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(Shimano) Rute bei welchem Rollengewicht ausbalanciert?

Dieses Thema im Forum "Ruten" wurde erstellt von Benny, 21. Dezember 2009.

  1. Benny

    Benny Bigfish-Magnet

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    Die SuFu gibt leider nix her, zumindest hatte ich gehofft dort etwas zu finden. Ist mir nicht gelungen.
    Ich hab von Tim eine Speedy 270 XH gekauft. Balanciere nun schon länger mit einigen Rollenmodellen herum.
    Nun mal zu dem, was ich herausfinden konnte:
    Die Rute ist mit der Exage 4000 (FB) in etwa über dem Rollenfuß ausgewogen. Exage=Gewicht=400g
    Welche Rolle würde noch gut passen? Was ist mit der Technium in 4000er Größe? Die ist noch leichter. Ziel von mir ist es, die "leichtmöglichste" Rolle zu erwischen, die ich dort draufschrauben kann.
    Wer fischt noch die Speedmaster, hat sie gefischt und weiß, welche Rolle die Rute super auswiegt, um die Kopflastigkeit zu beseitigen und um als gute Combo zu dienen?
    Danke für eure Antworten und Mühen.

    Ich erwarte 1-Zeiler. :wink:

    Bsp: Speedy + Exage 4000
     
  2. helmi-tr

    helmi-tr Echo-Orakel

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    Ich fische diese Rute nun seit ca einem Jahr ziemlich intensiv.
    Hatte erst eine 4000er Stradic dran und jetzt eine 10400er RedArc.
    Bin damit mehr als zufrieden, finde allerdings gar nicht, dass die Speedmaster kopflastig ist?
    Die RedArc erscheint mir aber als perfekte Größe für diese Rute, kenne aber auch einige Leute, die die selbe Rute mit der 10300er RedArc fischen und auch zufrieden sind
     
  3. Zanderlui

    Zanderlui BA Guru Gesperrt

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    selbst gefischt mit 4000er exage fa und stradic 4000fb-beides super....klar eine leichte kombo is was anderes wenn man sonst nur leichtes barschtackle fischt aber man kanns aushalten!
     
  4. pike_on_the_fly

    pike_on_the_fly Master-Caster

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    Ganz einfach: 'ne 4000er Rarenium ;)

    Ich verstehe einfach nicht, warum immer noch so viele so fest davon überzeugt sind, mit dem Rollengewicht eine Rute ausbalancieren zu können :roll:

    Wenn man den Physik-Unterricht in der Schule nicht komplett verschlafen hat, sollte es eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein, daß der Einfluß des Rollengewichtes auf die Balance der Rute gegen null geht, wenn man die Rute am Rollenhalter um den Rollenfuß greift (=> Hebelgesetz!!!).

    Wenn man an der Balance der Rute wirklich etwas ändern will, würde ich eine schwerere Endkappe oder etwas zusätzliches Gewicht im hinteren Griffende empfehlen.

    Das ist viel effektiver als schwere Rollen an die Rute zu hängen und hält das Gesamtgewicht der Kombination bei Verwendung einer leichten Rolle gering.

    Gruß, Matthias
     
  5. AssAssasin

    AssAssasin Gummipapst

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    Nur daß man die Rute ja nicht in einen Schraubstock einspannt sondern mehr oder weniger flexibel in der Hand hat, und da greift das Ausbalancieren und das Hebelgesetz eben doch.
    Mich wundert viel mehr warum ein "Gleichgewicht" so erwünscht ist, eine leichte Kopflastigkeit gibt mir z.B. ein deutlich besseres Ködergefühl.
    Trotzdem möchte ich an einer XH keine 2500er Rolle fischen müssen....ergo: Rute zu leicht :lol:
     
  6. pike_on_the_fly

    pike_on_the_fly Master-Caster

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    Hi,

    na das erklär mir mal genauer, ich lerne ja gerne dazu ;)

    Wie soll ein Gewicht (Rolle) auf einen Hebel wirken, wenn es genau unter dem Drehpunkt (Hand die die Rute hält) hängt?

    Gruß, Matthias
     
  7. AssAssasin

    AssAssasin Gummipapst

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    Das ist es ja gerade, du hast ja nicht wirklich einen Drehpunkt, die Rute liegt auf der Fläche der Hand auf (bei mir etwas mehr als 10cm) und das Gewicht verteilt sich je nach Haltung anders. Das Hauptgewicht der Rolle liegt dazu ja noch im Body, der ist bei mir deutlich hinter der Hand.
    Deine Überlegung stimmt ja schon, ein Rutengewicht im Griff z.B. bewirkt mehr als die Größe der Rolle je könnte, aber durch oben genannte Faktoren macht es schon einen Unterschied für die Balance ob du 220g oder 400g Rolle draufpackst. :wink:
     
  8. Veit

    Veit Gummipapst

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    @ pike_on_ the_fly: Will mich jetzt keineswegs streiten, aber deine Erfahrungen kann ich nicht bestätigen. 20 g Gewichtsunterschied der Rolle können beim Ausbalancieren der Ruten schon sehr viel ausmachen. Da braucht es auch keine physikalischen Erklärung, sondern schlichtweg einen praktischen Test mit der bekannten "Zeigefinger-Waage", mit dem man das ganz einfach beweisen kann.

