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Freifall-fisch

Dieses Thema im Forum "Talent-Schmiede" wurde erstellt von ZachOry, 18. Juni 2010.

  1. ZachOry

    ZachOry Twitch-Titan

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    Hi Leute,


    bin in letzter Zeit viel am Wasser, und habe mittlerweile ein paar Fische überlisten können (diese werden natürlich immer schonend Released) und einigermassen an Erfahrung gesammelt.

    Ich habe hier bei BA sehr viel über Catch-Release gelesen, und mich interessiert natürlich auch wie hoch die Überlebenschancen sind für den Fisch. Alles schön und gut. Nur über eines habe ich nix lesen können bis jetzt.

    Eigentlich dürfte es jedem bereits passiert sein dass der Fisch, nachdem er behutsam aus dem Wasser geholt wurde, Köder gelöst, u.s.w., durch ein wildes zappeln (ich will jetzt nicht darüber diskutieren dass der Fisch vielleicht nicht ausgedrillt war) im hohen Bogen auf den Boden geklatscht ist, wie in meinem Fall dieser Hecht (der hoffentlich noch lebt ^^)

    [​IMG]

    Die frage ist die, ob der Fisch hier nicht erhebliche innere Verletzungen davon trägt (von äusseren Verletzungen ganz zu schweigen, Schleimhaut etc.). Der Fisch im allgemeinen, ob gross oder klein ist vom Körperbau so entwickelt dass er sich in der Schwebe, also unter Wasser wohlfühlt, und man darum wie bereits in nem anderen Thread beschrieben nicht einfach irgendwo hingelegt werden soll (bsp. gestrandeter Wahl), mindestens Mal die grösseren, fetteren Exemplare.

    Sogar Organe eines Menschen platzen bei "kleineren" Autounfällen ... Fällt ein Fisch aus 1.5m höhe runter und landet mit einem lauten klatschen mit der ganzen Seite auf den Boden kann ich mir vorstellen dass auch hier die Innereien stark beschädigt werden können.

    Wenn ich jetzt fragen würde: "Was würdet ihr machen, trotzdem Releasen?!" wäre dies blödsin, da 90 % der Antworten so lauten würden: Man kann dies nicht pauschalisieren...

    Mich interessiert's ob bereits jemand sich Gedanken darüber gemacht hat, bzw was ihr darüber denkt.


    Dem Fisch zum wohle :)

    MFG
    ZachOry
     
  2. janfischt

    janfischt Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Hi ZachOry,

    Erstmal Petri zum Fisch!
    Die Anregung sich "Gedanken darüber" zu machen gefällt. ^^
    Eine gute Möglichkeit solche Unfälle zu vermeiden, ist vielleicht auf solche Poser- Fotos zu verzichten? :wink:
    Am schönsten sind eh die ungestellten Bilder ambitionierter Angelschatten.

    Grüß
     
  3. ZachOry

    ZachOry Twitch-Titan

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    jeder kennt das doch , POSER-FOTO MUSS SEIN haha :) nee quatsch, dann doch lieber die Griff-Technik verbessern als auf das Foto zu verzichten :)
     
  4. JoergR

    JoergR Echo-Orakel

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    Generell ist es natürlich sch*** wenn einem so ein schönes Tier auf den boden knallt. Inwiefern sich das allerdings auf Verletzungen auswirkt, kann ich das nur intuitiv je nach Situation beurteilen.

    Seit mir mal ein 20 Pfund Karpfen entglitten ist, bin ich da generell vorsichtig und vermeide Fotos, in denen das Tier höher als das Knie gehalten wird. Daher sind meine (wenn auch seltenen) Fangfotos meist in der Hocke oder Kniend, so wird schonmal die Gefahr minimiert das das Tier tief fällt und es ist auch bequemer zu "posieren".

    Ob es aber dazu wirklich fundierte Aussagen gibt ist mir unbekannt, aber es wäre auf jedenfall sehr interessant mehr darüber zu erfahren.

    Gruß Jörg
     
  5. ZachOry

    ZachOry Twitch-Titan

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    da gebe ich dir auf alle Fälle recht, habe mir die Sache mit dem posieren in der Hocke auch schon vorgenommen fürs nächste mal....
     
  6. Kanalbarschjäger

    Kanalbarschjäger BA Guru

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    Tief im Westen...
    ist ein guter ansatz...
    in einem anderen forum habe ich mal eine "studie" gelesen, dass
    VIEL mehr fische nach c&r verenden, als sich jeder eingestehen mag bzw. vorstellen kann. und ein aufknallen auf den boden, wirkt sich aufs überleben, sicher nicht förderlich aus.
     
