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Richtiges releasen von Hechten...

Dieses Thema im Forum "Hecht" wurde erstellt von shi_ttakind, 7. Februar 2007.

  1. shi_ttakind

    shi_ttakind Echo-Orakel

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    Hallo,

    mich beschäftigt seit längerem die Frage wie man Hechte am schonensten zurücksetzen sollte. Bekannt ist ja:

    1. Ein möglichst kurzer Drill
    2. Schleimhaut des Fisches durch Handlandung usw. schützen
    3. Haken an sensiblen stellen (Augen) ggf. abpitchen
    4. Fisch möglichst viel im Wasser halten, solange bewegen bis er aus eigener Kraft wieder wegschwimmt.

    Nun habe ich aber auch gelesen, dass der Fisch möglichst waagerecht gehalten werden soll, eine Hand unter dem Kiemendeckel, und eine unter dem Bauch. Stimmt das? Hat das eventuell mit der schwachen Pumpenleistung des Hechtes zu tun? Hirntot durch Sauerstoffmangel? Wer weiss was?
     
  2. minden

    minden Master-Caster

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  3. Bassmaster-Gonz

    Bassmaster-Gonz Twitch-Titan

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    Hat eher was damit zu tun,dass das genick und die wirbelsäule nicht dafür gebaut sind,hängend das körpergewicht eines grösseren fisches zu tragen.sieht zwar cool aus tut em aber garantiert weh und schädigt das nervensystem.auch die extrem gespreizten Kieemendeckel bei der hängenden Präsentation sehen nich nur übel aus,das is auch übel.gilt ja alles nur für den c&r-fall,wagerecht und gestützt hilft dem tier sicherlich ungemein.
     
  4. schnappihecht

    schnappihecht Echo-Orakel

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    ....würde sich nur jeder Angler solche Gedanken über den Umgang mit seinem Fang machen ! ! !

    Großes Lob von mir :D
     
  5. Javelin

    Javelin Echo-Orakel

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    Von mir aus auch ein sehr großes Lob in deine Richtung!!!! :D :D

    Barsche freuen sich übrigens auch, wenn sie mit einer zweiten Hand gestützt werden und ihnen nicht immer das Maul dermaßen aufgerissen wird, wie es hier auf BA leider weit verbreitet ist. Auch deren Genick und Wirbelsäule/Nervensystem ist nicht darauf ausgerichtet, das ganze Körpergewicht am Unterkiefer/Genick zu tragen... :evil: Sollten sich 90% der BAler mal Gedanken drüber machen :!: :!:

    Javelin
     
  6. raubfischpolizei

    raubfischpolizei Finesse-Fux Gesperrt

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    ich nutze zum landen eines hechtes prinzipiell den boga grip.dabei wickle ich die schlaufe um mein handgelenk,setze den boga am unterkiefer an und lasse den hecht ggf noch einige male im wasser schlagen(meist drill ich ihn jedoch zuvor aus),während ich den boga nicht mehr festhalte,sondern nur die schlaufe um das handgelenk gelegt habe.das entfernen des köders mach ich immer gleich im wasser.danach halte ich ihn am boga im wasser,bis dann die kamera startklar ist.darauf hin greife ich mit der freien hand unter den bauch u hebe ihn kurz für en foto heraus.das kleine loch,welches dadurch im unterkiefer entsteht halte ich für unbedenklich.bisher tauchte bei mir mit diesem vorgehen jeder hecht wieder ab.

    meiner meinung nach ist dieser umgang sehr schonend.
    kritik nehm ich dennoch gerne an.
     
  7. shi_ttakind

    shi_ttakind Echo-Orakel

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    Nichts gegen deine Art Hechte zu releasen, die ist Super, aber sorry, wenn ich sowas lese wird mir immer schlecht!

    "bisher tauchte bei mir mit diesem vorgehen jeder hecht wieder ab"

    Ah, der Hecht taucht ab, er hat überlebt! Was einn Quatsch! Es wird wohl kaum ein Hecht schon beim Releasen tot sein, dann ist alles Falsch gelaufen. Ob er später verblutet, an Erschöpfung stirbt oder an einer Pilzinfektion verendet wird uns wohl in 99% aller Fälle verborgen bleiben. Jedem sollte klar sein das auch ein Hecht der "noch wegschwimmt" verenden kann, aber trotzdem, er hat ja auch eine Chance zu überleben, und die gilt es zu maximieren.

    Also bitte nicht weiter so einen Quatsch in die Welt setzen, wär zwar toll wenn es denn so einfach wäre, ist es aber nicht!
     
  8. mypanic

    mypanic Master-Caster

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    mal ne frage zwischendurch....was is denn abpitchen?
     
