{"id":24966,"date":"2020-11-26T09:08:00","date_gmt":"2020-11-26T08:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/?p=24966"},"modified":"2020-11-26T09:53:09","modified_gmt":"2020-11-26T08:53:09","slug":"last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/","title":{"rendered":"Last Minute-Fight  \u2013 tough, tougher, Teneriffa!"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine ersten, seit Jahren geschriebenen Worte zum Thema Angeln sind f\u00fcr euch. F\u00fcr jeden Einzelnen, der mir zugesprochen, geteilt und gespendet hat. F\u00fcr Support &amp; Solidarit\u00e4t. F\u00fcr jeden Cent der auf meinem Konto und jedes Wort das in meinem Email Postfach gelandet ist. Es war anfangs ein beklemmendes und unangenehmes Gef\u00fchl, die H\u00f6lle an die \u00d6ffentlichkeit zu tragen und nach Hilfe zu bitten. Umso ger\u00fchrter war ich, mit wie viel Bereitschaft, Selbstverst\u00e4ndlichkeit und gleichzeitiger Diskretion der \u201eRettungseinsatz\u201c \u00fcber die B\u00fchne ging. Wer h\u00e4tte gedacht, dass meine Leidenschaft, die sonst mit Schlafmangel, schlechtem Essen, Stress, Sonnenbr\u00e4nden und Schadstoffexposition einhergeht, eines Tages zu meiner Genesung beitragen w\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tackle-Sell war eine Bombenidee und tr\u00e4gt jetzt Teilschuld an den in Zukunft weiterhin erscheinenden Startseitenromanen. F\u00fchlt euch also gedr\u00fcckt und gez\u00fcngelt (bin nicht ansteckend, schw\u00f6r auf Hechtmutti). Angeln verbindet \u2013&nbsp;in guten, wie in schlechten Zeiten. Vielen Dank!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe lange nicht gedacht, lange nicht gef\u00fchlt, lange nicht gelesen, lange nicht geschrieben, lange nicht gelebt. Geangelt habe ich \u2013 sofern es mein Zustand irgendwie wieder zulie\u00df. An die wenigen Sessions erinnern kann ich mich nur sp\u00e4rlich, die Fotos auf der Speicherkarte unterst\u00fctzen die beinahe verblassten Erinnerungen der letzten eineinhalb Jahre. Ein paar brutale Topwater Strikes und ein Hochsommer-Hechtdrill inmitten von kreischenden Badeg\u00e4sten haben sich wie eine Art \u201eStandbild\u201c in meinem Kortex verewigt, alles dazwischen gleicht einer tr\u00fcben Br\u00fche, deren Inhalt ich selbst beim genauen Hinsehen nicht mehr identifizieren kann. Das Ergebnis neuronaler Entz\u00fcndungsprozesse.<\/p>\n\n\n\n<p>Was sich ab 2018 in meinem K\u00f6rper abgespielt hat, w\u00fcnsche ich meinem schlimmsten Feind nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es war eine Erfahrung. Wenn auch eine ziemlich intensive. Ich bin zum gro\u00dfen Teil wieder ich, mit ein paar kleinen Defiziten und H\u00e4ngern. Ich brauche l\u00e4nger, um deinen Witz zu verstehen und kann einer Geschichte meistens nicht bis zum Ende folgen. Manchmal reagiere ich unangemessen auf Aussagen, meine es aber nicht so. Abwesenheit ist \u00f6fter anwesend. Man lebt im Moment (klingt auf den ersten Blick ganz geil, ist es aber nicht, sofern man nicht selber bestimmen kann, wann man abschaltet und wann nicht), weil Gedankenstr\u00f6me nicht mehr flie\u00dfen und keine \u00fcberschaubare Einheit zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bilden k\u00f6nnen. Ich f\u00fchle mich wie eine Forelle an der Str\u00f6mungskante, die nach vorbeitreibender Nahrung in Form von Gedanken und Ideen schnappt, niemals in der Lage, alles davon aufzunehmen. Eine Qual f\u00fcr jemanden, der sonst jedem geistigen Detail bis in die hintersten Winkel des Kaninchenbaus gefolgt ist. Was meine Kreativit\u00e4t angeht, bin ich noch eher so Ostsee als Korallenriff. Aber eben nicht mehr totes Meer&#8230; Da f\u00e4ngt man immerhin paar Dorsche und Mefos, k\u00f6nnte also schlimmer sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Rechnungsstapel ist dicker als das Profil eines Pig Shads, mein Geldbeutel d\u00fcnner als Finesse Filets. Aber ich bin bleifrei wie Tungsten und im Gegensatz zu den Fischen, die wir fangen das Quecksilber los. Letztendlich waren es \u00fcber 30 Infusionen. Mein K\u00f6rper kann wieder halbwegs den normalen Prozess von Erk\u00e4ltung und Erholung durchleben und wird mit den \u00fcbrigen Belastungen besser fertig. Die Borrelien und Viren habe ich (einigerma\u00dfen) im Griff. Das CFS (chron. Fatigue Syndrom) ist allerdings nach wie vor da und wird wohl auch nie vollst\u00e4ndig weggehen. Ein Geschenk auf Lebenszeit, aber im Vergleich zu dem, was war, kaum noch der Rede wert. Zwischendurch habe ich mit gelegentlichen, bis dato ungekl\u00e4rten autoimmunen Reaktionen zu k\u00e4mpfen (ein Mitglied hier aus dem Forum ist mir diesbez\u00fcglich zur Seite gestanden, Gr\u00fc\u00dfe an dich falls du das liest Dr. S ), doch ich habe das Gef\u00fchl, dem \u201ebei\u00dfenden Pitbull Maulkorb und Leine\u201c angelegt zu haben, seinem \u201eHerrchen das Genick zu durchtrennen\u201c d\u00fcrfte also schwierig werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich rauche nicht mehr, esse ges\u00fcnder als ich es jemals freiwillig tun w\u00fcrde und kann \u2013 \u201eleider\u201c \u2013 immer noch nicht in den Flaschenhals gucken. Tube Jigs und Splitshots werden nicht mehr in den Mund genommen, Gummfischboxen nicht mehr im Schlafzimmer gelagert (daf\u00fcr brauchte es diese Nahtoderfahrung).<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nehme mir Zeit f\u00fcr Dinge und akzeptiere, dass ich l\u00e4nger brauche. Ich sch\u00e4tze den Luftzug im Gesicht und die Sonne auf der Haut. Ich halte mich an jene Menschen, die inmitten dieses Wahnsinns an meiner Seite geblieben sind, mir geholfen und niemals den R\u00fccken zugekehrt haben. Und ich scheiss auf jene Menschen, denen ich egal war und die nur so lange dableiben, wie man lacht &amp; leistet. Tough times trennen die Spreu vom Weizen.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Freundin geh\u00f6rt zum Weizen (auch wenn sie ihn im Essen nicht vertr\u00e4gt). Sie kam und blieb als es brannte. Sie steckte mindestens so viel ein wie ich selber und tut es nach wie vor. Das h\u00e4tten die wenigsten Frauen durchgezogen. Zuckend im Bett liegen, weinen und 15 mal am Tag seinen Darm zu entleeren w\u00fcrde ich jetzt mal spontan nicht unter den Mens Health Top Ten Flirting Tips verbuchen. Und genau aus diesem Grund war eine kleine gemeinsame Auszeit mehr als \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass ich 30 werde, h\u00e4tte ich vor 2 Jahren keinem geglaubt, habe jetzt aber tats\u00e4chlich das magische Trio geknackt. Der Geburtstag verlief genau wie die zwei vorherigen sehr beschaulich. Keine Feier, keine Freunde, kein Fusel. Das kommt, wenn kontinuierliche Stabilit\u00e4t gegeben ist, ich dem besoffenen Kneipengemurmel besser folgen kann und keine groben R\u00fcckf\u00e4lle mehr drohen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein paar Anrufe und Whatsappnachrichten auf dem Handy, ein Spaziergang und ein Essen beim Italiener in trauter Zweisamkeit. That\u00b4s it.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geschenkvorschlag m\u00fctterlicherseits beschr\u00e4nkte sich auf einen Kurzurlaub, was nach Mamas Meinung der einzige Weg zur geistigen Genesung sei. Wenn es denn so einfach w\u00e4re&#8230; W\u00e4hrend der Hochphase der Krankheit bestand Funkstille, zu komplex war die Situation. Jetzt normalisierte sich unser Verh\u00e4ltnis wieder. Ich nahm also dankend an.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Jahreszeit, spielten \u2013 wie auch bei allen anderen Trips \u2013 die limitierten Finanzen eine entscheidende Rolle. Viele M\u00f6glichkeiten Anfang M\u00e4rz nicht zu erfrieren, hat man innerhalb Europas nicht. Alles was bleibt sind die s\u00fcdlichsten \u201eAbleger\u201c unseres Kontinents: Die Kanaren!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFuerte ist irgendwie zu w\u00fcstig.\u201c&#8230; \u201cGran Canaria ist irgendwie zu rund.\u201c&#8230; \u201cLass nach Teneriffa.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schnurstracks war das Reiseziel fix. Die gr\u00f6\u00dfte und vielseitigste Insel des Atolls stand schon lange auf meiner Wunschliste und bei Flugpreisen von 150 Euro f\u00fcr Hin- und R\u00fcckflug, 23 Euro pro Nacht f\u00fcr die Unterkunft und einem vollkaskoversicherten Mietwagen f\u00fcr 70 Euro die Woche, packt man die Chance beim Schopf. Au\u00dferhalb des von uns ausgew\u00e4hlten Zeitraumes waren die Fl\u00fcge relativ teuer und angesichts der finanziellen Lage nicht in Frage gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich versp\u00fcrte seit Jahren das erste Mal wieder so etwas wie Vorfreude, scrollte durch Google Maps wie ein 15-J\u00e4hriger durch Pornhub, tippte mich N\u00e4chtelang durch den Navionics Chart Viewer. Dutzende Male dieselbe Shore line. \u201eAh genau den Spot hatte ich mir ja schon rausgesucht\u2026 You remember, I can\u00b4t remember that well..\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Boy Nico (aka Pikehead) lie\u00df ebenfalls sein \u201esalzwasserfestes Adlerauge\u201c dr\u00fcber schweifen, gab mir Tipps und erweiterte gleichzeitig mein bescheidenes Vorhaben, auf Barracuda zu wobbeln, um die Notwendigkeit des Shorejiggings auf Bonito, AJ und Co. Ich wusste zwar, dass es die beste Jahreszeit war um die Miniaturthuns vom Ufer abzugreifen, aber ebenso, dass es sich als durchaus undankbare Aufgabe erweisen k\u00f6nnte, wenn man weder das Revier kennt, noch ausreichend Zeit zur Verf\u00fcgung, noch Erfahrung mit dem Fang der jeweiligen Fischart hat. Von meiner Verfassung ganz zu schweigen. Nichts desto trotz wanderte Nicos Shimano STC Monster Shore Jigge + Saltiga in meinen Koffer, zusammen mit einer Hand voll salzwassertauglicher Hardbaits und Ali Express Shorejigs in Gewichten zwischen 20 und 100 g.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrs Cuda-Wobbeln sollte die Daiwa Megaforce Travel Spin in 30 \u2013 70 g in 270 cm gepaart mit meiner 3000er Nasci, 0.14er Braid und 0.40er Fluo Leader herhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von den oberen Vertretern der Nahrungskette, war davon auszugehen, dass sich ausreichend M\u00f6glichkeiten bieten w\u00fcrden, kleineren Meeresbewohnern wie Meer\u00e4schen, Eidechsenfischen, Hornhechten, Brassen, Striemen, Lippfischen und Miniriffbarschen nachzustellen. Kurzweiliges Angeln, das sich aufgrund seiner meist dankbaren Frequenz auch von Nichtangler(inne)n gut \u201everdauen\u201c l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinterkopf hatte ich dabei eine vor Freude strahlende Nici, die sich an den leuchtenden Farben von den ersten selbstgefangenen Papageienfischen und Schriftbarschen nicht satt sehen kann. Es sollte anders kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen Bereich abzudecken, greife ich ebenfalls auf eine 4 teilige Megaforce Travel Spin&nbsp;in der leichtesten verf\u00fcgbaren Variante (7-25 g) zur\u00fcck. Der semi-parabolische, aber dennoch relativ zackige Blank meistert den Gro\u00dfteil der aktiven Angelmethoden gut und eignet sich gleichzeitig hervorragend, um station\u00e4res Fischen mit Floatern, Schwimmbrot oder Rollblei zu betreiben. Dazu eine 2000er Daiwa LT mit 8-10 lb. Braid, entsprechend langem Fluo in St\u00e4rken zwischen 0.18 und 0.35 mm (je nach Zweck und Angelart), and you are good to go. Perfektion in puncto Tackle ist ein Luxus, den ich mir momentan (und die n\u00e4chsten Jahre) nicht leisten kann, der aber auch nicht essentiell ist, um Spa\u00df zu haben und zum Fisch zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein durch die limitierten Gep\u00e4ckvorgaben ergeben sich ohnehin meist Einschr\u00e4nkungen, die gewisse Abstriche erfordern. Ich spiele die m\u00f6glichen, anglerischen Szenarien im Kopf durch und behalte dabei die \u00fcbrige Zeitaufteilung und Tagesplanung im Blick, um Dinge auszusortieren die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kaum oder gar nicht zum Einsatz kommen w\u00fcrden. Bei einem reinen Angelurlaub sieht das Packverhalten anders aus und man bereitet sich auf alle Eventualit\u00e4ten vor, bei Reisen mit anglerischer Komponente verkleinert man den Kreis der \u201eBait-Elite\u201c auf ein m\u00f6gliches Minimum.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei kleinere grob geteilte Tackleboxen reichten um das N\u00f6tige unterzubringen und fanden zusammen mit den Ruten und Rollen problemlos Platz zwischen Klamotten und Co.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Box voller Shorejigs, eine kleine zweigeteilte f\u00fcr s\u00e4mtliche Hardbaits und eine dreigeteilte f\u00fcr den Station\u00e4rkram. Dabei reichte das Spektrum von feinem Posenangeln (Floater, Wasserkugel, Haken, Splitshots, Kugelbleie, Stopper, Wirbel) bis hin zu Rochen-tauglichem Endtackle inklusive Knicklichtern. 