{"id":10770,"date":"2016-04-28T11:04:39","date_gmt":"2016-04-28T09:04:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/?p=10770"},"modified":"2016-04-28T11:05:09","modified_gmt":"2016-04-28T09:05:09","slug":"der-beweis-der-nichts-beweist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/der-beweis-der-nichts-beweist\/","title":{"rendered":"Der Beweis, der nichts beweist"},"content":{"rendered":"<p>Kunstk\u00f6der stellen wohl eine der vielseitigsten Angelsparten \u00fcberhaupt dar. Fakten, Mythen und Halbweisheiten machen sie vermutlich zum umstrittensten Zweig der Tackle-Industrie. Sind sie ihr Geld wert? Welche davon brauche ich wirklich, welche sind nur das Ergebnis ausgekl\u00fcgelter Marketingstrategien und welche dienen mehr dem Stillen des Sammlerdursts als dem tats\u00e4chlichen Fischfang? Auf manche dieser Fragen wird es niemals eine Antwort geben, ganz einfach weil die Referenz fehlt. Wie soll man schlie\u00dflich auch herausfinden, ob die kapitale Mutti von letztem Mal an Stelle des Castaic-Lappens nicht auch einen rostigen 5er Mepps inhaliert h\u00e4tte? Du wirst niemals erfahren, ob an genau jenem Tag, zu jener Tageszeit bei jenem Wetter und Wasserstand, das halbe Dutzend Barsche nicht genauso gierig auf einen Wurm anstatt auf die geflavourten Shads gedonnert w\u00e4re&#8230; Wom\u00f6glich h\u00e4ttest du sogar besser gefangen!<\/p>\n<p>Man kann eingrenzen, ableiten, vermuten und glauben, aber NIEMALS WISSEN. K\u00f6derportraits, Erfahrungsberichte und Empfehlungen sind hilfreich, \u00e4ndern jedoch nichts an der Tatsache, dass der K\u00e4ufer niemals 100%ige Gewissheit haben wird.<\/p>\n<p>Klar, auf der einen Seite ist das irgendwie&#8230; naja&#8230; Beschiss, auf der anderen Seite dagegen, einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die bedingungslose Liebe zum Spinnangeln. Der Reiz des Ungewissen, der an jedem noch so teuren Bait haftet. Das gibt uns das Gef\u00fchl \u201efrei\u201c zu sein. Frei in der Entscheidung die \u201erichtige\u201c Wahl zu treffen. Subjektiv zu entscheiden und der sonst so rationalen Technik einen Hauch Pers\u00f6nlichkeit zu verleihen. Seid mal ehrlich, freut es euch nicht mehr, auf einen K\u00f6der zu fangen, der \u201egeil aussieht\u201c? Das beste Beispiel daf\u00fcr findet sich im Bereich des Fliegenfischens: Selbstgebundene Flies \u2013 mehr Kunstwerke als Zweckutensilien \u2013 die zum gew\u00fcnschten Erfolg f\u00fchren, sind das Kernst\u00fcck dieser Leidenschaft. Oft hat man sogar den Eindruck, dass es darum geht, es sich absichtlich schwer zu machen \u2013 sprich auf m\u00f6glichst originelle und absurde Muster zu fangen. Die Challenge besteht dann nicht mehr darin, viele Bisse zu bekommen, sondern die F\u00e4ngigkeit der eigenen Kreation unter Beweis zu stellen.<\/p>\n<p>Ich denke dieses Verlangen stellt sich mit der Zeit bei jedem ambitionierten Kunstk\u00f6derangler (sei es nun Fliege oder Hardbait) ein, wenn man hohe Fangzahlen \u201enicht mehr n\u00f6tig\u201c hat und anf\u00e4ngt, sich neue Ziele zu setzen a.k.a \u201eLuxusprobleme\u201c zu erschaffen.<\/p>\n<p>Noch z\u00e4hle ich nicht zu dieser Fraktion. Zu gro\u00df ist der Durst nach vielen Drills und Erfolgsroutine, zu viele Methoden und Situationen gibt es, die noch darauf warten ausprobiert bzw. perfektioniert zu werden. Nichtsdestotrotz spielt bei mir die \u00c4sthetik der K\u00f6der eine gro\u00dfe Rolle. Die \u201eLiebe auf den ersten Blick\u201c\u00a0 ist schlie\u00dflich ein wesentlicher Schritt Richtung Fangerfolg. Hegt man ein gewisses Grundvertrauen in einen Bait, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Rute kr\u00fcmmt. So kam es auch mit dem Wobbler, um den es in diesem Artikel gehen soll.<\/p>\n<p>Beim durchst\u00f6bern eines Onlineshops, blieb der Cursor auf einem recht unscheinbaren Minnow h\u00e4ngen. Gr\u00fcn-braune, gedeckte T\u00f6ne in perfektem Mengenverh\u00e4ltnis, eine Prise Transparenz und fast schon peinlich genaue Oberfl\u00e4chendetails wie Augen, Kiemendeckel und Schuppenmustervertiefungen, hatten meine Neugierde geweckt. Dazu eine kurze Tauchschaufel im 45 Grad Winkel und die W\u00f6rtchen \u201eSuspending\/Floating\u201c in der Beschreibung. Wenige Sekunden sp\u00e4ter, war der Warenkorb um einen Artikel reicher. Das Objekt der Begierde hat \u00fcbrigens auch einen Namen:<strong> Illex Arnaud 110 f \u2013 Farbe: Ayu<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-10773\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11.jpg\" alt=\"Bild-1\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-11-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Dass Illex relativ hochwertiges Tackle produziert, ist kein Geheimnis. Ob die Produkte als \u00fcberteuert oder preislich akzeptabel eingestuft werden sollten ist Ansichtssache. 15 &#8211; 20 Euro f\u00fcr einen Hardbait sind in meinen Augen gerechtfertigt, wenn Laufeigenschaften und Qualit\u00e4t \u00fcberzeugen. Ich denke, man macht oft den Fehler und dr\u00fcckt einigen Marken den Wucher-Stempel auf, weil man in ihrem Programm keine g\u00fcnstigen Modelle findet. Vielleicht ist der Grund daf\u00fcr aber, dass sie keine \u201eKompromissl\u00f6sungen\u201c in ihren Produkten wollen. Sie bewahren ihren Anspruch quer durch alle Serien und erwecken so insgesamt den Eindruck \u201e\u00fcberteuert\u201c zu sein. Hat man aber einen Hersteller XY, der in erster Linie preiswertere Wobbler produziert und lediglich ein paar \u201eSpitzenmodelle\u201c anbietet, sagt einem das Konsum(unter)bewusstsein \u201eAhhh, wenn die sonst so g\u00fcnstige Dinger raushauen, muss DAS die absolute Wunderwaffe sein\u201c. Im Verh\u00e4ltnis zu den eigenen Produkten vielleicht JA, im Vergleich zu \u201eteuren\u201c Herstellern vermutlich NICHT. Unterm Strich w\u00fcrde ich sagen: Jeder mit Know-How angefertigte Kunstk\u00f6der verdient\u00a0 eine Chance!