    @ Benny: Für die Speedy XH ist eine Rolle mit 320 - 340 g Gewicht optimal. Die 10400er Red Arc ist zum Beispiel sehr gut geeignet.
     
  9. raubfischpolizei

    raubfischpolizei Finesse-Fux Gesperrt

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    Gilt nur bei idealisierter Betrachtung der Rolle als Punktmasse, sowie der haltenden Hand (bzw Arm) als auf den Punkt wirkende Lagerung.

    Wie bereits erwähnt, sieht das in der Praxis ganz anders aus. Besonders wenn die Rute beim Fischen schräg nach oben gehalten wird, ist das Ausbalancieren über die Rolle deutlich spürbar.
     
  10. Spin+Fly

    Spin+Fly Master-Caster

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    die Sache wurde doch im AB schon erklärt *klickklack* ;)

    die Rolle nimmt definitiv Einfluss auf die Balance! kann man auch, wie veit bereits vorschlug, ganz einfach zuhause testen. ob jedoch das austarieren einer stärker kopflastigen rute durch das rollengewicht sinnvoll ist, ist natürlich die andere sache ;)
     
  11. pike_on_the_fly

    pike_on_the_fly Master-Caster

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    N'abend,

    schön daß die Diskussion mal ein bißchen in Schwung kommt, so soll es sein.

    Daß sich die Wirkung des Gewichtes bei unterschiedlicher Haltung (= andere Hebel) ändert, ist klar. Für die Beurteilung der Auswirkung des Rollengewichtes auf die Rutenbalance sollte man aber von der gleichen Haltung ausgehen, sonst macht der Vergleich keinen Sinn.

    Da hast Du natürlich Recht, klar macht das einen Unterschied, wenn auch nur einen geringen (s.u.).

    Der praktische Test bringt auch kein anderes Ergebnis, als das Hebelgesetz erwarten läßt :roll: ... OK, für Dich ganz konkret:

    Rute: Shimano Diaflash EX 270H (Länge 2,70m/WG 20-50g/Gewicht 218g)
    Rolle 1: Shimano Rarenium 2500 (Gewicht inkl. Schnur 208g) => in Balance 16,4cm vorm Rollenfuß
    Rolle 2: Shimano Aspire 2500 (Gewicht inkl. Schnur 270g) => in Balance 14,5cm vorm Rollenfuß
    Rolle 3: Shimano Symetre 4000 (Gewicht inkl. Schnur 338g) => in Balance 12,7cm vorm Rollenfuß

    D.h. bei dieser Rute verschiebt man den Punkt, an dem die Rute in dem Bereich in der Waage ist, je ~65g zusätzlichem Rollengewicht etwa knapp 2cm in Richtung Rollenfuß.

    Welchen Einfluß 20g zusätzliches Rollengwicht haben würden, kannst Du selbst abschätzen. Ob das dann wirklich so viel ausmacht, liegt wohl im Auge oder besser im Gefühl des Betrachters ;)

    Die gleiche Balance wie mit der 4000er Symetre erreiche ich übrigens mit der 2500er Rarenium +35g am Griffende, was ein Gesamtgewicht der Kombination (inkl. Rute) von 461g ergibt. Mit der 4000er Symetre ergeben sich dagegen 556g, was unter dem alleinigen Gesichtspunkt der Balance mal eben unnötige 95g zu viel sind.

    Das hat nichts mit dem Rollengewicht zu tun, sondern damit, daß sich der Hebel der senkrecht nach unten wirkenden Kraft (Gewichtskraft der Rute vor der Hand, die als Kopflastigkeit empfunden wird) umso mehr verkürzt, je steiler man die Rute hält. Wenn Du Deine Rute mit der Spitze senkrecht nach oben hälst, ist diese erstaunlicherweise gar nicht mehr kopflastig (sogar ganz ohne Rolle als "Gegengewicht") ;)

    Anscheinend bin ich nicht der einzige mit meiner Meinung ;)

    Genau das ist der Punkt. Worauf ich hinaus will, verdeutlicht diese Grafik sehr gut: *klick* ... warum nur für die Balance unnötig viel Rollengewicht in Kauf nehmen, wenn man den gleichen Effekt mit sehr viel weniger Gewicht an der richtigen Stelle (am Griffende) erreichen kann?