3-4 Karpfenbleie zwischen 90 &amp; 120 g, 0.80er Fluo, 3\/0-6\/0er Haken und Wallerwirbel sollten einer Tischplatte bei \u201efreiem Feld\u201c standhalten k\u00f6nnen. Von meiner fr\u00fcheren Australienreise wei\u00df ich, dass Spooling zu den Lieblingshobbies der riesigen Knorpelfische geh\u00f6rt und \u2013 sofern die Krabbenschl\u00fcrfer einmal den Duft der Freiheit schnuppern&nbsp;\u2013<\/p>\n\n\n\n<p>bis zum bitteren Ende praktiziert wird. In den meisten vielgenutzten, gr\u00f6\u00dferen H\u00e4fen Teneriffas, ist das Fischen, insbesondere das gezielte Rochenangeln vor einigen Jahren verboten worden, nachdem die Drills aufgrund der zahlreichen Hindernisse (Stege, Boote, Seile, Steinsch\u00fcttungen) meistens nicht zugunsten des Anglers ausgegangen waren. Der vielgelesene Tipp, an den Anlegestellen der Schiffskutter und BigGame Charter im Port anzusitzen, da dort nach den Ausfahrten jegliche Fischabf\u00e4lle ins Wasser gelangen, war damit nicht viel hei\u00dfer als das Wetter in Deutschland zu jener Jahreszeit. Man m\u00fcsste sich also einen weniger frequentierten Hafen mit sandigem Untergrund oder entsprechenden Strand suchen, was in der kurzen Zeit nicht zwangsl\u00e4ufig gelingen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Unterkunft befand sich zentral an der vergleichsweise steilen S\u00fcdostk\u00fcste, die zwar weniger von Touris belagert, aber daf\u00fcr dem ganzj\u00e4hrig wehenden NO-Passat ausgeliefert war. Dass mich steile Felsen und eine raue See erwarten w\u00fcrden, war mir bewusst, dass man beim Verlassen der H\u00fctte breitbeinig laufen musste, um nicht wie ein Drachen abzuheben, eher weniger. Das sollte sich erst nach unserer Ankunft offenbaren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24969\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-1-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-1-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-1-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Suicide Swimming Pool vor der Haust\u00fcr. Alle paar Minuten tauschen riesige Wellen das halbe Wasservolumen aus.  Bei normalen Windverh\u00e4ltnissen durchaus verlockend.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Abgesehen vom Fischreichtum hat Teneriffa eine extrem abwechslungsreiche Natur zu bieten. Man k\u00f6nnte schon fast sagen, dass sich die Insel in verschiedene Klimazonen unterteilt und an Landschaften alles mitbringt hat was die Breitengrade hergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Bergkette im Landesinneren trennt den kargen, trockenen S\u00fcden vom gr\u00fcnen Norden, wo<\/p>\n\n\n\n<p>eine \u00fcppigere Vegetation, gem\u00e4\u00dfigtere Temperaturen und zerkl\u00fcftete K\u00fcsten zum Wandern einladen. Eine Mischung, die sich irgendwo zwischen S\u00fcdaustralien, Neuseeland, Argentinien und Kolumbien bewegt. Klingt geil. Ist es auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Qu\u00e4lt man sich ein paar Kilometer \u00fcber die Serpentinen bis zum n\u00f6rdlichen Herzen der Insel hindurch, versinkt man im Nebel der verwunschenen Lorbeerw\u00e4lder. Urige Baumformen winden sich wie braune Adern \u00fcber den schmalen Stra\u00dfen zu einem Tunnel und drehen die Zeit um ein paar Millionen Jahre zur\u00fcck. Die Sicht betr\u00e4gt keine 20 Meter, Sonnenstrahlen dringen nur an wenigen Stellen durch das gr\u00fcne Dickicht. Wer seine Wasserflasche vergisst, muss sich keine Sorgen machen: Die Luft kann man quasi trinken. Hat man 30 km weiter unten sein Apartment noch in T-Shirt und Shorts verlassen, wird man hier beim \u00d6ffnen der Autot\u00fcre mit dem Gef\u00fchl begr\u00fc\u00dft, ein mildes K\u00fchlhaus zu betreten. Der Moment des Aussteigens gleicht hier dem ersten Atemzug nach dem Biss auf ein Airways. Fresh und voller Leben. Meister Yoda ist nicht tot, er lebt irgendwo hier im Parque Rural de Anaga.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24970\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-2.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-2-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-2-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-2-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Rotj\u00e4ckchen im Wusel-Wald.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24971\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-3.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-3-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-3-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-3-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>First Catch of the Trip: Der Angler und der Anglerfisch.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Genug des Exkurses, back to Business: Der Tag des Abflugs kam und f\u00fchlte sich an wie der Tag des Abgangs. Bereits seit Januar hatte ich mit einem Schub zu k\u00e4mpfen, wie ich ihn seit 2018 nicht mehr erwartet h\u00e4tte. \u00dcbelkeit, Schw\u00e4che, Atemnot, Schmerzen, Nierenprobleme, Herzrasen und Bewusstseinstr\u00fcbung waren die unsichtbaren und gleichzeitig schwersten Gep\u00e4ckst\u00fccke, welche ich mit an Bord nahm und unter deren Gewicht nicht nur ich, sondern auch meine Freundin zu leiden hatte \u2013 mal wieder. Der Urlaub stand auf der Kippe. Besoffen&#8230; mit Augenbinde &#8230; Sorge statt Vorfreude. Muy bien. Den Flug verbracht ich in stabiler Seitenlage auf Nicis Oberschenkeln. Der nicht vorhandene Sitznachbar zu meiner Rechten, hatte wohl Final Destination-m\u00e4\u00dfig geahnt, was auf ihn zukommen w\u00fcrde und sich bei der Buchung f\u00fcr einen anderen Platz entschieden. Das Beste f\u00fcr alle.<\/p>\n\n\n\n<p>Start, Flug, Landung, Gep\u00e4ck, Mietwagen, Einkauf, Unterkunft \u2013 Check.<\/p>\n\n\n\n<p>Das typische Arrival-High blieb mir in meinem Zustand leider verwehrt. Die hei\u00dfe Luft, der Sand, die Palmen, der Anblick des tiefblauen Ozeans und die unz\u00e4hligen Leckereien im Supermarkt nimmt man hinter den Mauern der Krankheit kaum wahr. Als ich wankend zwischen den Olivenregalen stand und mit Tunnelblick auf den Boden schielte, kam mir alles so unfassbar absurd vor. Einen Urlaub an- mit dem Gef\u00fchl abzutreten. Wie stellte ich mir das vor? Ich liege den ganzen Tag im Bett, w\u00e4hrend meine Freundin alleine am Strand ein Buch liest? Der Gedanke, eine Woche auf der Matratze vor mich hin zu vegetieren, fra\u00df mich innerlich auf. Ich hasste mich, mein Leben und diese scheiss Krankheit. Immer wenn man glaubt, es bis an den Rand der Grube geschafft zu haben, zieht einen die Tentakel zur\u00fcck ins Verderben. Egal wie oft man sie abschl\u00e4gt und welche Klettertechnik man auch w\u00e4hlt. Der Sturz ist gewiss&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso der Wind vor unserer Haust\u00fcr. Die Art von Wind, die deinen Bait zum Boomerang macht. Und dich dazu bringt, 9 von 10 Spots von der Liste zu streichen, weil der Schnurbogen sich um die halbe Insel legen w\u00fcrde. Ziemlich ern\u00fcchternd, wenn man bedenkt, dass die Passate parallel zur K\u00fcste wehen. <strong>D<\/strong>\u00e4mpfer numero uno.<\/p>\n\n\n\n<p>Dicht gefolgt von D\u00e4mpfer numero due. An unserer Unterkunft im kleinen K\u00fcstenort Punta Prieta (Ziemlich die Mitte besagter K\u00fcste) gab es nichts auszusetzen: Direkt am Wasser gelegen, g\u00fcnstig, gem\u00fctlich und mit allem ausgestattet, was man zum Leben braucht. Gastgeber ehrlich und herzlich. Nicht so die Mitbewohner.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum war es drau\u00dfen dunkel geworden und die K\u00fcche in Kunstlicht geh\u00fcllt, fiel das erste \u201eFuck\u201c. Blitzangriff aus dem Hinterhalt des Kartoffelnetzes: F\u00fchler, Beine, krallen, Panzer \u2013&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alles, was einen instinktiv zusammenzucken und 10 Schritte nach hinten springen l\u00e4sst. Ung\u00fcnstig kombiniert mit der Flinkheit eines ausgehungerten Hochsommerrapfens. \u201eSo gro\u00df war die nicht, chill.\u201c, waren meine ersten Worte zu Nici, die den Zwischenfall als Aufruf sah, die K\u00fcche genauer zu untersuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAlter ich kotz ab, die ist so riesig.\u201c, aus dem gleichen Mund halbe Stunde sp\u00e4ter, nachdem zwei weitere im Format (und gef\u00fchlt auch Gewicht) eines Karpfenbleis ihre absto\u00dfenden Antennen aus den Wandspalten streckten, bevor sie sich h\u00f6rbar (!) \u00fcber den Holzboden auf Nahrungssuche begaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will eins klarstellen: Ich bin Tierfreund (au\u00dfer Pferde, die mag ich nicht) und hab ein Herz f\u00fcr alles, was kreucht und fleucht. Ich ziehe dir jede Schlange aus dem Loch und jedes Krokodil aus dem Sumpf. (Gro\u00dfe) Spinnen und Tausendf\u00fc\u00dfler hingegen, liegen weit au\u00dferhalb meiner \u201eToleranzumlaufbahn\u201c. Und wenn eben genannte Krabbler Planeten sind, die ich noch durch mein<\/p>\n\n\n\n<p>Toleranzteleskop sehen kann, sind Kakerlaken das schwarze Loch am anderen Ende irgendeiner Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxis, deren wissenschaftlicher Name so klingt wie ein Baitcast-Sondermodell aus Fernost. Ich HASSE Kakerlaken. Die Grundeln der Air Bnb Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und somit waren wir 2 M\u00e4dchen gegen 200 Monster.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieso m\u00fcssen die so rennen? Wieso sind sie so gro\u00df und wieso m\u00fcssen sich ihre F\u00fchler so bewegen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die einzige Frage, die ich beantworten musste, war jene nach der Effektivit\u00e4t eines geeigneten T\u00f6tungswerkzeugs. Der Schlappen wurde zu meinem Schwert und ich zog in den Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Massaker von Punta Prieta nahm seinen Lauf: <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24972\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-4.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-4-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-4-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-4-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Catch &amp; Kill.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Da unser Bett mit dem Kopfteil direkt an einer Holzverkleideten Wand lehnte, wo sich zwischen den naturbelassenen Bretter unz\u00e4hlige Spalten befanden, bestand der n\u00e4chste Schritt darin, das Gestell in die Mitte des Raumes zu schieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ein paar Exemplare in den Insektenhimmel, \u00e4h in die Insektenh\u00f6lle gewandert waren, das Bett mit einem Reigen aus Pfeffer (&lt;3 GuteFrage.net) \u201egesichert\u201c wurde, wir die Nacht vor Abreise ohnehin nur wenig geschlafen hatten, der erste volle Tag bevorstand und ich alles andere als in stabiler Verfassung war, redeten wir uns ein, die \u201emeisten\u201c erwischt zu haben, das Problem zu vertagen und etwas Schlaf zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 10 Minuten wachte ich auf, weil Insektenforscherin Nicole in aller Seelenruhe vom Rand des Bettes mit Kopflampe in der Hand in die Ecke der Holzwand starrte und eine Schabe dabei beobachtete wie sie aus ihrem Versteckt kroch. \u201eIch hab sie geh\u00f6rt.\u201c, sagte sie trocken und die Tatsache, dass ihre widerw\u00e4rtigen Krallen auf dem Laminat akustisch wahrnehmbar waren, trieb meinen Hass auf diese Kreaturen \u2013 und langsam auch auf den Besitzer \u2013 in die H\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl sie mir entwischte, schafften wir es irgendwie, ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, bevor wir zum Meeresrauschen aufwachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Geistig noch neben der Spur, ging es mir k\u00f6rperlich besser und wir nutzen diesen Umstand aus, um ein paar Locations \u2013&nbsp;inklusive dem zuvor erw\u00e4hnten Lorbeerwald \u2013 abzuklappern, die uns im Vorfeld angesprochen hatten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht ahnend, was auf uns in der folgenden Nacht zukommen sollte, wollten wir nicht die picky Germans spielen und hatten unseren Host per Whatsapp freundlich auf das Problem hingewiesen und gefragt, was man da machen k\u00f6nne. Ganz nach spanischer Manier, teilte er uns mit, eine Rapid-Can auf dem Fu\u00dfboden des Beifahrersitzes seines unabgesperrten Fahrzeugs deponiert zu haben, die wir vorerst benutzen k\u00f6nnten und uns versichert, am darauffolgenden Tag spezielle Kugeln auszulegen, um das Problem zu beheben. Selbst ist der Gast. Na gut, dann wollen wir mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch vor Sonnenuntergang, sprayte ich mein unsichtbares Graffiti entlang der Zimmerw\u00e4nde, und geizte besonders im Bereich von Spalten nicht mit der bei\u00dfend riechenden Substanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir verlie\u00dfen die R\u00e4ucherh\u00f6hle f\u00fcr ein bisschen Abendlichtatmosph\u00e4re und ein paar erste W\u00fcrfe mit der Spinning in der windgesch\u00fctzten Bucht unweit des H\u00e4uschens. Zu meiner \u00dcberraschung stellte ich fest, dass drei einheimische Angler(innen) dieselbe Idee hatten. Zwar war keiner mit Kunstk\u00f6dern unterwegs, aber Baitfish schien es wohl zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich versuchte, so gut es ging hinter dem Schleier meines Symptom-Cocktails die Eindr\u00fccke dieser wundersch\u00f6nen, malerischen Kulisse einzusaugen und den Moment mit meinem M\u00e4del zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der D\u00e4mmerung machte ich die ersten obligatorischen W\u00fcrfe mit dem Tide Minnow und kurbelte ihn erwartungslos durch die raue See. Windrichtung, Wellengang und Uferbeschaffenheit lie\u00dfen nur wenig Spielraum was Stand, Wurfwinkel und K\u00f6derlaufbahn betraf, sodass der Hakenbogen bereits nach kurzer Zeit wieder in den Ringsteg eingeh\u00e4ngt wurde. Mein Auge las Tiefenunterschiede, Str\u00f6mungen und umliegende Strukturen, schickte sie ins benebelte Gehirn, welches sie miteinander kombinierte und zu Erkenntnissen weiterverarbeitete, aus denen ich leider keine praktische Konsequenz ziehen konnte. \u201eDa m\u00fcsste ich eigentlich stehen und genau da an die Spitze werfen.