<\/p>\n<p>Somit m\u00e4ste ich meine Boxen sicher nicht mit Premium Baits, habe aber kein Problem damit zwischendurch paar Euro mehr f\u00fcr einen vertrauensw\u00fcrdigen K\u00f6fi-Klon auszugeben. Trends folgen finde ich nicht gut bzw. halte es nicht f\u00fcr n\u00f6tig, sich an Erfahrungen und Bewertungen anderer zu orientieren dagegen schon. Dabei gilt es voneinander unabh\u00e4ngige Meinungen und Reviews einzuholen, ist die Reputation einer Marke bzw. eines Modells durchgehend positiv, lohnt sich n\u00e4heres Hinschauen allemal. Bereits einige Jahre zuvor, hatte das Label Illex mein Interesse geweckt, vielleicht aus dem Grund, dass ich es zu meiner Jugendfischzeit bei den \u201ebesten\u201c Anglern meines damaligen Vereins an der Rute und ergo auch in einigen Fischm\u00e4ulern gesehen habe. Es vermittelte irgendwie \u2013 verglichen mit den damals erschwinglichen Anbietern \u2013 ein seri\u00f6ses und vielversprechendes Image, angefangen vom Logo bis hin zum \u201eGesichtsausdruck\u201c der Hardbaits . Ganz so \u201eunderground\u201c wie die mir heute bekannten Firmen schien es dann doch nicht zu sein, ebenso wenig unbezahlbar. Es versprach einen guten Einstieg in die n\u00e4chst-h\u00f6here \u201eWobbler-Liga\u201c.<\/p>\n<p>Und so landete \u2013 mit ein paar Jahren Versp\u00e4tung \u2013\u00a0 im Mai 2014, der erste Minnow von Illex in meinem Briefkasten.<\/p>\n<p>Ob er vor 2 Jahren schon Arnaud 110 F Sg hie\u00df wei\u00df ich nicht mehr. Ich glaube das Ding trug einen anderen Namen, k\u00f6nnte sogar ein flachlaufender Squirrel sein, jetzt finde ich nur noch Squirrels mit langer Tauchschaufel. Ist auch nicht so wichtig, Look &amp; Lauf waren identisch zum Arnaud&#8230;Falls es einer von euch doch wei\u00df, kann er das gerne in die Kommis schreiben und mir eine Nachhilfestunde in Wobblerkunde geben.<\/p>\n<p>Es dauerte nicht lange, bis sich die perfekte Gelegenheit f\u00fcr den ersten Test bot. Wer meine Vorstellung im Forum gelesen hat wei\u00df, dass ich urspr\u00fcnglich aus Bayern komme. Meine bevorzugten Gew\u00e4sser dort waren (teilweise stark verkrautete) Baggerseen, sowie kleine bis mittelgro\u00dfe Fl\u00fcsse samt Altwasser und anderen Stillwasserzonen. Meist sind sie nicht besonders tief und weisen eine \u00fcppige Vegetation sowohl \u00fcber als auch unter Wasser auf. Extrem viele Kurven bestimmen ihren Lauf \u2013 B\u00e4ume, B\u00fcsche, Totholz und Steine s\u00e4umen die Ufer. Durch gr\u00fcne Wiesen und z\u00e4h bewirtschaftete Ackerfl\u00e4chen bahnen sie sich ihren Weg Richtung Donau. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch die Fischfauna: Vom Stichling bis zum Wels f\u00fchlt sich dort alles wohl. Gute Forellenbest\u00e4nde trotz ebenso guter Hechtpopulationen, Karauschen und Huchen teilen sich buchst\u00e4blich die gleiche Flusskurve.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10774\" aria-describedby=\"caption-attachment-10774\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10774\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21.jpg\" alt=\"Idyllischer geht es kaum...\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-21-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10774\" class=\"wp-caption-text\">Idyllischer geht es kaum&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>An einem sonnigen Maitag war es soweit. Mit einem langj\u00e4hrigen, sehr guten Kumpel (durch den ich erst so richtig zum Fischen gefunden, ihn aber ironischerweise nach jahrelanger Abstinenz wieder zur\u00fcck ins \u201evon ihm gebaute Boot\u201c geholt habe) kauften wir uns eine Tageskarte f\u00fcr einen Schmutter-Abschnitt, an dem wir in unserer Zeit als Jugendfischer ein paar Mal unterwegs gewesen waren. Wir kannten grob die meisten Stellen und wussten, dass man an manchen Tagen \u2013 etwas Gew\u00e4sserkenntnis vorausgesetzt \u2013 gute F\u00e4nge erzielen, aber ebenso leer ausgehen konnte. Schwer zug\u00e4ngliches und h\u00e4ngerreiches Gew\u00e4sser mit akzeptablem Fischbestand und einigen \u201eDurststreckenabschnitten\u201c zwischendrin. Gesch\u00e4tzter Schwierigkeitsgrad: 4-5\/10.<\/p>\n<p>Da mindestens 80 % Raubfischer (mittlerweile deutlich mehr) in mir schlummerten und wir bereits um 5 Uhr am Wasser ankamen, war die Hechtjagd in den Morgenstunden beschlossene Sache. Mein Kumpel entschied sich zu feedern und an einem langsam flie\u00dfenden Abschnitt sein Gl\u00fcck auf Brasse und Co. zu versuchen. Also lud ich ihn am entsprechenden Spot ab und begab mich zum Altwasser, das ich bis dato noch nie richtig unter die Lupe genommen hatte.<\/p>\n<p>Mit etwa 5-10 m Breite, 0,5 \u2013 2 m Tiefe, extrem hohem Busch- und Schilfbewuchs, sowie massig Totholz, war es \u2013 nicht nur optisch \u2013 das perfekte Habitat f\u00fcr Meister Esox. Theoretisch konnte man jeden Fleck abfischen, praktisch lie\u00dfen das die kaum vorhanden L\u00fccken im Dickicht jedoch nicht zu. Wenn ich etwas sicher \u00fcber dieses Gew\u00e4sser wei\u00df, dann dass es dort Lauben en masse gibt. Vor allem in den w\u00e4rmeren Monaten kocht das Wasser regelrecht vor ihnen. Die ca. 10 cm langen Fischchen lieferten mir eigentlich die einzige Info, die ich wirklich brauchte um die richtige K\u00f6derwahl zu treffen: B\u00fchne frei f\u00fcr den Illex Arnaud!<\/p>\n<p>Ich fackelte nicht lange, clippte das d\u00fcnne Flexonit in den Snap und pendelte den Plastik-Snack durch den Morgennebel ans gegen\u00fcber liegende Ufer. Mit leichten Twitches und gelegentlichen Pausen, lie\u00df ich ihn durch die Br\u00fche tanzen, als die \u201eChoreo\u201c durch eine blitzschnelle Attacke unterbrochen wurde. Der erste R\u00e4uber hing! (Wenn auch kein gro\u00dfer)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10775\" aria-describedby=\"caption-attachment-10775\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10775\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31.jpg\" alt=\"Morgenstund hat Bait im Schlund.\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-31-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10775\" class=\"wp-caption-text\">Morgenstund hat Bait im Schlund.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Anfang war gemacht und gerade als ich paar W\u00fcrfe sp\u00e4ter den First-Cast-Catch in die \u201eZufalls-Schublade\u201c stecken wollte, rumpelte es ein zweites Mal. Ebenfalls ein kleines Exemplar, aber in Kombination mit der Landschaft im Licht der aufgehenden Sonne, einer dieser Angelmomente, der die von Laien oft gestellte Frage nach dem \u201eWieso gehst du fischen?\u201c ohne weiteren Erkl\u00e4rungsbedarf beantworten w\u00fcrde. Einer dieser Angelmomente, in denen nichts z\u00e4hlt au\u00dfer die eigene Pr\u00e4senz in eben jenem Moment&#8230; Du bist zu 100 % du, nichts ist wichtig und doch bedeutet es die Welt&#8230; F\u00fcr einige von euch mag das vlt. pathetisch klingen. Ihr sch\u00fcttelt den Kopf und steckt\u00a0 mich in die pseudo-spirituelle Schublade. K\u00f6nnt ihr gerne machen. Diejenigen die so empfinden wie ich und Momenten wie diesen alles abgewinnen, verstehen was ich meine und k\u00f6nnen getrost grinsen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10776\" aria-describedby=\"caption-attachment-10776\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10776\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41.jpg\" alt=\"Doch, scheinbar geht es noch idyllischer... F\u00fcr solche Bilder steht man gerne fr\u00fch auf.