  9. nordenrockt

    nordenrockt Gummipapst

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    finde die bogagriplösung alles andere als elegant, der hecht muss dafür schon sehr gut ausgedrillt sein, was wiederrum schlecht fürs releasen ist. er hat im wasser ungeheure kraft und wie ich festgestellt habe, finden hechte einen lipgrip auch alles andere als angenehm. gut ist auf jeden fall, dass du ihn nur an der schlaufe hältst, denn sonst hätten sich bestimmt schon einige hechte den unterkiefer gebrochen.
    auch das operieren im wasser, mit grip im maul, finde ich erheblich schwieriger.
    ich greife mir den fisch sobald er in reichweite ist per nackengriff oder kiemendeckelgriff (hand vorher nass machen), wechsel in den nackengriff-fällen, falls zum hakenlösen nötig in den kiemendeckelgriff -> hecht öffnet das maul und löse den köder.
    diese operation dauert echt nicht lange und der hecht wird nach einem fototermin wieder in sein element übergeben.
    ich hasse operatioen bei ködern mit 3 drillingen und mus ehrlich gestehen, dass ich keinen seitenschneider zum (achtung mypanic) abpitchen dabei habe. noch nicht.
    fische aber auch eher einzelhaken oder großköder auf hecht, da ich alle release.
    übrigens habe ich bei den letzten themen in diesem forum das gefühl, dass das niveau wieder steigt! :)
     
  10. raubfischpolizei

    raubfischpolizei Finesse-Fux Gesperrt

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    sicher ist mit dem abtauchen des hechtes nicht sein überleben garantiert.

    doch irgendwo muss man ja als passionierter raubfischangler seinen kompromiss finden- einem "nicht involviertem" wird wohl in anbetracht eines hechtköder mit zwei oder gar drei 4/0er drillingen schwer klar zu machen sein, das man den hecht danach wieder unbeschadet schwimmen lassen will.

    persönlich finde ich zB den appel des deutschen hechtangler clubs,nur release-fotos zu machen, übertrieben. sollte man demnach nicht ehr auf so "brutale techniken" wie jerken verzichten? dabei werde doch regelmäßig hechte sehr ungünstig gehakt.und mal ehrlich:wer hier mag nicht die adrenlinausschüttung, wenn im sommer ein großer hecht im dill springt?

    wer viele hechte fängt, muss, wohl oder übel, hin und wieder einen fisch entnehmen.das gehört halt dazu.ein aus den kiemen blutender hecht kann noch so schonend im wasser released werden.da brauch man sich nichts vormachen!

    wichtig ist in jedem fall, das man sich gedanken zum möglichst nachhaltigen umgang mit den fischen macht. shi_ttakind's fomulierungen hierzu gefallen mir sehr gut.wie weit dabei gegangen wird, muss dann jeder für sich entscheiden.
    verbesserungsvorschläge und aufklärung von außen kann diese entscheidung jedoch nur positiv beeinflußen. :wink:
     
  11. Hipken

    Hipken Echo-Orakel Gesperrt

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    Ich denke wenn jeder das Risiko soweit es geht minimiert (siehe Punkte im ersten Post) und vor allem: Das Tier mit Respekt und Liebe behandelt, ist die Chance eines gesunden Weiterlebens schon recht hoch. Wir sollten bei aller Vorsicht auch einfach ein wenig mehr Vertrauen in Mutter Natur haben. Diese ist eine Meisterin darin, sich selbst und ihre Geschöpfe am Leben zu halten.

    Finde es aber trotzdem ganz gross, das es Menschen gibt, die sich so engagiert Gedanken machen und einen grossen Teil dazu beitragen der Natur zu helfen gesund zu bleiben, weiter so!

    PS: angedrückte Wiederhaken helfen auch Wunder, wenn es darum geht Verletzungen so gering wie möglich zu halten und den Fisch schnellstmöglich zu versorgen. :wink:
     
  12. FISH-DUDE

    FISH-DUDE Master-Caster

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    jahaaaa ... angedrückte widerhaken!!! sag ich doch immer. ;-) gerade bei barschen, aber auch bei hechten ein muss! bei so großen fischen wie hechten macht ne abhakmatte im boot auch sinn, am ufer sowieso.

    grüße.
     
  13. raubfischpolizei

    raubfischpolizei Finesse-Fux Gesperrt

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    was haltet ihr eigentlich von einem großen hechtkescher?

    sehr geeignet finde ich da einen mit sehr weiten,dicken gummimaschen.
    (theoretisch nehme ich an:)
    dadurch entfällt das gefummel mit den drillingen im netz.
    der hecht kann auch gelandet werden, wenn er noch nicht ausgedrillt ist und die belastung durch anheben bzw fixieren eines noch schlagenden fisches ist wegen der gewichtsverteilung stark reduziert.

    Hat jemand damit schon praktische erfahrungen?
     
  14. Tinsen

    Tinsen Barsch Vader Moderator im Ruhestand

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    gut das nicht jeder sofort an totschlagen denkt.
    aber man kann es auch übertreiben, oder?

    meine hechte werden nicht durch den sand gezogen oder wild durchs boot geworfen.

    verstehe nicht, worüber ihr euch ne birne macht.

    köder ins wasser, hecht hängt, kescher oder handlandung oder eure gripsdingsbummsdinger, haken mit hand oder zange raus, foto oder auch nicht und wieder ab dafür. den teil über wasser möglichst nicht auf stunden ausdehnen ;)

    hilfreich ist sicherlich eine stabile lage / halten im wasser, bis der hecht von allein losschwimmt.
     
