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vorfachstärke richtig wählen

Dieses Thema im Forum "Fliegenfischen" wurde erstellt von Herr_Kuhn, 27. Juni 2014.

  1. Herr_Kuhn

    Herr_Kuhn Echo-Orakel

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    hallo,
    ich bin "wieder-einsteiger" beim fliegenfischen. habe vor 2jahren schonmal angefangen dann hat sich die sache über den winter wieder verloren.

    jedenfalls befische ich einen kleinen bach, ca 2-4m breit und nur knöcheltief mit einigen gumpen und "wehranlagen".

    zu beobachten sind rotaugen, bafos, refos und saiblinge von größen bis 60cm, der durchschnitt liegt bei 40er sehr scheuen fischen.

    zu welcher vorfachstärke würdet ihr mir raten?

    mal davon abgesehen noch was allgemeines zur vorfachstärke.

    in beiträgen bzgl. barsch, zander und hecht ist es ja grundsätzlich so das man nicht ohne stahl auf barsch fischen sollte - wenn hechte vorhanden sind.

    aber warum liest man so waidgerechtes nicht beim fliegenfischen?
    wie kann man mir denn ein 0.14er oder 0.16er vorfach "an's herz legen" wenn fische über 40cm vorhanden sind die mir das 0.14er ohne probleme sprengen würden?

    nach welchen kriterien wählt ihr die vorfachstärke?

    vielen dank
     
  2. Tobsn

    Tobsn Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Weil eine 40er Forelle kein 16er Vorfach sprengt. Ich Fische am Bach 14er und 16er auf Fische bis 60cm. Zudem verwende ich ausschließlich Stroft, die hält sehr gut... Das Vorfach wähle ich so dünn wie nötig, sprich mit Trockenfliege eher 14/16, mit Streamer auch mal 20/25.
     
  3. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Solange Du richtig drillst, mit erhobener Fliegenrute hält selbst ein 14er oder 12er Vorfach eine ganze Menge aus. Die Fliegenruten puffern unheimlich.
    Ich hab zB mit Karpfen bis 5kg keine Probleme mit 18er Vorfach. Damit kann ich eine 5er quasi vollständig durchbelasten. Ein 16er sollte für die 60cm Fische locker ausreichen. Mit der trockenen würde ich aber dünneres nehmen.
     
  4. Fetzi Fetzinger

    Fetzi Fetzinger Master-Caster

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    Und da halte ich jetzt voll dagegen! Ich weiß ja nicht, was ihr für schöne Bäche habt mit feinem Kiesboden ohne Bewuchs und unterspülte Ufer... aber bei mir funktionierte das auf keinen Fall.
    Mittlerweile bin ich bei ner 0.22er GTM angekommen. Bis 40cm ist das kein Problem, mit ner 0.14er oder 0.16er zu fischen. Aber selbst die 0.18er haben mir Forellen schon gesprengt. (50cm + Fische)
    Spätestens bei unterspülten Ufern und einigen, größeren Steinen oder gar Brückenpfeilern ist fini. Die Mono ist dermaßen abgescheuert, das kann man komplett vergessen.
    Also nicht einfach mal alles pauschalisieren.
    Man kann durchaus mit 0.14er Vorfächern 50 cm + Forellen fangen. Aber dazu muss man zum einen den Platz haben, um den Fisch auszudrillen und zum anderen sollten sich keine Hindernisse im Wasser befinden.

    Mittlerweile fische ich die 0.22er GTM als Vorfach (an der 5er NRX, falls das noch von Interesse sein sollte) und hab keine Fischverluste mehr.
    Und ja, auch beim Trockenfliegenfischen. Scheuchwirkung hin oder her... ich fang lieber weniger, dafür sicher und schnell.

    Auch die Drilldauer kann man durch stärkere Vorfächer erheblich verkürzen.

    Also erst einmal Umstände klären und dann drauf los empfehlen.


