1. Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!
    Information ausblenden

Sportex Carat Spin 2015

Dieses Thema im Forum "Ruten" wurde erstellt von Rlweber02, 20. April 2015.

  1. Rlweber02

    Rlweber02 Barsch Simpson

    Registriert seit:
    13. April 2015
    Themen:
    1
    Beiträge:
    7
    Likes erhalten:
    0
    Moin Moin,

    da ich im Netz noch nicht viel über die neue Sportex Carat Spin 2015 Serie finden konnte, mir also auch diesbezüglich niemand sagen konnte, wie sich Blank, Verarbeitung usw. verhält, hier mal mein Eindruck.

    Ich selber besitze die Carat Spin 2015 in 2,10m und 4-15g WG sowie in 2,40m 14-28g WG.

    Die kleinere der beiden verwende ich zum Ärgern von Barsch und Forelle (Köder bis max. 10g, ausschließlich Spinner, Spinnerbaits und Hardbaits, wobei Spinner und Spinnerbaits von 10g schon eine Menge mehr Druck ausüben und ich hier nicht höher werde als z.B. ein Mepps oder Vibrax in Größe 3).

    Die 2,40m Rute befasst sich mit dem selben Köderspektrum jedoch in Gewichtsklassen bis max. 20-22g, auch hier werden Spinner und Spinnerbaits wieder entsprechend ihrem tatsächlichen Druck ausgewählt, so dass ein ein Spinner in 20g natürlich NICHT verwendet wird. Ich denke hier eher an Größe 4-5. Wobbler auch hier in Abhängigkeit ihrer Aktion, bzw. abhängig vom ausübenden Druck. Die 2,40m dient zur Jagd von Zander, wenn möglich auch mal ein Barsch jenseits der magischen 50. Sollte mal ein Hecht einsteigen, ist das auch in Ordnung dennoch nicht der von mir gezielte Fisch. Ich bin der Meinung auch eine Hecht wird sie gut wegstecken, sollte es aber dennoch die 100cm Hechtdame auf meinen Köder abgesehen haben, dann wird es mit Sicherheit mehr als eng und mich muss mir und der Rute einiges abverlangen. Wobei ich denke das Rute und ich das nachsehen haben.

    Unter den Ruten fische ich eine Daiwa Lexa (Model 1500 unter der 2,10er und 2000 unter der 2,40er). Das Modelle besitzten den gleichen Rollenkörper, nur die Schnurfassung der Spule ist unterschiedlich. Gefischt wird auf der 1500er mit 100m Daiwa Tournament 8 Braid 0,08mm (TK 4,8kg) in Pink sowie auf der 2000er mit gleichem Geflecht in 0,10mm 150m (TK 6,6kg).

    Ich halte die Rollengröße für absolut ausreichend, da die Lexa auch nicht unbedingt ein Leichtgewicht ist. Warum keine CALDIA??? Ich hab mit der Lexa gute Erfahrungen gemacht und denke hier bekommt man wirklich ein Top Rolle fürs Geld. Caldia ist natürlich was leichter und mit Sicherheit ein anderer Schnack, keine Frage. Was mich aber abschreckt ist die Nummer mit dem Mag-Seald… Nicht das es nicht funktioniert…. Aber ich kaufe doch lieber Rollen oder Material, welches ich auch selber warten kann, das ist dann leider eben nicht der Fall. Daiwa oder Shimano??? Lieber Daiwa, weil es eben so ist. Beides Top, keine Frage… aber man muss sich ja mal entscheiden.

    Mit Sicherheit macht es den Anschein als wenn meine Kombo für die von mir gezielten Fische zu leicht ausfällt, dennoch möchte ich Anmerken, das ich Rolle, Rute und Schnur immer entsprechend der von mir bevorzugten Köder wähle. Ich lege Wert auf ausgewogenes Equipment welches mir ermöglicht den Kampf Mann gegen Fisch aufzunehmen, welches auch an mich ein gewissen Maß an können erfordert. 3000er Rolle, 80g Rute und 25er Geflecht ist mir einfach nichts, da komm ich mir vor wie ein Berufsfischer der auf jeden Fisch angewiesen ist.

    Wichtiger ist noch, das die Gewässer an denen ich mich aufhalte auch kein so schweren Geräte erfordern. Ich komme aus Wilhelmshaven und fische überwiegend dort sowie in Ostfriesischer Umgebung. Viele Baggerseen, Künstliche Kanäle und einige Brackwasser Tiefs (die befische ich allerdings nicht). Das angeln vom Boot aus ist bei uns überwiegend verboten, von daher ausschließlich vom Ufer aus. Riesige Wurfweiten muss ich nicht vollbringen, eher der gezielte Wurf an typische Hotspots (überhängende Bäume usw.)

    Da bei uns zu Zeit noch Schonzeit ist bin ich zum Testen der 2,10er an einen Forellenpuff (man möge es mir verzeihen, ich bin auch absolut kein Fan davon) gefahren. Die Rute ist schön straff, dennoch, wie bei den meisten Sportexruten Semiparabolisch. Für die Gummiexperten unter euch !?!?!?!?!?! Sportex selber bewirbt sie in einem Video als perfekte Ruten zum jiggen, kann ich leider nicht beurteilen, da ich nicht jigge. Der Wurf macht Spaß, die Rückmeldung zum Köder ist hervorragend. Das ich in den 2 Stunden 6 Forellen landen konnte, hat mich gefreut, die übrigen Puffbesucher eher nicht. Mag daran liegen das ich Kunstköder verwende und nicht diesen ekelhaften Stinke-Teig und sich deswegen die Forellen todesmutig auf alles andere gestürzt haben außer Teig und Pellets.

    Natürlich sofort wieder die Frage:“ Welche Farbe benutzt du denn? Vorfachlänge? Berkley oder Exori? Knoblauch oder Salmiak? Sorry, nix davon. Only Wobbler und Blech, schon mal gesehen?“ Der beleidigte Abgang ist immer ein Traum. Ja, ich weiß, wir alle wollen nur Fisch fangen, Angler sollten immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber ich kann es nicht verstehen?!?!?! Dieses ekelhaft Teigzeug und die verbissenen Puff-Angler. Ich gelobe Besserung.

    Diesmal hat Sportex es geschafft eine Rute zu bauen, die sich auch an den aktuellen Zeitgeist anderer Rutenhersteller orientiert. Die Rute ist elegant schmal, mit kurzem Korkhandteil, Fuji-Rollenhalter und SIC-Ringen. Der Blank ist der von Sportex umworbene Helicore Blank, was immer auch das Besondere daran sein soll.

    Mein Eindruck:


    • Riecht gut
    • Schmeckt gut
    • Sieht gut aus
    • Fühlt sich edel und filigran an
    • Das Gesamtbild passt

    Die 2,40er Teste ich dann erst nach der Schonzeit und werde hier gerne Bericht erstatten. Die 2,10er hat viel Spaß und Freude gemacht. Bin dann mal gespannt wenn ich sie Im Erzgebirge schwinge auf Forelle im Bach sowie Barsche in der Talsperre.
     

Diese Seite empfehlen