\u201c, \u201eDa an der Kante ist mehr Nahrung als hier.\u201c usw., waren die nicht realisierbaren Gedankenfetzen, welche mir durch den Kopf schwirrten. Dieser intuitive Teil funktioniert auch dann einigerma\u00dfen, wenn aufgrund meiner Verfassung nicht mal Gespr\u00e4che oder einfache geistige Handlungen wie Lesen etc. m\u00f6glich sind. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1363\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24973\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-5.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-5-180x245.jpg 180w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-5-257x350.jpg 257w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-5-768x1047.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Beautiful blanking.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ein wundersch\u00f6ner Tag neigte sich dem Ende zu und mit der untergehenden Sonne erwachte das gepanzerte Grauen erneut zum Leben \u2013 mit Ausnahme von 5 kapitalen Exemplaren, die sich wie Schildkr\u00f6ten in der Sonne auf dem R\u00fccken rekelten und mit ihren ekelhaften Beinen die letzten Zuckungen vollf\u00fchrten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bingo! Das Zeug wirkt. Und ebenso \u201eBingo\u201c, was meine Einsch\u00e4tzung der Invasionszahl angeht. 200 k\u00f6nnten wohl doch keine \u00dcbertreibung gewesen sein (und waren es vermutlich auch nicht).<\/p>\n\n\n\n<p>Was in der Nacht zuvor geschehen war, sollte nur einen kleiner Vorgeschmack auf das sein, was jetzt folgte. F\u00fcr jene, die den Film Starship Troopers gesehen haben, sollte das der Nachvollziehbarkeit gen\u00fcge tun, f\u00fcr alle anderen teile ich unser Trauma im Schnelldurchlauf:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ein Laborprimat sprang ich schreiend durchs Zimmer. Nackt. Mit Kopflampe, Rapid-dose und Schlappen bewaffnet \u2013 Beine, F\u00fchler, Krallen \u00fcberall \u2013 PFFFFFFFFFFFFFFFFFFT \u2013 KLATSCH!!! Nici war der Spotter, ich der Sch\u00fctze. Sobald ein Ziel getroffen war, schaltete es in den survival Modus und legte den Turbo ein, \u00e4hnlich wie ein Karpfen der nach dem Einsaugen des Boilies das Gewicht des Bleis merkt und Gas gibt. 5 Ladungen Rapid hinterher und das Objekt war au\u00dfer Gefecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Kakerlake fiel dabei mit einem lauten Scheppern ins Waschbecken und trommelte mit ihren Beinen auf das Blech, eine weitere kam aus dem Schrank in dem wir unsere Klamotten deponiert hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Grade als die Invasion halbwegs geb\u00e4ndigt schien, knallte \u2013 mit dem Ger\u00e4usch einer aufkommenden Kastanie \u2013 eine riesige Schabe von der Decke auf den Holzboden direkt neben unser Bett. Das war der Punkt, an dem wir beschlossen, die Rei\u00dfleine zu ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich rief den Besitzer an und macht ihm unmissverst\u00e4ndlich klar, dass wir morgens abreisen w\u00fcrden und stellte ihn auf eine R\u00fcckerstattung ein. Noch in derselben Nacht buchten wir ein bezahlbares Appartement in Puerto dela Cruz an der Nordk\u00fcste, packten unsere Sachen und verbrachten die letzten Stunden der Dunkelheit schlummernd auf den zur\u00fcckgelehnten Vordersitzen unseres VW\u00b4s, der vom Wind ordentlich durchgesch\u00fcttelt wurde. Ich hatte keine 20 Minuten geschlafen und meine Synapsen waren wieder auf dem besten Wege, den Dialog untereinander einzustellen. 2\/7 des Urlaubs, waren schon mal futsch und angesichts der Umzugsaktion im \u00fcbern\u00e4chtigten Zustand versprach auch der dritte Tag keine Entspannung.<\/p>\n\n\n\n<p>Das neue Apartement lag inmitten einer touristischen Hotellandschaft, und hatte nichts mit der erhofften Inselidylle des K\u00fcstendorfes zu tun, dass wir soeben hinter uns gelassen hatten. Lloret de Mar f\u00fcr Rentner. Aber zumindest ohne Schaben, wie wir nach penibelster Zimmerinspektion zu unserer Erleichterung feststellen durften.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Urlaub konnte beginnen&#8230; auf Sprungfedermatratzen&#8230; in 2 getrennten Betten&#8230; Auch der Balkon lie\u00df keine W\u00fcnsche offen: Ein atemberaubender Ausblick auf parkende Autos, eine getrimmte Hecke und den Hoteleingang lie\u00dfen die Zeit stillstehen. Doch wie gesagt: Immerhin keine F\u00fchler hinter den K\u00fcchenschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Rest des Tages verbrachten wir an einem wundersch\u00f6nen Strand n\u00f6rdlich von Puerto dela Cruz und suchten uns f\u00fcr den Sonnenuntergang den wohl eindrucksvollsten Aussichtspunkt, der mir bisher in Europa untergekommen war: <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24974\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-6.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-6-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-6-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-6-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>The mighty Ocean.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am Tag zuvor hatten wir einem kleinen Tackleshop in Santa Cruz (Nordwestk\u00fcste, nahe unserer alten Unterkunft) einen Besuch abgestattet und versucht, uns beim Verk\u00e4ufer ein bisschen schlau zu machen. Ich sprach kein Spanisch, er kein Englisch. Die Hilfsbereitschaft des Owners und die Begeisterung f\u00fcr eine gemeinsame Passion machten es jedoch m\u00f6glich, uns mit H\u00e4nden, F\u00fc\u00dfen, Google Maps und Zeichenblock soweit zu verst\u00e4ndigen, dass ich am Ende um einen geschenkten Gummi+Darting Head (Sein Lieblingssoftbait, soll wohl eine Bank sein), eine Hand voll Spotempfehlungen und das Wissen um den Erwerbsprozess der Angelkarte reicher war.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Papiere angeht, blieb es auch erst einmal bei dem Wissen. Denn nach eineinhalbst\u00fcndigem B\u00fcrokratiekrieg im Stadtzentrum (den Nici hinter dem Steuer unseres Mietwagens auf dem Behindertenparkplatz verbracht hatte, w\u00e4hrend ich von Geb\u00e4ude zu Geb\u00e4ude rannte) wollten die Geldautomaten, an denen ich die Geb\u00fchren einzahlen musste, meine Kreditkarten nicht akzeptieren, sodass ich mich nach kr\u00e4ftez\u00e4hrendem \u201eRein-Raus\u201c Spielchen geschlagen gab, als die Bank ihre Pforten zur Mittagspause schloss.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich auf die Frage \u201eUnd hats jetzt endlich geklappt?\u201c, schweren Herzens mit \u201eNein&#8230;\u201c antworten musste, sagten mir meine Sensoren ganz klar, dass ich dabei war, den Bogen der Toleranz zu \u00fcberspannen und das absolut zu Recht. 30 Grad, Mittagsverkehr, hupende Spanier und die Tatsache, dass wir seit unserer Ankunft noch nicht mal den kleinen Zeh ins Wasser gehalten hatten, lie\u00df die Gem\u00fcter erhitzen. Wer demn\u00e4chst (bzw. sobald die Pforten wieder offen sind) vorhat, in Teneriffa zu Angeln, kann mir bez\u00fcglich des Kartenerwerbs schreiben, die Namen der Institutionen sind mir leider wieder entfallen, lassen sich durch ein bisschen Recherche aber sicher wieder ausgraben. Fazit ist: Es gibt L\u00e4nder mit deutlich unkomplizierteren Erwerbsverfahren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den Spots die mir der nette Local aus dem Store empfohlen hatte, war neben jenen die sich mit meinen aus der Recherche deckten (ein gutes Zeichen f\u00fcr das Zur\u00fcckerlangen meiner Intuition und meines Verstandes) unter anderem auch jener genannt worden, an dem wir uns jetzt (am Abend des zweiten Tages) zum Sonnenuntergang befanden. (Ich schw\u00f6r, ich bin nicht deswegen hin, sondern weil die Kulisse knallt.)<\/p>\n\n\n\n<p>Wieso die Aussicht auf F\u00e4nge gut ist, war offensichtlich. Wie zum Teufel man auf die Felsen kommt, geschweige denn von ihnen fischen soll, nicht. Wer mich kennt, wei\u00df, dass meine Schmerzensgrenze relativ weit oben liegt, wenn es ums Angeln geht. Aber das war eindeutiger Suizid. \u201eVielleicht will er auf diese Art nervige Touris loswerden? Hmm n\u00e4\u00e4, daf\u00fcr war er einfach zu korrekt\u2026\u201c&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24975\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-7.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-7-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-7-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-7-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Mission: Unfishable.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Starker Wind, gigantische Wellen, deren Gischt sich wie Regen in mehreren Metern H\u00f6he \u00fcber dir ergie\u00dft und steilabfallende, nasse Felsen. Meine Knie wurden weicher als Keitech-Gummimische.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nahm mir vor, nochmal zu kommen, um die Abstiege und f\u00fcrs Rockfishing in Frage kommenden Felsabschnitte etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Es roch nach R\u00e4uber&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem R\u00fcckweg machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Mole im Hafen von Puerto dela Cruz (unser neuer Aufenthaltsort) und wurden auch dort von menschenfeindlichen Windbedingungen empfangen. Wie soll man so werfen? Wie soll man so auf den Felsen stehen? Wie soll ich \u00fcberhaupt da rauf kommen? Wo fischen die anderen?<\/p>\n\n\n\n<p>Ich begann zu begreifen, dass die \u201eMission Meeresr\u00e4uber\u201c eine anspruchsvollere Angelegenheit werden w\u00fcrde als anfangs vermutet und ich mich allem voraus um einen vielversprechenden Spot k\u00fcmmern musste, der sowohl f\u00fcr die Fische attraktiv ist, als auch mir ausreichend Flexibilit\u00e4t und Sicherheit bietet. Ein Blick auf die Windapp aber, sagte mir, dass genau das die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit werden w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Und so begann er, der ber\u00fchmte \u201eKampf der Kompromisse\u201c \u2013 ein Fluch, der schon so manches Angler-Girlfriend in die Verzweiflung getrieben hat..<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Akzeptanz zu Abturn wird<\/p>\n\n\n\n<p>Weibchen und R\u00fctchen. Ich brauch an dieser Stelle kein neues Fass aufzumachen. Noch weniger vertrete ich plumpe und chauvinistische Volltrottel-Mentalit\u00e4t in Form von unterdurchschnittlichen Stammtischwitzen.Mario Bart Konsumenten (und ja, das ist abwertend gemeint) k\u00f6nnen also ihre Taschent\u00fccher wieder weglegen, es folgen keine sexistischen \u201eWeisheiten\u201c nach dem Motto \u201eFrauen und Angeln\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichts desto trotz liegt jedem Klischee (und mag es noch so unkreativ, unlustig und diskriminierend sein) ein winziges F\u00fcnkchen Wahrheit zu Grunde und jedes P\u00e4rchen, das aus 50 % Angler(in) besteht, d\u00fcrfte im Laufe seiner Zweisamkeit gewisse \u201eReibungsmomente\u201c durchlebt haben. Meistens dann, wenn Fisch und Freund(in) sich den gleichen zeitlichen Slot \u201eteilen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nachvollziehbar &amp; unvermeidbar zugleich&#8230; Das Herz schl\u00e4gt nunmal f\u00fcr beides.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei gesagt, dass ich mich in dieser Hinsicht gl\u00fccklich sch\u00e4tzen kann. Meine Freundin akzeptiert die investierte Zeit, mag Fische und l\u00e4sst sich gelegentlich selber mal eine Rute in die Hand dr\u00fccken. Sie freut sich f\u00fcr mich und versteht den Spirit dahinter. Den Schaum vorm Maul kann sie allerdings nicht mehr schmecken. Und genau den konnte ich angesichts des immer kleiner werdenden Zeitfensters irgendwann nicht mehr verbergen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Problem war der Wind, das zweitgr\u00f6\u00dfte mein Zustand, der es mir nicht erlaubte, mit nur wenigen Stunden Schlaf auszukommen, vor Sonnenaufgang ans Wasser zu fahren, die beste Zeit mitzunehmen, p\u00fcnktlich zum Fr\u00fchst\u00fcck zur\u00fcck zu sein und gemeinsam voller Energie in den Tag zu starten. So w\u00fcrde ich es normalerweise machen, aber es war nicht normalerweise.