, wurde es auch f\u00fcr mich kurz brenzlig. Bzw. besser gesagt f\u00fcr uns beide&#8230; Der Autoschl\u00fcssel, den ich vorher in meiner Hand buxiert hatte (weil ich ihn entweder der liegenden Nici abgenommen oder aus meinem halboffenen Rucksack gerettet hatte, so genau wei\u00df ich das nicht mehr), glitt mir beim Klettern aus den Fingern, rutsche ebenfalls den Stein herab und blieb kurz vor der Wasserkante auf einer kleinen Ansammlung von Seepocken liegen. Wie im Film. \u201eFUCK&#8230;.\u201c In Sekundenschnelle legte ich erneut alles ab und streckte mich mit dem Oberk\u00f6rper Richtung Wasser. Die n\u00e4chste Welle sah ich bereits aus dem Augenwinkel kommen. War sie schneller als ich, wars das f\u00fcr uns. Der dritte Versuch das kleine, angeh\u00e4ngte Plastikschildchen zwischen Zeige und Ringfinger zu klemmen gl\u00fcckte aber und ich schaffte es, meine Hand samt dem darin liegenden Objekt gerade noch wegzuziehen, bevor sich das Wasser \u00fcber den Stein ergoss. Was f\u00fcr eine Schei\u00dfe. Was f\u00fcr ein Dusel.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nahm Nici in den Arm, hielt sie eine Weile und murmelte weiter meine wertlosen Entschuldigungen vor mich her. \u201eWir gehen jetzt, sofort\u201c. \u201eTut mir leid, dass wir hierhergelaufen sind\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte mich auf den Weg machen, einfach nur weg von diesem Spot, doch Nici sagte: \u201eNe mach jetzt paar W\u00fcrfe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eVergiss es, du bist gerade auf die Fresse geflogen und ich bin schuld an der Schei\u00dfe. W\u00e4re ich nicht so fischgeil, w\u00e4re das nicht passiert. Wir gehen jetzt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie versicherte mir, sie sei ok und dass es gar kein Stress w\u00e4re, wenn ich fische.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir diskutierten und ich begann zur\u00fcck zu laufen. Nach ein paar Schritten sagte sie wieder \u201eMach jetzt, sonst war das umsonst\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hielt inne, schaute sie an. Sie war ok. Leicht verletzt und schockiert, aber alles war gut. Keine Br\u00fcche, keine schlimmen Wunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sah in ihren Augen, dass sie es ernst meinte. Dass es wirklich ok war und sie wusste, dass es nichts am Sturz \u00e4ndert, ob ich 5 Minuten fischte oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e3 W\u00fcrfe im \u201eLaufen\u201c, einfach hier vorne&#8230;\u201c sagte ich inkonsequentes, fischkrankes Arschloch.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich feuerte die 16 cm lange Sardinen Vollgas raus&#8230;Und bekam nach paar Umdrehungen den ersten Take. UFFF&#8230; Der Fisch blieb nicht h\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den kommenden (definitiv mehr als 3) W\u00fcrfen tat sich nichts mehr. Vielleicht nur ein kleiner Cuda&#8230; Egal, besser so. Ich angelte ohnehin nicht mit freiem Kopf. Die erste Situation im Urlaub, in der ich wirklich mit schlechtem Gewissen fischte. Und das macht wenig Spa\u00df&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir liefen weiter zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKomm mach noch ein paar hier\u201c sagte Nici, kurz bevor wir in die letzten Kurve Richtung Strand bogen.<\/p>\n\n\n\n<p>In wenigen W\u00fcrfen f\u00e4cherte ich die Fl\u00e4che ab und sagte zu meiner Freundin: \u201eEinen noch. Last cast&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ich den Wobbler einholte und ihr erz\u00e4hlte, wie wir die Bisse der Barrakudas und Blaufische am Vortag im glasklaren Wasser mitverfolgen konnten und wie schnell die Attacken teilweise von statten gingen, geschah es. Direkt vor unseren F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im goldenen Licht der untergehenden Sonne, schoss ein hellblau schimmernder Blitz aus der Tiefe auf meinen K\u00f6der, packte ihn, drehte ab und raste Richtung offenes Meer. Das alles geschah in Sekundenbruchteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBLUEFISH!\u201c schrie ich und sah fassungslos zu Nici. Wir beide strahlten uns an. \u201eAlter, das gibt\u2019s nicht&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201eTut mir leid\u201c- Mantra war soeben einer \u201eFuck, fuck, fuck\u201c Salve gewichen, die aufgrund der Kampfkraft des Fisches ziemlich lange anhielt und ihren H\u00f6hepunkt dann erreichte, als das Tier vehement begann, in die Tiefe zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem er anfangs ca. 20 m Schnur von der Rolle gerissen und ich ihn eine Weile auf Distanz gedrillt hatte, begann der ekelhafte Part. Zwischen uns lag der steinerne Dropoff, der sich in steilem Winkel Richtung Grund zog. Der Blue schien sich dieses Umstands bewusst zu sein und dr\u00e4ngte immer weiter in die Tiefe, je n\u00e4her ich ihn Richtung Land pumpte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann war es wieder soweit. Die Geflochtene begann am Stein zu scheuern. Der Fisch st\u00fcrmte immer weiter nach unten. \u201eFUUUUUUUUUCK EY&#8230;..