Geoff Anderson – Angel-Klamotten für Schietwetter-Aktivisten

Moin Leute, nachdem wir, das Team BalticFishing, einen Sponsor für unsere Wintergarderobe gewinnen konnten, haben wir den Chef hier gefragt, ob wir für die Startseite hier nicht mal einen kleinen Bericht schreiben dürften. Wir durften… Bevor hier große Missverständnisse aufkommen – Ja, Geoff Anderson ist unser neuer Sponsor und ja, die freuen sich, wenn wir für sie ein bisschen die Werbetrommel rühren. Aber… Wir haben uns die Marke ganz zielgerichtet als Sponsor ausgesucht, weil wir wirklich viel Positives über die Klamotten aus Kopenhagen gelesen und gehört haben. Außerdem sind wir nahezu jeden Tag und damit auch beim größten „Schietwetter“ auf dem Wasser. Im Winter gondeln wir außerdem noch zum Lachs-Trolling über die Ostsee. Eins A Voraussetzungen also, um die Tauglichkeit so mancher Outdoorklamotte beurteilen zu können.

Wir opfern uns quasi für Euch auf, damit ihr dann hinterher nicht mit der falschen Klamotte auf dem Boot steht (Naja, ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht). Weihnachten steht eh vor der Tür und wer bislang auch immer so furchtbar gefroren hat, gerade bei Wind und Regen, sollte spätestens jetzt die Lauscher aufstellen.

Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben nun seit ’ner Weile die Kombination aus Hose (Urus4) und Jacke (Dozer4) im Einsatz und sind bislang wirklich ziemlich beeindruckt von dem was uns die dänische Klamottenschmiede da geschickt hat.

Sowohl Jacke, als auch Hose sind aus einem Material, dass sich The System Fabric nennt hergestellt. Nach angaben von Geoff Anderson hält das Zeug einer Wassersäule von 3.500 mm Stand (ein kräftiger Regenguss wartet im Vergleich dazu mit ungefähr 1.000 mm Wassersäule auf).

Sie ist wasser- und winddicht, sowie atmungsaktiv und Innen mit Fleece- und Netzfutter versehen. Die Weite lässt sich durch einen innenliegenden Gummizug verstellen. Auch die Kapuze lässt sich vielfältig verstellen und sich zudem bei schwerem Wind oder Regen weitgehend „dichtmachen“. Klettbündchen an den Ärmeln und innenliegende Ärmel mit Daumenschlitz, die als Pulswärmer fungieren können, runden das Programm ab.

Die Jacke ist übrigens ein absolutes Taschenwunder. Insgesamt neun Taschen finden sich an der Dozer4. Genug um alles Nötige oder auch Unnötige zu verstauen. Eine Innentasche für wirklich wichtiges, eine Napoleontasche die unter der Knopfleiste liegt, auf die jedoch zugegriffen werden kann, ohne den Reißverschluss zu öffnen. Hinzu kommen sechs (In Worten: S E C H S) weitere Fronttaschen und eine geräumige Rückentasche. „Wo hab ich noch gleich meine Zigaretten eingesteckt?“. Ob die vielen Taschen nun tatsächlich notwendig sind, lassen wir jedoch mal dahingestellt – schaden tun sie jedenfalls nicht. Hose und Jacken haben übrigens nach Inbetriebnhme bereits die eine oder andere ordentliche Ladung Wasser abbekommen und sich bislang mehr als gut geschlagen.

Apropos Hose, die verfügt sowohl über Gürtelschlaufen, als auch über abnehmbare Hosenträger, ist am Gesäß- und Kniebereich verstärkt und verfügt an den Seiten über mit wasserdichten Reißverschlüssen versehene Hosentaschen. Auf Kniehöhe finden sich zwei weitere Taschen (Noch mehr Platz für Zigaretten, Handys, Bernsteinzimmer, Raubkunst, Nazigold etc.!). Der Beinabschluss lässt sich in der Weite verstellen und bietet einen zusätzlichen Klippverschluss zum Fixieren. Die Hose bietet ausreichend Bewegungsspielraum und lässt sich auf dem Boot den ganzen Tag perfekt tragen.

Fazit: Auch wenn es natürlich Teil des Agreements ist, ein bisschen die Werbetrommel zu rühren, in diesem Fall machen wir es wirklich gerne, denn das Zeug taugt wirklich was. Allerdings – das muss man ganz klar sagen – hält die Klamotte ohne das Richtige Unterzeug im Winter nicht warm. Das Material bildet lediglich die äußere Schicht, die einen gegen Wind und Wetter abschirmt. Alles weitere muss dann in Form von Fleece oder Merinowolle daruntergezogen werden.