\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-41-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10776\" class=\"wp-caption-text\">Doch, scheinbar geht es noch idyllischer&#8230; F\u00fcr solche Bilder steht man gerne fr\u00fch auf.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ein bis zwei W\u00fcrfe pro Stelle reichten aus. Meist war sowieso nur ein bestimmter Wurfwinkel m\u00f6glich und bei einer solch geringen Gew\u00e4sserbreite, w\u00fcrde der Bait mit 99 %iger Wahrscheinlichkeit fr\u00fcher oder sp\u00e4ter den Weg eines hungrigen Hechtes kreuzen. Ob er\u00a0 letztendlich zupackt, ist ein anderes Blatt Papier.<\/p>\n<p>Der spiegelglatte Altarm machte einen Knick und erlaubte mir sauberes Casten parallel zum Ufer, entlang einiger \u201eBaumskelette\u201c. Ich achtete penibelst darauf, keinen Fr\u00fchtod des Arnauds zu riskieren und kurbelte in Cover-N\u00e4he mit erhobener Rutenspitze und zur\u00fcckhaltendem Tempo ein.<\/p>\n<p>\u201eBOOM!\u201c Ein harter Schlag fuhr durch den Rutengriff und w\u00e4hrend mein K\u00f6rper noch damit besch\u00e4ftigt war, das Adrenalin durch die Venen zu feuern, durchbrach weiter drau\u00dfen ein quirliges B\u00fcndel Fisch die Oberfl\u00e4che. Laute Platscher und hektische Windungen, machten eine sofortige Identifikation des Gegners schwierig, doch der schneewei\u00dfe Bauch brachte schnell Gewissheit: Das war doch nicht etwa&#8230; ein Aal!!!<\/p>\n<p>Ich traute meinen Augen kaum:\u00a0 Unter wolkenlosem Himmel, hatte sich um halb 7 Uhr morgens eine knapp 65 cm lange \u201eSumpfschlange\u201c auf den Illex gest\u00fcrzt, dessen Haken sie mit aller Kraft loszuwerden versuchte. Nach einem kurzen und explosiven Drill, bekam ich sie Schlussendlich gelandet, doch das Ergebnis ihrer Bem\u00fchungen zog sich in Form eines schleimigen Souvenirs entlang des kompletten Stahlvorfachs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10777\" aria-describedby=\"caption-attachment-10777\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-52.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10777\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-52.jpg\" alt=\"Schleimer...\" width=\"1200\" height=\"1600\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-52.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-52-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-52-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-52-382x509.jpg 382w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10777\" class=\"wp-caption-text\">Schleimer&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10778\" aria-describedby=\"caption-attachment-10778\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10778\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61.jpg\" alt=\"Halt still verdammte Schei\u00dfe!\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-61-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10778\" class=\"wp-caption-text\">Halt still verdammte Schei\u00dfe!<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein cooles Erlebnis, das von mir aus aber gerne die Ausnahme bleiben darf. Es gibt sicher spa\u00dfigere Dinge als im nassen Gras ohne Kescher und Lappen einen Aal zu versorgen und halbwegs akzeptabel auf der Speicherkarte zu verewigen. Andere Fische sind da weitaus fotogener. Nach einer gef\u00fchlten halben Stunde Entschleimung wollte ich keine Zeit mehr verlieren und den Wobbler weiter das tun lassen was er am besten kann: Fangen!<\/p>\n<p>Wie ein Buschkrieger \u2013 nur deutlich unbeholfener \u2013\u00a0 bahnte ich mir meinen Weg durch das nippel-hohe Gras, w\u00e4hrend ich versuchte, die liebevollen Willkommensgr\u00fc\u00dfe von Brennnessel, Dornstrauch und Co.\u00a0 an meinen Beinen zu ignorieren. Nat\u00fcrlich hatte ich mich perfekt auf diesen Ausflug vorbereitet und intelligenterweise eine d\u00fcnne Shorts angezogen, deren gr\u00f6\u00dfte Talente darin lagen, sich mit Tauwasser vollzusaugen und einem das Gef\u00fchl zu geben, nackt \u00fcber einen Stacheldrahtzaun zu klettern. Doch keine \u201eDistelbombe\u201c der Welt konnte mir an diesem Morgen die Laune verderben \u2013 zu gut war es bis dahin gelaufen.<\/p>\n<p>Als ich endlich wieder eine zumutbare L\u00fccke gefunden und mich halbwegs stabil am Ufer positioniert hatte, ebnete sich mir eine perfekte \u201eZug-Route\u201c f\u00fcr den Wobbler. Auf dem Weg zur\u00fcck zu seinem Herrchen, w\u00fcrde er mindestens drei versunkene \u00c4ste + einige Meter an \u00fcberh\u00e4ngender Uferb\u00f6schung passieren \u2013 mehr Potential konnte man einem Spot wohl kaum entlocken.<\/p>\n<p>Gesagt, getan: Der Minnow landete wie erhofft in stattlicher Entfernung zur hei\u00dfen Zone, sodass ich ihn unauff\u00e4llig ins Kriegsgebiet einschleusen konnte. Twitch, Twitch \u2013 Pause&#8230; Schnelles Kurbeln, Twitch \u2013 Pause&#8230; Langsames Einholen \u2013 Pause&#8230; Zwei vermutete Strike-Zones wurden unber\u00fchrt passiert,\u00a0 doch als er im Schutz der Uferb\u00f6schung nach einem kr\u00e4ftigen Jerk meinerseits ausbricht, rei\u00dft es mir beinahe die Rute aus der Hand! Zeitgleich bildet sich binnen Bruchteilen von Sekunden ein Schwall an der Oberfl\u00e4che \u2013 Mein Puls rast!<\/p>\n<p>Nach ein paar kr\u00e4ftigen Kopfschl\u00e4gen und Gesangseinlagen der Rollenbremse, gleitet meine Hand unter den Kiemendeckel: YES!!! Ein makellos sch\u00f6ner Altwasser-Hecht hatte sich vom Lauben-Double verf\u00fchren lassen. Mit Anfang 70\u00a0 immer noch kein Riese, aber definitiv einen kleinen Fu\u00dfmarsch zu meinem Kumpel wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10779\" aria-describedby=\"caption-attachment-10779\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-71.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10779\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-71.jpg\" alt=\"Stattliches Schmutter-Krokodil: Der Arnaud macht\u2019s m\u00f6glich\" width=\"1200\" height=\"830\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-71.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-71-326x225.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-71-768x531.