  7. ZachOry

    ZachOry Twitch-Titan

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    Ich bin auch davon überzeugt dass es viele nicht schaffen, obwohl man behutsam mit den Tieren umgeht, Stress, Panik, totale Ermüdung und das zu schnelle hochpumpen sind alles Dinge die in Kombination mit Sicherheit das Leben jedes Fisches aufs Spiel setzen. Aber dann dürfen wir alle nicht mehr zum Angeln gehen. Ein bisschen Verluste gibt es schliesslich immer.
     
  8. laufi

    laufi Echo-Orakel

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    klar dürfen wir, einfach alle Fische abschlagen :?

    Ist doch eigentlich ganz einfach, wenn ein Fisch verletzt ist, mitnehmen, wenn ein Fisch hinfällt, mitnehmen. Dafür wurde mal vor vielen Jahren das Angeln erfunden!? Klar man muss nicht jeden Fisch mitnehmen, aber wenn es schlecht um ihn steht, dann muss er sich ja nicht unnötig Quälen.
    Ich selbst setzt gerne zurück, nehme aber auch Fisch mit, und wenn ein Fisch durch mein vertun stärker verletzt wird, nehme ich ihn mit.

    Gruss Christian
     
  9. Desperados

    Desperados Bigfish-Magnet Mitarbeiter Moderator

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    @laufi, das wollte niemand wissen und darum gehts auch nicht.
    Die frage ist ja klar und deutlich was so ein Fisch verträgt und ob ein abschlagen sinnvoller ist als zurücksetzen wenn er bis runtergefallen ist.
     
  10. ZachOry

    ZachOry Twitch-Titan

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    genau desperados ... :)

    mir ist schon klar dass ein verletzter Fisch nicht zurückgesetzt ist !!

    fällt ein Fisch hin sind dessen möglichen inneren Verletzung nicht erkennbar...

    Meiner Meinung und meiner Erfahrung nach werden oft Fische entnommen wenn der Haken zb. ein Loch ins Maul gerissen hat, fällt ein Fisch wie von mir beschrieben auf den Boden kümmert sich keiner darum, bzw. niemand macht sich Gedanken über die möglichen Verletzungen die der Fisch in so einem Moment davon trägt
     
  11. UL-Tobi

    UL-Tobi Echo-Orakel

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    Im grunde ist doch schon alles auf den punkt gebracht.
    die beste möglichkeit den fisch zu schonen ist ihn nur so wenig wie möglich anzuheben, oder wenn möglich sogar im wasser zu lassen.

    ich denke es ist auch besonders wichtig nach art und vorallem gewicht zu urteilen.
    ein 15er barsch der mir in schulterhöhe ins gras entfleucht ist warscheinlich weniger schwer verletzt als ein 25pf rüssler der mir 20cm tief fällt.

    es sollte also von fall zu fall entschieden werden wie warscheinlich eine tötliche verletzung nach einem sturz war. und da find ich den ansatz: "heiler fisch ins wasser, kaputer fisch in den topf" genau richtig.
    ab wann ein fisch kaput ist muss jeder angler vorort selber beuteilen, und jeder von uns weiß wie schnell ein fisch schaden nimmt (ok aale ausgenommen die tragen ja im kleingedrucken den schriftzug únkaputbar´), nur ob es immer gleich tötlich ist...

    was meiner meinung nach das anfälligste am fisch ist, das ist der kreislauf, das herz ist nicht sehr groß und leider können wir nicht sehen ob der fisch grad leicht erhöhten blutdruck hat oder ob er 2 infarkte hatte. was den rest betrift bin ich von der robustheit recht überzeugt. magen, darm und co sind wabbelig weich und haben genug platz zum verrutschen, gebrochene gräten sind sicher nicht schlimm, die kiemen sind gut geschützt und dass fleischwunden auch abheilen wissen wir alle von den etlichen hecht- und cormoran-fast-opfern.

    und was alles andere betrifft können wir denke ich den menschen herranziehen als beispiel:

    -es gibt leute die fallen von der ersten sprosse der leiter und brechen sich das genick, andere segeln aus dem 4. stock und prellen sich die schulter.
    -junge menschen sind generell belastbarer als ältere.

    wenn man das im hinterkopf behält, dann kann man sicher immer einen guten und schonenden weg finden ein foto zu machen. und hat immer einen guten ansatz um zu entscheiden ob´s der bursche schaffen wird oder nicht.

    und bevor es einer schreibt: natürlich geht meine antwort in teilen an deiner frage vorbei, denn es gibt keine formel mit der man eine mögliche verletzung einfach anhand von fallhöhe, gewicht und härtegrad des bodens bestimmen kann. und nen jamba rechner für prozentuale überlebenschancen hat auch noch keiner erfunden.
    da muss schon jeder selber fischdoc spielen
     