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Primetime blieben damit nur Abend, Nacht sowie die Stunden um den Tidewechsel, wobei laut Locals die Morgend\u00e4mmerung klar als beste Zeit hervorzuheben ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Da es in erster Linie UNSER Urlaub war und ich trotz des inneren Triebes den Egoismus nicht vollst\u00e4ndig \u00dcberhand nehmen lassen wollte, drosselte ich meine Besessenheit, indem ich mich auf die Tatsache besann, dass sich meine Verfassung unerwartet schnell gebessert hatte und ich mit meinem Lieblingsmenschen ein wundersch\u00f6nes Fleckchen Erde erleben durfte, w\u00e4hrend der Rest der Deutschen mit triefender Nase den Fr\u00fchlingsanfang herbeisehnte. Abgesehen davon lie\u00df sich angesichts des Supergaus 2018 die Dankbarkeit, \u00fcberhaupt wieder das Meer riechen und barfu\u00df im hei\u00dfen Sand stehen zu k\u00f6nnen, kaum in Worte fassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch je besser es mir ging, desto gr\u00f6\u00dfer wurde der Drang nach Drills. So funktioniert der Mensch. <em>Immer in Relation zu den Umst\u00e4nden. Ist man am Boden, hat man nur den Wunsch wieder auf die Beine zu kommen, ist man auf den Beinen will man Richtung Himmel und hat den harten Boden vergessen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise war ich im Vorfeld vorausschauend genug gewesen, mir auf jeder Inselseite ein paar vielversprechende Stellen zu markieren, um einigerma\u00dfen flexibel auf die vorherrschenden Bedingungen (in diesem Fall vor allem den Wind) reagieren zu k\u00f6nnen. Und gl\u00fccklicherweise waren die meisten der vermeintlich guten Angelspots auch als die sch\u00f6nsten Badespots und\/oder landschaftlichen Geheimtipps angepriesen. \u201eZwei Fliegen mit einer Klappe seine Mutter.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste solche Ort war der Strand von Los Gigantes an der Westk\u00fcste Teneriffas. Mehr Sonne &amp; Sand, weniger Wind und Wellen \u2013 nicht umsonst gilt der S\u00fcdwesten als Tourihochburg. Dennoch finden sich auch hier weniger \u00fcberlaufene Bereiche, zu denen auch der von uns angepeilte K\u00fcstenabschnitt z\u00e4hlte. Dachten wir.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir die Serpentinen hinunter gekurvt waren, fanden wir uns vor einer Schranke zur Parkplatzeinfahrt im Hafen wieder und rollten zwischen den Menschenmassen im Schritttempo Richtung Parkl\u00fccke, deren Benutzung uns knapp 3 Euro die Stunde kosten sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blick ins Hafenbecken lie\u00df mein Herz rasen: Massenhaft kapitale Meer\u00e4schen dr\u00e4ngten sich im t\u00fcrkisblauen, kristallklaren Wasser und attackierten alles, was die Frechheit besa\u00df auf der Oberfl\u00e4che zu landen. \u201eDas ist zu sch\u00f6n um wahr zu sein.\u201c, dachte ich. Und so war es auch,<\/p>\n\n\n\n<p>wie ein Verbotsschild mit rot durchgestrichenem Angel-Piktogramm unmissverst\u00e4ndlich kommunizierte. Was h\u00e4tte ich f\u00fcr nur diesen einen Wurf mit Schwimmbrot gegeben. Aber es gab Schlaueres f\u00fcr einen Touri, als an einem Samstagnachmittag zwischen hunderten Leuten wenige Meter neben einem Verbotsschild seinen Haken ins Wasser zu lassen. Und so verbannte ich die dunklen Gedanken aus meinem Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der schmale, schwarzsandige Badestrand befindet sich hinter dem Hafen direkt am Fu\u00dfe der riesigen Felswand die dem Ort seinen imposanten Namen eingebracht hat. Besonders wenn die Sonne auf die gigantischen Steilh\u00e4nge knallt, f\u00fchlt man sich auf einen fernen Planet versetzt. Optisch 10\/10.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24976\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-8.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-8-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-8-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-8-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Los Gigantes.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Angeltechnisch 0. Mit Hummeln im Hintern und Spinnrute in der Hand, hatte ich mich gerade zu der Steinpackung am Ende des Strandes aufgemacht, als der Bademeister meine Tr\u00e4ume mit einem lauten Ruf platzen lie\u00df. Sinngem\u00e4\u00df lautete die Ansage: \u00dcberall verboten. Zu gef\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Diskussionsversuch, dass die Steinpackung au\u00dferhalb des Badebereichs liege und ich mich an ihr Ende begeben w\u00fcrde, stie\u00df auf taube Ohren, der Vorschlag, dass ich es auch gerne an der Steinpackung am anderen Ende fernab der Badeg\u00e4ste versuche ebenso. Wenn das Wetter nicht w\u00e4r, h\u00e4tte ich schw\u00f6ren k\u00f6nnen in Deutschland zu sein\u2026 Larry der Hummer (an alle Spongebob Fans) nahm seinen Job jedenfalls sehr ernst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich meine Mission aber auch:<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir unsere Haut im Meer \u201eentjungfert\u201c hatten, die Pistazient\u00fcte leergefressen und das Uno-Deck ein paarmal neu gemischt worden war, beschloss ich, den Hafen genauer unter die Lupe zu nehmen. \u201eVielleicht komme ich irgendwie an die Au\u00dfenmole?\u201c&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Kam ich nicht. Eine 5 Meter hohe Betonwand trennte mich von der Au\u00dfenseite. Daf\u00fcr schlenderte ich aber durch die Hafenanlage und lie\u00df mich vom Anblick der fressenden Meer\u00e4schen foltern, die sich des Schutzes, den sie genossen, offenbar bestens bewusst waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Promenade machte einen Knick entlang des Beckens und endete an der Hafenausfahrt&#8230; Und nun?&nbsp; Ich sah kein Verbotsschild weit und breit. Ich mein eigentlich ist es ja wie beim Parken, oder? \u201eTheoretisch m\u00fcsste schon direkt hier ein Schild stehen, wenn es verboten w\u00e4re&#8230;\u201c Unweit von mir sah ich eine Mutter mit ihrem Jungen am Rand des Piers sitzen. Schnur, Schwimmer und Haken waren in seiner Hand. Voila! Der wird\u2019s wissen! Das war genau der Ansto\u00df, den ich gebraucht hatte, um meinen Shorejig keine 10 Sekunden sp\u00e4ter Richtung Hafeneinfahrt zu feuern, wo Struktur, Str\u00f6mung und Wassertiefe Fisch versprachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und lieferten. Nachdem ich das lackierte 20g Blei mit aggressiven Spr\u00fcngen bis fast vor die F\u00fc\u00dfe bef\u00f6rdert hatte, sah ich schwarze Schatten und silberne Flanken hinter dem K\u00f6der aufblitzen. Eine nervenaufreibende Jagd begann und wenige Sekunden sp\u00e4ter, surrte die Bremse meiner Legalis unter der Flucht meines ersten Atlantikr\u00e4ubers kurz auf, dessen spektakul\u00e4ren Biss ich im klaren Wasser bestens mitverfolgen konnte. Der Blank pufferte ein paar gut gemeinte Fluchten ab und kurz darauf hielt ich einen quirligen Baby-Barrakuda in den H\u00e4nden. YES! Schei\u00dfe, tat das gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider (und das kommt wahrlich selten vor), hatte ich zwecks fehlender Hosentaschen, nichts als meine Rute und eine Box mit 3 K\u00f6dern dabei, sodass ich den Jungfernfang leider nicht verewigen konnte. Aber vergessen werde ich ihn nicht, denn so klein er auch war (35 &#8211; 40c m), so wichtig war er f\u00fcr meine Motivation.<\/p>\n\n\n\n<p>Voller Vorfreude katapultierte ich den Shorjig erneut Richtung Einfahrt und wurde bereits beim ersten Durchsacker mit einem Take belohnt. Das was jetzt an der Schnur zappelte leistete etwas weniger Gegenwehr und entpuppte sich schnell als Eidechsenfisch. \u201eDas sind also die gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen, verhassten \u201eGrundeln\u201c des Atlantik, die so manchen Shorejigger in den Wahnsinn treiben&#8230;\u201c Egal, nehm ich! Ich muss jetzt erstmal Frequenz aufstocken.<\/p>\n\n\n\n<p>Und tat genau dasselbe beim n\u00e4chsten Wurf. Scheinbar hatte ich sowas wie ein \u201eLizzard-Nest\u201c erwischt. \u201eOk. 3 W\u00fcrfe. 3 Fische is cool, aber jetzt will ich was Gescheites.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und gerade als ich mit Rute \u00fcber Kopf dabei war den Jig ins Freiwasser zu pfeffern, br\u00fcllte es von der gegen\u00fcberliegenden Seite der Hafeneinfahrt zu mir r\u00fcber: \u201eUewnffcgx PESCARE xwcxfnhrfcxh!\u201c Auch wenn ich nichts verstand, lie\u00df der Tonfall wenig Interpretationsspielraum&#8230; Ich wagte einen Diskussionsversuch auf Englisch und konterte mit irgendeinem halbgaren Argument, bevor die Gestik des Hafenmeisters eine neue Aggressivit\u00e4tstufe erreichte und die Worte \u201eStop \u2013 Fishing \u2013 NOW\u201c ihre Wirkung taten.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerlich weinte ich Wasserf\u00e4lle. Diese 5 Minuten Powerfishing hatten mich wieder daran erinnert, wie sch\u00f6n Meeresangeln sein kann und was ich mir von Beginn an erhofft hatte. Ich schw\u00f6re ich h\u00e4tte nichts zu beanstanden gehabt, h\u00e4tte man mich einfach ein St\u00fcndchen mit der Spinnrute spielen lassen. Danach w\u00e4re ich tiefenentspannt zu meiner Freundin zur\u00fcckgekehrt und das Thema Angeln w\u00e4re (f\u00fcr diesen Tag) erledigt gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt hingegen, befand ich mich in einer psychischen Zwickm\u00fchle. Ich hatte Blut geleckt aber meinen Durst nicht stillen k\u00f6nnen. \u201eWie muss dieser Spot bitte bei Nacht abgehen?&#8230; Da ziehen sicher ultra die Monster rein&#8230; Vielleicht w\u00fcrden die mich dann von der anderen Seite nicht mehr sehen\u2026\u201c, kreiste es mir bei meinem Fu\u00dfmarsch zur\u00fcck zum Strand durch den Kopf. Angesichts dessen, dass ich immer noch keinen g\u00fcltigen Schein hatte und der Hafen nicht befischbar war, verbannte ich die gef\u00e4hrlichen Gedanken schnell wieder aus meinem Geist. (D\u00e4mpfer numero tre)<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen unterbreitete ich Nici den Vorschlag, bald aufzubrechen um p\u00fcnktlich zum Sonnenuntergang (aka Beisszeit&#8230;) am Punta de Teno (westlichster Punkt der Insel in Form einer Landzunge) zu sein, der es bereits innerhalb der Urlaubsvorbereitung in die obersten R\u00e4nge der To-Do-Liste geschafft hatte, weil Lage und Landschaft besonders eindrucksvoll waren und die Beschaffenheit der Felsen ein hohes Fischvorkommen versprach. \u00dcberall dort, wo Klippen weit in das Meer hinausragen und in Wurfweite gelegene gro\u00dfe Tiefen gepaart mit Str\u00f6mung vorzufinden sind, sind R\u00e4uber garantiert nicht weit. In meiner Vorstellung spazierten wir durch die eindrucksvolle Landschaft, genossen den Ausblick und die untergehende Sonne und gew\u00e4hrten mir ein bisschen Barrakuda-Battle zur Primetime im Low-Light. In der Theorie ein fairer und solider Plan.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis ein Disastar. Nachdem uns eine Stunde lang das komplette Pensum an H\u00f6henunterschieden und Serpentinen den Schwei\u00df auf die Stirn getrieben hatte, empfing uns 20 Minuten vor dem Ziel eine Frau mit Warnweste, deren Jeep zusammen mit einer mobilen Schranke die Spur blockierte. Am Stra\u00dfenrand befand sich ein Schild, das neben ein paar f\u00fcr mich nur zu erahnenden spanischen Begriffen Uhrzeitangaben enthielt, sodass der Grund f\u00fcr das Durchfahrtverbot relativ schnell klar war: Bis 10 Uhr morgens oder ab 19 Uhr abends darf man rein. In der Zeit dazwischen kommt man nur raus. Grund: Schonung des Landschaftsschutzgebietes und seiner Bewohner, insbesondere irgendwelcher V\u00f6gel. Da frage ich mich, wie den Tieren geholfen ist, wenn man die Durchfahrt zu ihren Aktivit\u00e4tszeiten (D\u00e4mmerung, Nacht) erlaubt und tags\u00fcber \u2013 wenn sowieso 90 % der Fauna Siesta macht \u2013 verwehrt. Ich bin Bef\u00fcrworter jeglicher Naturschutzma\u00dfnahmen, aber sie m\u00fcssen halt auch Sinn ergeben&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Neben uns, trudelte noch etwa ein Dutzend weiterer W\u00e4gen ein, deren Insassen ziemlich sicher das gleiche Ziel hatten wie wir. Und mit noch gr\u00f6\u00dferer Sicherheit, sa\u00df niemand von ihnen auch nur ann\u00e4hernd auf solch gl\u00fchenden Kohlen wie ich. Die 45 Minuten Warten vergingen nicht wie am Flie\u00dfband, sondern so als w\u00fcrde man am Flie\u00dfband arbeiten und eine Uhr vor sich h\u00e4ngen haben. Mein Fu\u00df wippte wie die Spitze einer Dropshotrute. Den Sonnenuntergang haben wir verpasst und mit ihm die hei\u00dfe Angelphase. Nicis Wunsch, einfach mal einen Tag entspannt am Strand zu verbringen war ebenfalls verpufft, da wir erst mittags in Los Gigantes waren und bereits ein paar Stunden sp\u00e4ter den Location-Wechsel machten. Die Luft im Mietauto wurde dick. Ich vertrieb meine Zeit damit, die gierigste Gefl\u00fcgel-Armee der Welt mit Chipsresten zu versorgen, was die undankbaren Viecher dazu brachte, zu versuchen mich anzuspringen und ins Auto zu gelangen. Wenn der Landschaftsschutz in ihrem Sinne stattfand, hielt sich mein Verst\u00e4ndnis in Grenzen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1331\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bild-9.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24968\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bild-9.