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Taktik beim Kunstköderangeln

Dieses Thema im Forum "Talent-Schmiede" wurde erstellt von sundown, 23. September 2009.

  1. sundown

    sundown Schusshecht-Dompteur

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    Hallo,

    ich würde gerne wissen, wie ihr beim Kunstköderangeln vorgeht. Habt ihr eine spezielle Taktik oder angelt ihr planlos drauf los?

    Wie angelt ihr eine Stelle ab (schön fächerförmig, nur stromab)?

    Welche Bereiche angelt ihr ab (eher Ufer, nur Richtung Mitte, Wasserbereiche)?

    Macht Ihr Strecke oder fischt Ihr gezielt nur Hot Spots?

    Wie lange lasst Ihr Euch für eine Stelle Zeit?

    Nach welcher Zeit wechselt Ihr Köder?

    Wie wechselt Ihr Köder (Ködertypen, Ködergrößen, Köderfarben)?


    Hintergrund meiner Frage: 2009 ist für mich die erste richtige Angelsaison seit Jahren und ich war bisher ziemlich erfolglos. Ich habe Drop Shot und T-Rig versucht und mit Spinnern, Wobblern und Gummis am Jigkopf gefischt.
    Am Wasser (Saar, ein kanalisierter Fluß) bin ich anfangs sehr orientierungslos gewesen. Mittlerweile habe ich mich ein wenig mit dem Gewässer arrangiert, bin aber nach der gestrigen Nullrunde wieder am grübeln.
    Ich fange meistens kleine Barsche in Ufernähe, daneben konnte ich bis jetzt nur zwei Döbel und einen Mini-Zander landen.
    Mein erfolgreichster Köder war ein Mepps-Spinner in Größe 2. Die Führung ist unproblematisch und ich hatte kaum Hänger. Allerdings läuft der Spinner flach und brachte mir nur kleinere Barsche in Ufernähe.
    Ich will mich natürlich verbessern und würde mich freuen, wenn von Eurer Seite ein paar Tipps kämen!

    Viele Grüße
     
  2. Texasroach

    Texasroach Belly Burner

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    Moin,
    Die Alternativen zeigen doch, dass Du genug Stellschrauben kennst.

    Wenn Du dich "verbessern" willst, dann bleib dran, beschäftige dich mit den Fischen und ihrem Lebensraum, bleib neugierig und hör auf dein Gefühl, das nach vielen Experimenten Erfahrung wird.

    Wenn Du fremde Taktiken übernimmst, wirst Du immer der sein, der darüber grübeln muss,
    ob die Tipps überhaupt übertragbar waren
    ob die Köder etc. bei dir schon verbrannt sind
    ob der Stratege seine eigenen Hinweise auch mal ausprobiert hat
    ob er nur Angelesenes wiedergekaut hat
    ob er damit erfolgreich (nach deinen Maßstäben) war

    Das ist schädlich für den Erfolg, denn der beruht zum Großteil auf Vertrauen.

    Gruß
    Christian
     
  3. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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    Eine Taktik insbesondere beim Barscheln könnte sein, dass man sich von unten nach oben angelt. Also grundnah z.B. mit Jigs oder DS beginnt und dann zu höher laufenden Ködern z.B. Wobblern wechselt. Das minimiert auch die Hängergefahr für die Wobblers.

    Gruß
    HW
     
  4. alexace

    alexace Bigfish-Magnet

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    :...:...:...:...:....:...:...:...:...:...:
    ...
    Eine Frage, die die Abhandlungen sämtlicher Kunstköderliteratur ergreift. Taktik bedarf durchaus immer einer Technik, die zur Anwendung kommt.
    Ansatzweise pauschal zusammenfassend würde ich jetzt salopp sagen "Neuer Tag neue Taktik".

    Erfahrungsausschnitte:

    - Oft kam ich an eine Stelle, die bei einem der ersten Würfe Fisch brachte. (Ist wohl allg. recht häufig ;-) )

    - Immerwieder ergibt es sich, dass das monotone Anwerfen eines Bereiches / einer Stelle "plötzlich" Fisch bringt. (Das dauernde platschen war wohl ganz interessant ;-) )

    - Ein Köderwechsel brachte beim ersten Wurf Erfolg, nachdem zuvor nix lief.

    - "Nein, ich wechsle den Köder nicht." führte gleich nach dem Zuendedenken zum Fisch.

    - Während ich noch überlege, ob dies wohl der letzte Wurf an dieser Stelle gewesen sein sollte, biegt sich die Rute. (Funktioniert manchmal mit Ansage :) )

    - Nach dem Spotwechsel, ist der erste Wurf am nächsten Spot ein voller Erfolg.

    - Unerwartet reißt es mir fast die Rute aus der Hand, nachdem ich einem BAcklash von der Multi gefummelt habe und nun statt zum Schilf einfach um die Schnur wieder zu strecken, richtug Freiwasser warf.

    - völlig genervt hämmere ich den Jerkbait zurück, da ein Drilling im Vorfach hängt und genau dieses blöde Köderverhalten überzeugt den nächsten Hecht.

    Ich habe mal gehört, dass die Warscheinlichkeit auf Erfolg steigt, wenn man die aktuelle Wahl wechselt. Das war zu Zeiten als der Zonk! noch hinter manchem Ratetor im TV auftauchte.
     
  5. sundown

    sundown Schusshecht-Dompteur

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    @Texasroach:

    Ich habe viele Stellschrauben, aber das ist auch so ein Problem: Ich denke zu viel nach über die Komponenten. Und dieses Nachdenken und das daraus folgende Rumexperimentieren sind irgendwie sehr chaotisch. daher sollte ich vielleicht mehr Ordnung reinbringen. Beispielsweise: Köder mindestens 15-20 Minuten fischen, Wasserfläsche absuchen und Strecke machen.