  12. ZachOry

    ZachOry Twitch-Titan

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    Ja, da hast de recht :)
     
  13. meierchen_online

    meierchen_online Echo-Orakel

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    Folgende Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Zurücksetzens auf Hechte (bestimmt sehr lesenwert): http://www.adaptfish.rem.sfu.ca/Theses/Thesis_MSc_Klefoth.pdf

    Conclusions S. 91: [align=justify]"While angling, playing of pike and hook removal should be done as rapidly as
    possible to minimize exhaustion and air-exposure duration. This might necessitate
    proper education of anglers, particularly of inexperienced anglers, that might fear
    personal injury when handling pike thereby prolonging air exposure duration.
    Appropriate use of unhooking aids such as long-nosed pliers and wire cutters to cut the
    barbed shanks of deeply hooked hooks can help in reducing air exposure duration.
    Also, length measurements could be taken under water. Additional handlings such as
    weighing and photographing the fish should be omitted or done quickly. The present
    study also showed that leaving a lure inside the pike has only limited influences on the
    behaviour of pike post release. Therefore, to avoid long handling times and related
    injuries or disturbances, anglers can consider the possibility of cutting the line if pike
    are hooked deeply."
    Man sollte die Jungs also nicht überstrapazieren, den Landgang so kurz und schmerzfrei wie möglich gestalten, also soweit nix Neues und selbstverständlich. Die Hechte können aber auch schweinbar ne Menge ab, wenn ein verlorener Köder oder abgekniffene Hakenspitzen "günstig" im Schlund sitzen. Getestet wurde scheinbar auch, wie die Fische auf einen Landgang von bis zu 5min (300 Sekunden) reagieren, siehe S. III: "Pike exposed to air for 300 s after capture showed
    significantly higher inactivity in the first hour post released compared to all other
    treatments."
    S. 86: "However, the possibility cannot be discounted that blood-lactate would
    increase with air exposure durations exceeding the highest treatment level (300 s).
    Several studies showed that angling stress has a significant influence on lactate values
    of fish[...]."
    Dass die bis zu 5 Minuten-Hechte jetzt aber an der Prozedur gestorben sind, oder wie viele von denen gestorben sind, hab ich (beim Überfliegen des Textes) noch nicht gefunden, sondern nur dass sie eine Zeit nach dem Fang wesentlich inaktiver waren. Aber vielleicht wird das auch nicht genau thematisiert? Überwiegend geht es um das Verhalten und die Aktivität der Fische nach dem Zurücksetzen. Ich hab nur auf die Schnelle gelesen, dass die Sonden von verstorbenen Exemplaren neuen Fischen eingesetzt wurden. Ich muss mir den Bericht mal genauer angucken, wenn ich Zeit und Lust habe, vielleicht finde ich dann was.[/align]
     
  14. Betze

    Betze Finesse-Fux

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    Na die würd ich gern mal lesen, gib mir mal die Quelle bitte.

    Und die Studie die Herr Meier da rausgekramt hat ist btw. intressant und empfehlenswert...
     
  15. janfischt

    janfischt Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    schätze das ist gemeint:
    (falls nicht, zum Thema paßt es jedenfalls)

    https://www.xing.com/net/fischernet...ung-beim-releasen-16283794/16283794/#16283794
     
  16. nureinestunde

    nureinestunde Master-Caster

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    Oh, sehr interessant! Wasserabhaken rulez!

    tl h
     
  17. Betze

    Betze Finesse-Fux

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    Der Artikel ist durchaus interessant zu lesen, kannte ihn auch schon.

    Aber den Titel "Studie" würde ich ihm nicht geben wollen, intressant ja, stimmen kanns auch was der Herr schreibt. tut es wahrscheinlich sogar nur fehlt für ne Studie ne janze Menge Wissenschaft...

    Ansonsten ist das was der Herr schreibt durchaus würdig wieder in Erinnerung gerufen zu werden wenn man denn mit Fischen hantiert. Obwohl ich beim richtigen Handling von einer eher geringen Sterblichkeit auch bei Esocidae ausgehe.
    Allerdings ist von richtigem Handling in Anglerkreisen das Gro doch weit entfernt...
     