Euer

Lars aka Sebco vom Team BalticFishing

7 Kommentare

  1. Ich besitze Thermounterwäsche(Evaporator) von GA und möchte sie nicht mehr missen. Absolute Empfehlung!

    MfG Matthias

  2. Ich habe seit Jahresanfang die Urus 3 Hose und Dozer 3 Jacke im Einsatz, ein Freund hat diese Kombination bereits seit Jahren und somit gibt es auch Langzeiterfahrungen. Diese Teile sind robust, sehr durchdacht und angenehm zu tragen. Die Hose ist ohne ‚Unterbau‘ von gemäßigten Temperaturen bis zu tiefen Temperaturen bei entsprechender Schichtbekleidung darunter geeignet. Bei sehr warmen Temperaturen schwitzt man, wie bei jeder wasser- und winddichten Bekleidung unvermeidbar. Für die Jacke gilt im Prinzip das selbe, wobei diese ja auch offen getragen werden kann und mir dieses Jahr auch bei Ausfahrten im Ebrodelta im (kühlen) Juni als Wetter- und Spritzwasserschutz diente.
    Die Fleece- und Merino-Unterwäsche von GA ist übrigens ebenso toll verarbeitet und angenehm zu tragen.

    Der Generalvertreter für Deutschland und Österreich sagte zu mir: Unsere beste Werbung sind die professionellen Guides, welche diese Bekleidung im ständigen Einsatz haben.

    Aus fremder Erfahrung ein Tipp: möglichst selten und nur mit Spezialwaschmittel gemäß Anleitung waschen, sonst leidet das Laminat und damit die Dichtigkeit der Bekleidung.

  3. [QUOTE]Wir opfern uns quasi für Euch auf, damit ihr dann hinterher nicht mit der falschen Klamotte auf dem Boot steht [/QUOTE]

    Hoffentlich tritt das niemals ein, denn es sind definitiv für den Winter auf dem Boot die falschen Klamotten:

    Wer im Winter vom Boot aus angelt, auch in Ufernähe, gehört in einen einteiligen Flotationanzug. Der hält nicht nur warm, sondern sorgt in erster Linie dafür dass man keinen Kälteschock bekommt, wenn man sicher unbeabsichtigt ins Wasser fällt. Das man mit einem Floatationsanzug an der Oberfläche bleibt, ist im Gegensatz zu noch so „warmen“ Winterklamotten, ein weiterer Vorteil.
    Zur Bootsangelei gehört im Winter nun mal eben nicht ein Anzug der sich voll Wasser saugen kann, mit dem man so aufgrund des Gewichts weder aus eigener Kraft, noch mit Hilfe eines Kumpels wieder ins Boot kommt. Von Oktober bis April ist auf einem Boot die Lebensversicherung ein guter, geprüfter Floatationsanzug.

    Sicher will ich das Proukt nicht madig machen. Doch ein Thermo,- oder noch so guter Wärmeanzug, ist im Winter auf dem Boot purer Leichtsinn.

    Im 1-3C° kalten Wasser (üblich von Dez. – März) ist die Überlebenszeit: Wassertemperatur x 3 Minuten 💡

  4. Wo er recht hat, hat er recht!

    Bei schlechterem Wetter und Kälte hatte ich meinen Floater Overall darüber an. So ein Overall kostet nicht die Welt und sollte eigentlich Pflicht für jeden sein, der bei tiefen Wassertemperaturen mit dem Boot raus fährt.

  5. Hab mir auch schon mehrfach überlegt diese Kombination zuzulegen, die GA Klamotten sind bestimmt robust und funktionell, jedoch ist für mich die Wassersäule zu gering. Könnte man für den Preis erwarten. Im Outdoor Bereich gibt es Kleidung die ein mehrfaches der Wassersäule aushalten und auch robust sind. Die angegebene Wassersäule wird durch das gelegentlich waschen eh weniger.Und ob ich die Taschen alle brauche ist fraglich. Im Boot nur ein [LEFT]Flotationanzug wie schon geschrieben und möglichst noch eine Schwimmweste drüber.[/LEFT]

  6. Dann kauf dir die Urus 3 und Dozer 3 – die waren mit 10.000 Wassersäule angegeben … an den Nähten 🙂

    Zahlen sind Schall und Rauch – dicht muss das Zeug sein, und das ist es!

  7. [QUOTE]Von Oktober bis April ist auf einem Boot die Lebensversicherung ein guter, geprüfter Floatationsanzug. [/QUOTE]

    Genau so ist es, ohne wenn und aber.
    Bertus hat vor einigen Jahren einen Freund verloren, weil der mit „Thermo“ Winterklamotten ins Wasser fiel. Er konnte ihn nicht ins Boot ziehen, der Freund unterkühlte und starb kurz darauf – AN LAND!

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