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Zander in Fließgewässern

Dieses Thema im Forum "Zander" wurde erstellt von DozeydragoN, 2. Juni 2004.

  1. DozeydragoN

    DozeydragoN Finesse-Fux Moderator im Ruhestand

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    Moin,

    seit einiger Zeit hab ich das Gefühl, daß die Zander in Fließgewässern bei weitem mehr unterwegs sind, als ich bisher angenommen habe. Klar gibt es immer wieder Zeiten, wo sie sich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten (unseren Hotspots) aufhalten. Zum Beispiel im Frühjahr, wenn sie "feststehen" um die Nester zu verteidigen oder im Spätherbst und Winter an den klasseichen Einständen für diese Jahreszeit. Gerade aber, wenn im Frühsommer die Nestwache abgeschlossen ist, scheint es mir, als ziehen sie wie Vagabunden umher. Heute hier, morgen dort, immer auf Tour. Nicht wirklich regelmäßig an bestimmten Stellen fassbar? Vielleicht ist dies ja ein Grund, warum die Sommermonate, sprich: Juli, August und (ein warmer) September nicht zu den Topmonaten des Zanderfangs gehören. Zum Herbst/ Winter hin lassen sich wieder besser markante Stellen anlaufen und die Bisse erfolgen auch wieder regelmäßiger.

    Zu meinem Problem: Mir scheint die Lokalisation der Zander im Sommer recht schwierig. Wenn die Vermutung stimmt, das sie "vagabundieren", würde mich mal interessieren WIE? Haben sie ein bestimmtes Areal, in dem sie regelmäßig patroulieren? Vielleicht kommen vermeindliche, recht eng gemessene, tägliche Beißzeiten an einem bestimmten Platz (z.B. nur von 19:00-19:45) daher, das sich die Fische auch nur dann dort aufhalten! Vielleicht sollte man es eine Stunde später mal 500 Meter weiter stromauf, bzw. stromab versuchen? Diese Problematik mal abgesehen von anderen Einflüssen wie dem Wetter und tageszeitlichen Beißzeiten! Fragen über Fragen die sich mir zur Zeit aufwerfen ... *ggg*

    Hat von Euch jemand mal in diese Richtung seine Fänge analysiert? Bzw. was denkt Ihr zu dieser "Problematik"?

    Gruß, DD
     
  2. Tinsen

    Tinsen Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    hi jan,

    also ich hab das problem hab ich auch immer, dass ich am wasser bin, aber freund zander "unterwegs" ist.

    wenn auf den "hotspots" nichts los ist, dann hilft wohl nur probieren.

    ich glaube nicht, dass es möglich ist rauszubekommen, wann und wo der zander "umherschwimmt".

    wenn man jahrzehnte ein gewässer mit dem echolot erkundet, dann wird das eventuell möglich sein.

    da wirst du wohl weiter im trüben fischen müssen :) :wink:
     
  3. CatchAndReleaseIt

    CatchAndReleaseIt Barsch Vader Gesperrt

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    Hi DD ..

    .. geb Dir vollkommen recht ... mußten das ja an der Spree leidvoll erfahren ;-) .... generell gibts für mich aber auch im Sommer immer ein paar Faustregeln, die regelmäßig Fisch bringen:

    :idea: :arrow:
    bei klarem Himmel / Sonne:
    Schattige Plätze mit gedeckten Farben befischen ... Brückenschatten, festliegende Kähne, unter Stegen ...

    Schraubenwasser von großen Schiffen ... die Zander scheinen gerade in Kanälen großen Schiffen zu folgen, vermutlich um betäubte, verletzte Fischlein einzusammeln ...

    Natürlich die Klassiker wie Kanten, Löcher etc ...

    Bei stark bedecktem Himmel auch tags, bei Dämmerung und Nachts sowieso: Oberflächennah Fischen ... dabei kann das Wasser u.U. auch nur 40cm tief sein ...

    Laubenschwärme an der Oberfläche verfolgen ... die Brüder stehen oft direkt drunter ...!!!

    Plätze unterhalb von Weißfisch - Laichaktivitäten sind immer gut

    Plätze mit hohem Brutaufkommen

    Bei sehr warmem Wetter, kühlere Wasserzonen, auch direkt in der Hauptströmung (wg dem Sauerstoff)...

    ... generell im Sommer nicht zu große Köder, dafür aber lebhafte (z.B. Kopytos) verwenden (nie über 12cm!) jedenfalls im Berliner Raum ...

    :arrow: ... daher ist die Stadtspree z.B. auch so schwer zu befischen: zu monoton, zu weitläufig, zu wenig von allem ;-) ... die dort vorhandenen Zander vagabundieren dort nach der Laichzeit wirklich nur umher, weil´s eh fast überall für sie gleichgute/-schlechte Bedingungen gibt ...

    Sicherlich hast Du fast alles schonmal gehört ... manchmal schleicht sich aber auch bei mir ein Schlendrian ein und man fischt nicht mehr so konsequent solche Spots ab ... wenn man es dann wieder tut, gibt auch wieder Fisch ...

    Gruß

    C&RiT :wink:
     
  4. veitelino

    veitelino Belly Burner

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    DD hat recht im Moment sind alle Hotspots tot(Spree)!Nur vereinzelt fängt man welche(als Beifang wenn man auf Barsch angelt)!
     
  5. Timmey82

    Timmey82 Echo-Orakel

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    Moin!

    Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. An meinem Hausgewässer einem Kanal, findet man die Zander in den Monaten Juli, August auch nur schwer bzw. sie ziehen wohl während der warmen Zeit ständig umher und sind auf der Suche nach Beutefischen und so schwierig zu lokalisieren. An Hotspots die mir letzten Herbst/Winter regelmäßig Fisch brachten, war dagegen diesen Sommer bis jetzt fast tote Hose. Man bekommt zwar ab und zu Bisse, Fische zu landen ist dagegen äußerst selten der Fall. Ich habe mir an meinen 3 Zanderplätzen schlecht hin, in meiner näheren Umgebung(ich bin aber trotzdem meist der einzige der dort fischt!!!), diesen Sommer die Finger wund getwistert und hatte keine Nennenswerte Erfolge dabei. Ich habe sämtlich Farben, Ködergrößen durch probiert, ob Gummifisch oder Twister. Selbst Spinner und Wobbler brachten nicht den erhofften Erfolg. Auf größere Gummifisch läuft ja bekanntlich in den Sommermonaten eh nicht viel, weil die Zander sich ja auf kleinere Bäute eingestellt haben. Das komische diesen Sommer war auch, dass wenn mal Bisse kamen, die meist bei meinen eingesetzten Twistern(8-10cm Turbos) nur der Schwanz attackiert wurde. Teilweise sogar sehr heftig. Beim Anschlag der fast immer ins leere ging, fehlte dann jedes Mal der komplette Schwanz, oder der Schaufelschwanz meiner Turbos. das war ziemlioich häufig der Fall!!! Teilweise haben sich die Bisse nur duch ein ein leichtes stubsen gegen den Köder bemerkbar gemacht und konnten auch 1-2 Erfolgreich von mir pariert werden, allerdings verlor ich diese Fische kurz vor dem Ufer durch ausschlitzen des Hakens. Scheinbar beissen die Zander auch in den warmen Monaten viel vorsichtiger als in der kälteren Jahreszeit. Ich muß dazu sagen, dass ich die letzten Jahre den Zandern im Sommer kaum nachgestellt habe und mir so der Vergleich fehlt. Dieses Jahr habe ich es an meinen Hotspots zu jeder Tageszeit probiert, morgens, mittags,abends, bis in die Dunkelheit hinein. Wie ist das denn in euren Gewässern? Ich bin fast am verzweifeln und warte sehnsüchtig auf den Herbst. Ich habe auch schon
    1-2 Mal kleinere Wanderungen am Kanal entlang gewagt, habe die Hotspots also mal außen vor gelassen, auch ohne Erfolg. Seit neusten experimentiere ich bei meinen 8 cm Twistern sogar mit Angstdrilling :? ,aus purer Verzweiflung. An einem Platz am Kanal, der in der Nähe des Wohnortes eines Kumpels liegt, allerdings sind das auch knappe 40km von mir zu Hause entfernt, haben wir neulich einige Zander an einer Getreideverladestelle, wo regelmäßig, egal welche Jahreszeit Futterfische sind, gefangen! Hmm, an der Technik kann es wohl nicht liegen. Zu dem lief es die letzten Jahre, im Herbst/Winter, den Umständen entsprechend gut! Hmm.....? :?: Ich glaub ich muß mal an die Elbe fahren!!!

    Mfg Tim
     
  6. Rutenbauer

    Rutenbauer Belly Burner

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    Die Fische wandern im Sommer definitiv weiter umher. Allerdings sind sie auch immer dort zu finden wo Futterfisch steht. Und wenn die Zander unterwegs sind müßen wir halt auch unterwegs sein.

    Ich fange meine meisten Fische im Sommer. Allerdings ganz anders als ich dies im Herbst oder Winter tue. Im Sommer fische ich nur in der Nacht auf Zander und dies in unmittelbarer Ufernähe über der Steinpackung. Als bester Köder hierfür haben sich Turbotails an realtiv leichten Köpfen (je nach Strömung zwischen 4-10gr.) und etwa 10cm lange Schwimmwobbler erwiesen. Fischt ruhig parallel zum Ufer, hier erfolgen die meisten Bisse. Ich habe dabei schon viele Fische wirklich direkt vor meinen Füßen gehakt. Wichtig ist bei Nacht nicht zu tief zu fischen, was sich aber bei der Steinpackung sowieso bald bemerkbar macht. Auch wichtig ist bei Nacht sich wie eine Katze auf der Steinpackung zu bewegen, da die Fische wirklich bis an den Rand jagen. Fünfmal über die Steine gepoltert und womöglich noch mit der Taschenlampe rumgefuchtelt und die Fische sind weg. Das Spinnfischen bei Nacht ist vielleicht nicht jedermanns Sache aber es funktioniert.

    P.S. Meine Erfahrungen beziehen sich dabei auf den Rhein
     
  7. CatchAndReleaseIt

    CatchAndReleaseIt Barsch Vader Gesperrt

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    Hi Rutenbauer ... endlich mal noch einer, der erkannt hat, wie fängig das Kunstköderangeln bei Nacht ist ... kann Deine Erfahrungen nur bestätigen ...

    8)

    C&Rit
     
  8. allrounder

    allrounder Schusshecht-Dompteur

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    In der Dämmerung, wenn es fast Ebbe ist an der Weser muss man mit dunklen Ködern und hellen Schwänzen fischen. Dann etwas schneller Führen als normal und dann geht die Post ab. (meistens)
    Ich hoffe ich konnte helfen?
     
  9. Timmey82

    Timmey82 Echo-Orakel

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    Moin allrounder!

    Sind ja fast Nachbarn, bin aus der Nähe von Wilhelmshaven! Wollte diesen Herbst mal eure Bremer Häfen testen! Kannst du dazu Tipps(Fangplätze, Köder etc.) geben??? Wäre sehr dankbar darüber :lol: !!!

    Mfg und Petri, Tim!
     

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