\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch werde ihn verlieren. Er wird mich reefen\u2026\u201c winselte ich zu Nici, die bereits aus eigener Initiative heraus ihr Handy gez\u00fcckt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich atmete durch. Noch war die Verbindung da&#8230; \u201eDich krieg ich. Denselben Fehler mache ich nicht noch einmal&#8230;\u201c Also \u00f6ffnete ich die Bremse und betete, dass die Haken gut sa\u00dfen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnte mein Gegner problemlos Schnur nehmen. Die Spannung war auf ein Minimum reduziert. Lieber Aussteiger als Abriss&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Minuten wollten nicht vergehen, doch irgendwann wurde der Winkel flacher&#8230; und flacher&#8230; Ohne den von mir ausgehenden Druck zog der Fisch wieder nach drau\u00dfen. Und ich lie\u00df ihn. Bis ich das Gef\u00fchl hatte, dass er weit genug weg war, um den n\u00e4chsten Versuch zu starten. Nach ein paar Minuten sp\u00fcrte ich wie seine Power allm\u00e4hlich nachlie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kampf spielte sich nun auf den ersten Metern unter der Oberfl\u00e4che ab. Ich erh\u00f6hte den Druck und pumpte ihn immer n\u00e4her zu mir. \u201eBleib blo\u00df oben, bleib blo\u00df oben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Er schaffte es nicht mehr nach unten. Immerhin. Zwei der Drillinge sa\u00dfen noch gut. Einer au\u00dfen am Maul, einer auf H\u00f6he der Brustflossen. Jetzt musste nur noch die (vermutlich stark besch\u00e4digte) Schnur halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hielt die Spannung und tigerte die Felsen entlang, auf der Suche nach einem passenden Landeplatz. Dort, wo ich m\u00f6glichst direkten Zugang zum Fisch hatte, ohne Steine dazwischen. Ich lie\u00df die Welle kommen. Durchatmen. Das Fluo fest im Griff, liftete ich den Brocken mit Gef\u00fchl aus dem Wasser. \u201eOk schwer, aber die Tragkraft wird reichen\u201c dachte ich. Z\u00fcgig, aber ohne hastige Bewegungen zog ich das Tier St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nach oben und pendelte es in einer fl\u00fcssigen Bewegung in den sicheren Rockpool hinter mir, und&#8230; Voila.<\/p>\n\n\n\n<p>TOUCHDOWN!!! Das Ding war gelandet. Der Freudenschrei hallte die Felsw\u00e4nde entlang. (Vermutlich h\u00f6rte ihn dennoch keiner au\u00dfer uns&#8230;)<\/p>\n\n\n\n<p>Das gibt\u2019s nicht. Der letzte Wurf. Der letzte Fisch&#8230; Der Sturz zuvor. Ich schlang meine Arme um meine Freundin und k\u00fcsste sie. Sie freute sich (fast) genauso wie ich. Beide ehrlich geflasht von diesem Moment.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-41.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25475\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-41.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-41-326x217.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-41-525x350.jpg 525w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-41-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Das Puzzle ist komplett \u2013 maximale Demut und Dankbarkeit.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1778\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-42.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25476\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-42.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-42-138x245.jpg 138w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-42-197x350.jpg 197w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-42-768x1366.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-42-864x1536.jpg 864w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Butterflyeffect \u2013 kleine Wunden setzten gro\u00dfes in Gang.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Bild 43 Hinter der Kurve fand das Spektakel statt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4tte sie mich nicht zu den letzten W\u00fcrfen ermutigt, w\u00e4re uns (und euch) das Grande Finale verwehrt geblieben. Der perfekte Abschluss eines traumhaften Trips, der holprig angefangen und mit einem (f\u00fcr mich pers\u00f6nlich) gro\u00dfen Knall geendet hat. F\u00fcr gestandene Meeresangler sicher kein Riese, aber mit seinen 3-4 Kilo definitiv der schwerste Fang des Trips. Und mein neuer Bluefish PB. Mir fehlten die Worte. Ich war absolut sprachlos. Ich badete in Endorphinen wie Dagobert in seinen Scheinen. Und f\u00fcr kein Geld der Welt h\u00e4tte ich diesen Moment getauscht. Ohne Nici w\u00e4re diese Erfahrung 1. Nie zustande gekommen und 2. nicht halb so viel wert gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon lange hatte sie