1. Hi Gast, Du bist neu hier. Um das Forum übersichtlich zu halten, bitten wir Dich, erst die Forensuche (Lupe oben rechts) zu bemühen, bevor Du ein neues Thema eröffnest. Vieles wird hier schon diskutiert. Vielen Dank fürs Verständnis und viel Spaß hier!
    Information ausblenden

Kiemenverletzung

Dieses Thema im Forum "Hecht" wurde erstellt von pechi24, 12. Mai 2004.

  1. pechi24

    pechi24 Dr. Jerkl & Mr. Bait Werbepartner

    Registriert seit:
    28. Oktober 2003
    Themen:
    35
    Beiträge:
    352
    Likes erhalten:
    0
    Nachdem ich die letzten Tage ein paar Hechte gefangen habe, die sich beim Hakenlösen an den Kiemen verletzt haben und etwas bluteten, stelle ich mir die Frage wie lange das Zurücksetzen Sinn macht.

    Ist schon die kleinste Kiemenverletzung lebendbedrohlich oder wirkt die anfänglich starke Blutung schlimmer als sie ist?

    Vielleicht haben wir ja einen Fachmann (z.B. Biologen oder Fischwirt) der die Frage kompetent beantworten kann im Forum.

    Mutmaßungen würden mir nämlich wenig nützen.
     
  2. til

    til Echo-Orakel

    Registriert seit:
    14. Januar 2003
    Themen:
    0
    Beiträge:
    131
    Likes erhalten:
    0
    Laut Uli Beyer bestehen selbst bei gröberen Kiemenverletzungen gut Überlebenschancen für Hechte. Jedenfalls hat er wohl schon Hechte gefangen, bei denen Kiemenbögen durchtrennt waren oder ganz gefehlt haben.
     
  3. Thomsen

    Thomsen Gummipapst

    Registriert seit:
    6. Januar 2004
    Themen:
    18
    Beiträge:
    849
    Likes erhalten:
    0
    Ort:
    Berlin
    Hi pechi,

    obwohl ich Biologe bin, ist eine Antwort auf diese Frage generell schwer zu geben. Fest steht (s. unten), dass Verletzungen an den Kiemen schon zu den kritischsten gehören...

    Ich habe Dir hier mal einen Artikel herausgesucht, der sich mit Verletzungen, Streßsyndrom, physiologischen Folgen und Mortalität nach einem Fang auseinandersetzt. Hoffentlich ist er Dir nicht zu wissenschaftlich....Lesen lohnt aber auf jeden Fall, bei Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

    http://www.agfisch.ch/doku/klinger.pdf


    Kurzfassung (Untersuchungen vor allem an Salmoniden):
    • geringere Mortalität bei Einsatz v. Kunstködern
    • Verletzungen an stark durchbluteten Organen (Kiemen, Herz, Niere) scheinen Hauptursache v. Mortalität zu sein
    • die Mortalitätsrate kann auch durch Sekundärinfektionen an verletzten Stellen erhöht werden
    • wenn Fische zu tief geschluckt haben, ist es besser, den Haken dort zu belassen, wo er ist

    Ich sehe keine echte Alternative zur Vorgehensweise, selbst eine Schnelldiagnose zu stellen und auf die Richtigkeit derselben zu hoffen...

    Einem Fisch ist ja von aussen auch nicht die Güte seines Immunsystems und seine generelle Robustheit auf physiologischer Ebene anzusehen...also gibt es auch leider keine gültige Faustregel, nach der wir uns richten können.
     
  4. Thomsen

    Thomsen Gummipapst

    Registriert seit:
    6. Januar 2004
    Themen:
    18
    Beiträge:
    849
    Likes erhalten:
    0
    Ort:
    Berlin
    Keine weiteren Meinungen, Erfahrungen oder Beobachtungen zu diesem Thema?

    Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Thread schon so frühzeitig in den Kinderschuhen stecken bleibt...schade eigentlich...

    Denn vom Angeln wird mich die Untersuchung nicht abhalten, Euch doch wohl auch nicht, oder...?

    ~~Ergänzung:
    Das Thema ist für mich durchaus kein Exklusiv-Thema für Biologen oder Fischwirte...jede Erfahrung am Wasser ist der Klärung dienlich, z.B. für die selbst zu treffende Diagnose...
     
  5. Fishadelic

    Fishadelic Dr. Jerkl & Mr. Bait

    Registriert seit:
    28. September 2004
    Themen:
    17
    Beiträge:
    259
    Likes erhalten:
    0
    Ort:
    Zürich
    Hallo miteinander!

    Wenn ich im Boot auf Forellen schleppe, passiert es ab und zu, dass die Fische den Köder tief inhalieren. Kiemenschäden sind dann die Folge.
    Wenn sie nicht zu schwer verletzt sind, werden die gefangenen Forellen jeweils im Frischwasser-Kasten gehältert. So beobachte ich regelmässig, dass die Forellen rasch zu bluten aufhören und bereits nach kurzer Zeit wieder herumtoben wie wild. Wichtig ist dabei neben der Fitness des verletzten Fisches natürlich die Temperatur und der Sauerstoffgehalt des Wassers.

    Ich vermute, dass es sich bei Hechten grundsätzlich ähnlich verhält.

    Grüsse, Fishadelic
     
  6. thomas

    thomas Master-Caster

    Registriert seit:
    26. Januar 2004
    Themen:
    22
    Beiträge:
    641
    Likes erhalten:
    22
    Ort:
    Löhnberg/Hessen
    Hatte neulich beim Jerken auch einen Hecht gefangen, er war nicht groß, so ca. 45 cm, bei dem eine durchtrennte Kieme (alte Verletzung) aus dem Kiemendeckel hing. Der Fisch war offensichtlich bei bester Gesundheit und vollkommen normal abgewachsen..
     

Diese Seite empfehlen