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-71-678x469.jpg 678w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10779\" class=\"wp-caption-text\">Stattliches Schmutter-Krokodil: Der Arnaud macht\u2019s m\u00f6glich<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach ein paar schnelle Fotos, entlie\u00df ich ihn am anderen Ende des Altwassers wieder in die Freiheit. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich \u00fcbrigens gerade mal zwei Stunden geangelt \u2013 Drills, Fu\u00dfm\u00e4rsche, Fotosessions und Schleimbeseitigungen inklusive.<\/p>\n<p>Die Frage nach meiner Zufriedenheit in Bezug auf den Wobbler er\u00fcbrigt sich damit. Der Tag war noch jung und so lie\u00df ich meinen Buddy weiter Brassen \u00e4rgern und k\u00e4mpfte mich durchs Gestr\u00fcpp auf der Suche nach dem n\u00e4chsten Hotspot. Als ich einen vielversprechenden Abschnitt ausgemacht und die Munition scharf gestellt hatte, kam was kommen musste: H\u00e4nger&#8230; \u201eFUCK!&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Ich ging methodisch vor, versuchte es erst auf die sanfte und dann auf die harte Tour. Sp\u00e4testens wenn man beim verzweifelten \u201eRei\u00dfen\u201c angelangt ist und kein Nachgeben seitens des K\u00f6der-Killers merkt, hat man verloren. Dem Gef\u00fchl nach war es ein kr\u00e4ftiger Stamm und als ich den Verlauf des umgest\u00fcrzten Baums am Ufer in Gedanken weiterf\u00fchrte, fasste ich mir an die Stirn.<\/p>\n<p>Von \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Euphorie geblendet, hatte ich die potentiellen Gefahren nur aus dem Augenwinkel \u201e\u00fcberflogen\u201c und nicht genau genug analysiert. Vielleicht w\u00e4re der Verlust zu vermeiden gewesen, wenn ich mich in meiner Ungeduld ein wenig gebremst h\u00e4tte und durchdachter vorgegangen w\u00e4r. Sei\u2018s drum, ich blockierte die Spule und \u2026. PENG. W\u00e4hrend die Schnur riss, h\u00f6rte ich in weiter Ferne, den Angel-Engel eine Tr\u00e4ne vergie\u00dfen&#8230;<\/p>\n<p>Schei\u00df drauf, schlie\u00dflich hatte ich noch ein paar \u00e4hnliche \u2013 wenn auch nicht ganz so naturgetreue \u2013 Wobbler im Petto. Doch keiner von ihnen schien so richtig zu passen. Manche waren zu gro\u00df, manche zu bauchig, andere wiederum weder Suspender noch farblich attraktiv. Und so \u00f6ffnete ich verzweifelt alle paar Minuten aufs Neue den Snap, um mich nach einem weiteren Abriss und einer Stunde erfolgloser Angelzeit in Punkto Raubfsich f\u00fcr diesen Tag geschlagen zu geben.<\/p>\n<p>An dieser Stelle, will ich kurz meine Theorien vom Anfang dieser Geschichte wieder aufgreifen. Schwarz\/wei\u00df gedacht k\u00f6nnte man jetzt sagen: Dass ich nichts mehr gefangen habe lag am fehlenden Illex. Vielleicht&#8230; wahrscheinlich&#8230; Nein, sogar ziemlich sicher! Aber ist das wirklich so?<\/p>\n<p>Der K\u00f6der war in meinen Augen optimal auf das Zielgew\u00e4sser abgestimmt, sowohl Optik als auch Lauftiefe und -Verhalten passten perfekt zu den beschriebenen Gegebenheiten. Auch die L\u00e4nge entsprach fast exakt, der dort vorkommenden Laubengr\u00f6\u00dfe. Aber h\u00e4tten sich die Fische nicht auch ein anderes Modell packen k\u00f6nnen? Schlie\u00dflich ist es nochmal ein Riesenunterschied ob ich um 5 oder um halb 8 morgens angeln gehe, vor allem an sonnigen Tagen. Des Weiteren habe ich keinen der darauffolgenden K\u00f6der, l\u00e4nger als 5 Minuten konsequent gefischt, Druck und Ungeduld hatten mich nach dem Verlust des Illex fest in ihrer Hand. Herausfinden werde ich das nie, vermuten kann ich es. Dazu aber mehr im Endfazit, denn der Artikel ist hier noch nicht zu Ende. Und so m\u00f6chte ich einen kleinen Zeitsprung ins Jahr 2016 machen, wo wir mit einem Erlebnis von letzter Woche an meiner bisherigen Story ankn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Nachdem ich den Arnaud damals eingeb\u00fc\u00dft hatte, kam ich irgendwie nie dazu, mir Ersatz zu holen. Grunds\u00e4tzlich brauchte ich K\u00f6der dieser Art und Gr\u00f6\u00dfe zum Beangeln der Raubfische in meinem Hausgew\u00e4sser nicht. Dort servierte ich den Hechten Gummilappen zwischen 15 und 25 cm, dazu volumin\u00f6se Jerk- und Swimbaits wie etwa Zalts, 3D Trouts, Spro BBZ etc. Hauptnahrungsquelle waren Forellen und Junghechte, dementsprechend fiel die Baitsize ein gutes St\u00fcck gr\u00f6\u00dfer aus.<\/p>\n<p>Als ich letztes Jahr zum Studieren nach Mannheim zog, drehte sich der Spie\u00df um: Schnell wurde mir klar, dass XXL K\u00f6der hier am Rhein wenig Erfolg\u00a0 versprachen, in erster Linie weil Zander und Barsch immer mehr in den Fokus r\u00fcckten. So wuchs und gedieh die Sammlung meiner 7-15 cm Shads und die Verwendung kleiner schlanker Hardbaits, wurde zunehmender Bestandteil meiner Strategie.<\/p>\n<p>Vor ein paar Wochen dann die lang ersehnte Wiederkehr: Ein nagelneuer Illex Arnaud 110 f strahlte mich aus dem ge\u00f6ffneten P\u00e4ckchen an. Ich hatte schon ganz vergessen, wie verdammt gut er in Natura eigentlich aussah und dieses Mal \u2013 so hoffte ich \u2013 sollte die Freundschaft eine Weile l\u00e4nger halten, bevor die \u201eh\u00f6lzernen Sensem\u00e4nner\u201c ihre Klauen erneut nach ihm ausstreckten.<\/p>\n<p>Er sollte dort weitermachen, wo er aufgeh\u00f6rt hatte und mir zeigen, dass er es nach all den Jahren immer noch wert war . Die Hunting-Zone: Wieder ein Altwasser, jedoch mit einem \u201ekleinen\u201c Upgrade in Punkto Gew\u00e4ssergr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>Mit gesch\u00e4tzten 7 km L\u00e4nge und 60 \u2013 100 Metern Breite, ist der von mir beangelte Altrhein eine andere Hausnummer. Anfang letzten Jahres, hatte er sich zun\u00e4chst h\u00f6chst undankbar gezeigt und mich einige schmerzhafte Lektionen gelehrt. Erst als ich nach und nach seine \u201eLaunen\u201c richtig zu deuten begann und sich die Informationsfetzen langsam zu einem gro\u00dfen Ganzen zusammenf\u00fcgten, fing er an mich zu belohnen. Von guter Gew\u00e4sserkenntnis kann allerdings noch lang nicht die Rede sein, daf\u00fcr ist der Angelzeitraum zu kurz und die Ertragswellen nennenswerter F\u00e4nge zu unregelm\u00e4\u00dfig. Nichtsdestotrotz, f\u00fchle ich mich in meinem neuen Revier mittlerweile zu Hause, kenne eine Hand voll vielversprechender Stellen und kann teilweise sichere Entscheidungen bez\u00fcglich der K\u00f6derwahl treffen.