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bild-9-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bild-9-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bild-9-768x1022.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Kandidaten f\u00fcr die KFC \u201eBucket-List\u201c.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Um 19 Uhr dann die Erl\u00f6sung. Ein paar landschaftlich spektakul\u00e4re Kilometer weiter endlich See in Sicht. Viel Licht gab es nicht mehr. Daf\u00fcr viel Wind. Den mit Abstand st\u00e4rksten den wir bis dato auf der Insel erlebt hatten. Die Autot\u00fcr musste aufgestemmt werden. Traf er einen frontal, wurden die Klamotten so hart an den K\u00f6rper gepresst, dass man einzelne Haare durch den Stoff h\u00e4tte erkennen k\u00f6nnen. Um den anderen zu verstehen, musste man sich so unterhalten, als st\u00fcnde man in der Frontreihe eines Death-Metal Konzerts. Zusammen mit den 20 anderen Touris die zeitgleich zur Spitze der Halbinsel mit uns pilgerten, war von Entspannung und der geplanten Abendromantik nicht viel zu sp\u00fcren. Die Stimmung war am Tiefpunkt und zu allem \u00dcberfluss war bereits seit der zweiten Tagesh\u00e4lfte \u201eNeuro-Nebel\u201c im Kopf aufgezogen.&nbsp; (D\u00e4mpfer numero cuatro)<\/p>\n\n\n\n<p>Angeln hatte ich schon abgeschrieben, bis ich einen Local samt Tackle auf dem Pfad Richtung Wasser eilen sah. Sein Schritt verriet mir, dass auch er sich \u00fcber den Wert der D\u00e4mmerungsphase bewusst war. Das musste ich mir genauer anschauen (auch wenn ich eigentlich nicht wollte.)<\/p>\n\n\n\n<p>Nici best\u00e4rkte mich, die Ruten zu holen, auch wenn sie es \u2013 verst\u00e4ndlicherweise \u2013 vielleicht nicht so meinte. Sie hatte an dem Tag schon gut wegstecken m\u00fcssen und wusste gleichzeitig, was es mir bedeutet. Aber auch das sch\u00f6nste Hobby der Welt macht keinen Spa\u00df, wenn es in zwischenmenschlichen oder zeitlichen Drucksituationen ausge\u00fcbt wird. Nur w\u00fcrde ich wahrscheinlich nicht mehr so schnell hierher kommen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der mehr als unentspannten Lage und Verfassung, packten wir das Tackle und k\u00e4mpften uns gegen den Wind&nbsp; durch die raue Felslandschaft hangabw\u00e4rts, bis wir uns am Ufer des bisher wohl vielversprechendsten Spots wiederfanden. Von Gestein umgeben, war man hier verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig windgesch\u00fctzt w\u00e4hrend abseits der Naturmauern die Welt unterging. Man stand erh\u00f6ht auf einer Art Betonterrasse, von der aus eine steile Steintreppe direkt ins Meer f\u00fchrte. Das war genau die Stelle die mir bereits bei Google Maps aufgefallen war und der am weitesten von Land ins Wasser ragende begehbare Ort der Halbinselformation, der sowohl das Angeln entlang von unterschiedlichen Steinsturkturen als auch im offenen Wasser erm\u00f6glicht. Gleichzeitig prallen hier die ablandigen Winde zusammen und vereinen sich zu einem (sp\u00fcrbar) m\u00e4chtigen R\u00fcckenwind in Wurfrichtung, dessen Kr\u00e4fte wie ein Katapult auf den ausgeworfenen K\u00f6der wirken. Kurz gesagt: Der perfekte Spot!<\/p>\n\n\n\n<p>Das wussten nicht nur der Sprinter und ich, sondern auch drei weitere Einheimische die sich samt Ansitzausr\u00fcstung die Pole-Position auf den Felsen gesichert hatten. So t\u00e4nzelten neben unseren Kunstk\u00f6dern mehrere Knicklichter \u00fcber die schwarzen Wellen. Ganz in Ufern\u00e4he&#8230; Die werden schon wissen wo die R\u00e4uber lang ziehen&#8230; Der Barracuda-Fl\u00fcsterer, welcher vor mir den Spot erreicht hatte, kurbelte in amtlicher Geschwindigkeit einen schlanken Orange-Roten Wobbler knapp unter der Oberfl\u00e4che. Bingo \u2013&nbsp;genau die Farbe und Form, die auch ich in meinen Snap geh\u00e4ngt hatte. Nur ist der Duo Tide Minnow mit seinen 17 cm etwas l\u00e4nger und aerodynamischer gebaut als das Modell des Lokalmatadors. Doch auch wenn ich der Meinung war, den besseren K\u00f6der zu haben, der Einheimische hatte durch seine Standfestigkeit die Nase vorn, was mit \u201edie Rutenspitze unten\u201c gleichzusetzen war. Trotz des Windes, stand er seelenruhig direkt an der Kante unserer Terrasse, w\u00e4hrend sein Oberk\u00f6rper samt Rute \u00fcber das Wasser ragte, womit er den Stecken Richtung Wasseroberfl\u00e4che richten und die \u00fcbersch\u00fcssigen H\u00f6henmeter ausgleichen konnte. Ganz im Gegensatz zu mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich torkelte durch die B\u00f6hen in fast schon peinlichem Sicherheitsabstand zum Felsvorsprung und gab mir aller gr\u00f6\u00dfte M\u00fche, nicht meinem Schwindel zu erliegen. Der Blank verlief somit fast parallel zum Boden, der Wobbler tauchte nicht tief genug. \u201eFr\u00fcher w\u00e4r ich derjenige gewesen, der spielend auf der Kante balanciert.\u201c, dachte ich mir w\u00e4hrend ich wie ein Altenheimbewohner versuchte, meinen Stand zu stabilisieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich arbeitete mich cm um cm vor, nur um beim n\u00e4chsten Windsto\u00df wieder zur\u00fcckzuweichen. Zu angeschlagen meine Koordination, zu abgeschlagen mein Kopf. Ich jagte meinen \u201eTidi\u201c so gut es ging die Felsw\u00e4nde entlang, warf ein paarmal in die offene See, bevor ich dann wieder in gem\u00e4chlicherem Tempo die Klippen absuchte. Es roch nach Fisch. Aber stank stark nach Schneider&#8230; Irgendwie hatte sich der Widerstand des K\u00f6ders verringert. Zu Gro\u00dfer Schnurbogen? Zu hoher Stand? Ein Blick im Schein der Kopflampe lie\u00df mich seufzen: Tauchschaufel ab. Thank you rocks&#8230; Schlusspfiff. Auch der einheimische Spinnfischer war mittlerweile erfolglos abgezogen. Der Wind w\u00fctete, ich wankte, Nici wartete. Wir fuhren.&nbsp; N\u00e4chste Niederlage (numero cinco)&#8230; Aber ich nahm mir fest vor, wiederzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00e4chster Tag. Traumstrand im Norden Teneriffas. Unber\u00fchrt ber\u00fchrt nunmal am meisten. Girlfriendtime. An Angeln wegen des extremen Wellengangs und flach auslaufender Str\u00e4nde ohnehin nicht zu denken. Girlfriendtime.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-10.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24977\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-10.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-10-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-10-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-10-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Pure Nature Power.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Abends der lang ersehnte Versuch an der Mole in Santa Cruz. Auf Navionics und Maps bereits vorgemerkt, vom Tackleshopbesitzer best\u00e4tigt. \u201eVery good spot!\u201c, hatte mir der hilfsbereite Spanier versichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Finger juckten&#8230; Doch meine F\u00fc\u00dfe zitterten: Nachdem ich die ersten Betonquader bestiegen hatte, rutschte mir das Herz in die Hose: \u201eWie zum Teufel soll ich da runterkommen?!\u201c Die riesigen Wellenbrecher waren in jeweils unterschiedlichen Winkeln zueinander aufgesch\u00fcttet worden, sodass sich zwischen ihnen gro\u00dfe Hohlr\u00e4ume gebildet hatten. Die Spalten waren teilweise so tief und dunkel, dass man den Boden nicht sah, lautes Rauschen und Klatschen lie\u00df allerdings erahnen, dass sich \u201eirgendwo dort unten\u201c Wasser befinden musste. Was f\u00fcr ein lausiger Tod das sein muss, in so einer Unterwasserh\u00f6hle erst an Felsw\u00e4nden zu zerschmettern, um danach elendig zu ertrinken. Ich schluckte bei dem Gedanken, vor Nicis Augen einen Suizid hinzulegen und stoppte meine Klettertour an dem Punkt, als die schiefen Betonfl\u00e4chen unter mir dunkler wurden, und \u2013 von einem gr\u00fcnen Belag \u00fcberzogen \u2013 feucht zu schimmern begannen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSicky Ricky\u201c ist halt nicht \u201eSuper Mario\u201c&#8230;&nbsp; Ich stand noch eine Weile auf dem letzten f\u00fcr mich begehbaren Stein und spielte im Kopf alle m\u00f6glichen Kletterrouten durch, die mich, zwei Reihen weiter, direkt an die Wasserkante f\u00fchren w\u00fcrden. Fehlanzeige. Egal welchen Weg ich w\u00e4hlte, jeder davon w\u00fcrde f\u00fcr mich mit ziemlicher Sicherheit ins Reich der Krabben bef\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Es fehlten vielleicht 5-6 Meter. Aber die zu gehen, w\u00fcrde bedeuten, mindestens die gleiche Distanz zu st\u00fcrzen. Nicht unweit von mir hatten Locals den einzigen Stein besetzt, der irgendwie begehbar gewesen w\u00e4re&#8230; Fuck it.<\/p>\n\n\n\n<p>So muss sich ein hungriges Krokodil f\u00fchlen, wenn es das Gnu aus dem Wasser geschafft hat und das Reptil ausgehungert zur\u00fcckbleibt, die Beute im Blick aber au\u00dferhalb der Reichweite. Meinen Shorejig warf ich dennoch mehrmals aus, wenn auch mein Wurfradius extrem eingeschr\u00e4nkt war und Drill + Landung eines gro\u00dfen Fisches garantiert in die Hose gegangen w\u00e4ren. Ich rang noch ein paar Minuten mit meinem Gewissen, bevor ich mich entschied das \u201eRichtige\u201c zu tun und kehrt zu machen. Eines der wenigen Male, wo Vernunft \u00fcber Fischgeilheit gesiegt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bin halt doch schon irgendwie 30&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der wundersch\u00f6nen Location und Unbegehbarkeit des Spots eine (noch) verschmerzbare Niederlage, dennoch Klatsche Numero seis<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1782\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-11.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24978\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-11.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-11-137x245.jpg 137w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-11-196x350.jpg 196w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-11-768x1369.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-11-862x1536.jpg 862w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Holy Mole.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1779\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-12-.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24979\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-12-.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-12--138x245.jpg 138w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-12--197x350.jpg 197w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-12--768x1366.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-12--863x1536.jpg 863w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Steinpackung XXL.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p> Zeitlich f\u00fcr mich nicht mehr einzuordnen, hatten wir im Laufe der ersten paar Abende einem kleinen Hafen nahe unseres ersten Apartements in Punta Prieta einen Besuch abgestattet \u2013 nat\u00fcrlich ohne Erfolg. Jetzt nach der Mole folgte der zweite Try, der kleine Port lag \u201equasi auf dem Weg\u201c nach Hause. Mittlerweile war es dunkel. Wir parkten das Auto und liefen entlang der in die Jahre gekommenen Hafenhallen zur Spitze. Vorbei an stinkenden Fischnetzen, l\u00f6chrigen Krabbenk\u00e4figen und beschwippsten, zugerauchten Kartenspielern, die uns via misstrauischem Kopfnicken unter Tuscheln gr\u00fc\u00dften \u2013&nbsp;real \u00b4Riffa Romance.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24981\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Creepy Cages.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die Atmosph\u00e4re war \u201egirlfriend-aproved\u201c: Funkelnde Lichter, Bootssilhouetten, das Rauschen des Meeres, eine milde Brise (wobei sich abseits des Schutzes der Hafenmauern das \u201eM\u201c ganz schnell in ein \u201eW\u201c verwandelte). Wir teilten uns die Hafeneinfahrt mit einem halben Dutzend anderer Ansitzangler. Viel Platz zum Spinnfischen blieb mir nicht und wirklich erfreut schienen sie \u00fcber den \u201emobilen Eindringling\u201c nicht zu sein. Ich verschwand im Schatten der windigen Au\u00dfenmole und krakselte im Mondschein auf die t\u00fcckischen Betonquader. Im wei\u00dfen Schein des Vollmondes sah ich die atlantischen Brecher wir Eisberge auf mich zurasen und an den Felsen zerschellen. Die Gischt spritzte mir ins Gesicht. Was f\u00fcr eine Kulisse, um Meeresmonster zu haken&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Oder ohne jeglichen Fischkontakt abzuziehen. Nach 20 Minuten Wobbeln und Gummileiern, lie\u00df ich den Shad samt Darting Head in der Steinpackung stehen und sah beim Anblick der zusammengekauerten, aufs Handydisplay starrenden Freundin davon ab, mich bei gef\u00fchlten 100 km\/h Wind einem neuen FG zu widmen. Die hei\u00dfe D\u00e4mmerungsphase war ohnehin vorbei, diese hatte ich ja damit verbracht, mir auf der Mole in Santa Cruz in die Hose zu schei\u00dfen&#8230; Bis zum einige Stunden entfernten Tidal Change zu warten, kam ebenfalls nicht in Frage. Klatsche Numero siete<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rematch an den Rocks<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An unserem vermutlich (zeitlich genau kann ich das nicht mehr einordnen) vor(vor?)letzten Tag machten wir uns fr\u00fch morgens erneut auf den Weg Richtung Punta del Teno. Die Windapp versprach Gnade, der Tidenwechsel fiel auf den Mittag. Laut Online-Info geh\u00f6rt der Ort zu den besten Schnorchelpl\u00e4tzen, der Insel und bietet \u2013 mit ein bisschen Gl\u00fcck \u2013 die M\u00f6glichkeit, Meeresschildkr\u00f6ten zu begegnen. Der Gedanke, dass auch meine Freundin auf ihre Kosten kommen w\u00fcrde, beruhigte mein Gewissen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24980\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.1.