  18. meierchen_online

    meierchen_online Echo-Orakel

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    Ich denke mal auch, dass die Hechte bei einem kurzen und geübten Landgang nicht gleich den Kopp zumachen, sondern gute Chancen haben zu erleben. In dieser Präsentation gehört der Hecht jedenfalls zu den robustesten Fischen und seine Mortalitätsrate liegt bei "nur" 5%: http://www.adaptfish.rem.sfu.ca/Presentations/Presentation_FangenZur_cksetzen(aufDeutsch).pdf

    Natürlich werden sich die Daten nicht auf die "Frei-Fall-Fische" beziehen :lol:
    shit happens, ist jedem schon passiert und man lernt daraus - mir ist auch mal ein mittlerer Zander beim Zurücksetzen voll auf ne Holzplanke geknallt, weil er gezappelt hat und mir aus der Hand gerutscht ist, nur ist der gleich anschließend ins Wasser gefallen ohne dass ick ihn wieder einfangen konnte :roll: Und der Zander ist in Sachen Hakmortalität im Vergleich zum Hecht echt ne Mutti. Seitdem bin ick größtenteils "noch im Wasser Releaser"

    Folgende Bilder sind zwar nur ein Einzelbeispiel, aber macht vielleicht Mut, dass dein Freifallhecht evtl. doch noch lebt. Eastside hat einmal nen Esox mit schönem roten Mal uff de Schuppen im April jefangen:
    http://barsch-alarm.de/Forums/viewtopic/t=15994/postdays=0/postorder=asc/start=60.html
    Knapp 40 Tage später hat er dann den hier gepostet, wenn dit nicht derselbe ist, dann beiß ick mir: http://barsch-alarm.de/Forums/viewtopic/t=16021/postdays=0/postorder=asc/start=90.html
     
  19. ObiWan75

    ObiWan75 Gummipapst

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    Interessantes Thema! Was die "Studie" da aufgibt stützt eigentlich nur meine Meinung. Egal ob Hecht, Zander oder Barsch -> wenn man die Jungs nicht aus allzu grosser Tiefe hochpumpt, dürften sich so gut wie alle wieder "berappeln". Schließlich sind ja gerade Hechte und Zander schon relativ grosse Tiere, und die sterben nicht so fix (nur meine Meinung). Ich halte es immer so, dass ich sie so lange im Wasser halte, bis sie aus eigener Kraft abhauen. Meistens dauert das keine 5 Sekunden und zum Dank spritzen sie einen auch noch nass.
    Man muß wohl darauf achten, dass man das Tier sicher "im Griff" hat und das die ganze Foto-Prozedur fix von statten geht.
     
  20. meierchen_online

    meierchen_online Echo-Orakel

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    Dass der Zander ne richtige "Mutti" in Sachen Hakmortalität ist, zieh ich hiermit mal zurück, ich hab da in der Eile was verwechselt, der europäische Zander kommt in den Ergebnissen der Präsentation gar nicht vor. Eine interessante Bachelorarbeit zum Thema Hakmortalität stammt von Daniel Hühn, der hat aber auch leider keine Daten zum europäischen Zander, aufschlussreich ist es aber allemal:
    http://www.adaptfish.rem.sfu.ca/Theses/Thesis_BSc_Huhn.pdf

    Und wie Obiwan richtig sagt spielen neben Artzugehörigkeit, individueller Konstitution des Fisches und Handling des Anglers noch einige Umweltfaktoren eine Rolle: Fangtiefe ist klar, Glubschaugen und Trommelsuchtsyndrome haben die Meisten schon mal gesehen! Die Temperatur ist auch entscheidend, insebsondere hochsommerliche Wassertemperaturen erhöht die Hakmortalität der Fische signifikant:
    Es gibt schon ne ganze Menge Einflüsse, deren negative Auswirkungen man selbst minimieren oder ganz vermeiden kann, indem man das Angeln in großen Tiefen unterlässt, wenn man zurücksetzen will, oder sich bei >20Grad Wassertemp. und Sauerstoffmangel zurückhält oder nur "kurz und schmerzlos" in der Dämmerung bzw. nachts fischt, nicht mit UL-Gerät gezielt auf Großvieh jagen geht und so unnötig den Drill verlängert, geeignete Haken verwendet(reicht nicht einfach ein Einzelhaken oder brauch ich unbedingt Drillinge, Angsthaken etc. vielleicht tun es sogar Barbless Hooks?), geeignetes Werkzeug: lange Zangen, Seitenschneider etc., wenn es abschließend noch ein Foto sein muss, dann so schnell wie möglich, das lässt sich mit der richtigen Fotoausrüstung bewerkstelligen (z.B. ein "Gorillapod" als Kamerastativ, womit die Kamera schnell und flexibel überall angebracht ist, am besten noch ein Fernauslöser für die Cam, weil es schneller geht als Zeitauslöser, wenn man allein angelt) usw. man kann also ne Menge toter Viecher bei entsprechendem Handling selbst vermeiden:

     

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