<\/p>\n<p>Eine geringe Wassertiefe die \u2013 je nach Pegelstand \u2013 zwischen 1,50 und 4 m in der Mitte des Grabens variiert, schlammiger Gew\u00e4sserboden sowie massig Totholz und stellenweise sehr ausgepr\u00e4gte Krautfelder, sind die groben, wissenswerten Features meines Altrheins.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Hechtbestand im Hauptstrom stetig schrumpft bzw. generell eher zu vernachl\u00e4ssigen ist, scheinen die \u00fcberfluteten Wiesen- und Waldabschnitte die Population im Altwasser stabil zu halten. Neben geeigneten Unterst\u00e4nden und Laichpl\u00e4tzen, treiben sich dort viele Wasserv\u00f6gel, Fr\u00f6sche, Brassen, Krebse\u00a0 und Kleinfische herum, was den Entenschn\u00e4beln sicherlich entgegenkommt. Auch Zander scheinen w\u00e4hrend ihrer Fortpflanzungszeit vom reichhaltigen Nahrungsangebot sowie der Gew\u00e4sserbeschaffenheit zu profitieren. Gerade im Fr\u00fchjahr, hat das Stillwasser gegen\u00fcber dem Hauptstrom die Nase vorn. Im Hochsommer dagegen, verziehen sich die gr\u00f6\u00dferen Fische\u00a0 in sauerstoffhaltigere Regionen und die einst vor Leben sprie\u00dfende Oase wird zu einer \u00fcberdimensionierten Pf\u00fctze, in der jetzt Brutfische, Barsche, Aale und vermutlich auch (kleinere) Welse das Sagen haben.<\/p>\n<p>Genug des Exkurses, widmen wir uns wieder dem Wesentlichen. P\u00fcnktlich zum Ende der hessischen Hechtschonzeit (16. April) stand ich am Ufer des besagten Altarms. Der Stand war seit einigen Wochen konstant niedrig bis normal, leichter Regen und Wind versprachen gute Bedingungen. Mein Plan um 6 Uhr am Wasser zu sein, wurde nach dem ersten Weckerklingeln kurzerhand auf 10 Uhr ge\u00e4ndert, was mich dank des \u201eschlechten\u201c Wetters nicht daran hinderte, als erster Angler an dem von mir ausgew\u00e4hlten Uferabschnitt zu stehen. Weiter hinten, an den \u201eKomfort-Spots\u201c, sah ich bereits Schirme in Reih und Glied stehen. Die K\u00fchltruhenritter hatten ihre Hechtposen also schon ausgebracht. Nichts gegen diese Angelmethode oder geregelte Fischentnahme im Allgemeinen, auch ich gebe hin und wieder der \u201eSt\u00f6pselsucht\u201c nach, jedoch waren die belagerten Pl\u00e4tze bekannte Standorte laichender Zander. Wie man wei\u00df, sind tr\u00e4chtige Weibchen oft hungrig und verantwortungsbewusste Zanderpapas gerne bissig, wenn es um den Schutz ihres Nachwuchses geht. Wer sich w\u00e4hrend der Schonzeit, an solchen Stellen bewusst mit K\u00f6derfisch und Schwimmer positioniert und dann darauf plediert, nicht beeinflussen zu k\u00f6nnen, was an den Haken geht, verdient einen sauberen Rutenbruch und Angelscheinentzug. Zum Gl\u00fcck war der von mir gew\u00e4hlte Uferabschnitt mit Abstand am fussmarschfeindlichsten. Zum einen halten Schlamm, \u00c4ste und Steilh\u00e4nge Sonntagsangler fern, zum anderen gibt es dort reichlich Deckung f\u00fcr Esox und Co.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10780\" aria-describedby=\"caption-attachment-10780\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10780\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81.jpg\" alt=\"Hochwasser-Stimmung am Altrhein \u2013 teilweise laden ganze W\u00e4lder zum fischen ein\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-81-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10780\" class=\"wp-caption-text\">Hochwasser-Stimmung am Altrhein \u2013 teilweise laden ganze W\u00e4lder zum fischen ein<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Entgegen euren Erwartungen, begann ich die Session nicht mit dem Illex, sondern einem kleinen Zalt in knalligem Dekor. Das Wasser war durch Wind &amp; Regen gut angetr\u00fcbt und der zugezogene Himmel sorgte f\u00fcr sp\u00e4rliche Lichtverh\u00e4ltnisse. Des Weiteren erhoffte ich mir auf den \u201eJerkmischling\u201c einen gr\u00f6\u00dferen Abnehmer und hatte in der Vergangenheit mit verschiedenen Farbmustern der Suspender-Variante an meinen Hausgew\u00e4ssern gute F\u00e4nge erzielt. Ich w\u00fcrde sogar sagen, dass die meisten Hechte meiner Laufbahn als Spinnfischer, auf das Konto der \u201eschwebenden Schweden\u201c gehen.<\/p>\n<p>Und so begann ich meine geliebte WFT Penzill ihrem fr\u00fchzeitigen Ableben St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck n\u00e4her zu bringen. Einigerma\u00dfen vielversprechend anbieten l\u00e4sst sich der Zalt damit, f\u00f6rderlich f\u00fcr Rute &amp; Rolle ist diese Pr\u00e4sentation allerdings nicht. Sehnlichst fiebere ich dem Tag entgegen, wenn Jerkrute und Baitcaster endlich einen festen Platz in meinem Rutenhalter einnehmen, aber das Studentenleben hat nun mal auch seine Schattenseiten&#8230;<\/p>\n<p>Viel Unrat in Form von \u00c4sten und Bl\u00e4ttern machte das Fischen zur Tortur, gerade im hei\u00dfen Uferbereich, blieb bei so gut wie jedem Wurf irgendeine Schei\u00dfe am Drilling h\u00e4ngen. Nach etwa 30 Minuten montierte ich einen Gummi am leichten Bleikopf, den ich im Mittelwasser (sofern man es bei 0,5 &#8211; 3 Metern Tiefe \u00fcberhaupt als solches bezeichnen kann) anbot. Die Schwierigkeit den Altarm systematisch zu befischen liegt darin, sowohl weiter drau\u00dfen als auch in Ufern\u00e4he die richtige Lauftiefe zu w\u00e4hlen. W\u00e4hrend es sich in der Mitte empfiehlt den K\u00f6der ca. 1,5 Meter unter der Oberfl\u00e4che laufen zu lassen, sollte der selbe Bait dazu in der Lage sein, beim gleichen Run, das 30 \u2013 50 cm Tiefe Flachwasser abzusuchen, ohne dabei st\u00e4ndig vom Grund abstehende Zweige und Bl\u00e4tter einzusammeln. Mit einem unterbleiten Shad am Einzelhaken geht das halbwegs gut, kostet aber mehr Zeit und ist \u2013 sofern (Seiten)wind vorhanden \u2013 furchtbar nervig.<\/p>\n<p>Und so verschwand auch der Tellerschwanz in meiner Baitbox, um dem eigentlichen Star des Tages zu weichen: Der zweite Auftritt f\u00fcr den Arnaud!<\/p>\n<p>Durch seine leichte Transparenz und die Eigenschaft, bei entsprechenden Twitches stark auszubrechen und zu flanken, eignet er sich trotz relativ gedeckter Farben durchaus f\u00fcr tr\u00fcbere Verh\u00e4ltnisse. Verbaute Wurf- und Ger\u00e4uschkugeln sowie eine ausgepr\u00e4gte Rolling-Action, machen ihn selbst bei monotonem und langsamem Einholen zu einer Allround-Waffe. Gerade bei Hechten habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein gro\u00dfer \u201eTaumelradius\u201c von Vorteil ist. Weitl\u00e4ufige Bewegungen und markante Richtungswechsel, locken tr\u00e4ge Entenschn\u00e4bel dort aus der Reserve wo mit \u201ezittrigen\u201c Baits nicht viel zu holen ist. Das erkl\u00e4rt auch die F\u00e4ngigkeit von Jerkbaits.