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.1-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.1-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-13.1-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Rotk\u00e4ppchen on the Rocks.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Fr\u00fch genug (vor 10 Uhr) passierten wir die Grenze zum Nationalpark und wurden von der typischen Kanaren-Kombi \u201eSonne &amp; Wind\u201c empfangen. Der Forecast hatte mal wieder ganze Arbeit geleistet und sich bez\u00fcglich der Luftmassengeschwindigkeit um gut 40 km\/h geirrt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTraumbedingungen\u201c f\u00fcrs erhoffte Schildkr\u00f6ten-Spotting mit Schnorchel&#8230; Ich schluckte. Nici seufzte. Aber flexible Freundinnen haben stets ein Buch dabei. &lt;3.<\/p>\n\n\n\n<p>Und fischgeile Gummikinder R\u00fcckenwind. Am Spot angekommen, lie\u00df uns auch dieses Mal die Anwesenheit einheimischer Angler nicht an der Richtigkeit unserer Stellenwahl zweifeln. Drei M\u00e4nner hatten es sich auf der Betonterrasse samt 4-5 m langen Ruten, Posen und Brotflocken gem\u00fctlich gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte mir recht sein, ich wollte auf die Steine, wo die Str\u00f6mungen zusammentreffen und R\u00fcckenwind bl\u00e4st. Nici versank in ihrem Roman wie mein Jig im Atlantik. Die STC Monster katapultierte die bunt gestreiften Geschosse Richtung Horizont, glich diesen Vorteil hinsichtlich meiner verk\u00fcmmerten Armmuskulatur auf Grund ihres Gewichts schnell wieder aus. Guten Gewissens kann ich den (hoffentlich wenigen Kranken) unter euch sagen: Shore Jigging und CFS bilden keine Partnerschaft f\u00fcrs Leben. Die Technik selber macht gro\u00dfen Spa\u00df, wird dank der hohen Einholgeschwindkeit und Rutenl\u00e4nger allerdings schnell anstrengend und ist (auch f\u00fcr Gesunde) als kleines Workout zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war gezwungen, langsamer zu fischen und nach jedem Wurf eine kurze Pause einzulegen. So war es mir m\u00f6glich, den Prozess 30-45 Minuten durchzuf\u00fchren. Ob ich wirklich einen Volleinschlag herbeisehnte, wusste ich selbst nicht so recht. Meine Muskeln zitterten bereits vom Einholen des K\u00f6ders.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rute ging nicht krumm und ich beschloss der Blankerei auf anderem Wege ein Ende zu setzen. Was tut man, wenn der \u201eHecht\u201c nicht bei\u00dft? \u201eStippen\u201c&#8230; In diesem Fall: Dropshotten. Rockfishing mit kleinen Lures ist im Meer stets lukrativ. Egal wo ich bisher war, konnte ich so (zumindest kleine) Erfolge verbuchen und mich bei Laune halten. So auch dieses Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>An einem 10 g Blei schickte ich den 4 Inch Hog Impact nach \u201eAtlantis.\u201c Es dauerte nicht lange und der erste Bewohner attackierte den Eindringling. ZACK. Sitzt. Die Nano-Version eines Groupers zappelte am Haken und bildete den Auftakt einer unterhaltsamen Vertikalsession.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24983\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Poisonous Perch&#8230; Was dem kleinen Drachenkopf an Gr\u00f6\u00dfe fehlt macht er mit seinen Farben wieder wet.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wenige Minuten sp\u00e4ter ging die Megaforce bis ins Handteil krumm und zwang mich zu einem forcierteren Drillverhalten. Im tiefblauen, glasklaren, Wasser sah ich einige Meter unter mir die rote Flanke eines ca. 35 cm langen und kugelrunden Fisches aufblitzen. Was es war, kann ich leider nicht sagen, denn er verabschiedete sich innerhalb der n\u00e4chsten Sekunden wieder in die Tiefe.&nbsp; \u201eSchei\u00dfe\u201c&#8230; Der Hautbeschaffenheit, Form und Farbe nach zu urteilen, h\u00e4tte ich auf einen Seehasen getippt, glaube aber, dass die Kanaren nicht zu ihrem Verbreitungsgebiet z\u00e4hlen. Andernfalls war mir ein verdammt gro\u00dfer Skorpionfisch oder eine sonstige Barschart abhandengekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hochmotiviert lie\u00df ich das Krebsimitat weiter vor der Unterwasserh\u00f6hle tanzen und konnte, ein paar f\u00fcr ihre Gr\u00f6\u00dfe recht kampfstarke Eidechsenfische f\u00fcr meinen K\u00f6der \u00fcberzeugen. Am feinen Ger\u00e4t definitiv ein w\u00fcrdevoller Zeitvertreib, falls die Gro\u00dfen nicht wollen. Abgesehen davon, fischt man hier mehr im Sinne des \u00dcberraschungseffekts als f\u00fcr einen bestimmten Zielfisch. Bunt und skurril ist alles, was man sich dabei vornehmen sollte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.1-.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24982\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.1-.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.1--326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.1--467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-14.1--768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Killer Goby.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong> <\/strong>Nach einigen K\u00f6derwechseln und Eidechsenfischen mehr, schienen die Atlantisbewohner den Braten gerochen zu haben und ich beschloss, mich erneut dem groben Ger\u00e4t zu widmen. Leider ohne Erfolg. Die Kombination aus sengender Mittagshitze, Muskelschw\u00e4che und einer schattensuchenden Nici, lie\u00dfen mich vern\u00fcnftig handeln und den Vorschlag machen, dass sie sich einen zu 100 % badetauglichen Strand irgendwo auf der Insel aussuchen k\u00f6nnte, zu dem wir fahren w\u00fcrden. Die Rechnung am Punta del Teno bleibt also offen. Keine Klatsche, aber durchaus eine sanfte R\u00fcckhand. Nummer 8 um genau zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim besagten Strand handelte es sich um eine Privatbucht des bescheidenen Hotelanbieters Ritz, den man \u00fcberraschenderweise auch als Ottonormalverbraucher und Nicht-Gast aufsuchen durfte. Ich lud Nici samt Kram ab und fuhr wieder den Berg hinauf. Parkm\u00f6glichkeiten am Wasser gab es n\u00e4mlich keine. Wozu auch, wenn eine hauseigene Lokomotive die G\u00e4ste der Anlage vom einen ins andere Paradies bef\u00f6rdert. Die 200 m Fu\u00dfmarsch kann man schlie\u00dflich niemandem zumuten. Au\u00dfer mir, der seinen unw\u00fcrdigen Mietwagen einen knappen Kilometer entfernt abstellen musste und damit das f\u00fcnffache der Zugstrecke zu Fu\u00df zur\u00fccklegen durfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck am Strand, stampften wir&nbsp;\u2013&nbsp;vollbepackt mit l\u00f6chrigen Aldit\u00fcten \u2013 in verdreckten Outfits vorbei an der Elite, in deren Blicken wir eine Mischung aus Abscheu, Mitleid und Verwunderung zu erkennen glaubten. Die im Vorfeld hei\u00df diskutierte Idee, sich einmal in diesem Urlaub eine Liege samt Sonnenschirm zu g\u00f6nnen, verpuffte just in dem Moment als wir vom Mietpreis erfuhren. L\u00e4ppische 30 Euro f\u00fcr das Grundbed\u00fcrfnis \u201eSchatten\u201c verlangte das professionell l\u00e4chelnde Personal. Ein Trinkgeld f\u00fcr \u00be derer, die sich dazu entschlossen hatten, auf den Plastikm\u00f6beln vor sich hin zu d\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzerhand taten wir das, was zwei aldit\u00fctentragende Billo-Touris in so einer Situation eben tun. Wir krochen in eine k\u00fchle, schattige H\u00f6hle abseits der Reichen und Sch\u00f6nen, wo wir es uns auf dem steinigen, unebenen Boden bequem machten. Wer braucht schon eine Liege, wenn er Spinnen, Staub und spitze Felsbrocken haben kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Zugegebenerma\u00dfen war die Bucht ein Traum und perfekt zum Baden und Schnorcheln geeignet. Kristallklares blaues Wasser, interessante Steinformationen und die windgesch\u00fctzte Lage bescherten uns einen wundersch\u00f6nen Nachmittag (fast) ohne Fisch. Dank DS, entlockte ich auch hier den Felsen ein paar Gummi-gierige Bewohner und \u00e4rgerte ein paar fette Krabben. Obwohl 5 &#8211; 8 m tief und reich strukturiert, schien mir der Ort (vor allem Richtung offenes Meer) insgesamt betrachtet etwas zu flach, als dass sich dort wirklich gro\u00dfe Fische tummeln w\u00fcrden. Zumindest tags\u00fcber. Nachts ziehen auch dort mit Sicherheit ein paar R\u00e4uber ihre Bahnen. Ich komme wieder.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1779\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-15.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24984\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-15.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-15-138x245.jpg 138w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-15-197x350.jpg 197w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-15-768x1366.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-15-863x1536.jpg 863w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Stairway to Heaven.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-16.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24985\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-16.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-16-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-16-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-16-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Grab the Crab.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDie ganze Welt dreht sich um mich, denn ich will nur nen dicken Fisch.\u201c \u2013 Das Finale<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4stet vom unversch\u00e4mt leckeren Essen am Vorabend in der Altstadt Puertos, lie\u00dfen wir es am letzten Tag gem\u00fctlich angehen. Nicis Wunsch, entspannt in der Sonne zu brutzeln, sollte diesmal endlich Realit\u00e4t werden. Ebenso wie meiner, ein paar Fische ans Band zu kriegen. Wir entschieden uns f\u00fcr den Strand in Santa Cruz im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten der Insel. Die europ\u00e4ische Version der Copa Cabana. Sicher keine der naturbelassenen Perlen Teneriffas, aber angesichts der hektischen Woche, ein Luxus, den wir uns einmal g\u00f6nnen wollten. Vor vielen Jahrzehnten wurde hier (wie ich im Nachhinein erfuhr) der Sand k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttet, um dem knappen Vorkommen an touritauglichen Badestr\u00e4nden etwas entgegenzuwirken . Die beachtliche L\u00e4nge, windgesch\u00fctzte Lage am Fu\u00dfe der Bergkette, sowie die zum Zwecke des Wellenbruchs errichtete Buhnen machen ihn wohl zu einem der attraktivsten Str\u00e4nde f\u00fcr viele Urlauber und all jene, die mit Wind und Wellen wenig Sympathie hegen. Besagte Steinsch\u00fcttungen boten auch mir die n\u00f6tige Besch\u00e4ftigung. Und zogen mich so sehr in ihren Bann, dass ich \u201everga\u00df\u201c, den letzten Tag des Urlaubs mit dem Menschen zu verbringen, dank dem ich diesen Urlaub \u00fcberhaupt in der Lage war anzutreten&#8230; So verbrachte Nici den Nachmittag mehr oder weniger allein auf der Liege, w\u00e4hrend ich wie ein 10 J\u00e4hriger Junge \u00fcber die Buhne hopste und \u2013 man mag es kaum glauben \u2013 Fische fing.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war Lowtide und eine denkbar unproduktive Tageszeit, sodass Kunstk\u00f6der keinen Erfolg brachten. So entschied ich mich, ein wenig in die Vergangenheit zu reisen und r\u00fcstete mein Spinning Gear zur Matchrute um. Drennan Pose, Kugelblei, 0.22er Vorfach mit 10er Haken und Muschelfleisch \u2013 ein Sure Shot am Meer. Ich hatte mich an der Stelle positioniert, wo Buhne und Querbuhne aufeinandertreffen und einen Engpass bilden. Je nach Tide dr\u00fcckt es hier das Wasser in amtlicher Geschwindigkeit rein oder raus \u2013 Nahrung und Str\u00f6mung en masse. Ich liebe Spots, bei denen man sich des Fischvorkommens sicher sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ein paar vehementen, verpassten Bissen w\u00e4hrend der Schwimmer Drift, tauchte die Pose erneut ab und signalisierte den richtigen Zeitpunkt f\u00fcr den Anhieb. H\u00c4NGT! So fing ich eine Hand voll dieser kleinen, Trevally-artigen R\u00e4uber (keine Ahnung was das genau ist), die am leichten Ger\u00e4t ordentlich Rabatz machten. Wie fast alles im Meer&#8230;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-17.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24986\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-17.