  15. Obti

    Obti Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    ich habe für mich als beste methode den Landehandschuh entdeckt.
    Mit ihm greiffe ich einfach beherzter zu, kriege nich gleich schiss wenn der Fisch mit zappeln anfängt und so fällt der fisch auch nicht unnötig runter muss neu ertastet werden etc und die ganze Prozedur dauert wesentlich kürzer als ohne den Handschuh.
    Hab das Model von Lindy und bin sehr angetan davon und kanns euch nur empfehlen!
     
  16. PharmaMan

    PharmaMan Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Sehe es wie Tinsen! Ein sportlich-waidmännischer Umgang ist selbstverständlich Mindeststandard, sowohl beim Releasen als auch beim Töten!

    Wer aber den Fischen die absolute Schonung bieten möchte sollte einen Tauchkurs erwägen und sie zu Hause besuchen..... Manchmal habe ich nämlich den Eindruck, dass einige nur angeln weil sie wegen ihrer Neopren-Allergie sonst keinen Fisch streicheln könnten, am besten natürlich mit garantiert unschädlichem und biologisch abbaubarem Fischstreichelgleitgel .. :mrgreen: .
     
  17. shi_ttakind

    shi_ttakind Echo-Orakel

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    Ja genau :D Eure Posts zeigen, dass ihr euch sehrwohl ähnliche Gedanken gemacht habt! :lol:
    sportlich-waidmännischer Umgang,
    hilfreich ist sicherlich eine stabile lage / halten im wasser,,
    meine hechte werden nicht durch den sand gezogen oder wild durchs boot geworfen.
    tinsen UND pharmaman! Erwischt. Tja!


    Ist jawohl auch normal: Wer von euch will mir ernsthaft erzählen das er nur Fische zurücksetzt weil (und wenn) es das Gesetz vorschreibt? Und wenn man diese schmackhaften Eiweißquellen schon in ihr nasses Element entlässt, dann bestimmt nicht als Futter für die lieben Kormorane/Wollhandkrabben! Richtig? Das Releasen soll sich lohnen, wir wollen die Fische ja wiederfangen!

    Da aber keiner von uns ein Fisch ist, und es einigen scheinbar schwer fällt sich in einen Fisch reinzuversetzen :oops: ("always think like a fish..."),hab ich hier um ein paar konkrete Tipps gebeten. Es soll ja schließlich nicht trotz vorhandenem guten Willen an der Praxis des Releasens scheitern. Ja, Fische atmen keine Luft, und haben ein Schleimhaut die für das Leben im Wasser gebaut ist. Aber was bedeutet das nun für uns? Ich finde schon, dass hier Aufklärungsbedarf besteht, sieht man ja auch in der Gallerie leider immer wieder.
     
  18. godfather

    godfather Finesse-Fux Moderator im Ruhestand

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    seit langem mal wieder ein sympathischer c&r-thread der auch spass macht beim lesen! :D

    mein beitrag dazu:

    wer aufmerksam die ba-galerie studiert hat, dem ist sicherlich aufgefallen dass dort einige fische mehrfach vertreten sind. die vermeintliche rekordhalterin habe ich hier mal zusammengefasst:

    [​IMG]

    insgesamt viermal wurde sie gelandet. dabei wurden drei unterschiedliche landungsmethoden angewandt: handlandung mit- und ohne handschuh und zweimal wurde sie gekeschert. glaube zwischen dem zweiten und dritten fang lag sogar eine schonzeit.
    mein fazit deswegen: es gibt mehrere möglichkeiten des schonenden anlandens eines fisches - richtig angewandt fügt keine dem tier ernsthaften schaden zu.
     
  19. Prognose Narkose

    Prognose Narkose Master-Caster

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    Hi und moin estmal. Wollte mich Kurz vortsellen da ich hier " neu" binn ^^. Ich komme aus Hamburg und wie wann vermuten kann habens mir die Räubers angetan.
    Ich halte eine Handlandung bei sachgemäßer handhabung für am besten .Wie schon vorher mal beschrieben wurde gibs super Handschuhe dafür . Ich habe aber eine andere Sorge die speziell auf grosse Hechte zurückführt.In erster linie hört sich eine abhakmatte immer toll an , aber habt ihr schonmal dran gedacht das, fische im wasser anderen physikalischen Gesetzen unterliegen als an Land? Was ich dammit sagen möchte ist. das wenn ein ich sag mal 20pfünder auf dem bauch Liegt (mit seinem vollen gewicht) es durchaus vortsellbar sei das auch innere organe verletzt werden können . Ich bekomme jedenfalls im warsten sinne des Wortes "Bauchschmerzen" wenn ich sehe wie Dicke karpfen auf dem bauch Liegen die mehr als 20 pfund haben^^ greetz aus Hamburg Zanderciddy No 1 ;D
     
  20. thomas

    thomas Master-Caster

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    Löhnberg/Hessen
    Ne ganz gute Anleitung für schonendes Releasen gibt es hier :D
     

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