<\/p>\n<p>Beim ersten Wurf merkte ich, dass die K\u00f6dergr\u00f6\u00dfe perfekt mit den Wurfeigenschaften meiner Penzill harmonierte. Der 18 g schwere Wobbler, lie\u00df sich trotz mager bef\u00fcllter Spule und gelegentlichen Windb\u00f6hen ordentlich rauspfeffern und ebenso gef\u00fchlvoll und kontrolliert f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das erste Mal an diesem Tag hatte ich das Gef\u00fchl, \u201erichtig\u201c zu fischen und kurz bevor ich ihn nach dem zweiten Lauf aus dem Wasser heben wollte, wurde meine Vermutung mehr als best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Ein ordentlicher Hechtbrocken (80 +) hatte sich in 20 cm tiefem Wasser vor meinen F\u00fc\u00dfen auf den Bait gest\u00fcrzt, so schnell und brachial dass ich nicht genug Zeit hatte den losen Schnurbogen zu straffen. Ich hatte nicht mehr mit einem Biss gerechnet und den gro\u00dfen Fehler begangen, den K\u00f6der einige Male anzujerken ohne nachzukurbeln. Ein halber Herzstillstand und zwei Sekunden \u201eDrill\u201c, die mit einem 1:0 f\u00fcr den Fisch endeten, waren der Preis, den ich f\u00fcr meine Unachtsamkeit zahlen musste. Trotz der augenscheinlichen Brutalit\u00e4t seiner Attacke, hatte der Hecht im letzten Milli-Sekundenbruchteil des Angriffs einen absolut kontrollierten Biss ausgef\u00fchrt, gerade so, dass es zum Festhalten der Beute gereicht h\u00e4tte und vorsichtig genug, um einer m\u00f6glichen Gefahr aus dem Weg zu gehen. Ob dieses Verhalten zu 100 % beabsichtigt war, ist vermutlich Ansichtssache. Ich pers\u00f6nlich denke, dass er genau wusste, was er tat.<\/p>\n<p>Ich war w\u00fctend und gl\u00fccklich zugleich. W\u00fctend auf mein Versagen, gl\u00fccklich \u00fcber das ph\u00e4nomenale Comeback des Wobblers. Eine Stunde mit zwei anderen K\u00f6dern gefischt: Kein Biss.<\/p>\n<p>Zweiter Wurf Arnaud: Jackpot! Die Geschichte ging also dort weiter wo sie aufgeh\u00f6rt hatte. Und genau hier kommt wieder die Frage auf: War es wirklich NUR der K\u00f6derwechsel?? Diesen Fleck hatte ich vorher weder mit Zalt noch mit Gummi abgesucht, er war also noch unverbraucht. H\u00e4tte er einen der beiden anderen Lures attackiert?? War die Fressphase der Fische an diesem Tag, auf Grund des Wetters vlt. auf den fr\u00fcher Mittag verschoben oder waren auf den vorherigen Ufermetern einfach keine R\u00e4uber in der N\u00e4he gewesen?? \u2013\u00a0Keine Ahnung, aber man h\u00e4tte mir schon drohen m\u00fcssen die H\u00e4nde abzuhacken, w\u00fcrde man mich dazu zwingen wollen den K\u00f6der jetzt zu wechseln.<\/p>\n<p>Hochmotiviert machte ich den n\u00e4chsten Wurf entlang des Ufers zu meiner Linken und twitchte im z\u00fcgigen Tempo entlang der morschen Holzpfosten, wo das Wasser ebenfalls nicht tiefer als 50 cm zu sein schien. Gelegentliche Pausen sollten die R\u00e4uber neugierig machen und darauf folgende, gleichm\u00e4\u00dfige Kurbelumdrehungen ein zielsicheres Zupacken erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>\u201eBAM!!!\u201c \u2013 Genau das gleiche Spiel! Auf halber Strecke, klatschte der n\u00e4chste Flachwasser-Esox auf die vermeintliche Beute, aber diesmal lief alles glatt! Nach ordentlicher Gegenwehr, umschlossen die Gummimaschen den ersten Fang des Tages, der allerdings ein gutes St\u00fcck kleiner als sein Vorg\u00e4nger war. F\u00fcr seine knapp 60 cm hatte er respektabel gek\u00e4mpft und etwas beherzter zugepackt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10781\" aria-describedby=\"caption-attachment-10781\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-91.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10781\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-91.jpg\" alt=\"Die Erfolgsstr\u00e4hne geht weiter.\" width=\"1200\" height=\"849\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-91.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-91-326x231.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-91-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-91-678x480.jpg 678w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10781\" class=\"wp-caption-text\">Die Erfolgsstr\u00e4hne geht weiter.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider ist die Selbstausl\u00f6serfunktion meiner Digicam sehr bescheiden und sauberes Anfokussieren gelingt trotz einiger Versuche und Stillhalten fast nie. Komischerweise bin ich immer sch\u00e4rfer als der Fisch, falls einer von euch das gleiche Modell hat <strong>(Nikon Coolpix AW110 ; Outdoor-Cam)<\/strong> und eine L\u00f6sung daf\u00fcr wei\u00df, w\u00e4re ich f\u00fcr Tipps sehr dankbar! Da ich Ausfl\u00fcge mit der Spinnrute oft gerne alleine unternehme und man als Folge konzentrierteren Fischens dabei nicht selten die besten F\u00e4nge erzielt, sind\u00a0 Passanten (die in 80 % der F\u00e4lle ihren Finger nicht von der Linse kriegen und so tun als g\u00e4be es keine Horizontlinie) oder die mit gro\u00dfem Aufwand (und f\u00fcr den Fisch mit Stress) verbundene Selbstausl\u00f6serfunktion mit schlechter Quali keine brauchbaren Dauerl\u00f6sungen f\u00fcr dieses Problem. Und bevor ich mir eine neue Cam rauslasse, m\u00fcssen erstmal eine anst\u00e4ndige Buhnenrute sowie Baitcasterkombo her&#8230;<\/p>\n<p>Pike released, Vorfach gecheckt, weiter geht\u2019s!\u00a0 St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck arbeitete ich mich das Waldufer entlang, jederzeit auf einen Strike gefasst. Nachdem ich immer zuerst den Nahbereich absuchte, feuerte ich f\u00e4cherf\u00f6rmig Richtung Gew\u00e4ssermitte, auf Grund der geringen Tiefe war diese als Standplatz nicht auszuschlie\u00dfen. Trotzdem fiel es mir nach den zwei Bissen schwer, konsequent das komplette Areal abzufischen, zu hoch war die Wahrscheinlichkeit den n\u00e4chsten Hecht am Ufer anzutreffen.<\/p>\n<p>Etwa 10 Minuten sp\u00e4ter, kam ich an eine kleine, markante Landzunge, die ich von der Seite aus gro\u00dfz\u00fcgig \u00fcberwarf, um den K\u00f6der m\u00f6glichst nah entlang der steinigen Kante einzukurbeln. Ich wusste, dass sich der Vorsprung auch unter Wasser noch einige Meter fortsetzt und fiese Stein-H\u00e4nger f\u00fcr unvorsichtige Angler bereit h\u00e4lt. Mit erhobener Rutenspitze lotste ich den Illex\u00a0 durch den Mini-Canyon, als der Stecken sich mit einem Schlag erneut bog! Meine Bef\u00fcrchtung, es k\u00f6nne sich um einen der besagten Felsbrocken handeln, wich nach ein paar kr\u00e4ftigen Kopfschl\u00e4gen einer angenehmen Mischung aus Gl\u00fccksgef\u00fchlen und Adrenalin.