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-17-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-17-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-17-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Man beachte die Bisswunden im hinteren Teil.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nachdem der Schwarm weitergezogen schien (oder die Fischchen dazugelernt hatten) verlegte ich meine Driftstrecke 20 m weiter und wurde keine 30 Sekunden nach Eintauchen der Montage mit diesem gefr\u00e4\u00dfigen, akrobatischen Silberpfeil belohnt:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-18.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24987\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-18.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-18-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-18-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-18-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Der Drill fand zu 80 % in der Luft statt. Das Foto schoss ein neugieriger Local, dessen Bruder sp\u00e4ter ebenfalls zum Fischen vorbeikam und seine Polbrille verlor. Er erz\u00e4hlte mir, dass gelegentlich Angler mit dem Kayak an die Querbuhne fahren, aussteigen und von dort aus bei entsprechenden Wasserst\u00e4nden\/Bei\u00dfzeiten Spinnfischen. Wichtige Motivationsspritze.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Befl\u00fcgelt von den beissfreudigen Meeresbewohnern, beschloss ich meine Euphorie mit Nici zu teilen, servierte ihr einen Sangria + Oliven von der Strandbar und unterbreitete ihr den Vorschlag \u00fcber den Sonnenuntergang hinaus am Strand zu bleiben. Unter dem Deckmantel der romantischen Zweisamkeit verbarg sich gleichzeitig der egoistische Plan auf Rochen und Barracuda zu angeln. Ich konnte nicht anders.<\/p>\n\n\n\n<p>Sozial, unkompliziert und empathisch wie meine Freundin ist, willigte sie ein oder \u2013 besser gesagt \u2013 widersprach mir nicht. Klar gibt es Schlimmeres als zu zweit unter dem Sternenhimmel am Strand zu sitzen und nebenbei zu angeln, aber ich hatte es (wohl absichtlich) so verlockend und begeistert formuliert, dass sie wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen gehabt h\u00e4tte, einen anderen Vorschlag zu machen. Beinahe manipulativ&#8230; Vielleicht kennt der ein oder andere von euch diese Situation? Wie man als Youtuber so sch\u00f6n sagen w\u00fcrde: LEUTE, SCHREIBT\u2018S IN DIE KOMMENTARE!<\/p>\n\n\n\n<p>Und so lag eineinhalb Stunden sp\u00e4ter die Sardine auf Grund. Die Sonne sank&#8230; zusammen mit Nicis Motivation. W\u00e4hrend sie die Spitze der STC Monster im Auge behielt, stand ich 30 m weiter am Buhnenkopf und feuerte verbissen meinen Wobbler in die Wellen. Wieder und wieder. Mit der D\u00e4mmerung, erlebten wir auch den Tidenwechsel von Low- zur Hightide, das Wasser befand sich zur \u201ehei\u00dfesten\u201c Tageszeit also an seinem absoluten Tiefpunkt, sodass die Steinpackungen ordentlich frei lagen und die L\u00fccke zwischen ihnen noch kleiner wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1777\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-19.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24988\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-19.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-19-138x245.jpg 138w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-19-197x350.jpg 197w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-19-768x1365.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-19-864x1536.jpg 864w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Preparation is everything. Mit Sandalen auf nassen Steinen&#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>An zahlreichen Spots sicherlich auch eine f\u00e4ngige Phase, am Strand von Santa Cruz allerdings, versprach ich mir deutlich mehr vom Umschwung in umgekehrter Form. Tieferes Wasser, st\u00e4rkere Str\u00f6mung, geringere Sichttiefe und ein h\u00f6heres Nahrungsangebot w\u00fcrden die Fangchancen erheblich steigern, davon war ich \u00fcberzeugt. Vor meinem inneren Auge sah ich die Rochen mit steigendem Pegel langsam in das Badebecken gleiten und im Schutz der tr\u00fcben Br\u00fche den \u201eStaubsaugermodus\u201c aktivieren. Sechs weitere Stunden auf besagtes Szenario zu warten, h\u00e4tte aber an Menschenverachtung gegrenzt und so packten wir kurz nach Einbruch der Dunkelheit zusammen \u2013 fischlos. Da wir beide krankheitsbedingt nervigen Verzichtsdi\u00e4ten unterliegen, war auch nix mit \u201eeben mal Pizza holen\u201c. Ich versprach meiner ausgehungerten Freundin, rechtzeitig vor Restaurantschluss daheim zu sein und tat ihren Vorschlag ab, irgendwo in Santa Cruz eine glutenfreie Pizzeria aufzusuchen. Nicht, dass mich der Algengestank, die Sardinenschuppen im Gesicht, oder die Lehmflecken auf der Badeshorts (die aussehen, als h\u00e4tte man die Calamari vom Vortag nicht mehr halten k\u00f6nnen)&nbsp;davon abgehalten h\u00e4tten, ein&nbsp; Restaurant zu betreten, doch meine Medikamente, die ich parallel zum Essen einnehmen sollte, waren im Appartement geblieben. Und so eine Dusche war angesichts dessen, dass ich roch wie eine abgelaufene Thunfischdose auch nicht die schlechteste Idee.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKein Problem, packen wir easy\u201c, sprach das Orgatalent.&nbsp; \u201eEy, es tut mir so leid, das h\u00e4tte ich ja nicht wissen k\u00f6nnen.\u201c, korrigierte ich eineinhalb Stunden sp\u00e4ter. Doch h\u00e4tte ich&#8230; Erstens wussten wir, dass die meisten L\u00e4den um 23 Uhr dicht machten und zweitens gab es Google (von dem Nici zwei Stunden zuvor Gebrauch gemacht hatte).<\/p>\n\n\n\n<p>Und so stieg der Atompilz in die Luft&#8230; Tr\u00e4nen, Schreie, knallende T\u00fcren. Die Laune hatte sich durch den Keller bis zum Erdkern gegraben und lie\u00df unseren P\u00e4rchen-Planeten detonieren. Nici lag schluchzend im Bett, w\u00e4hrend ich wortlos auf dem Balkon sa\u00df und in die Leere starrend auf dem vermutlich unterdurchschnittlichsten St\u00fcck Pizza kaute, dass Puerto dela Cruz zu bieten hatte.&nbsp; Komisch, ich h\u00e4tte Nicos STC Monster darauf verwetten k\u00f6nnen, dass die K\u00fcche eines an der Hotelmeile gelegenen Touri Golfclubs, etwas mehr kulinarische Hingabe aufbringen w\u00fcrde. Der Fight und das Loch im Bauch, hatten mich \u00fcber die billigen Neonreklamen und pixeligen Fotomontagen auf den ausgestellten Men\u00fckarten hinwegsehen lassen und dazu gebracht, wie ein Zombie ins letzte offene Restaurant zu torkeln, wo ich meine Therapiema\u00dfnahmen \u00fcber Bord warf.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein K\u00f6rper war am Ende, der Gedankenstrom hatte mal wieder \u201eNiedrigwasser\u201c. Zus\u00e4tzlich entfaltete der Cocktail aus unerlaubten Nahrungsbestandteilen seine Wirkung und lie\u00df meinen Hirnnebel immer dichter werden. Gleichzeitig kam ich mir vor wie das letzte Arschloch, was ich zweifelsohne auch war. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich musste raus.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch fahr jetzt.\u201c, sagte ich in einem kalten Ton.&nbsp; \u201eWohin?\u201c, schnauzte Nici.&nbsp; \u201eIrgendwo ans Meer. Ich muss ans Wasser.\u201c, gab ich von mir. Nicis verheulte Augen irgendwo zwischen Verachtung und Sorge, lie\u00df sie mich gehen. Ich selber wusste nicht so recht, was ich da tat. Der Zustand, in dem ich mich zeitweise befinde, erlaubt weder logisches Denken noch Emotionen. Reaktion und Sicht sind zeitweise ebenfalls stark eingeschr\u00e4nkt. Von der Schw\u00e4che und den Schmerzen ganz zu schweigen. Ich f\u00fchlte mich absolut nicht in der Lage, Auto zu fahren\u2026 und tat es vielleicht genau deswegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Kofferraum voller Tackle flog ich \u00fcber die Autobahn durch die Nacht. Orangene Stra\u00dfenlichter rauschten an mir vorbei. 2 Uhr nachts. Kein anderes Auto weit und breit. Die Insel schlief tief und fest. H\u00e4user, H\u00e4fen und v\u00f6llige Dunkelheit wechselten sich ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fuhr die K\u00fcstenstra\u00dfe entlang, vorbei an funkelnden Bohrinseln und riesigen Kreuzfahrtschiffen, die bei Nacht aussehen wie ganze St\u00e4dte.<\/p>\n\n\n\n<p>45 Minuten sp\u00e4ter kam ich auf einem dunklen Parkplatz zum Stehen und stieg aus. Mit Backpack auf dem R\u00fccken und Spinnrute in der Hand lief ich los. Zum Buhnenengpass am Playa die Santa Cruz, wo ich nur wenige Stunden zuvor gewesen war. Der tidal change stand bevor.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Magie des Moments war unbeschreiblich. Milde Seeluft, Sternenhimmel, eine leuchtende Bohrinsel am Horizont, das Rauschen des Ozeans&#8230; und das Rumoren im Darm. Letzteres blendete ich aus. Mein Fokus galt einzig und allein dem Lauf meines Tide Minnow und der Hand die den Rutenblank umklammert hielt. Der Schein des Vollmonds lie\u00df mich genau erkennen, wo mein K\u00f6der landete, was mir erlaubte, den Str\u00f6mungsstarken Spot pr\u00e4zise und systematisch zu befischen. Ich kurbelte z\u00fcgig, variierte zwischendurch die Geschwindigkeit und legte ein paar wenige, dosierte Spinnstops ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dubiosen, an den Lieferwagen gelehnten Gestalten vom Parkplatz blendete ich aus. Ebenso wie den Streit mit meiner Freundin und den Rest meines Lebens. Alles was z\u00e4hlte, war die Gegenwart.<\/p>\n\n\n\n<p>Und pl\u00f6tzlich&#8230; stand die Zeit still. Ein heftiger Schlag durchfuhr mein Handgelenk! BOOM. Vom n\u00e4chtlichen Zetti-Wobbeln gebrandmarkt, setzte ich den n\u00f6tigen Anhieb und der Stecken war krumm! \u201eDas ist er\u201c. \u201eDas ist DER eine Fisch auf den ich die ganze Woche gewartet habe\u201c. \u201eDas ist die letzte Chance, die ich krieg\u201c. 6 Stunden vor Abflug.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwere Kopfst\u00f6\u00dfe gefolgt von einem l\u00e4ngst vergessenen BZZZZZZZ, machten schnell deutlich, dass es sich dabei um ein anderes Kaliber handelte, als jene die sich tags\u00fcber mit der Light \u00fcberlisten lie\u00dfen. Die Bremse surrte, die Rute wippte. Meine Knie waren weich. Der Drill hart. Daf\u00fcr kurz&#8230; und sportlich. Drei Minuten, wenn ich sch\u00e4tzen m\u00fcsste. Ich zitterte und suchte im Schein der Kopflampe nach den leuchtenden Augen. \u201eDA!\u201c Die spitze, von Z\u00e4hnen besetzte Schnauze ragte aus dem Wasser, das silberne, dunkel gestreifte Schuppenkleid reflektierte das Licht und gab die Identit\u00e4t des Fisches preis.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wartete die n\u00e4chste Welle ab, lie\u00df sie das Tier an die Steine dr\u00fccken und packte zu. Fester, als eine Mutter die ihr Kind davor bewahrt, vor den fahrenden Zug zu springen. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit hielt ich ihn in den H\u00e4nden. Den Fisch des Trips. Den Fisch des Jahres. Meinen ersten fetten atlantischen Barrakuda.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles war egal. Der Streit. Die Krankheit. Ich badete in Endorphinen. 2 Uhr morgens alleine irgendwo im Atlantik. Niemand da, um meine Freude zu teilen. \u201eAu\u00dfer Dir, Fisch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDanke f\u00fcr deine Zeit&#8230; Und Danke, dass du mich wieder zur\u00fcckgeholt hast\u201c. Zu den Lebenden. Wenn auch nur f\u00fcr einen kurzen Augenblick.<\/p>\n\n\n\n<p>Die amateurhafte einh\u00e4ndige Messung ergab 96 cm, vermutlich ein klein wenig mehr&#8230; Ein paar Selfies f\u00fcr die Ewigkeit, bevor ich die Kreatur zur\u00fcck in ihr Reich entlie\u00df. Anders als bei S\u00fc\u00dfwasserfischen (vor allem aus Stillgew\u00e4ssern) hat der Release eines Meeresr\u00e4ubers immer etwas Melancholisches. Zumindest f\u00fcr mich. Die Begegnung mit demselben Tier wird es nie wieder geben, also halte sie gut fest. Im Kopf und auf der Speicherkarte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-20.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24989\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-20.jpg 1000w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-20-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-20-263x350.jpg 263w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ri-20-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Z\u00e4hne, die die Welt bedeuten. Angesichts der Vorgeschichte, wohl einer meiner emotional wertvollsten F\u00e4nge.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich inhalierte die Meeresluft, lie\u00df den Rausch noch ein wenig nachwirken und machte ein paar letzte obligatorische W\u00fcrfe der Vollst\u00e4ndigkeit halber, nur \u201ef\u00fcr den Fall der F\u00e4lle\u201c. Nichts. Egal. Habe bereits \u201ealles\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas wars f\u00fcr dieses Jahr\u201c. Ich hing den Drilling in den Ringsteg und lief zur\u00fcck zum Parkplatz. Vorbei an den Palmen und dubiosen Gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>So niederschmetternd das Gef\u00fchl bei der Hinfahrt gewesen war, so befl\u00fcgelnd war es auf dem Nachhauseweg. Ich schwebte mit einem breiten Grinsen durch die spanischen Lichtermeere, h\u00f6rte Techno und verschickte Sprachmemo-Monologe an meine Jungs.