    Grüßle,
    der Fetzi
     
  5. NorbertF

    NorbertF Master of Desaster Mitarbeiter Moderator

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    Wegen des Abriebs benutze ich Fluo Tippets. Habe bisher keine derartigen Probleme. Ein 30cm Fisch kriegt keinen cm Schnur, auch nicht bei 0,14er. Ich hab noch keinen abgerissen. Wie ich Trockenfliegen mit 0,22er fischen soll ist mir ein Rätsel. Passt nicht durchs Öhr. Um die scheuchwirkung gehts mir da nicht.
     
  6. Fetzi Fetzinger

    Fetzi Fetzinger Master-Caster

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    Wir reden nicht von Schniepelforellen. Es geht hier um Fische von 60cm (Eingangspost) und mit verlaub, 50cm + BaFos nehmen Schnur. Ob du willst oder nicht ;-)
    Ich sag ja, wenn ihr schöne Bäche habt ohne Hindernisse, dann freut euch des Lebens und geht mit 0,08mm Schnüren fischen.
    Soll ich dir zeigen wie man mit 0,22er Trockenfliegen fischt? Kommt bald ein Video...
    By the way: Ich nutze keine Haken mehr, unter Gr.12. Meine kleinen Fliegen (vor allem auf die leichten Trockenfliegenhaken (z.B. Tiemco 100)) biegen die 40cm + Forellen auf. Und durch nen 12er Haken passt wunderbar eine 0.22er Schnur.

    Und FC ist abriebsfest, das stimmt. Aber in den dünnen Durchmessern bringt selbst das nichts. Schon getestet, sowohl das FC1 als auch das FC2.

    Ich sag ja, wenn ihr solche Traumbäche habt zum angeln, dann ist das wunderbar und ich persönlich würde wahrscheinlich selbst runterschrauben.
    Aber bei mir funktioniert es einfach nicht mit dünneren Vorfächern. Das geht bei 19 Forellen gut und bei der 20. knallts dann. Und ich hab dieses Jahr 5 Forellen mit 50+ verloren, weil die z.B. ins unterspülte Ufer geschossen sind und dann da unten quer ziehen. Wurzeln usw. machen der Schnur dann immens zu schaffen. Andere Forellen sind z.B. beim Einstrippen eines Streamers so dermaßen reingeschossen, dass die 0.18er GTM auf einen Schlag durch war. (Logisch, kein Puffer der Rute und nahezu linearer Zug auf die Leine)

    Ich bleib bei meinem Setup. Ich fang' meine Forellen.
    Nahezu bei jedem Ausflug ist ne 50+ dabei, das reicht mir voll und ganz.


    Grüße,
    der Fetzi
     
  7. Randy_65

    Randy_65 Echo-Orakel

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    60er Fische, ein Schnitt von 40...dolles Gewässer :smile:.
    Ich bleib mal aufm Teppich ; Hauptfisch Äsche meist 30-40, selten grösser und nebenher Bafos und Döbel bis 50.
    Schmaler, überwiegend flacher, glasklarer Bach mit extrem vielen Erlenwurzeln,grossen Steinen und überhängenden Weiden. Wenn's im Frühjahr mal ein bissel trüb ist, bekomme ich auch mit 16er oder gar 18er Spitze noch Bisse, aber da fische ich auch meist mit der Nassfliege oder Nymphe.

    Im Sommer bei Niedrigwasser mit der Trockenfliege brauch ichs gar nicht stärker als mit 'ner 0,14er Spitze probieren, oft geh ich sogar auf 0,12er runter weil gerade die Äschen im Jahresverlauf immer heikler werden. Probleme mit Schnurbrüchen im Drill habe ich trotzdem keine. Rute hochhalten im Drill, sich in Fischrichtung mit drehen und einfach moderate Spannung halten, Fliegenruten sind so weich, das es fast unmöglich ist einen Schnurbruch zu provozieren.
    Ja, und wie ich eine 16-20er Äschenfliege auf ein 22er Vorfach fädeln soll weiss ich auch nicht ;).
     