    Darüberhinaus wird diese absolute Ruten-Balance meiner Meinung nach auch aus praktischer Sicht überbewertet, denn am Wasser wirken noch viele andere Kräfte auf die Rute, wie z.B. der Köder über die Schnur oder auch Wind, usw. ... und schließlich balancieren wir die Ruten am Wasser nicht auf dem Zeigefinger aus ;)

    Und um mal zur Ausgangsfrage zurückzukommen ... ich würde eine für den Einsatzzweck passende Rolle in einer Größe wählen, die für die verwendeten Köder und zu erwartenden Fische robust genug und nicht schwerer als nötig ist.

    Gruß, Matthias
     
  12. raubfischpolizei

    raubfischpolizei Finesse-Fux Gesperrt

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    Statik hin oder her, beim Angeln hält man die Rute ja nicht nur in einer Position. Sinn macht es also die Balance in dem der beabsichtigten Angeltechnik entsprechenden Bewegungsablauf zu testen (und nach persölichen Kriterien zu bewerten).


    Du hast Recht, meine Formulierung ist so nicht völlig richtig, Deine Anmerkung aber auch ein wenig geklugscheißert. :)

    Ob jetzt nach "Zeigefingerwaage" ausbalanciert oder kopflastig Sinn macht, hängt meiner Meinung nach von der Anwendung ab. ZB habe ich es zum Faullenzen gerne etwas Kopflastig und zum Jiggen gerne ausbalanciert.

    Gewicht am Griff ist schon eine elegantere Lösung, als Gegengewicht über die Rolle umzusetzen.

    Welche Rolle empfindest du nun als passend für die Rute?
     
  13. pike_on_the_fly

    pike_on_the_fly Master-Caster

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    Hi,

    klugscheißern war nicht meine Absicht. Wenn es so rüberkam, tut es mir leid.

    Die Rarenium habe ich erst seit kurzem und damit noch nicht gefischt, aber im Trockentest fühlt sich diese Leichtigkeit auch an der genannten Rute gut an. Mit den anderen beiden Rollen habe ich die Rute diese Saison ein paar Mal gefischt. Mit der 2500er Aspire empfinde ich die Kombination als angenehm, aber meistens fische ich doch die Symetre an der Rute, weil ich mit den von mir größtenteils mit der Rute verwendeten Ködern (z.B. der 19cm 4Play Herring, größere Gummifische, Spinnerbaits) die 2500er Rolle nicht dauerhaft "quälen" und unnötig verschleißen möchte. Mit der schweren Symetre stört mich das höhere Gesamtgewicht der Rute-Rolle-Kombination mehr, als daß sich die durch die schwerere Rolle geringfügig verschobene Balance positiv für mich bemerkbar macht.

    Viele Grüße und frohes Fest, Matthias
     
  14. Wolf

    Wolf Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    Hallo,

    ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Kopflastigkeit einer perfekt ausbalancierten Rute gerade zunimmt, wenn man sie in die Senkrechte bringt? :mrgreen: Woran liegt das nun wieder? :wink:

    Die Annahme der Rolle als Punktmasse ist doch vollkommen in Ordnung, da gibt es nichts dran auszusetzen. Matthias hat mit seinen Ausführungen absolut recht. Matthias' kleines Beispiel zeigt, dass man den Schwerpunkt der Rute/Rolle-Kombination verändern kann. Aber viel entscheidender ist, was er oben schon gesagt hat: wir wollen den Schwerpunkt ja nicht nur verschieben, sondern haben schon eine konkrete Vorstellung, wo er mal landen soll. Und zwar sehr in der Nähe des Rollenfußes (meist kurz darüber). Genau dort befindet sich aber bei waagerecht gehaltener Rute und hängender Rolle bei vielen Rollen auch der Schwerpunkt der Rolle. Aus Matthias Beispiel könnte man ableiten, dass 60 g Gewichtsunterschied an der Rolle bei besagter Rute 2 cm Schwerpunktverschiebung bedeuten. Die Beziehung ist aber proportional. Das heißt, je näher der Schwerpunkt der gewünschten Stelle kommt, an der ich auch das zusätzliche Gewicht ran hänge, desto mehr zusätzliche Masse muss ich dort befestigen.

    Ich verstehe daher auch nicht, warum sich Endkappen mit Gewinde und verschiedenen Geichten nicht längst durcgesetzt haben. Denn an dem von Matthias beschriebenen Prinzip, dass eine Kraft ohne Hebel auch kein Moment erzeugt, kommt man am Ende nicht vorbei.

    Grüße,

    Wolf
     

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