    Daher wollte ich hier mal ein paar Meinungen erfragen. Aber es ist richtig: Gedankenlos die Ratschläge anderer Mitglieder verabsolutieren macht keinen Sinn. Ich muss eigene Erfahrungen sammeln und mich dem Gewässer anpassen, nicht irgendwelchen Meinungen. Würde diesen Prozess halt nur gerne dadurch vereinfachen, dass ich mir hier mögliche Vorgehensweisen anlese.

    @havel-walleye:

    Das ist natürlich ein guter Ansatz. Habe ich auch (unbewusst) schon öfter so gemacht. Sollte ich vielleicht bewusster einsetzen.


    Danke für Eure Antworten!
     
  6. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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    Zum Thema Köderwechsel fällt mir noch die Taktik von Dietmar Isaiasch ein: wenn´s nicht läuft erstmal dem bewährten Köder vertrauen, der in der jeweiligen Situation schon oft Fisch gebracht hat. Wenns gut läuft ruhig mal antesten, welcher Köder noch geht.

    Gut ist auch, wenn man zu zweit ist. Dann sollte grundsätzlich mit verschiedenen Ködern begonnen werden, um über das breiter eingesetzte Köderspektrum den "Köder des Tages" zu ermitteln.

    Gruß
    HW
     
  7. sundown

    sundown Schusshecht-Dompteur

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    @alexace:

    In Deinem Posting steht genau das, was das Angeln ausmacht: Es ist nicht zu 100% berechenbar und man muss sich immer wieder neu auf die Situation einstellen. Es ist beruhigend zu lesen, dass jeder diese Erfahrungen macht und man oft zwischen Zweifel und Erstaunen wechselt.

    Das mit den Wahrscheinlichkeiten stimmt: Hast Du drei Tore vor Dir und wählst Tor 1, ist die Wahrscheinlichkeit den Gewinn zu ziehen 1/3. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gewinn in Tor 2 oder 3 ist beträgt 2/3. Öffnet der Showmaster Tor 2 und es befindet sich eine Niete darin, ändert sich die Wahrscheinlichkeit aber nicht. Steige ich zu dem Zeitpunkt erst ein, ist sie 50:50, aber da ich schon vorher ausgewählt habe, ist meine Wahrscheinlichkeit den Gewinn zu bekommen nach einem Wechsel 2/3.

    Ich fand das Beispiel sehr verwirrend, aber es wird klarer, wenn man das Beispiel mit 100 Toren durchgeht:
    Wenn ich Tor 1 wähle, habe ich eine 1%ige Trefferchance. Werden nach und nach alle anderen Tore bis auf eins aufgemacht (alles Nieten), ist die Chance beim letzten Tor 99%. Dann lohnt sich der Wechsel.

    Aber diese relativen Wahrscheinlichkeiten haben wohl mit der Praxis am Wasser nichts zu tun!


    Ich muss mir ein paar Standards erarbeiten und dann am Gewässer reagieren... nur diese Standards machen mir eben momentan zu schaffen.


    Danke!
     
  8. MorrisL

    MorrisL Barsch Vader

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    Als ich mich im ersten Jahr der Feederfischerei befand,erging es mir ähnlich!
    Zunächst Montage raus ,und irgendwas fangen ! Später dann selektiv diese oder jene Art und kurz darauf davon möglichst Große!

    Dabei habe ich immer viel gelesen und alles mögliche versucht und mich immer vom Einfachen zum Komplexen vorgearbeitet. Mehr als zwei drei Gewässer unterschiedlichen Typs konnte ich nicht bewältigen,aber die ansteigenden Fangergebnisse und deren Nachhaltigkeit motivieren ja immer neue Ziele zu stecken.

    Aber egal , Vertrauen um die eigenen Fähigkeiten kann sich nur von Zweifeln und Grübelei emanzipieren, wenn Erfolge eintreten.
    Was für Dich Erfolge sind ist schwer zu bemessen, aber zunächst würde ich sehr einfach beginnen.

    Welcher Köder hat dich nie enttäuscht? Über welchen Köder ist man sich einig das er sehr fängig ist? Wie führt man ihn richtig, so das er sein Potential voll ausspielen kann? Ist das Gewässer dafür geeignet,bzw. der Fischbestand auch der Meinung? :wink:

    Hast du einen Angelpartner der dir Impulse geben kann und du ihm?

    Akzeptiere das es Köder gibt die zu deiner individuellen Motorik passen und solche die dies nicht tun. Dasselbe gilt für Methoden , sogar Gewässer.

    Es sind mehr psychische Faktoren an Fang-und Schneidertagen beteiligt als man denkt. Meist beginnen die Möglichkeiten nicht am Ufer , sondern in unserem Kopf.

    Petri u. Grüsse Morris
     
  9. havel-walleye

    havel-walleye Bigfish-Magnet Moderator im Ruhestand

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    @morris: Du hast völlig Recht! "free your mind" - werde ich für nächstes WE gleich mal anwenden. :!:
    Je mehr ich drüber nachdenke, wird mir auch klar, warum paar notorisch bekiffte User in letzter Zeit so abräumen :lol:
     
  10. janfischt

    janfischt Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    :roll:
    b a c k to t o p i c :idea:

    edit:
    war ja topic... :!:

    PETRI
     
  11. sundown

    sundown Schusshecht-Dompteur

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    Hey,

    danke an alle, die mir geantwortet haben. Hat mir weitergeholfen!

    Gruß
     

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