<\/p>\n<p>Das Tier k\u00e4mpfte ordentlich, wenn auch etwas untypisch und tats\u00e4chlich: Gold-schimmernde Flanken und bedrohlich aufgestellte Spikes k\u00fcndigten ein respektables Glasauge an! Makellos und wohlgen\u00e4hrt, brachte das auff\u00e4llig hochr\u00fcckige Exemplar sicher um die 3 \u2013 3,5 Kilo auf die Waage und das bei gerade Mal 60-65 cm! Da Zander bekanntlich weniger tolerant gegen\u00fcber Landaufenthalten sind und sich momentan um den Nachwuchs k\u00fcmmern, hielt ich die\u00a0 Foto-Prozedur m\u00f6glichst kurz und verzichtete auf ohnehin entt\u00e4uschende Selbstausl\u00f6serversuche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10782\" aria-describedby=\"caption-attachment-10782\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10782\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10.jpg\" alt=\"\u2026.und weiter...\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-10-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10782\" class=\"wp-caption-text\">\u2026.und weiter&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_10783\" aria-describedby=\"caption-attachment-10783\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-111.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10783\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-111.jpg\" alt=\"...\" width=\"1200\" height=\"1600\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-111.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-111-184x245.jpg 184w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-111-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-111-382x509.jpg 382w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10783\" class=\"wp-caption-text\">&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10784\" aria-describedby=\"caption-attachment-10784\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10784\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12.jpg\" alt=\" Hoch die Flossen!\" width=\"1200\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-12-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10784\" class=\"wp-caption-text\"><br \/>Hoch die Flossen!<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem der Fisch wieder in seinem Element war, legte ich den Rucksack ab, drehte mir meine wohlverdiente Zigarette und lie\u00df das Geschehene Revue passieren. Was zur H\u00f6lle war denn in der letzten Stunde alles passiert?!! Den fr\u00fchen Mai-Morgen im Jahr 2014 mitgerechnet, hatte ich dieses Gottesgeschenk von Wobbler insgesamt vielleicht drei bis vier Stunden gefischt&#8230;Beide Male an Gew\u00e4ssern die ich zwar kannte, aber nicht \u201ebeherrschte\u201c. Das Ergebnis waren 7 Bisse wovon ich 6 verwerten konnte, einen heimt\u00fcckischen Zupfer (zwischen dem 60er Hecht und dem Zander) weiter drau\u00dfen nicht mitgerechnet. Aal, Zander, Hecht&#8230;Alle waren dem Charme des Illex erlegen.<\/p>\n<p>Nachdem ich 20 Minuten sp\u00e4ter ohne weiteren Fischkontakt mit dem Ufer fertig war und der Wind am sp\u00e4ten Mittag kr\u00e4ftiger wurde, beschloss ich mich mit der Ausbeute zufrieden zu geben und fuhr Nachhause. Doch nach einer deftigen Mahlzeit und paar Stunden vor dem PC, juckten mir wieder die Finger. \u201eSolche Tage muss man ausnutzen\u201c \u2013 \u201eKomm schon, der erste Tag seit Ende der Schonzeit\u201c, sagte mir das Teufelchen auf der Schulter, das statt einem Dreizack eine Spinnrute in der Hand hielt. Ich rief meinen Kollegen Ruben an (der Bassbericht: Ihr erinnert euch) und verabredete mich zum fr\u00fchen Abend hin mit ihm am Wasser.<\/p>\n<p>Wir trafen uns an einer anderen Stelle, (dort wo morgens die Sonntagsangler am Werk waren) an der es zwar weniger Versteckpl\u00e4tze, daf\u00fcr aber ordentliche Tiefenunterschiede in einiger Entfernung zum Ufer gab. Durch eine Verengung, wird hier das Altwasser sozusagen in zwei H\u00e4lften geteilt und beg\u00fcnstigt durch den Regen sowie dem daraus resultierenden, leicht steigenden Wasserpegel, hatte sich im Laufe des Tages eine Art Str\u00f6mungsrinne gebildet. Leider war genau dieser Spot besetzt. Vater und Sohn hatten es mit Wurm an Pose und Grundrute auf Friedfisch abgesehen. Wirklich in oder entlang der Rinne wollte ich es aber sowieso vermeiden zu fischen, mit hoher Wahrscheinlichkeit w\u00e4ren Zander die ersten Abnehmer gewesen. So latschte ich ein paar Meter weiter und feuerte den Bait meines Vertrauens in den Bereich wo das Wasser zum Stehen kam. Auch diesmal zupfte ich den Wobbler relativ z\u00fcgig, zum einen um die die Chance auf Zander etwas zu senken, zum anderen weil es einer dieser Tage zu sein schien, an dem die R\u00e4uber aktiv waren. Zweiter Wurf \u2013 ich bin gerade dabei, Ruben \u00fcber die F\u00e4ngigkeit meiner \u201eNeu\u201canschaffung aufzukl\u00e4ren \u2013 als pl\u00f6tzlich ein kr\u00e4ftiger Ruck durch die Rute f\u00e4hrt. \u201eJAP! HAB EINEN!\u201c Hektische Kopfschl\u00e4ge und schnelle, recht kr\u00e4ftige Richtungswechsel, die meine Spule ein paar Mal zum Summen bringen, lassen zwar auf keinen Riesen, aber durchaus auf einen vorzeigbaren Fisch hoffen.<\/p>\n<p>Vorzeigbar ist gut: Als der Gegner das erste Mal seine Identit\u00e4t Preis gibt, rutscht mir das Herz in die Hose: \u201eALTER, EIN BARSCH!!!\u201c\u00a0 Noch nie hatte ich live, so dicke schwarze Streifen auf einer so volumin\u00f6sen Flanke gesehen! Die aufgestellte R\u00fcckenflosse musste an die 10 cm hoch sein. Mit zittrigen Knien strandete ich das Tier und konnte mein Gl\u00fcck kaum fassen. \u201eDer hat \u00fcber 40!\u201c. V\u00f6llig fassungslos starrte ich den gr\u00fcnen Moppel an, Ruben rannte meinen Rucksack holen wo Kamera und Ma\u00dfband verstaut waren. Ich legte Zeigefinger und Daumen um die Unterlippe der gigantischen Fressluke, st\u00fctzte das gesch\u00e4tzt 1,5 \u2013 2kg schwere Tier am Bauch und begann Ruben fast schon diktatorische Knips-Anweisungen zu geben. \u201eHintergrund gerade! Nichts abschneiden! Ist das Bild scharf?\u201c &#8211; \u201eDie sind irgendwie \u00fcberbelichtet\u201c &#8211; \u201eDann mach den Blitz aus!\u201c. Zum Gl\u00fcck hatten wir die Fotos mit Blitz&#8230;Auch wenn sie nicht die gew\u00fcnschte Sch\u00e4rfe und Belichtung erreicht hatten, waren sie nach kleinen Bearbeitungen in PS vorzeigbar. Die Pics ohne Blitz waren ausnahmslos verschwommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10785\" aria-describedby=\"caption-attachment-10785\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-10785\" src=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13.jpg\" alt=\"Kapitaler Punk \u2013 Ohne Worte!