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuhause angekommen, lehnte ich die Rute an die Wand, schl\u00fcpfte aus meinen durchn\u00e4ssten Latschen (Fischlandung hatte Prio), streifte die Kleidung ab und glitt ins Bett. Ich schlief sofort ein, mit einem L\u00e4cheln auf den Lippen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWarum ist dein Schuh nass?\u201c, fragte meine Freundin am n\u00e4chsten Morgen. Ich strahlte. \u201eWieso grinst du so?\u201c, hakte sie nach.&nbsp; \u201e96 cm.\u201c, sagte ich in gedrosselt euphorischem Ton. Nici lie\u00df es unkommentiert und wir packten weiter unser Zeug.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter hatten sich die Wogen gegl\u00e4ttet und ich lag wieder auf Nicis Scho\u00df. Den ganzen Flug \u00fcber dachte ich an den Barracuda und daran, dass ich im kommenden Jahr wieder auf dieser Buhne stehen w\u00fcrde. Ohne den Last Minute Fight mit Nici, h\u00e4tte es den Last Minute Fight mit dem Fisch niemals gegeben. Verr\u00fcckt, wie nah Gl\u00fcck und Leid manchmal beieinander liegen. Dieser Umstand hat mich zum Schreiben inspiriert. Und dieser Fisch mich wieder daran erinnert, wof\u00fcr es sich gelohnt hat, all die Jahre durchzuhalten und zu k\u00e4mpfen. Um das Leben wieder lieben zu lernen. Mit all seinen H\u00f6hen, Tiefen und unvorhergesehenen Wendungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein letztes Giant-Grouper-gro\u00dfes Danke an jeden f\u00fcr seine Hilfs- (und Lese-)bereitschaft. Denn auch ohne euch, w\u00e4re dieser Bericht niemals entstanden. Ich hoffe ihr habt beim Lesen denselben langen Atem wie ich beim Genesen. Ungeachtet des bescheidenen Fangerfolgs war es der Anfang meines neuen Lebens. Der erste von hoffentlich unz\u00e4hligen Trips mit den Menschen, die ich liebe. Ich mache da weiter, wo ich vor meinem Zusammenbruch aufgeh\u00f6rt hatte und lasse in Zukunft wieder \u00f6fter von mir h\u00f6ren. Das n\u00e4chste Mal mit mehr Fotos und Fischfrequenz. Versprochen. Bis zum Fang des Cudas, hatte ich nie geplant, diesen Bericht zu schreiben und h\u00e4tte ich ihn am ersten Tag gelandet, w\u00e4re es ebenfalls keinen Zwanzig-Seiter wert. An Fotos habe ich aufgrund des Zustands nur selten gedacht, daher gilt der Dank an dieser Stelle meiner Freundin, die flei\u00dfig ihren Instagram Feed gef\u00fcttert hat. An dieser Stelle hoffe ich, dass meine Worte euch das Eintauchen in unser kleines Abenteuer ausreichend erm\u00f6glicht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ehe ich es vergesse: Jeder, der in einer \u00e4hnlichen Lage steckt und nicht mehr weiterwei\u00df, sei es CFS und\/oder chronische Borreliose, kann sich bei mir melden. Ich bin kein Arzt, kenne mich aber mittlerweile sehr gut aus. Es gibt immer L\u00f6sungen und Wege, rauszukommen. Ebenso ein paar wenige spezialisierte \u00c4rzte, die helfen. Lasst euch nicht so lange h\u00e4ngen wie ich, sondern zieht die Notbremse, solange der Zug nicht vollst\u00e4ndig entgleist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt gesund. Much love<\/p>\n\n\n\n<p>the reborn rubber child<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine ersten, seit Jahren geschriebenen Worte zum Thema Angeln sind f\u00fcr euch. F\u00fcr jeden Einzelnen, der mir zugesprochen, geteilt und gespendet hat. F\u00fcr Support &amp; Solidarit\u00e4t. F\u00fcr jeden Cent der auf meinem Konto und jedes Wort das in meinem Email Postfach gelandet ist. Es war anfangs ein beklemmendes und unangenehmes Gef\u00fchl, die H\u00f6lle an die &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\" class=\"more-link\">Read more\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":510,"featured_media":24967,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[7],"tags":[],"featured_image_urls":{"full":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"thumbnail":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-326x143.jpg",326,143,true],"medium":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-326x143.jpg",326,143,true],"medium_large":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-768x336.jpg",768,336,true],"large":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-800x350.jpg",800,350,true],"1536x1536":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"2048x2048":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"thxpress-featured-image":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"400x250-crop":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-400x250.jpg",400,250,true]},"post_excerpt_stackable":"<p>Meine ersten, seit Jahren geschriebenen Worte zum Thema Angeln sind f\u00fcr euch. F\u00fcr jeden Einzelnen, der mir zugesprochen, geteilt und gespendet hat. F\u00fcr Support &amp; Solidarit\u00e4t. F\u00fcr jeden Cent der auf meinem Konto und jedes Wort das in meinem Email Postfach gelandet ist. Es war anfangs ein beklemmendes und unangenehmes Gef\u00fchl, die H\u00f6lle an die \u00d6ffentlichkeit zu tragen und nach Hilfe zu bitten. Umso ger\u00fchrter war ich, mit wie viel Bereitschaft, Selbstverst\u00e4ndlichkeit und gleichzeitiger Diskretion der \u201eRettungseinsatz\u201c \u00fcber die B\u00fchne ging. Wer h\u00e4tte gedacht, dass meine Leidenschaft, die sonst mit Schlafmangel, schlechtem Essen, Stress, Sonnenbr\u00e4nden und Schadstoffexposition einhergeht, eines Tages&hellip;<\/p>\n","category_list":"<a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/category\/fangberichte\/\" rel=\"category tag\">Fangberichte<\/a>","author_info":{"name":"sunkentree","url":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/author\/gummikind\/"},"comments_num":"20 Kommentare","featured_image_urls_v2":{"full":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"thumbnail":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-326x143.jpg",326,143,true],"medium":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-326x143.jpg",326,143,true],"medium_large":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-768x336.jpg",768,336,true],"large":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-800x350.jpg",800,350,true],"1536x1536":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"2048x2048":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"thxpress-featured-image":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher.jpg",800,350,false],"400x250-crop":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/aufmacher-400x250.jpg",400,250,true]},"post_excerpt_stackable_v2":"<p>Meine ersten, seit Jahren geschriebenen Worte zum Thema Angeln sind f\u00fcr euch. F\u00fcr jeden Einzelnen, der mir zugesprochen, geteilt und gespendet hat. F\u00fcr Support &amp; Solidarit\u00e4t. F\u00fcr jeden Cent der auf meinem Konto und jedes Wort das in meinem Email Postfach gelandet ist. Es war anfangs ein beklemmendes und unangenehmes Gef\u00fchl, die H\u00f6lle an die \u00d6ffentlichkeit zu tragen und nach Hilfe zu bitten. Umso ger\u00fchrter war ich, mit wie viel Bereitschaft, Selbstverst\u00e4ndlichkeit und gleichzeitiger Diskretion der \u201eRettungseinsatz\u201c \u00fcber die B\u00fchne ging. Wer h\u00e4tte gedacht, dass meine Leidenschaft, die sonst mit Schlafmangel, schlechtem Essen, Stress, Sonnenbr\u00e4nden und Schadstoffexposition einhergeht, eines Tages&hellip;<\/p>\n","category_list_v2":"<a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/category\/fangberichte\/\" rel=\"category tag\">Fangberichte<\/a>","author_info_v2":{"name":"sunkentree","url":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/author\/gummikind\/"},"comments_num_v2":"20 Kommentare","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v19.11 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa! | Barsch-Alarm<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"sunkentree\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"58\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\"},\"author\":{\"name\":\"sunkentree\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/f5b23cfc972aa7af47333d9d6b270989\"},\"headline\":\"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa!\",\"datePublished\":\"2020-11-26T08:08:00+00:00\",\"dateModified\":\"2020-11-26T08:53:09+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\"},\"wordCount\":11614,\"commentCount\":20,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/625ad6937f19daaa4355ae4dcce349f7\"},\"articleSection\":[\"Fangberichte\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\",\"url\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\",\"name\":\"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa! | Barsch-Alarm\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#website\"},\"datePublished\":\"2020-11-26T08:08:00+00:00\",\"dateModified\":\"2020-11-26T08:53:09+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa!\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/\",\"name\":\"Barsch-Alarm\",\"description\":\"das gr\u00f6\u00dfte Angelforum f\u00fcr Spinnangler\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/625ad6937f19daaa4355ae4dcce349f7\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/625ad6937f19daaa4355ae4dcce349f7\",\"name\":\"dietel\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/365783e1f60d378ef793fb7c5bb3ef04?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/365783e1f60d378ef793fb7c5bb3ef04?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"dietel\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/image\/\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/www.barsch-alarm.de\/member.php?5-dietel\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/f5b23cfc972aa7af47333d9d6b270989\",\"name\":\"sunkentree\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/76ce20cceae4415e3ccaba2a0397a28a?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/76ce20cceae4415e3ccaba2a0397a28a?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"sunkentree\"},\"url\":\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/author\/gummikind\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa! | Barsch-Alarm","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/","twitter_misc":{"Verfasst von":"sunkentree","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"58\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/"},"author":{"name":"sunkentree","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/f5b23cfc972aa7af47333d9d6b270989"},"headline":"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa!","datePublished":"2020-11-26T08:08:00+00:00","dateModified":"2020-11-26T08:53:09+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/"},"wordCount":11614,"commentCount":20,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/625ad6937f19daaa4355ae4dcce349f7"},"articleSection":["Fangberichte"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/","url":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/","name":"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa! | Barsch-Alarm","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#website"},"datePublished":"2020-11-26T08:08:00+00:00","dateModified":"2020-11-26T08:53:09+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/last-minute-fight-tough-tougher-teneriffa\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Last Minute-Fight \u2013 tough, tougher, Teneriffa!"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#website","url":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/","name":"Barsch-Alarm","description":"das gr\u00f6\u00dfte Angelforum f\u00fcr Spinnangler","publisher":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/625ad6937f19daaa4355ae4dcce349f7"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/625ad6937f19daaa4355ae4dcce349f7","name":"dietel","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/365783e1f60d378ef793fb7c5bb3ef04?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/365783e1f60d378ef793fb7c5bb3ef04?s=96&d=mm&r=g","caption":"dietel"},"logo":{"@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/image\/"},"sameAs":["http:\/\/www.barsch-alarm.de\/member.php?5-dietel"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/f5b23cfc972aa7af47333d9d6b270989","name":"sunkentree","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/76ce20cceae4415e3ccaba2a0397a28a?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/76ce20cceae4415e3ccaba2a0397a28a?s=96&d=mm&r=g","caption":"sunkentree"},"url":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/author\/gummikind\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24966"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/510"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24966"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24966\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25001,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24966\/revisions\/25001"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24967"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}