  8. Tobsn

    Tobsn Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Ich Fische in einem Norddeutschen Heidebach, da ist kaum Kiesboden und jede Menge Unterholz und bekomme größere Fische mit ner 3er Rute ganz wunderbar in den Griff. Das Ganze trotz 14er Vorfach. Die Schnur hält 2,2 Kilo, so viel Druck kann ich mit der Rute gar nicht machen, das da was reißt. Versuch mal mit Deiner NRX ein Kilo zu heben!
     
  9. Fetzi Fetzinger

    Fetzi Fetzinger Master-Caster

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    Also hier ein kurzer Clip, welcher in dem Video auch noch zu sehen sein wird:

    [video=youtube;Zp3Tljj-rlc]https://www.youtube.com/watch?v=Zp3Tljj-rlc[/video]

    0.22er GTM mit einer Rehhaar-Caddis auf einem TMC 3761 in Gr. 12

    Grüßle,
    der Fetzi
     
  10. Fetzi Fetzinger

    Fetzi Fetzinger Master-Caster

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    Ihr lest nicht wirklich, was ich schreibe?
    Und ganz ehrlich, mit ner 3er auf 50cm Fische zu angeln halte ich persönlich für unnötig und absolut sinnfrei. Aber jeder wie er mag.
    Äschen haben wir leider nicht. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Äschen mit 30-40cm einen ähnlichen Kampf abliefern, wie 50cm + Forellen. Und um die geht es hier mehr oder weniger. Ebenso schrieb ich, ich nutze keine Fliegen unter Gr. 12 ...
    Ich habe auch nicht behauptet, dass ich die Schnur meiner Rute anpasse, aber ein Kilo trau ich der NRX übrigens zu.
    Ich passe die Schnur den "Umweltgegebenheiten" an.

    Ich habe auch nie behauptet, dass es nicht geht mit 0.14er Schnüren solche Forellen zu fangen.
    Ich hatte Verluste und die habe ich jetzt schlichtweg auf 0 reduziert. Ob das in den Fliegenfischerprofianglerfibeln drin steht, dass man das so machen darf oder nicht ist mir schlichtweg schnuppe.

    Ich finds nur blödsinnig allgemein zu schreiben: nimm ne 0.14er, das machen alle so! Wenn es mindestens einen gibt, der anderst fischt. Und ich kenne schon 3, die an unseren Bächen so fischen.
    Wie gesagt, fischt wie ihr wollt ;-)

    Ich wollte nur gesagt haben, dass man Forellen (50+ ) nicht unterschätzen darf und es bei entsprechendem Uferbewuchs inkl. entsprechenden Geröllbrocken und evtl. sogar noch schönem Kraut mit 0.14er Schnüren einfach mächtig Probleme geben kann! Mehr nicht ;-)

    Grüßle,
    der Fetzi
     
  11. Randy_65

    Randy_65 Echo-Orakel

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    @ Fetzi:
    Ich hab' eigentlich nur andeuten wollen das es auf Gewässer und Fische ankommt, welche Vorfachstärke man wählt.

    Der TE redete von einem 2-4 m breiten Bach, von Natur aus kann es dort eigentlich nur äusserst selten mal nen 50+ Fisch geben, also sollte die Tendenz schon eher zu leichterem Gerät gehen. Kurze Ruten (um auch unter Bäumen und viel Bewuchs klar zu kommen) gibts nun mal eher in den leichten Klassen.
    Und wenn deine Gewässer regelmässig 50+ fische hergeben, dann musst du natürlich gröber fischen. Wenn dem so ist, vermute ich aber auch, das es kein 2-4 m Bach ist, sondern ein deutlich grösseres Gewässer ist, oder der Verein/Bewirtschafter zu viel Geld hat und fangfähig einsetzt.
    Ich bringe schon 35+ Forellen kaum noch zum Steigen, wenn überhaupt dann fange ich die mal mit der Spinnrute oder aufn Streamer (was letztlich auch spinnen ist). Die sind bei der Insektenjagd so uneffektiv, deshalb fressen die eigentlich nur noch kleine Fische.
     

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