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Barbless oder das Für und Wi(e)der der Haken

Dieses Thema im Forum "Zubehör" wurde erstellt von FishnChips, 30. Juli 2007.

  1. FishnChips

    FishnChips Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Hi,
    da sich hier im Forum ja viele c&r Fetischisten tummeln, wollte ich mal fragen, wie ihr der Angelei ohne Widerhaken gegenübersteht. Es ist ja schon ab und an mal recht stressig, den Widerhaken aus dem Maul eines Fisches zu tüddeln, den man wieder zurücksetzen will. Hab deshalb schon ein paarmal daran gedacht, Widerhakenlose Haken einzusetzen, bzw. die Widerhaken einfach abzuknippsen oder anzudrücken.
    Hat jemand Erfahrung mit Widerhakenloser Angelei? Gehen häufig Fische im Drill verloren? Beim Forellenangeln ist es ja an vielen Gewässern verboten, mit Widerhaken zu fischen, also muss es ja auch ohne gehen. Aber beim Hecht- und Zanderangeln ist es wohl eher die Ausnahme.
    Ich finde es aber schonender, da wenn ich den Fisch ohnehin zurücksetzen will, muss er nicht unbedingt mit ausgefranstem Maul rumschwimmen. Will den Jungs ja nicht den Apetit verderben 8) !

    Würde mich über eure Meinungen/Erfahrungen dazu freuen
     
  2. Hipken

    Hipken Echo-Orakel Gesperrt

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    Habe mal den Test gemacht und einige Jerks mit Wiederhaken und andere mit angedrückten Wiederhaken gefischt - ich konnte kein Unterschied bzgl. der Fischverluste feststellen. Allerdings hab ich das eher locker beobachtet und nicht penibel Buch geführt...
    Mittlerweile drück ich die meisten Widerhaken an... Manchmal vergess ich es aber auch...
     
  3. unzi

    unzi Echo-Orakel

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    Hallo FishnChips!
    Kann dir zum Thema Widerhaken vs. Barbless zumindest beim Forellenangeln weiterhelfen.
    Beim Spinnfischen ist die Aussteigerrate nur geringfügig höher, wobei hier die Methoden Spinner mit Drilling und Widerhaken (standardmäßig) und Spinner mit Sprengring und Einzelhaken (barbless) verglichen werden. Die wenigen Aussteiger mehr beim widerhakenlosen Einzelhaken sind durchaus zu verkraften, auch wenn der Verlust einer schönen Forelle natürlich ärgerlich ist. Ist aber immer noch besser als "vernagelte" Jungfische. Aussteigerrate hängt natürlich auch von anderen Parametern ab, in einem sehr heterogenen Gewässer mit starker unregelmäßiger Strömung und zahlreichen Hindernissen werd ich natürlich mehr Aussteiger haben, als in stehenden (Forellen-)Teich. Eventuell einen weiteren Sprengring anbringen, um die Hebelwirkung zu minimieren.
    Beim FliFi ist die Aussteigerrate ein klein wenig höher, da sich die Schnur nicht so einfach den ganzen Drill über unter Spannung halten lässt (unbedingte Voraussetzung wenn barbless gefischt wird) wie beim Spinnfischen. Alle anderen Beobachtungen sind analog (der Tipp mit dem Sprengring natürlich nicht :wink: ).
    Generell find ich selbst angedrückte "barbless"-Haken besser als gekaufte, da durch das Andrücken der Widerhaken-Spitze eine kleine Aufwölbung zurückbleibt, die ein allzuleichtes "selbstständiges" Lösen des Hakens etwas einschränken. Das gewollte Hakenlösen wird dadurch überhaupt nicht beeinflusst. Die manchmal genannten Vorteile, Widerhakenlose Haken würden leichter eindringen, kann ich leider nicht bestätigen. Ich stelle nämlich keinen Unterschied (der mM. nach aufgrund der geringen Größe des Widerhakens, falls überhaupt vorhanden, winzig und sicherlich nicht spürbar) fest. Biss-Anhieb und gut is!
    Achtung, wenn man den Fisch (Forelle) an's flache Ufer führt. Wenn der Fisch sich vom Grund hochschnellt, passiert es oft, dass sich im letzten Moment der Haken löst, da die Spannung der Schnur aprupt nachlässt.