\" width=\"1200\" height=\"903\" srcset=\"https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13.jpg 1200w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13-768x578.jpg 768w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13-676x509.jpg 676w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13-678x509.jpg 678w, https:\/\/www.barsch-alarm.de\/news\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Bild-13-80x60.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10785\" class=\"wp-caption-text\">Kapitaler Punk \u2013 Ohne Worte!<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dem ganzen Stress, hatte ich Trottel selber aber den Fehler gemacht und die Schlammpartikel nicht von der Flanke gepfl\u00fcckt. Das mag f\u00fcr manche von euch sehr kleinlich klingen, aber sch\u00f6ne Bilder gewinnen f\u00fcr mich von Jahr zu Jahr an Stellenwert. Es geht in erster Linie nicht darum, einen Beweis f\u00fcr den Fang zu haben, sondern den Angelprozess zu \u201evervollst\u00e4ndigen\u201c\u00a0 und ein kleines Kunstwerk zu schaffen. Auch den Fisch ein St\u00fcck weit zu \u201eehren\u201c und unvergesslich zu machen. F\u00fcr manche Angler absoluter Nonsens, f\u00fcr andere wiederum ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Hobbys. Werfen, fangen, fotografieren, Freiheit schenken\u00a0 \u2013 irgendwie sind f\u00fcr mich das die vier Elemente der Fischerei. Und das liegt nicht in der Tatsache begr\u00fcndet, dass ich ein \u201eNeuzeit-Kiddie\u201c bin. Schon als kleiner Junge war mir ein Fisch lebend mehr wert als in der Pfanne. Ironischerweise, obwohl ich bei meinem Opa in Russland das erste Mal eine Angel in der Hand hielt. Er wollte, dass ich die Barsche mitnehme, ich wollte sie fotografieren und schwimmen lassen. Damals war ich 7 Jahre alt. So viel zu manchen Vorurteilen :)&#8230;<\/p>\n<p>Ich legte das Ma\u00dfband an den Fisch: \u201e 42&#8230;43&#8230;44&#8230;45&#8230;46&#8230;46,5cm!!!\u201c\u00a0 Von meinem alten PB mit \u201el\u00e4ppischen\u201c 39 ein gewaltiger Sprung. \u201eICH PACKS NICHT\u201c. Die Freude \u00fcbertraf wohl schon fast mein Schwarzbarscherlebnis vom Vormonat. Ich meine, das war ein Fisch, wie ihn andere Jahre lang gezielt in deutschen Gew\u00e4sser zu fangen versuchen, oft ohne Erfolg. Das Tier musste so alt sein wie ich&#8230; Wenn man sich das vor Augen h\u00e4lt, ist es mir absolut schleierhaft, wie man so ein Gesch\u00f6pf totkn\u00fcppeln kann. W\u00fcrde mein \u00dcberleben davon abh\u00e4ngen JA, f\u00fcr ein \u201enettes Abendessen\u201c st\u00fcnde das nicht zur Debatte. Ich hielt ihn eine Weile in aufrechter Position \u2013 die Kiemen mit Wasser versorgt \u2013 und als er wieder zu Kr\u00e4ften kam, lie\u00df ich los&#8230; \u201cCiao&#8230;Danke!\u201c.<\/p>\n<p>\u201eAlter was geht bei dir?!\u201c fragte Ruben. \u201eKeine Ahnung, frag den da&#8230;\u201c sagte ich und zeigte auf den Wobbler. Der Barsch war nichts weiter als ein gl\u00fccklicher Zufall. Ich hatte es nicht gezielt auf ihn abgesehen und generell sind in diesem Altrhein viel weniger Gro\u00dfbarsche anzutreffen als im Hauptstrom. Noch nie hatte ich dort jemanden einen fangen sehen und diejenigen, die ich im Sommer auf Mini-K\u00f6der erbeuten konnte, hatten die 20 cm nur selten \u00fcberschritten. Ich w\u00fcrde fast wagen zu behaupten, dass man Tiere dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung im Altrhein an einer Hand abz\u00e4hlen kann. Aber genau das ist Angeln. Wenn Pl\u00e4ne und Strategien aufgehen ist es geil, wenn man aber in den gelegentlichen Genuss des Gl\u00fccks kommt, kann es sogar noch geiler sein&#8230;<\/p>\n<p>Und wo wir jetzt schon beim Thema Ungewissheit sind: War es nun das alleinige Werk des Illex?<\/p>\n<p>Nach einer solchen Wahnsinnsshow f\u00e4llt es mir schwer, \u201eNein\u201c zu sagen und doch muss ich es irgendwie tun. Wie bereits am Anfang dieser Geschichte erw\u00e4hnt, kann man keinen direkten Vergleich zu Alternativ-K\u00f6dern ziehen. Die Zeit ist rum, die Fische sind gefangen. Sich mit \u201eWas w\u00e4re wenn&#8230;\u201c aufzuhalten macht keinen Sinn. Tatsache ist: In DIESEM Fall haben sie auf den einen Wobbler gebissen, ob es \u00e4hnliche Situationen geben wird steht in den Sternen. Im Endeffekt ist Fangerfolg ein Zusammenspiel vieler Faktoren: Timing, Ort, K\u00f6derwahl, K\u00f6derf\u00fchrung und nat\u00fcrlich&#8230; Gl\u00fcck! Es gibt nicht DEN ultimativen Bait, auch wenn der Arnaud in diesem Fall die komplette R\u00e4uberpalette (Wels &amp; Rapfen folgen hoffentlich noch) \u00fcberzeugt hat, ist er keine \u201eeierlegende, Wollmilchsau\u201c. Mit Sicherheit gibt es unz\u00e4hlige Modelle anderer namhafter Firmen die mindestens das Gleiche auf dem Kasten haben und f\u00fcr EURE ganz pers\u00f6nliche Highlights sorgen. Was lernen wir daraus? Vertraut eurem Bauch! Wenn euch ein K\u00f6der gef\u00e4llt, sei es aus rationalen oder emotionalen Gr\u00fcnden, holt ihn euch und fischt damit bis er f\u00e4ngt! Das Prinzip \u201eDu musst nur fest daran glauben&#8230;\u201c trifft hier voll zu. Beachtet ihr bei eurer Auswahl wichtige Parameter wie K\u00f6derfischvorkommen, Gew\u00e4ssereigenschaften und Laufverhalten, kreieren Diese \u2013 in Kombination mit dem \u201erichtigen\u201c Bauchgef\u00fchl \u2013 das was dem Begriff \u201eperfekter Bait\u201c sehr nahe kommt! Ich denke es warten noch weitere \u201egro\u00dfe Lieben\u201c auf mich. Denn um sich allein einem Produkt zu verschreiben, gibt es zu viele \u201ehei\u00dfe Gestelle\u201c auf dem Markt.<\/p>\n<p>Mein Versprechen bez\u00fcglich der Textl\u00e4nge konnte ich leider nicht einhalten, um ein paar Bilder mehr habe ich mich bem\u00fcht. Ich hoffe ihr hattet Spa\u00df am Lesen und konntet was mitnehmen. Ich w\u00fcnsche euch viel Erfolg in eurer \u201eBeziehung\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tl, Rick<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunstk\u00f6der stellen wohl eine der vielseitigsten Angelsparten \u00fcberhaupt dar. Fakten, Mythen und Halbweisheiten machen sie vermutlich zum umstrittensten Zweig der Tackle-Industrie. Sind sie ihr Geld wert? Welche davon brauche ich wirklich, welche sind nur das Ergebnis ausgekl\u00fcgelter Marketingstrategien und welche dienen mehr dem Stillen des Sammlerdursts als dem tats\u00e4chlichen Fischfang? 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