begriffen, weswegen ich dem Angeln auf ewig verfallen bin. Jetzt hat sie es selber gef\u00fchlt. Dieser Moment bedeutete mir alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr gibt es nicht zu sagen. Ich h\u00f6re dort auf, wo es am sch\u00f6nsten ist. Dass ich am n\u00e4chsten Tag nicht mehr in der Fr\u00fch zur Bluefishjagd aufgestanden bin, k\u00f6nnt ihr mir hoffentlich verzeihen. Auch wenn ich mehrmals mit dem Gedanken spielte. Es h\u00e4tte einfach keinen Sinn gemacht. Momente wie den eben beschriebenen, muss man ziehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Momente die mich \u00fcber die letzten Jahre am Leben gehalten haben, mich angespornt haben weiter zu machen um noch mehr davon erleben zu d\u00fcrfen. Neben dem Support der Engsten, der Spender und den Therapien, hat mich das Angeln wirklich gerettet. Jeder, der in der Schei\u00dfe steckt, aber irgendwie die M\u00f6glichkeit hat ans Wasser zu kommen, soll sich angesprochen f\u00fchlen. Es \u00e4ndert nicht alles und l\u00f6st nicht alle Probleme. Aber es l\u00e4sst durchhalten, Kraft sch\u00f6pfen und Liebe erleben. Es macht die Seele gesund.<\/p>\n\n\n\n<p>Pathos Ende. Wie immer danke ich euch f\u00fcrs Durchhalten. Ich hoffe ihr habt zumindest ein bisschen salzige Luft schmecken k\u00f6nnen. Vielleicht habe ich ja einen von euch sogar dazu bewegt, dieser wundersch\u00f6nen Insel eine Chance zu geben. Vielleicht sieht man sich irgendwann zuf\u00e4llig \u201eon the rocks\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe geht raus an meine Freundin, meine Jungs, die \u00fcber die Jahre mit mir am Fisch geblieben sind, Freunde die ich neu kennenlernen durfte, sowie all jene die lesen und supporten. Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass meine Inhalte Anklang finden und manche von euch begeistern. Daf\u00fcr sind diese Mini-Romane da. F\u00fcr das Gef\u00fchl der Verbundenheit, als kleiner Kopfurlaub f\u00fcr mich selbst und die Leser, sowie als Hilfestellung &amp; m\u00f6gliche Inspiration f\u00fcr andere. Ich habe mich freiwillig dazu \u201everpflichtet\u201c, hier ab und an meine Erlebnissenftube auszudr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel dazu sind ein paar private Herzensprojekte in Planung, die ich schon vor meiner Erkrankung angehen wollte und auf die ich mich in Zukunft freue. Genauere Infos gibts, wenn\u2018s soweit ist. Bis dahin wird flei\u00dfig gefischt und geknipst. Seit letztem Jahr, bin ich wieder gut dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Bock hat zu erfahren, was ich zwischen meinen Trips so auf die Matte lege, kann mir gerne auf Instagram folgen unter <strong><u><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/sunkentree_fishing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">@sunkentree_fishing<\/a><\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, auch ich \u201emusste\u201c mich der schwarzen Magie der sozialen Medien beugen und da kein S*hwanz mehr auf Facebook unterwegs ist und gef\u00fchlt alle Ereignisse innerhalb der Szene dort dokumentiert und diskutiert werden, hab ich mich ebenfalls f\u00fcr die F\u00fctterung meines Feeds entschlossen. Als Designer mit Schwerpunkt Film, Fotografie &amp; Text und Fan hochwertiger fishing shots, bietet sich\u2018s halt auch irgendwie an&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Freue mich nat\u00fcrlich \u00fcber jeglichen Support in Form von nem Abo oder Like (Blabla..) vor allem aber auf den Austausch mit Gleichgesinnten (klingt iwie bisschen wie ein Lovoo-User in seiner Midlifecrisis&#8230;). Gerade f\u00fcr einen reisew\u00fctigen Angler wie mich, ist das echt ne coole Sache, um mit Leuten vom selben Schlag in Kontakt zu bleiben und Menschen mit demselben mindset kennenzulernen. Ist schlie\u00dflich nicht alles kacke an Social Media&#8230; Auch wenn dort wahrlich genug fragw\u00fcrdige Ego-Asteroiden umherschwirren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne bis zum n\u00e4chsten Mal, euer <strong>sunkentree<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Wird wohl das gute alte Gummikind ersetzen, falls sich der Name \u00e4ndern l\u00e4sst :\/)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1778\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-44.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25478\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-44.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-44-138x245.jpg 138w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-44-197x350.jpg 197w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-44-768x1366.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Bild-44-864x1536.jpg 864w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Zuf\u00e4llig zu nice.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Intro: Es musste wieder sein. 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