    Ich hoffe, ich konnte helfen.andi

    PS: Meine ganz persönliche Empfehlung ist - zumindest beim Forellenangeln - ganz auf Widerhaken zu verzichten. In einem halbwegs intakten Gewässer wird man die Aussteigerrate verkraften können und es ist nach dem Adrenalin des Drills einfach geil, durch einfachen Dreh am Haken den Fisch (Forelle) zu releasen, ohne ihn überhaupt anfassen zu müssen und ihm dann zuzuschauen, wie er ganz gemächlich und schwerelos abtaucht. Zudem heizen die verlorenen Fische (die ja ncht verloren sind, da sie ja im Gewässer verbleiben und - nachdem sie noch ein bisschen gewachsen sind :D - ja wieder meine potenzielle Beute darstellen) noch zusätzlich das Fieber an.
     
  4. FISH-DUDE

    FISH-DUDE Master-Caster

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    wenn c&r betrieben wird dann natürlich nur mit angedrücktem widerhaken. sollte aber wohl selbstverständlich sein, oder!?!

    grüße,

    Ian.
     
  5. FishnChips

    FishnChips Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Och, was ist heutzutage schon selbstverständlich?

    Danke jedenfalls für eure Meinungen, besonders an unzi, der sich besondere Mühe gegeben hat (dicker Fleisspunkt!).
    Da Forellen ja recht quirlige Tierchen sind und sich bei denen laut unzi das Ausstiegsrisiko in Grenzen hält, sollte es bei Zandern, die häufig wie ein nasser Sack an Rute hängen, wenn sie nicht gerade mit dem Kopf nicken, wohl keine Probs geben. Bei Hechten, die gerne mal schüttelnderweise Sprünge vollführen könnte es schon schwieriger sein, das Vieh sicher zu landen.
    Ich werds auf jedenfall mal ausprobieren, auch wenn ich heulen, kotzen und um mich schlagen werde, wenn der solang ersehnte 90+ Zander oder 1+ Hecht kurz vorm Ufer vom Haken hüpft. Aber wie George W. Bush sagen würde: ein bissl Verlust gibts immer und nach Sepp Herberger: Mund abputzen und weitermachen!

    Grüße
     
  6. Lunatic

    Lunatic Master-Caster

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    Wie ich schon in einigen anderen Themen beschrieben habe, fische ich generell ohne Widerhaken, ob nun mit der Matchrute, Fliegenrute oder beim Spinnfischen, wo bei uns sowieso nur 1 Drilling benutzt werden darf, und bis jetzt auch keine Probleme entstanden sind. Seid dem Fisch gegenüber fair, wenn ihr ihn zurücksetzen wollt.
     
  7. DrGonzo

    DrGonzo Dr. Jerkl & Mr. Bait

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    Ich drücke bei Drillingen generell die Widerhaken an, egal auf welche Fischart ich angele. Es kann so eine ekelhafte Popelei sein, wenn sich ein Schniepel alle 3 Hakenspitzen durch Ober- und Unterkiefer gerammt hat und man Widerhaken dran hat...
    habe auch nicht das Gefühl, spürbar mehr Fische zu verlieren als vorher.
    Bei Einzelhaken habe ich die Widerhaken bisher nur beim Barschangeln angedrückt, weil die ein so empfindliches Maul haben. Bei Hecht und Zander habe ich noch keine Probleme mit WH am Einzelhaken gehabt, außer der Fisch war an echt ungünstigen Stellen (Auge etc.) gehakt, kommt aber sehr selten vor.
     
  8. nureinestunde

    nureinestunde Master-Caster

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    Nachdem ich mehrere kleine Zander hintereinander hatte, die sich die Haken in Augennähe reingezimmert haben, drücke ich alle Widerhaken an. Geht sehr viel schneller zu lösen und nicht das von DrGonzo beschriebene Gepussel mit Drillingen! Außerdem finde ich es sportlich, wenn ich beim EInholen penne, kann der Fisch auch nochmal ne Flocke machen. Bisher habe ich noch keinen verloren außer die, bei denen ich nichtmal gemerkt habe, daß sie gebissen haben.
    Daumen hoch für barbless!

    Andrücken ist einfacher als kompliziert barbless Haken zu kaufen.

    cheerio h
     

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